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11.05.2026 | 04:00

Silber wieder bei 80 USD: Silver Viper geht in den Angriffsmodus, Vorsicht bei Siemens Energy, TKMS und Rheinmetall

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Bildquelle: Pixabay

Der Silbermarkt wirkt wie elektrisiert und erobert die 80 USD-Marke zurück. Während Anleger schon wieder auf die nächste Rohstoffwelle setzen, verschärfen sich bei wichtigen Industriemetallen die Risiken von Versorgungsengpässen, geopolitischen Blockaden und strategischen Abhängigkeiten. Das lenkt den Blick auf Titel, deren Bewertung längst weitergelaufen ist, als ihre Fundamentaldaten eigentlich hergeben. Siemens Energy, TKMS und Rheinmetall gehören dabei zu jenen Namen, wo die Erwartungen zwischenzeitlich äußerst hoch hingen. Wer jetzt nur auf Momentum schaut, übersieht leicht, dass selbst starke Geschichten an der Börse irgendwann an ihre Bewertungsgrenzen stoßen. Anders ergeht es den kleineren Titeln. Sie wurden im Aufschwung komplett übersehen, obwohl sie ihre Hausaufgaben gemacht haben. Besonders spannend erscheint in diesem Umfeld Silver Viper Minerals, denn das Unternehmen sitzt in Mexiko auf Projekten, die bei weiter steigenden Edelmetallpreisen plötzlich eine völlig neue ökonomische Hebelwirkung entfalten könnten. Im Schatten der allgemeinen Euphorie könnten sich also demnächst durchaus einige Überraschungsgewinner zeigen.

Lesezeit: ca. 6 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: SILVER VIPER MINER. CORP. | CA8283344098 | TSXV: VIPR , OTCQB: VIPRF , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , TKMS AG & CO KGAA | DE000TKMS001 , SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0

Inhaltsverzeichnis:


    Silber, Sicherheit, Superzyklus: Weshalb Silver Viper plötzlich zum Übernahmekandidaten werden könnte

    Da ist er wieder – der Silberpreis reüssiert über 80 USD! Die Karten im globalen Silbermarkt werden derzeit neu gemischt, denn steigende Edelmetallpreise treffen auf einen geopolitisch zunehmend angespannten Rohstoffsektor, in dem sichere Förderregionen plötzlich zum strategischen Vorteil werden. Silver Viper Minerals positioniert sich dabei immer stärker als wachstumsorientierter Explorer mit Fokus auf Mexiko, einem der traditionsreichsten Silberreviere der Welt. Besonders bemerkenswert wirkt die jüngste Erweiterung des Projektportfolios durch die Übernahme des Coneto-Projekts in Durango, das auf rund 5.000 Hektar mehr als 40 bekannte epithermale Aderstrukturen beherbergt und bereits historisch hochgradige Silber- und Goldmineralisierung gezeigt hat. Dass der Kaufpreis von rund 15 Mio. USD vollständig über Aktien bezahlt wurde, signalisiert zugleich Kapitaldisziplin und den Versuch, Liquidität für aggressive Explorationsprogramme zu bewahren.

    Zusätzlich verleiht der Einstieg eines der weltweit bedeutendsten Silberproduzenten Fresnillo als strategischer Aktionär der Transaktion ein gewisses industrielles Gütesiegel. Im historischen Silberdistrikt Coneto wurde über Jahrhunderte Bergbau betrieben, dennoch gelten tiefere Horizonte bis heute als vergleichsweise wenig erkundet, wodurch erheblicher Hebel auf neue Entdeckungen entstehen könnte. Aktuell liefert auch das Kernprojekt La Virginia weiterhin eindrucksvolle Bohrergebnisse, die teilweise Gehalte von mehreren hundert Gramm Silber pro Tonne und außergewöhnliche Goldwerte aufweisen. Besonders institutionelle Investoren achten inzwischen darauf, dass das Management mehrere Projekte parallel entwickelt und damit das klassische Klumpenrisiko vieler Junior-Explorer reduziert.

