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01.04.2026 | 05:00

Historische Chance am Goldmarkt: Mit Newmont, DRC Gold und Agnico Eagle Gold ins Depot holen

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Bildquelle: pixabay.com

Die anhaltende militärische Konfrontation mit dem Iran versetzt die Finanzmärkte weltweit in Aufruhr. Gold, der klassische Krisenschutz, hat durch den zuletzt starken USD einen Rücksetzer gemacht und zieht die Blicke aller Anleger auf sich. Stetig steigende Ölpreise, Lieferengpässe und die Aussicht auf eine expansive Geldpolitik der US-Notenbank sollten die Rallye langfristig zusätzlich wieder anfeuern. Wer jetzt nicht handelt, könnte womöglich eine historische Chance verpassen. Wir sehen uns mit Newmont, DRC Gold und Agnico Eagle gleich drei spannende Goldunternehmen an.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: NEWMONT CORP. DL 1_60 | US6516391066 , DRC GOLD CORP. | CA23347H1064 | CSE: DRC , AGNICO EAGLE MINES LTD. | CA0084741085

Inhaltsverzeichnis:


    Newmont – der Cash-Lieferant

    Nach Jahren milliardenschwerer Übernahmen hat Newmont die Kurve gekriegt. Die Bilanz ist sauber mit einem Netto-Kassenbestand von über 2 Mrd. USD und der freie Cashflow kletterte 2025 auf ein Rekordniveau. Die Dividende wurde erhöht, und vom 6 Mrd. USD schweren Rückkaufprogramm ist noch gut die Hälfte übrig. Das Management denkt nicht mehr an die nächste Mega-Übernahme, sondern an Rendite. Für Anleger heißt das weniger Risiko, mehr greifbare Rückflüsse. Das allein ist in der zyklischen Bergbaubranche eine Seltenheit.

    2026 wird fördertechnisch ein Durchhänger. Das Management spricht offen vom „Produktionstal“. Genau das schafft Einstiegschancen. Denn parallel fließen 1,4 Mrd. USD in Großprojekte wie die Tanami-Erweiterung und die neuen Panel-Caves in Cadia. Ab 2027 soll die Förderung wieder auf 6 Mio. Unzen Gold plus Kupfer steigen. Wer jetzt einsteigt, kauft möglicherweise die Talsohle, bevor die Maschinen wieder hochfahren. Das ist kein Wunschkonzert, sondern eine fest eingeplante Wende.

    Mit 118 Mio. Unzen Gold in der Reserve liegt Newmont vor allen Konkurrenten. Entscheidend ist aber die Rechnung. Der unterstellte Goldpreis für diese Reserven liegt bei konservativen 2.000 USD je Unze, was weit unter dem aktuellen Niveau und der langjährigen Prognose ist. Steigt der Goldpreis, macht das die Marge automatisch fett. Und dank Kupfer, Silber und Zink als Beiprodukte gibt es ein zweites Standbein. Selbst bei schwächerem Goldumfeld liefert das Unternehmen solide Kennzahlen. Das macht das Risiko erträglich. Derzeit ist die Aktie für 103,12 USD zu haben.

    DRC Gold - Neuaufstellung im Kongo

    Die kanadische Börse hat seit Januar einen neuen Goldwert. Aus AJN Resources wurde DRC Gold, notiert an der CSE unter dem Ticker DRC. Das ist keine kosmetische Änderung, sondern eine strategische Kehrtwende. Das Unternehmen konzentriert sich künftig ausschließlich auf Goldprojekte in der Demokratischen Republik Kongo. Das Management ist seit Jahren in der Region verwurzelt, das Netzwerk sitzt. Es ist ein klarer Fall von „zurück ins bekannte Terrain“, aber mit schärferer Schere im Portfolio. Die Lithium-Nebenprojekte werden ausgelagert oder abgestoßen. Wer in den letzten Monaten den Überblick behalten wollte, musste genau hinschauen. Jetzt steht die Richtung fest.

