11.05.2026 | 05:10
Lahontan Gold – Historische Mine vor Comeback
Während Öl wegen des Iran-Konflikts stark schwankt, dürfte Gold langfristig erneut von seiner Rolle als sicherer Hafen profitieren. Trotz der laufenden Korrektur bleibt der Aufwärtstrend laut Experten intakt. Steigende geopolitische Risiken, hohe Staatsverschuldung und massive Zentralbankkäufe sollten Anleger weiter in das Edelmetall treiben. Laut dem World Gold Council und Analysten von J.P. Morgan könnte Gold bis Ende 2026 sogar auf über 6.000 USD je Unze steigen. Genau in diesem Umfeld rücken Entwickler mit hoher Hebelwirkung auf den Goldpreis in den Fokus. Lahontan Gold könnte dabei vor einer entscheidenden Neubewertung stehen.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Stefan Feulner
ISIN:
LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Stefan Feulner
Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.
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Nevada rückt in den Fokus
Der Iran-Konflikt zeigt erneut, warum Gold in geopolitisch unsicheren Zeiten als Krisenwährung gefragt bleibt. Während steigende Ölpreise Inflationsängste schüren und die Kapitalmärkte unter Druck setzen, fließt Kapital verstärkt in defensive Sachwerte.
Für Goldunternehmen mit fortgeschrittenen Projekten entsteht dadurch ein ideales Szenario. Lahontan Gold entwickelt mit Santa Fe eine historische Mine im Walker-Lane-Trend in Nevada, eine der produktivsten Goldregionen Nordamerikas, weiter. Nevada allein steht für rund 75 bis 80 % der US-Goldproduktion und etwa 5 % der weltweiten Förderung. Branchengrößen wie Barrick Mining und Newmont Corporation sind dort massiv vertreten. Für Investoren gilt die Region aufgrund stabiler Regulierung, erstklassiger Infrastruktur und jahrzehntelanger Bergbauhistorie als eine der besten Jurisdiktionen weltweit.

Santa Fe wächst weiter – West Santa Fe überrascht positiv
Das Herzstück von Lahontan Gold ist das 28,3 km² große Santa-Fe-Projekt. Zwischen Ende der Achtzigerjahre und Mitte der Neunziger wurden dort bereits 359.000 Unzen Gold und 702.000 Unzen Silber produziert. Damals wurde die Mine aufgrund eines Goldpreises von unter 450 USD je Unze stillgelegt. Heute liegt der Goldpreis beim Zehnfachen, wodurch sich die wirtschaftlichen Voraussetzungen fundamental verändert haben.
Die aktuelle Ressourcenschätzung aus dem Oktober 2024 weist bereits 1,95 Mio. Unzen Goldäquivalent mit durchschnittlich 0,9 g/t aus. Doch genau hier könnte die eigentliche Wachstumsstory erst beginnen. Besonders das Satellitenprojekt West Santa Fe entwickelte sich zuletzt zu einem entscheidenden Kurstreiber. Ende Februar meldete Lahontan Gold aus diesem Bereich starke Bohrergebnisse mit 36,6 m bei 3,11 g/t Goldäquivalent ab Oberfläche, darunter 10,7 m mit sogar 5,75 g/t. Entscheidend dabei ist, dass die Mineralisierung vollständig oxidisch ist und sich damit ideal für eine kostengünstige Heap-Leach-Produktion eignet.
Zusammen mit weiteren erfolgreichen Bohrungen konnte die ursprüngliche Mineralisierung inzwischen auf eine Fläche von rund 500 mal 350 Metern erweitert werden. Branchenbeobachter halten es mittlerweile für realistisch, dass West Santa Fe zusätzlich bis zu 1 Mio. Unzen Gold liefern könnte. Sollte sich dies bestätigen, könnte Lahontan Gold perspektivisch die Marke von 3 Mio. Unzen Goldäquivalent überschreiten.
