Menü schließen




21.12.2020 | 04:50

Everfuel, Triumph Gold, Varta – Das wird wichtig!

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Die letzten Wochen des einzigartigen Börsenjahres 2020 versprechen weitere Spannung. So notiert der DAX kurz vor seinem Allzeithoch bei 13.808 Punkten. Knackt er die Marke, dürften Anleger, wenn auch mit Abstand, bis Jahresende Party feiern. Die Richtung Allzeithoch nahm auch Gold wieder auf. Nachdem die starke Unterstützung bei 1.800,00 USD gehalten hat, sehen Analysten bereits im ersten Quartal des Jahres 2021wieder Höchstkurse beim gelben Edelmetall.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: CA8968121043 , DE000A0TGJ55 , DK0061414711

Inhaltsverzeichnis:


    Triumph Gold - Starke Korrekturen

    WKN: A2DK8F ISIN: CA8968121043 Symbol: 8N61
    Heftige Kursverluste mussten Besitzer von Goldminenaktien seit August, dem Beginn der Goldpreiskorrektur, hinnehmen. Nun scheinen die meisten Werte einen Boden gebildet zu haben. Sollte der Goldpreis seine weiter positive Entwicklung fortsetzen, könnten Minen, besonders aus der zweiten Reihe, allerdings schnell wieder die alten Kursniveaus erreichen. Stark getroffen hat es zum Beispiel das Mineralexplorationsunternehmen Triumph Gold. Der Höchstkurs lag im Sommer bei 0,48 CAD, aktuell notieren die Kanadier bei 0,19 CAD. Das bedeutet aktuell einen Börsenwert von lediglich 20,0 Mio. EUR. Dabei ist Triumph Gold bestens aufgestellt.

    Viele Standbeine
    Das 100% unternehmenseigene Projekt Freegold Mining in Yukon besitzt enormes Potenzial. So befinden sich auf dem Areal, welches eine hervorragende Infrastruktur aufweisen kann, mehrere aussichtsreiche Rohstofflagerstätten. So besitzt die „Revenue“-Mine Kupfer-Gold-Moblydän-Silber, die Mine „Nucleus“ Gold und bei „Tinta Hill“ findet man viele differenzierte Metalle. Das Bohrprogramm für das Gesamtjahr 2021 ist bereits gesichert. Aktuell weist Triumph Gold einen Cashbestand von 6,0 Mio. CAD aus. Das große Potenzial des Explorers sehen auch Branchengrößen. So sind Newmont Mining mit 12,8% und der Zijn Mining Fund mit 9,8% beteiligt.

    Varta - Markt reagiert gelassen

    WKN: A0TGJ5 ISIN: DE000A0TGJ55 Symbol: VAR1
    Der Batteriehersteller Varta war Ende vergangener Woche Opfer einer größeren Insidertransaktion. Die VGG GmbH, zu der Aufsichtsratschef Michael Tojner in enger Beziehung steht, verkaufte bei einem Kurs von 110,0 EUR Papiere im Gegenwert von 44,0 Mio. EUR. VGG ist mit zuletzt knapp 57% Hauptaktionär. Gemessen an der Marktkapitalisierung von 4,39 Mrd. EUR sieht der Verkauf dann wiederum verhältnismäßig klein aus. Auf jeden Fall wirkte sich die Veräußerung nicht negativ auf den Kurs des M-DAX-Unternehmens aus.

    Entscheidung naht
    Ebenfalls ohne größere Kurssprünge reagierte die Aktie auch auf die Ankündigung der Ausschüttung einer signifikanten Dividende. So verharrt der Chart seit Wochen richtungslos unterhalb der Widerstandslinie bei 115,0 EUR und bildete eine Dreiecksformation aus. Sollte in den nächsten Tagen die Marke von 115,0 EUR signifikant gebrochen werden, wäre die Konsolidierung der letzten Wochen beendet und die Dreiecksformation bullish aufgelöst. Das nächste Kursziel wären zuerst das Novemberhoch bei 125,10 EUR und anschließend das Allzeithoch vom September bei 138,70 EUR. Auf der Unterseite wäre dagegen ein Bruch der Formation bei 105,0 EUR und ein Durchbruch des wichtigen Widerstandes bei 100,0 EUR fatal. Hier würde es wieder vermehrt Short-Seller auf den Plan rufen, die die Varta-Aktie schon in der Vergangenheit gerne als Basiswert genutzt hatten.

    Everfuel - Nel Asa gefällt das!

    WKN: A2QGNH ISIN: DK0061414711 Symbol: 0HR
    Das freut die Mutter. Mit knapp 17% ist der norwegische Wasserstoffspezialist Nel Asa noch an der Everfuel A/S beteiligt. Nun warten die Dänen mit sehr positiven Nachrichten auf. Wie bereits Ende November berichtet, übernimmt Everfuel den Betrieb und den Ausbau von Wasserstoffinfrastrukturen und Tankstellen in Norwegen. Aufgrund dessen gab Nel Asa eine Mehrheitsbeteiligung an seiner derzeitigen 100%-Tochter H2 Fuel Norway AS an Everfuel ab. Nun bekam H2 Fuel Norway vom Klimabüro der Stadt Oslo bei einer öffentlichen Ausschreibung den Zuschlag zur Anmietung eines Grundstücks in Kjelsrud, auf dem eine Wasserstofftankstelle errichtet werden soll.

