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29.10.2025 | 05:15

Jetzt einsteigen: Wie DroneShield, NEO Battery Materials und Hensoldt von den explodierenden Verteidigungsbudgets profitieren

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Bildquelle: pixabay.com

Die Drohnenrevolution verändert die Kriegsführung fundamental und treibt die Verteidigungsausgaben in nie gekannte Höhen. Diese technologische Zeitenwende öffnet einzigartige Investmentfenster. Analysten sprechen bereits von einem Superzyklus in diesem Bereich. Wer jetzt in die Schlüsseltechnologien von morgen investiert, kann von diesem strukturellen Megatrend profitieren. Drei spezialisierte Unternehmen, die diese Chance verkörpern, stehen im Fokus: DroneShield, NEO Battery Materials und Hensoldt.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2 , NEO BATTERY MATERIALS LTD | CA62908A1003 , HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005

Inhaltsverzeichnis:


    DroneShield - vom Nischen- zum Massenmarkt

    Der Markt für Drohnenabwehr schießt gerade buchstäblich durch die Decke. Die Gründe liegen auf der Hand. Die Weltlage ist angespannt wie lange nicht, und gleichzeitig werden Drohnen immer mehr zum Alltagsgut. Diese explosive Mischung beschert der Branche ein atemberaubendes Wachstum. DroneShield hat in den ersten 9 Monaten dieses Jahres bereits feste Aufträge über 193 Mio. AUD hereingeholt. Damit hat das Unternehmen den Gesamtumsatz des Vorjahres schon locker verdreifacht! Der Höhepunkt war das 3. Quartal, in dem der Umsatz mit 93 Mio. AUD geradezu explodierte, ein Anstieg um über 1.000 % im Jahresvergleich. Diese Zahlen signalisieren, dass der Markt für Schutztechnologien gegen Drohnenbedrohungen endgültig im Massengeschäft angekommen ist.

    Die finanzielle Gesundheit des Unternehmens hat sich parallel dazu exorbitant verbessert. Die Zahlungseingänge von Kunden schnellten im 3. Quartal auf über 77 Mio. AUD, ein Plus von 751 %. Noch bedeutsamer ist die Wende beim operativen Cashflow. Statt Verlusten generiert das Unternehmen nun Überschüsse und verzeichnete in den ersten 9 Monaten einen positiven operativen Cashflow von knapp 16 Mio. AUD. Diese solide finanzielle Basis, gepaart mit einem liquiden Mittelbestand von über 212 Mio. AUD, verschafft die nötige Flexibilität, um in Forschung, Produktion und Expansion zu investieren, ohne sich von externen Kapitalgebern abhängig zu machen.

    Die strategische Ausrichtung des Unternehmens nimmt allmählich eine neue Richtung an. Immer stärker setzt man auf Software und zivile Anwendungen. Bei den Software-Abonnements (SaaS) hat das Geschäft im letzten Quartal richtig Fahrt aufgenommen. Die Einnahmen hieraus sind um satte 400 % gestiegen. Mittelfristig peilt das Unternehmen an, dass SaaS ganze 30 - 40 % des Gesamtumsatzes ausmachen soll. Ein Schwerpunkt der neuen Produkte liegt gezielt auf dem Schutz kritischer Infrastrukturen, wie zum Beispiel von Flughäfen oder Energieversorgern. Diese Diversifizierung weg vom reinen Verteidigungsgeschäft öffnet langfristig erheblich größere Märkte. Derzeit ist die Aktie für 4,60 AUD zu haben.

    NEO Battery Materials - Energiewende mit Strategie

    Während sich viele auf die Elektroauto-Revolution konzentrieren, verfolgt NEO Battery Materials einen breiteren Ansatz. Das Unternehmen treibt gezielt die Kommerzialisierung seiner Silizium-Anoden-Technologie voran und hat dafür im Oktober wichtige Weichen gestellt. Ein Meilenstein ist ein langfristiger Liefervertrag über 50 t mit einem nordamerikanischen Batteriehersteller, der auf Hochleistungsbatterien für Drohnen und unbemannte Systeme spezialisiert ist. Parallel wird eine bereits produktive Fertigungsstätte in Südkorea im Rahmen eines Leasingvertrags übernommen, um die Skalierung von Materialien und Komponenten erheblich zu beschleunigen. Diese Doppelstrategie aus gesicherter Nachfrage und sofort verfügbarer Produktionskapazität verringert die üblichen Anlaufrisiken und führt das Unternehmen auf einen erheblichen Wachstumspfad.