    Im Fokus stehen zwei Baustellen. Da ist zum einen das Giro-Goldprojekt, eine Liegenschaft mit historisch ausgewiesenen 4,4 Mio. Unzen Gold. Ein Volumen, das in der Explorer Szene nicht alltäglich ist. Die Lagerstätte ist als Tagebau ausgelegt, die operativen Kosten werden auf 1.100 - 1.200 USD pro Unze geschätzt. Die endgültige Übernahme steht noch aus, die Aktionäre müssen noch zustimmen. Zum anderen gibt es das Nizi-Projekt, eine alte Mine aus belgischer Kolonialzeit. Dort wurde nie systematisch modern exploriert. Die jetzigen Pläne sehen vor, innerhalb von etwa 18 Monaten 2 - 3 Mio. Unzen neuer Ressourcen nachzuweisen.

    Das Team um CEO Klaus Eckhof kann auf Erfahrung verweisen, die leitenden Geologen sind seit zwei Jahrzehnten im Kongo tätig. Mit David Wargo kam im Februar ein erfahrener Rohstoffbanker in den Vorstand. Finanziell steht die Firma mit rund 3,5 Mio. CAD in der Kasse da, eine kleinere Kapitalerhöhung ist im Gespräch. Das Äthiopien-Projekt Okote wurde wegen der angespannten Sicherheitslage auf Eis gelegt. Der Zeitplan ist ambitioniert. Die Giro-Mine könnte bereits 2027 in Produktion gehen. Für Anleger, die unterbewertete Assets mit klarem Fahrplan suchen, könnte dieser Neustart ein interessanter Prüfstein sein. Aktuell notiert die Aktie bei 0,18 CAD und kommt damit auf eine geringe Marktkapitalisierung von rund 22 Mio. CAD.

    Agnico Eagle - starke Zahlen, leise Zweifel

    Agnico Eagle nutzt den jüngsten Goldpreis-Rücksetzer für offensive Schachzüge. Rund 9,2 Mio. USD flossen in zwei Explorationshäuser, Maple Gold und Cascadia. Bei Cascadia sicherte sich der Produzent nicht nur knapp 20 % der Anteile, sondern auch ein Earn-in-Abkommen für ein Yukon-Projekt. Zusätzlich wurde ein dreijähriges strategisches Bündnis für die Erkundung des Stikine-Terrans geschlossen. Das Vorgehen ist typisch. Das Unternehmen versucht frühzeitig Fuß zu fassen, während die eigene Bilanz mit über 2,6 Mrd. USD Nettoliquidität glänzt. Eine solide Basis.

    Operativ lief 2025 rund. Die Goldreserven erreichten mit 55,4 Mio. Unzen einen Rekord, die Produktion lag bei 3,45 Mio. Unzen. Die Kostenstruktur überzeugte mit Gesamtkosten (AISC) von 1.339 USD je Unze. Doch parallel dazu sorgte eine Meldung für Stirnrunzeln. CEO Ammar Al-Joundi veräußerte Anteile im Wert von rund 16 Mio. USD. Weitere Führungskräfte reduzierten ebenfalls ihre Positionen. Solche Transaktionen sind legal, aber das Timing nach den Rekordzahlen wirft Fragen auf. Ein Warnsignal für aufmerksame Anleger.

    Bis zum nächsten Jahrzehnt peilt das Management eine Jahresproduktion von über 4 Mio. Unzen an. Treiber sind der Untertageausbau von Detour Lake und die Erweiterung von Canadian Malartic. Die größte Hürde ist jedoch das Personal. Schätzungsweise 10.000 neue Mitarbeiter müssen in den nächsten 5 Jahren rekrutiert und qualifiziert werden. Wer auf einen Branchenprimus mit makelloser Bilanz setzt, findet hier einen Kandidaten. Die jüngsten Insider-Verkäufe bleiben allerdings ein negativer Punkt, den man nicht gänzlich ignorieren sollte. Momentan kostet eine Aktie 191,86 USD.


    Die geopolitischen Spannungen mit dem Iran, steigende Ölpreise und eine lockere Geldpolitik befeuern langfristig die Goldrallye. Newmont überzeugt mit einer sauberen Bilanz, starkem Cashflow und einem Produktionstal, das Einstiegschancen bietet. DRC Gold fokussiert sich nach der Neuaufstellung konsequent auf das vielversprechende Giro-Projekt im Kongo mit 4,4 Mio. Unzen Gold sowie das Nizi-Projekt. Agnico Eagle liefert Rekordzahlen und eine solide Kostenstruktur, doch die jüngsten Insider-Verkäufe bleiben ein Warnsignal. Wer jetzt die Talsohle nutzt, sichert sich möglicherweise eine historische Chance.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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