Menü schließen




11.05.2026 | 05:10

Lahontan Gold – Historische Mine vor Comeback

  • Gold
  • Silber
Bildquelle: pixabay.com

Während Öl wegen des Iran-Konflikts stark schwankt, dürfte Gold langfristig erneut von seiner Rolle als sicherer Hafen profitieren. Trotz der laufenden Korrektur bleibt der Aufwärtstrend laut Experten intakt. Steigende geopolitische Risiken, hohe Staatsverschuldung und massive Zentralbankkäufe sollten Anleger weiter in das Edelmetall treiben. Laut dem World Gold Council und Analysten von J.P. Morgan könnte Gold bis Ende 2026 sogar auf über 6.000 USD je Unze steigen. Genau in diesem Umfeld rücken Entwickler mit hoher Hebelwirkung auf den Goldpreis in den Fokus. Lahontan Gold könnte dabei vor einer entscheidenden Neubewertung stehen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF

Inhaltsverzeichnis:


    Nevada rückt in den Fokus

    Der Iran-Konflikt zeigt erneut, warum Gold in geopolitisch unsicheren Zeiten als Krisenwährung gefragt bleibt. Während steigende Ölpreise Inflationsängste schüren und die Kapitalmärkte unter Druck setzen, fließt Kapital verstärkt in defensive Sachwerte.
    Für Goldunternehmen mit fortgeschrittenen Projekten entsteht dadurch ein ideales Szenario. Lahontan Gold entwickelt mit Santa Fe eine historische Mine im Walker-Lane-Trend in Nevada, eine der produktivsten Goldregionen Nordamerikas, weiter. Nevada allein steht für rund 75 bis 80 % der US-Goldproduktion und etwa 5 % der weltweiten Förderung. Branchengrößen wie Barrick Mining und Newmont Corporation sind dort massiv vertreten. Für Investoren gilt die Region aufgrund stabiler Regulierung, erstklassiger Infrastruktur und jahrzehntelanger Bergbauhistorie als eine der besten Jurisdiktionen weltweit.

    Die Lahontan Gold-Aktie steht kurz vor der Generierung eines Kaufsignals. Quelle: LSEG vom 09.05.2026

    Santa Fe wächst weiter – West Santa Fe überrascht positiv

    Das Herzstück von Lahontan Gold ist das 28,3 km² große Santa-Fe-Projekt. Zwischen Ende der Achtzigerjahre und Mitte der Neunziger wurden dort bereits 359.000 Unzen Gold und 702.000 Unzen Silber produziert. Damals wurde die Mine aufgrund eines Goldpreises von unter 450 USD je Unze stillgelegt. Heute liegt der Goldpreis beim Zehnfachen, wodurch sich die wirtschaftlichen Voraussetzungen fundamental verändert haben.

    Die aktuelle Ressourcenschätzung aus dem Oktober 2024 weist bereits 1,95 Mio. Unzen Goldäquivalent mit durchschnittlich 0,9 g/t aus. Doch genau hier könnte die eigentliche Wachstumsstory erst beginnen. Besonders das Satellitenprojekt West Santa Fe entwickelte sich zuletzt zu einem entscheidenden Kurstreiber. Ende Februar meldete Lahontan Gold aus diesem Bereich starke Bohrergebnisse mit 36,6 m bei 3,11 g/t Goldäquivalent ab Oberfläche, darunter 10,7 m mit sogar 5,75 g/t. Entscheidend dabei ist, dass die Mineralisierung vollständig oxidisch ist und sich damit ideal für eine kostengünstige Heap-Leach-Produktion eignet.

    Zusammen mit weiteren erfolgreichen Bohrungen konnte die ursprüngliche Mineralisierung inzwischen auf eine Fläche von rund 500 mal 350 Metern erweitert werden. Branchenbeobachter halten es mittlerweile für realistisch, dass West Santa Fe zusätzlich bis zu 1 Mio. Unzen Gold liefern könnte. Sollte sich dies bestätigen, könnte Lahontan Gold perspektivisch die Marke von 3 Mio. Unzen Goldäquivalent überschreiten.