    Rückenwind erhält der gesamte Sektor durch ein strukturelles Angebotsdefizit, das sich allein durch die geopolitischen Konflikte entfacht. Genau an diesem Punkt gewinnt Silber auch für westliche Verteidigungsindustrien zunehmend an Bedeutung, denn moderne Radarsysteme, Hochfrequenzsensoren, Satellitenkommunikation, Präzisionsmunition und elektronische Schutzsysteme benötigen erhebliche Mengen hochleitfähiger Edelmetalle. Gleichzeitig warnen Marktanalysten zunehmend davor, dass der globale Minensektor seit Jahren zu wenig in neue Ressourcen investiert hat und der Weg von der Entdeckung bis zur Produktion oftmals mehr als ein Jahrzehnt beansprucht. In diesem Umfeld könnten Explorationsunternehmen mit fortgeschrittenen Projekten und guter Infrastruktur plötzlich deutlich stärker in den Fokus größerer Produzenten geraten, zumal der Übernahmemarkt im lateinamerikanischen Silbersektor bereits massiv an Dynamik gewonnen hat – und 74 Mio. CAD ist für einen größeren Produzenten gerade mal ein Quartals-Cashflow. Hier dürfte sich im Jahresverlauf noch sehr viel bewegen, daher einsteigen!

    CEO Steve Cope zur weiteren Explorationsstrategie in Mexiko in seinem Referat auf dem 18. International Investment Forum. Hier geht´s zum Vortrag.

    https://youtu.be/8XvydXs-waA

    Siemens Energy – Die Kursziele der Analysten

    Stark von kritischen Metallen abhängig ist auch der Energie- und Netzwerkriese Siemens Energy. Die Aktie ist mit 1.000 % Zuwachs seit 2024 der stärkste Wert im DAX 40-Index und mit einem Marktwert von rund 150 Mrd. EUR auf Platz 3 hinter Siemens und SAP. Allerdings machen sich viele Beobachter Sorgen, ob die Aktie mit einem KGV 2026e von 43,5 nicht langsam etwas zu weit gelaufen ist. Viele Häuser bleiben zwar grundsätzlich positiv, mit Kurszielen von 190 EUR von Baader oder 200 EUR von Metzler wachsen die Erwartungen aber auch nicht mehr in den Himmel. Auf der Plattform LSEG Refinitiv liegt der 12-Monats-Konsens sogar mit 175 EUR unter dem aktuell gehandelten Kurs.

    Die Euphorie über die außerordentliche Marktposition im Ausbau der Netzinfrastruktur und dem KI-getriebenen Strombedarf, stärkt das Unternehmen weiterhin strukturell, wenn hier der Zug aber etwas nachlässt, entsteht Raum für Enttäuschungen. Von vielen Experten kritisch gesehen wird vor allem die operative Komplexität im Windgeschäft bei der Tochter Siemens Gamesa, das weiterhin als potenzieller Ergebnisbremsklotz gilt und die Margenstabilität belasten kann. Aktienrückkäufe und starke Nachrichten zum Auftragsbestand alimentieren zwar den Kurs, können aber fundamentale Bewertungsfragen nicht dauerhaft überdecken. Insgesamt entsteht das Bild eines stark gelaufenen Titels, bei dem die Chancen weiterhin vorhanden sind, die Sicherheitsmarge jedoch spürbar geschmolzen ist und das Risiko asymmetrisch zunimmt. Technisch zeigt sich bei 170 EUR eine wichtige Unterstützungslinie – dynamische Anleger setzen ihren Stop-Kurs knapp unter diese Marke, denn auch hier warten die Shorties auf den ersten Entry.

