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26.09.2025 | 06:30

Gerresheimer, dynaCERT, Volkswagen – Spannende Entwicklungen!

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Bildquelle: pixabay.com

Nachrichten machen Kurse. Das Pendel kann aber in beide Richtungen schwingen. Für informierte Anleger ist die richtige Interpretation der Ereignisse von entscheidender Bedeutung. Oft ergeben sich dann lukrative Ein- und Ausstiegssignale. Zuletzt hat es Gerresheimer erwischt, welche Aktie kann die nächste sein. Aber es gibt auch Aktien, bei denen eine Neuausrichtung ansteht und damit Chancen auf steigende Notierungen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: DYNACERT INC. | CA26780A1084 , GERRESHEIMER AG | DE000A0LD6E6 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039

Inhaltsverzeichnis:


    Gerresheimer – Anlegervertrauen schwindet

    Eine schlechte Nachricht jagt die andere in den letzten Monaten beim deutschen Verpackungshersteller. Von knapp 100 Euro vor einem Jahr notiert der Titel aktuell bei rund 36 Euro. Auslöser des aktuellen Kurssturzes bis auf ein 15 Jahrestief von 26,52 Euro und einer schnellen Intraday-Erholung war die Ankündigung der Finanzaufsicht BaFin den Konzernabschluss 2024 samt Lagebericht prüfen zu wollen.
    Im Zentrum der Vorwürfe steht, dass Gerresheimer gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen haben soll. Der Konzern hielt in einer Stellungnahme dagegen und versicherte vollumfänglich mit den Behörden bei der Klärung des Sachverhalts zusammenarbeiten zu wollen. Die Deutschen sollen möglichweise Umsatzerlöse für einige Kunden erfasst haben, die jedoch noch nicht realisiert wurden.
    Solche Meldungen sind nie gut und die Kursreaktion spiegelt den Schock der Anleger wider. Letztendlich muss aber auch festgehalten werden, dass nur rund 5 % der Konzernumsätze im Feuer stehen. Analysten ordneten den Sachverhalt mehrheitlich in dieser Richtung ein: wirtschaftliche Dimensionen vs. Anlegervertrauen.
    Gerresheimer hat aber schon längere Zeit enttäuscht. Die geplante Veräußerung des Geschäftsbereichs Glasformteile ist gescheitert. Zuletzt kam es zu Wechseln im Vorstand. Generell sind Anleger mit den operativen Ergebnissen der Gesellschaft unzufrieden. Der Konzern liegt in Bezug auf die Profitabilität deutlich hinter den Wettbewerbern und kann keine überzeugende Antwort liefern, wie man besser performen will. Nichtsdestotrotz sind die Anteilsscheine mit einem Börsenwert von 1,26 Mrd. und einem KGV von 11 aktuell einen Blick wert.

    dynaCERT – Neustrukturierung der Finanzinstrumente

    Die Kanadier kündigten jüngst eine wesentliche Neustrukturierung ihrer Finanzinstrumente an. Damit will die Gesellschaft ihre Attraktivität für Investoren sowie die Wettbewerbsfähigkeit in der dynamischen Umwelttechnologiebranche steigern. Momentan handeln die Anteilsscheine bei 0,135 CAD, woraus ein Börsenwert von rund 69 Mio. CAD resultiert. Analysten bescheinigen dem Titel ein enormes Aufwärtspotenzial.
    Geplant ist, den ursprünglichen Ausübungspreis der Warrants von 0,28 CAD auf 0,20 CAD zu senken und die Laufzeit von Oktober 2026, um ein Jahr zu verlängern. Außerdem plant die Gesellschaft den Umwandlungspreis der bestehenden Wandelanleihe von 0,24 CAD auf 0,15 CAD zu senken und die Fälligkeit der Anleihe bis 2026 zu verlängern. Dadurch könnte sich die potenzielle Ausgabe von 4,17 Mio. auf 6,67 Mio. Aktien erhöhen. Die geplanten Maßnahmen bedürfen noch der Zustimmung der Toronto Stock Exchange (TSX).
    dynaCERT ist Innovator und Vorreiter, wenn es um emissionsreduziertes Fahren und umweltgerechten Schwerlastbetrieb geht. Die patentierte HydraGEN™-Technologie reduziert nachweislich den Dieselverbrauch und senkt CO2-Emissionen. Hieraus entsteht für Flottenbetreiber via VERRA-Zertifikat ein neuer Einkommensstrom. Spediteure in Europa und Nordamerika setzen schon seit Längerem auf die Wasserstoff-Technologie-Lösungen der Kanadier. Zuletzt konnte Dynacert den Markteintritt in Mexiko vermelden. Eine Order von 100 Einheiten wird in den nächsten 12 Monaten abgearbeitet.
    Wachstum erfordert auch immer Kapital. Im Sommer sammelten die Kanadier 5 Mio. CAD ein, um die Produktion und den Vertrieb zu stärken. Zudem sollte die vollzogene US-Börsennotierung der Aktie mehr Aufmerksamkeit schenken.

    Volkswagen – Marktführerschaft in Europa ausgebaut

    Die leichte Erholung der Autowerte setzt sich derzeit fort. Zuletzt sorgten die EU-Zulassungszahlen für August für gute Laune bei Anlegern. Nach acht Monaten des laufenden Jahres liegen die Zulassungszahlen laut europäischem Herstellerverband Acea lediglich 0,1 % unter dem Vorjahreszeitraum. Die Daten belegen, dass der VW-Konzern seine Position als Marktführer gegenüber dem Wettbewerber Stellantis ausbauen konnte.
    Zudem wirkte sich die Senkung der US-Zölle für Autoexporte von Europa in die USA positiv aus. Zwar bringen die vereinbarten 15 % Planungssicherheit, stellen für viele Mittelständler dennoch eine große Herausforderung dar. Im Durchschnitt trauen die Analysten der Aktie von Volkswagen ein Aufwärtspotential von rund 20 % in den nächsten 12 Monaten zu.

    Anlegerinteressen

    Die Geschäfte von dynaCERT und Volkswagen laufen gut. Die Kanadier heben sich mit ihrer innovativen Wasserstoff-Technologie deutlich von Wettbewerbern ab. Das ist einer der Gründe, warum Analysten dem Kurs der Aktie Vervielfachungspotenzial bescheinigen. VW, setzt wie mehrere Branchenvertreter, die Erholungstendenz durch positive EU-Zulassungszahlen und Planungssicherheit bei US-Zöllen fort. Gerresheimer steht bei der BaFin auf der Liste. Das ermäßigte Kursniveau ist definitiv interessant.


    Interessenskonflikt

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    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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