    Operative Dynamik nimmt deutlich zu

    Die vergangenen Monate zeigen, dass Lahontan Gold nicht mehr wie ein klassischer Explorer agiert, sondern zunehmend den Übergang zum Minenentwickler vollzieht. Anfang März wurde ein zweites Bohrgerät auf Santa Fe in Betrieb genommen. Gleichzeitig erhielt das Unternehmen die Genehmigung für über 700 zusätzliche Bohrpunkte. Damit kann Lahontan erstmals große Bereiche des Projekts systematisch erkunden, die bislang brach lagen.

    Besonders positiv wurden zudem die kürzlich erschienenen metallurgischen Ergebnisse aufgenommen. Tests an 158 Proben aus West Santa Fe zeigten Goldausbeuten von durchschnittlich 81 % sowie Silberausbringungsraten von 60 %. Beide Werte lagen über den historischen Projektionen und bestätigen die gute Verarbeitbarkeit des Materials.

    Zusätzliche Fantasie entsteht durch die historischen Halden des Projekts. Zwischen 1988 und 1994 wurden rund 16 Mio. t Material verarbeitet. Da die damaligen Verfahren deutlich weniger effizient waren als heute, könnten diese noch erhebliche Restgehalte enthalten. Lahontan plant deshalb weitere Schallbohrungen in diesen Bereichen.

    Finanzierung gesichert

    Auch finanziell hat Lahontan Gold zuletzt wichtige Fortschritte erzielt. Die im April abgeschlossene Kapitalerhöhung brachte insgesamt 13,64 Mio. CAD zu 0,41 CAD je Aktie ein. Nach Angaben des Managements ist das Unternehmen damit vollständig bis ins Jahr 2027 finanziert, um sämtliche Explorations- und Entwicklungsprogramme umzusetzen. Gleichzeitig laufen beschleunigte Warrant-Ausübungen aus früheren Finanzierungen, die zusätzliche Mittel in die Kasse spülen könnten.

    Rund 80 % der späteren Baukosten von etwa 135 Mio. USD sollen über Fremdkapital finanziert werden. Dadurch dürfte die Verwässerung begrenzt bleiben. Mehrere Finanzierungsgruppen haben laut Management bereits Interesse signalisiert. Parallel plant Lahontan langfristig ein mögliches Listing an der NYSE, was den Zugang zu institutionellem Kapital deutlich erweitern könnte.

    Die nächsten Monate könnten daher entscheidend werden. Bereits im Juni soll eine aktualisierte Ressourcenschätzung veröffentlicht werden, im September folgt eine neue Wirtschaftlichkeitsstudie. Die bestehende PEA weist schon bei einem Goldpreis von lediglich 2.705 USD einen Projektwert von rund 200 Mio. USD sowie eine interne Rendite von 34,2 % aus. Beim aktuellen Goldpreis dürfte der wirtschaftliche Wert deutlich höher liegen.

    Transformation vollzogen

    Lahontan Gold hat sich in den vergangenen Monaten vom klassischen Explorer zunehmend zu einem ernstzunehmenden Minenentwickler transformiert. Starke Bohrergebnisse, überzeugende Metallurgie, zusätzliche Ressourcenfantasie bei West Santa Fe, ein zweites Bohrgerät sowie die gesicherte Finanzierung bis 2027 bilden eine außergewöhnlich starke Ausgangslage.

    Gleichzeitig sorgen steigende Goldpreise und die geopolitische Unsicherheit rund um den Iran-Konflikt für Rückenwind im gesamten Sektor. Mit potenziell bis zu 3 Mio. Unzen Goldäquivalent, einer Marktkapitalisierung von aktuell rund 155 Mio. CAD und mehreren kurzfristigen Katalysatoren könnte Lahontan Gold vor einer deutlichen Neubewertung stehen. Sollte das Unternehmen seine angekündigten Meilensteine erreichen, dürfte die Aktie verstärkt in den Fokus institutioneller Investoren und möglicher Übernahmeinteressenten rücken.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 27.08.2026 | 05:00

    Goldrausch in Westafrika: Desert Gold, Barrick Mining und B2Gold vor neuen Kurschancen?