    Rheinmetall und TKMS – Vorsicht an der Bahnsteinkante

    Bei den beiden Rüstungstiteln Rheinmetall und TKMS scheiden sich die Geister. Denn trotz voller Auftragsbücher neigen die Aktien zur Korrektur. So konnte Rheinmetall den Umsatz in Q1-2026 um rund 46 % auf etwa 2,3 Mrd. EUR steigern und auch der Auftragseingang lag mit rund 2,9 Mrd. EUR klar auf der Linie der Erwartungen. Der Orderbestand erreichte mit über 60 Mrd. EUR ein historisches Rekordniveau, was die langfristige Visibilität des Geschäfts unterstreicht. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich auf rund 199 Mio. EUR, wobei die Marge auf knapp 9 % kletterte. Allerdings bescherte das für die hohen Kursstände der Aktie kaum noch Überraschungen, wovon eine weitere Höherbewertung aber in der Regel lebt. Der dynamische Wachstumspfad ist nicht zuletzt durch die vollmundigen Versprechungen von CEO Papperger bereits mit Kursen bis zu 2.000 EUR eskomptiert worden. Kein Wunder, dass bei zunehmenden Diskussionen über Waffenstillstände und Friedensbemühungen auch mal ordentlich Dampf abgelassen werden kann. Zugegeben ist ein Absturz von 40 % hier auch schon eine Hausnummer. Die „Zuletzt-Einsteiger“ lecken sich nun die Wunden, während die Traumrenditen von langfristigen Investoren dahinschmelzen. Kein schönes Szenario, aber eine nötige Bereinigung, hatten doch Kurse um 2000 EUR bereits die Geschäftsentwicklung bis 2030 eingepreist. Auf der aktuellen Basis von etwa 1.200 EUR haben die Düsseldorfer nun eine gute Chance für eine neue 50 % Rally in den nächsten 12 Monaten. Analysten sind gespalten: So erwartet Deutsche Bank weiterhin 2.100 EUR, UBS sogar 2.200 EUR. Ein richtiger Dolch im Rücken ist aber die Abstufung von JP Morgan auf 1.500 EUR und „Neutral“ statt „Overweight“. Die Zeiten von mehreren Hundert Prozenten sind wohl erst mal vorbei!

    Noch eine Randnotiz zu TKMS: Um ⁠den Marineschiffsbauer German Naval Yards Kiel (GNYK) ist ein Bieterwettkampf entbrannt: Der Rüstungsriese Rheinmetall hat seinen Hut in den Ring geworfen und macht damit der Thyssenkrupp-Rüstungstochter TKMS ordentlich Konkurrenz. TKMS ist gerade im Begriff sich von der Konzernmutter endgültig zu lösen. Wenn nun Rheinmetall die externe Expansion mit einem deutlich höheren Angebot stört, ist das wahrscheinlich für beide Konzerne eine schlechte Nachricht. Für TKMS wäre es ein wichtiger Schritt gewesen, für Rheinmetall aber ein überteuerter Zukauf. Die TKMS-Aktie ist in strammem Gehorsam gleich mal mit 13 % auf Tauchstation gegangen. Die Trends bei vielen Rüstungsaktien färbten sich in der letzten Woche von Grün auf Rot. Vorsicht ist nun angebracht, denn diese Titel segeln seit Monaten mit großen Bewertungsaufschlägen. Sowas kann sich auch mal umkehren, wenn wichtige technische Linien brechen!

    In den letzten 9 Monaten zeigte sich Silver Viper mit einem Doppel-Gipfel bei über 2,50 CAD von seiner starken Seite. Die starke Korrektur beim Silberpreis von 120 auf 65 USD hat aber auch Silver Viper unter Druck gebracht. Kurse um 0,90 CAD zeigen eine solide neue Basis für den nächsten Aufschwung. Quelle: LSEG Refinitiv vom 09.05.2026

    Die Börse treibt es bunt. Schuld sind die ständig richtungswechselnden Nachrichten, die der US-Präsident über seine eigene Plattform Truth Social verbreitet. Dass immer kurz vor wesentlichen Nachrichten große Öl-Positionen eingegangen wurden, wäre ein gefundenes Fressen für hiesige Kontrollinstanzen, in den USA hört man hierüber viel zu wenig. Hin und hergeworfen werden auch Rohstofftitel. Bei einigen HighTech-Lieblingen wurden zuletzt Bewertungen erreicht, die zur Vorsicht mahnen. Auch im Rüstungs-Sektor scheint die Einbahnstraße nun ein Ende zu haben.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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