Operative Dynamik nimmt deutlich zu
Die vergangenen Monate zeigen, dass Lahontan Gold nicht mehr wie ein klassischer Explorer agiert, sondern zunehmend den Übergang zum Minenentwickler vollzieht. Anfang März wurde ein zweites Bohrgerät auf Santa Fe in Betrieb genommen. Gleichzeitig erhielt das Unternehmen die Genehmigung für über 700 zusätzliche Bohrpunkte. Damit kann Lahontan erstmals große Bereiche des Projekts systematisch erkunden, die bislang brach lagen.
Besonders positiv wurden zudem die kürzlich erschienenen metallurgischen Ergebnisse aufgenommen. Tests an 158 Proben aus West Santa Fe zeigten Goldausbeuten von durchschnittlich 81 % sowie Silberausbringungsraten von 60 %. Beide Werte lagen über den historischen Projektionen und bestätigen die gute Verarbeitbarkeit des Materials.
Zusätzliche Fantasie entsteht durch die historischen Halden des Projekts. Zwischen 1988 und 1994 wurden rund 16 Mio. t Material verarbeitet. Da die damaligen Verfahren deutlich weniger effizient waren als heute, könnten diese noch erhebliche Restgehalte enthalten. Lahontan plant deshalb weitere Schallbohrungen in diesen Bereichen.
Finanzierung gesichert
Auch finanziell hat Lahontan Gold zuletzt wichtige Fortschritte erzielt. Die im April abgeschlossene Kapitalerhöhung brachte insgesamt 13,64 Mio. CAD zu 0,41 CAD je Aktie ein. Nach Angaben des Managements ist das Unternehmen damit vollständig bis ins Jahr 2027 finanziert, um sämtliche Explorations- und Entwicklungsprogramme umzusetzen. Gleichzeitig laufen beschleunigte Warrant-Ausübungen aus früheren Finanzierungen, die zusätzliche Mittel in die Kasse spülen könnten.
Rund 80 % der späteren Baukosten von etwa 135 Mio. USD sollen über Fremdkapital finanziert werden. Dadurch dürfte die Verwässerung begrenzt bleiben. Mehrere Finanzierungsgruppen haben laut Management bereits Interesse signalisiert. Parallel plant Lahontan langfristig ein mögliches Listing an der NYSE, was den Zugang zu institutionellem Kapital deutlich erweitern könnte.
Die nächsten Monate könnten daher entscheidend werden. Bereits im Juni soll eine aktualisierte Ressourcenschätzung veröffentlicht werden, im September folgt eine neue Wirtschaftlichkeitsstudie. Die bestehende PEA weist schon bei einem Goldpreis von lediglich 2.705 USD einen Projektwert von rund 200 Mio. USD sowie eine interne Rendite von 34,2 % aus. Beim aktuellen Goldpreis dürfte der wirtschaftliche Wert deutlich höher liegen.
Transformation vollzogen
Lahontan Gold hat sich in den vergangenen Monaten vom klassischen Explorer zunehmend zu einem ernstzunehmenden Minenentwickler transformiert. Starke Bohrergebnisse, überzeugende Metallurgie, zusätzliche Ressourcenfantasie bei West Santa Fe, ein zweites Bohrgerät sowie die gesicherte Finanzierung bis 2027 bilden eine außergewöhnlich starke Ausgangslage.
Gleichzeitig sorgen steigende Goldpreise und die geopolitische Unsicherheit rund um den Iran-Konflikt für Rückenwind im gesamten Sektor. Mit potenziell bis zu 3 Mio. Unzen Goldäquivalent, einer Marktkapitalisierung von aktuell rund 155 Mio. CAD und mehreren kurzfristigen Katalysatoren könnte Lahontan Gold vor einer deutlichen Neubewertung stehen. Sollte das Unternehmen seine angekündigten Meilensteine erreichen, dürfte die Aktie verstärkt in den Fokus institutioneller Investoren und möglicher Übernahmeinteressenten rücken.
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