    • Gold
    • Goldmine
    • Goldproduktion
    • Edelmetalle
    • Investments
    • Mali
    • Westafrika
    • Transformation

    Gold notiert bei mehr als 4.600 USD je Unze und beschert den Produzenten außergewöhnliche Margen. Hohe Staatsdefizite, geopolitische Konflikte, Zweifel an der langfristigen Stabilität wichtiger Währungen und die fortgesetzte Diversifikation der Zentralbankreserven sorgen für strukturelle Nachfrage, während steigende Zinsen und ein starker USD bremsen könnten. In Summe überzeugt das große Bild. Doch bei Minenwerten steckt der Teufel im Detail, somit spielen Jurisdiktion, Standort und Projektqualität ebenso eine große Rolle. Die Schnittmenge der drei genannten Unternehmen bildet das bedeutende Förderland Mali, wo sich die Lage zunehmend normalisiert und somit bestehende Risikoabschläge in Zukunft deutlich sinken könnten. Barrick fährt Loulo-Gounkoto schneller als erwartet hoch, B2Gold hat die entscheidende Genehmigung für die Erweiterung von Fekola erhalten. Desert Gold weist mit einem riesigen Landpaket, einer Ressourcenbasis von mehr als einer Million Unzen Gold und dem anstehenden Produktionsstart den größten Hebel auf. Analysten bescheinigen der Aktie Vervielfachungspotenzial.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 20.08.2026 | 05:00

    US-Schulden alarmieren Bank of America und J.P. Morgan – Desert Gold dank Mega-Hebel als Krisenabsicherung?

    • Gold
    • Krisen
    • Bankenbeben

    Wenn eine Volkswirtschaft über ihre Verhältnisse lebt, zahlen am Ende viele die Zeche: die Währung verliert an Wert, die Wirtschaft leidet und der Aktienmarkt schwankt. In den USA liegen die Staatsschulden inzwischen fast bei 40 Bio. USD, wie das Handelsblatt in seiner Ausgabe von Mittwoch warnt. Demnach versuche das US-Finanzministerium, das Problem zunehmend mittels immer kürzerer Laufzeiten für Schuldpapiere zu lösen – mit allen einhergehenden Risiken. An den Finanzmärkten schrillen längst die Alarmglocken. Wer sein Vermögen schützen will, sollte auf Sachwerte blicken. Gold könnte wieder interessant werden – wir stellen eine spannende Option vor und beleuchten die aktuelle Lage im Finanzsystem.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Tarik Dede vom 20.08.2026 | 04:28

    Gold wieder im Bullenmodus: Lahontan Gold, G Mining Ventures und Equinox Gold im Fokus!

    • Lahontan Gold
    • G Mining Ventures
    • Equinox Gold
    • Gold

    Der Goldpreis hat in den vergangenen Wochen eine formidable Rally hingelegt. Der Preis stieg um fast 10 %, nachdem die Notiz wochenlang um die Marke von 4.000 USD rang. Die USA haben mit ihrer Yen-Intervention gezeigt, dass sie einen schwachen Greenback bevorzugen. Zudem blieb die Federal Reserve zuletzt neutral. Inzwischen scheint der Markt voll auf steigende Edelmetallpreise zu setzen. An manchen Tagen konnte Gold zulegen, obwohl die Renditen der US-Staatsanleihen stiegen. Sehr ungewöhnlich! Für Anleger bedeutet das, sich auf die kommenden Jahre vorzubereiten. Wer an einen steigenden Goldpreis glaubt, setzt sein Geld auf Goldaktien. Wir blicken heute deshalb auf die Papiere von Lahontan Gold, G Mining Ventures und Equinox Gold.

    Zum Kommentar