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27.04.2022 | 05:58

Hong Lai Huat, Commerzbank, Vonovia – Auf Substanzwerte setzen!

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Bildquelle: pixabay.com

Sachwerte wie Aktien, Immobilien und Rohstoffe bleiben angesichts der zunehmend steigenden Inflation eine strategisch richtige Anlageentscheidung. Eine genaue Prognose des komplexen Zusammenspiels von Teuerungsraten, wirtschaftlicher Entwicklung, externen Schocks (Corona, Ukraine Krieg) und Reaktionen der Notenbanken muss jedoch die Glaskugel übernehmen. Mit diesen Substanzaktien können Anleger auch rauere Börsenphasen überstehen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: HONG LAI HUAT GROUP LIMITED | SG1EE1000009 , COMMERZBANK AG | DE000CBK1001 , VONOVIA SE NA O.N. | DE000A1ML7J1

Inhaltsverzeichnis:


    Hong Lai Huat – Exotischer Renditeturbo

    Die Hong Lai Huat Group Limited ist seit 1998 als Immobilienentwickler und Bauträger in Singapur tätig. In den letzten Jahrzehnten realisierte der Konzern zahlreiche Projekte im Stadtstaat, die von öffentlichen und privaten Wohnanlagen bis hin zu Gewerbe- und Industriegebäuden reichen.

    Der Inselstaat ist außerdem Unternehmenssitz. Singapur weist erstklassige Noten in Bezug auf Lebensqualität, Sicherheit und Wirtschaftsleistung auf. Die Wohneigentumsquote liegt bei gut 90%. Singapur ist zudem einer der wichtigsten Finanzzenten der Welt und ein bedeutender Versandknotenpunkt Asiens.

    Im Jahr 2008 diversifizierte die Gruppe in den Agrarsektor in Kambodscha und hat seitdem die Entwicklung von etwa 10.000 Hektar Ackerland abgeschlossen, auf dem frischer Maniok angebaut wird. Die Gruppe hat auch ihre Immobilienentwicklung in Kambodscha mit dem erfolgreichen Start ihres ersten gemischt genutzten Eigentums-Projekts D'Seaview ausgeweitet.

    D'Seaview umfasst 737 Wohneinheiten und 67 Gewerbeeinheiten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr führten stark anziehende Immobilienverkäufe aus Kambodscha zu einer Umsatzverdopplung. Aktionäre profitieren durch eine Dividendenausschüttung. Der Titel ist noch ziemlich unentdeckt. Auch ist der Börsenwert mit 49 Mio. SGD bzw. umgerechnet 33 Mio. EUR angesichts der guten Perspektiven als moderat einzustufen. Anleger sollten die Aktie angesichts steigender Gewinne im Auge behalten.

    Vonovia – Substanzwert mit guter Dividendenrendite

    Vonovia gehört zu den führenden Immobiliengesellschaften in Europa und ist das größte private Wohnungsunternehmen im deutschen Markt. Der Konzern mit Sitz in Bochum wuchs in den letzten Jahren durch zahlreiche Akquisitionen. Seit 2015 notiert die Gesellschaft im DAX. Vonovia bewirtschaftet rund 565.000 Wohnungen. Die strategischen Geschäftsfelder umfassen den Ankauf von Wohnungen, die langfristige und wertsteigernde Bewirtschaftung sowie die sozialverträgliche Privatisierung. Der Verkehrswert des Immobilienbestands lag Ende 2021 bei rund 98 Mrd. EUR.

    Momentan ist die Gesellschaft an der Börse mit 31 Mrd. EUR bewertet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielten die Bochumer einen Gewinn von 4,22 EUR je Aktie. Vorstand und Aufsichtsrat haben der am 29. April stattfinden Hauptversammlung eine Ausschüttung von 1,66 EUR je Aktie vorgeschlagen, das bedeutet eine Dividendenrendite von gut 4%. Den Kursrückgang von fast 25% innerhalb der letzten 12 Monate, haben zuletzt Vorstandsmitglieder für Zukäufe genutzt. Das Bilanzbild des Konzerns sieht mit einer Eigenkapitalquote von 34,4% und einem inneren Wert je Aktie von 66,73 EUR äußerst solide aus.

    Zwei wesentliche Entwicklungen rücken momentan in den Fokus von Immobilieninvestoren: Zinsen und Inflation. Während sich das Zinsniveau moderat erhöhen sollte, sind in Bezug auf die Inflationsentwicklung wesentlich stärkere Zuwächse zu beobachten. Dies muss aber nicht negativ für Vermieter sein, sofern Indexmietverträge, die sich an dem Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes orientieren, abgeschlossen wurden.

    Der Präsident des Deutschen Mieterbundes, Lukas Siebenkotten, sagte kürzlich gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Die Zahl solcher Mietverträge nimmt zu und zwar gerade in letzter Zeit." Siebenkotten führte weiter aus: „Wir haben Rückmeldungen aus Mietervereinen wie aus Hamburg, dass bis zur Hälfte aller Mietverträge, die im Moment abgeschlossen werden, Index- oder Staffelmietverträge sind." Somit bleiben die Rahmenbedingungen für Immobilienbestandshalter vorteilhaft.

    Commerzbank – Rezessionsängste

    Rezessionsängste lasten aktuell vor allem auf konjunkturabhängigen Branchen wie etwa Banken und Versicherern. Auch wenn sich prinzipiell steigende Zinsen positiv auf Finanztitel auswirken, überwiegen momentan die Sorgen einer stark steigenden Inflation und einem deutlichen Abkühlen der Wirtschaft. Ein überraschend starker Ifo-Geschäftsklimaindex konnte die Märkte nicht begeistern. Dies und die anhaltenden Streitigkeiten zu Bankgebühren belasten derzeit die Aktie der Commerzbank.

    Der Bundesgerichtshof hatte vor einem Jahr entschieden, dass Kreditinstitute bei Änderungen von Allgemeinen Geschäftsbedingungen die Zustimmung ihrer Kunden einholen müssen. Geldhäuser müssen somit nachträglich um Zustimmung zu aktuellen Gebühren bitten. Bankkunden können Gebühren zurückfordern, die Institute ohne explizite Einwilligung in Rechnung gestellt haben. Das könnte teuer für die Finanzinstitute werden.


    Substanzstarke Immobilienunternehmen bieten unverändert gute Investmentchancen. Wer in den führenden nationalen Player in Deutschland investieren möchte, für den ist Vonovia auch angesichts einer attraktiven Dividendenrendite eine gute Wahl. Wer höhere Renditen abseits des Mainstreams in einem spannenden Wachstumsmarkt sucht, für den ist Hong Lai Huat einen genauen Blick wert. Das Sentiment für Banktitel ist derzeit negativ - abwarten.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.

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