    Weiterer Auftrag in Dänemark
    Auch auf dem Heimatmarkt kann Everfuel punkten. So wurde mit dem Green Hydrogen Hub Denmark eine Absichtserklärung unterschrieben. Der Hub arbeitet bereits mit der Eurowind Energy, Corre Energy und GasStorage Denmark zusammen. Ziel ist die Errichtung einer 350 MW Elektrolyseanlage, einen 200.000 MWh Wasserstoffspeicher und einen weiteren Energiespeicher. Diese soll zwischen den Städten Vilborg und Hobro gebaut werden. Ein äußerst interessantes Projekt für die noch junge Firma. Umsätze und Erträge sind allerdings auch dringend nötig, will man die gehypte Börsenbewertung von über 530 Mio. EUR begründen. Für Privatanleger ist Vorsicht geboten. Der reine Free Float bei Everfuel liegt gerade einmal bei 5%.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 14.10.2026 | 05:15

    Wer verdient, wenn Patente fallen? Das Milliardenrennen von Formycon, Fresenius und Pfizer!

    • Biosimilar
    • FDA
    • Meilenstein
    • Krebstherapie
    • Pharma
    • Patente
    • Nachfolgerpräparate
    • Investments

    Wenn der Patentschutz umsatzstarker Biopharmazeutika ausläuft, entsteht ein Milliardenmarkt für Nachfolgeprodukte. Michael Sen, der Unternehmenslenker des deutschen Gesundheitskonzerns Fresenius SE, nennt in diesem Zusammenhang eine beeindruckende Zahl. Bis 2035 könnte so ein Umsatzvolumen von rund 180 Mrd. EUR entstehen. Insbesondere Biosimilars, also biotechnologisch hergestellte Nachfolgepräparate, die dem jeweiligen Originalmedikament in ihrer Zusammensetzung hochgradig ähnlich und in Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit gleichwertig sind, wird ein enormes Wachstum vorhergesagt. Zudem können Biosimilars den Wettbewerb stärken und Behandlungskosten senken. Als Pure Play sticht Formycon heraus. Die Gesellschaft hat zuletzt einen entscheidenden Meilenstein erreicht. Die US-Arzneimittelbehörde FDA nahm den Zulassungsantrag - als ersten öffentlich bekannten dieser Art - für FYB206, einen Biosimilar-Kandidaten zum Krebsmedikament Keytruda, zur Prüfung an. Keytruda steht für einen Jahresumsatz von rund 32 Mrd. USD und ist damit das weltweit umsatzstärkste Medikament! Fresenius verstärkt seine Positionierung im Biosimilar-Bereich durch einen Zukauf. Pfizer muss neue Wachstumstreiber erschließen. Wer ist am besten für die Jahresend-Rally positioniert?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 14.10.2026 | 05:09

    Wolfram, Waffen, Wachstum: Almonty, Rheinmetall und Deutz im Check. Ist das die Chance im Megatrend?

    • Wolfram
    • Rohstoffe
    • Kritische Rohstoffe
    • Geopolitik
    • Verteidigungsindustrie
    • Rüstung
    • Militär
    • Lieferketten
    • Investments

    Börse ist nicht linear. Gier und Angst, zu viele Vorschusslorbeeren oder eine zu große Skepsis, all das bewegt die Märkte. Was heute billig oder teuer ist, wird nur die Zukunft zeigen. Genau an diesem Punkt befinden sich die genannten Aktien. Sichere Lieferketten und Rohstoffvorkommen sowie Verteidigungsbereitschaft stehen ganz weit oben auf der Agenda westlicher Regierungen. Diese langfristigen Trends spielen Rüstungskonzernen und Rohstoffproduzenten massiv in die Karten. Gerade Almonty als Produzent des kritischen Rohstoffs Wolfram besitzt eine unangefochte Spitzenposition. Wo bieten sich jetzt die größten Chancen für Anleger?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 09.10.2026 | 05:00

    dynaCERT, Volkswagen und Plug Power: Zwischen Aufbruch und Kostendruck! Wer startet durch und wer bleibt auf der Strecke?

    • Brückentechnologie
    • Effizienz
    • Kraftstoffeinsparung
    • Emissionen
    • Dekarbonisierung
    • CO2-Zertifikate
    • Wasserstoff
    • Dieselmotoren
    • Dieselflotten
    • Investments

    Volkswagen zeigt, wie Kosten und Wettbewerb ein Urgestein der Branche zum Wackeln bringen können. Kommen die tiefen Einschnitte und Strategieanpassungen zu spät und können vertiefte Partnerschaften helfen? Plug Power konnte zuletzt einen bemerkenswerten Großauftrag an Land ziehen. Die Bruttomarge im letzten Quartal kratzte fast an der Nulllinie. Einen ganz anderen Weg geht dynaCERT. Die Kanadier machen Dieselmotoren durch Nachrüstung sparsamer und umweltfreundlicher. Die innovative Brückentechnologie konnte in zahlreichen Pilotprojekten überzeugen, jetzt kommt die Kommerzialisierung zunehmend auf Touren. Die Analysten vom Researchhaus GBC machen eine immense Unterbewertung der Aktie aus.

    Zum Kommentar