    Die Expansion geht weit über den Konsumgüterbereich hinaus. Ebenfalls im Oktober wurde ein Auftrag über 2,5 Mio. CAD von einem südkoreanischen Roboterhersteller bekannt, der gemeinsam leistungsstarke Batteriepacks für autonome Roboter entwickeln und beziehen wird. Besonders bemerkenswert ist die strategische Besetzung von Beraterposten mit hochrangigen ehemaligen Militärs. Diese sollen die Tür zu den anspruchsvollen Beschaffungsprozessen im Verteidigungssektor öffnen. Das ist ein klares Signal, dass die Technologie für die extremen Anforderungen von Militärdrohnen und anderen Plattformen qualifiziert werden soll. Der Fokus auf diese Hochleistungsmärkte unterstreicht den technologischen Vorsprung.

    Die Perspektive des Unternehmens wird nicht von einer einzelnen Branche getragen. Neben Drohnen, Robotik und Verteidigungstechnik adressiert die eigene „Battery Innovation Platform“ auch Zukunftsfelder wie Energiespeicher für KI-Rechenzentren und die industrielle Elektromobilität. Durch diese Diversifikation ist das Unternehmen weniger abhängig von der volatilen Nachfrage im Automobilsektor. Die vertikale Integration, von der Materialentwicklung bis zur Zellfertigung, soll zudem die Margen stützen und die Lieferkette kontrollierbarer machen. Für Investoren bietet dieses breite Fundament eine interessante Basis, um von der weiterwachsenden Nachfrage nach Hochleistungsbatterien zu profitieren. Vor allem, weil China in diesem Bereich ab November Exportrestriktionen verhängt hat. Die Aktie notiert aktuell bei 0,65 CAD.

    Hensoldt - setzt auf Drohnen – und profitiert von neuem Rückenwind

    Die strategische Ausrichtung von Hensoldt auf den Drohnenmarkt trägt immer deutlichere Früchte. Der Technologiespezialist baut sein Geschäft mit Sensoren für unbemannte Luftfahrzeuge und mit Lösungen zur Drohnenabwehr massiv aus. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Partnerschaft mit Avilus, mit der eine leistungsfähige Aufklärungsdrohne entwickelt wird. Hensoldt steuert Hochleistungssensorik bei, darunter elektro-optische Systeme und das Radarsystem PrecISR, das die Verfolgung von über 1.000 Zielen in Echtzeit ermöglicht. Diese flexiblen, auch KI-gestützten Plattformen stärken die europäische Souveränität in diesem kritischen Technologiesektor und kommen in militärischen wie zivilen Szenarien zum Einsatz.

    Die jüngste Prognoseanhebung unterstreicht die Dynamik. Hensoldt erwartet für 2025 deutlich höhere Auftragseingänge. Diese werden voraussichtlich das 1,6- bis 1,9-fache des Umsatzes betragen, nach zuletzt dem rund 1,2-Fachen. Damit reagiert das Unternehmen auf die außerordentlich hohe Nachfrage, insbesondere von der Bundeswehr. Der Umsatz wird nun präziser auf etwa 2,5 Mrd. EUR prognostiziert, bei einer stabilen oder sogar leicht steigenden EBITDA-Marge von mindestens 18 %. Dies signalisiert, dass das Wachstum nicht auf Kosten der Rentabilität geht.

    Ein weiterer Fokus liegt auf der Drohnenabwehr, einem rasant wachsenden Markt. Mit Systemen wie der Mission-Core-Software „Elysion“ und weiterentwickelten Radarlösungen wie ASUL kann Hensoldt Drohnen nicht nur zuverlässig identifizieren, sondern auch gezielt abwehren. Um dem hohen Bedarf gerecht zu werden, werden die Produktionskapazitäten massiv ausgebaut. Bis 2027 sollen neue Fertigungslinien bis zu 1.000 Abwehrradare pro Jahr liefern. Diese Initiativen festigen Hensoldts Position als zentraler europäischer Anbieter in einem langfristig Wachstumsmarkt. Momentan kostet ein Anteilsschein 97,75 EUR.


    Die explodierenden Verteidigungsbudgets eröffnen gezielte Investmentchancen in die Drohnen-Schlüsseltechnologien. DroneShield hat sich mit spezialisierter Drohnenabwehr und wachsenden SaaS-Einnahmen vom Nischenanbieter zum profitablen Wachstumsunternehmen entwickelt. NEO Battery Materials erschließt mit seiner Silizium-Anodentechnologie für Hochleistungsbatterien gezielt Zukunftsmärkte wie Drohnen, Robotik, Elektromobilität und Energiespeicher. Hensoldt wiederum profitiert als europäischer Technologiespezialist mit Sensoren und Abwehrsystemen für unbemannte Luftfahrzeuge direkt von der stark steigenden Nachfrage, insbesondere der Bundeswehr. Diese Unternehmen verkörpern den strukturellen Mega-Trend und bieten Anteilseignern langfristige Wachstumschancen.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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