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31.08.2026 | 05:00

Goldrausch, doch wer ist besser? DRC Gold, Ivanhoe Mines und Newmont im Check

  • Gold
  • DR Kongo
  • Goldproduktion
Bildquelle: Nano Banana KI

Wenn Notenbanken weltweit wieder Gold kaufen und geopolitische Verwerfungen das Vertrauen in Papierwährungen erschüttern, ist klar: Das älteste Zahlungsmittel der Menschheit erlebt eine Renaissance. Nach einer atemberaubenden Rekordjagd des Goldpreises auf 5.600 USD je Unze Anfang des Jahres und einer anschließenden Korrektur kletterte Gold zuletzt wieder dynamisch über die Schwelle von 4.600 USD. Doch für Goldinvestoren ist längst mehr drin als mit Barren und ETPs. Unternehmen aus dem Goldsektor verdienen an der Rally und können unter gewissen Umständen sogar einen Hebel auf das Edelmetall bieten. Wir stellen spannende Geschäftsmodelle vor und blicken dabei auch nach Afrika.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: DRC GOLD CORP. | CA23347H1064 | CSE: DRC , IVANHOE MINES A | CA46579R1047 , NEWMONT CORP. DL 1_60 | US6516391066

Inhaltsverzeichnis:


    Newmont: Rekordgewinne dank straffer Portfoliostruktur

    Als Branchenführer zeigt Newmont, wie Großkonzerne die Gold-Rally zu Cashflow machen. Nach dem Zusammenschluss mit Newcrest Mining vor einigen Jahren bereinigte das Management das Portfolio durch den Verkauf von sechs Randaktivitäten wie Musselwhite und Éléonore, was dem Konzern Bruttoeinnahmen von bis zu 4,3 Mrd. USD einbrachte. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Newmont einen freien Cashflow von 7,3 Mrd. USD und baute die Verbindlichkeiten um 3,4 Mrd. USD ab. Während neue Förderstätten wie Ahafo North in Ghana mit einer geplanten Jahreskapazität von 275.000 bis 325.000 Unzen anlaufen, steigen die Erhaltungsinvestitionen 2026 auf rund 1,95 Mrd. USD, um Standorte wie Boddington oder Cadia zukunftsfest zu machen. Das Management gibt den Cashflow direkt weiter: Neben einer jährlichen Basisdividende von 1,04 USD je Aktie läuft ein Rückkaufprogramm über bis zu 6,0 Mrd. USD, wodurch die Zahl der umlaufenden Papiere seit Anfang 2024 bereits um 9 % sank.

    Ivanhoe Mines glänzt mit logistischen Meisterleistungen

    Dass die Goldproduktion in aufstrebenden Regionen ganz eigenen Gesetzmäßigkeiten folgt, belegt Ivanhoe Mines in der Demokratischen Republik Kongo (DRC). Am Flaggschiff-Kupfer-Projekt Kamoa-Kakula zwangen untertägige Flutungen das Unternehmen dazu, die Jahresprognose 2026 auf 290.000 bis 330.000 t Kupfer zu senken, was den Aktienkurs zwischenzeitlich einbrechen ließ. Doch der Betreiber kontert die Rückschläge mit vertikaler Integration: Das Hochfahren der afrikaweit größten Direktblister-Kupferschmelze verdoppelt den Reinheitsgrad des Transportguts auf 99,7 % und halbiert die Fracht- sowie Logistikkosten je Pfund Metall nahezu. Durch den Verkauf von Schwefelsäure zu Preisen von bis zu 800 USD je t deckt die Schmelze ihre laufenden Betriebsausgaben fast vollständig. Parallel glänzt die kongolesische Zinkmine Kipushi mit einer operativen Marge von 35 %, während der langfristige Minenplan ab 2028 eine jährliche Kupferausbeute von rund 500.000 t bei niedrigen Kosten vorsieht.

    DRC Gold Corp.: Multi-Millionen-Unzen-Schatz im Schatten der Kibali-Mine

    Während die Branchenriesen Milliarden bewegen, vollzieht sich im Kilo-Moto-Grünsteingürtel im Nordosten der DRC eine der spannendsten Neuausrichtungen im Junior-Mining-Sektor. DRC Gold richtet seine Unternehmensstrategie unter der Führung von Branchenveteran Klaus Eckhof konsequent auf hochkarätige Goldprojekte aus. Treiber dieser Transformation ist das Flaggschiff-Projekt Giro. Das Projekt erstreckt sich über ein zusammenhängendes Areal von rund 497 km². Die geologische Lage ist vielversprechend: Das Areal liegt nur etwa 35 km von der gigantischen Kibali-Mine entfernt und teilt sich denselben ertragreichen Gesteinsbogen. Auf dem Giro-Areal wurden historisch bereits signifikante Ressourcen von rund 4,2 Mio. Unzen Gold abgegrenzt. Um diesen Schatz nach modernen Bergbau-Standards auszuweisen, arbeitet das Explorationsteam an einem aktualisierten NI-43-101-Bericht. Durch verbindliche Vereinbarungen hat sich das Unternehmen Zugriff auf bis zu 65 % an dieser Schlüsselregion gesichert. Die räumliche Nähe zum produzierenden Kibali-Komplex eröffnet perspektivisch enorme Synergien bei der Logistik, während die geologische Kontinuität des Grünsteingürtels erstklassiges Erweiterungspotenzial verspricht. Mit dem Fokus auf historische Großvorkommen positioniert sich der kanadische Explorer mit großer Kongo-Expertise als vielversprechendes Unternehmen rund um die Themen Gold und Afrika.

    Volatiler Verlauf, große Chancen! Das ist die Aktie von DRC Gold.

    Partnerschaften und Projektpipeline: Nizi-Historie und Lithium-Optionen

    Neben seinem Flaggschiffprojekt hat DRC Gold mit dem 113 km² großen Nizi-Projekt ein weiteres Eisen im selben traditionsreichen Distrikt im Feuer. Das Areal birgt mit der historischen King-Leopold-Untertagemine eine ehemals hochgradige Abbaustätte, die zusätzliche Erkundungsfantasie in das Portfolio bringt. Neben den Goldprojekten verfügt DRC auch über Beteiligungen im Lithiumbereich sowie weitere Projekte, die man aktuell nicht priorisiert. Mit einer Marktkapitalisierung von lediglich rund 33 Mio. CAD ist das Unternehmen ein lupenreiner Smallcap mit allen Chancen, aber auch Risiken. Weitere Fortschritte bei Explorationsarbeiten dürften Aufschluss geben, wohin die Reise für DRC Gold geht. Mit der Nähe des Giroprojekts zur Kibali-Mine sowie weiterem Potenzial ist DRC Gold für spekulativ denkende Goldinvestoren eine spannende Option. Im Vergleich zu etablierten Produzenten, die auch operative Risiken im laufenden Betrieb meistern müssen, ist bei DRC Gold vieles noch nicht eingepreist. Das positive Umfeld für Gold dürfte auch kleineren Unternehmen Aufmerksamkeit bescheren.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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