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12.10.2026 | 05:00

Kursrutsch bei Infineon, chinesischer Ankeraktionär bei Puma und Chart-Breakout-Möglichkeit bei HPQ Silicon! Wo liegen die Chancen für Ihr Depot?

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Bildquelle: Pixabay

Die Nervosität an den Märkten nimmt zu. Getrieben werden die Kurse von dem Einstieg von Großinvestoren oder der KI oder politischen Äußerungen oder dem aktuellen Kriegsgeschehen. Während der Chipriese Infineon trotz Marktturbulenzen von einem gigantischen KI-Booster profitiert, gewinnt bei Puma die chinesische Anta an Einfluss und könnte dem Sportartikelhersteller genau den frischen Schwung verleihen, den er jetzt braucht. Gleichzeitig steht das kanadische Technologie-Unternehmen HPQ Silicon direkt an einer entscheidenden Hürde. Bricht der Kurs hier aus, winkt spürbares Potenzial. Welche Chancen jetzt in diesen drei völlig unterschiedlichen Werten stecken und wo sich der Einstieg wirklich lohnt, erfahren Sie im vollständigen Artikel! Lesen Sie jetzt weiter!

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Matthias Schomber
ISIN: PUMA SE | DE0006969603 , HPQ SILICON INC | CA40444L1031 | TSXV: HPQ , OTCQB: HPQFF , INFINEON TECH.AG NA O.N. | DE0006231004

Inhaltsverzeichnis:


     

    Der Autor

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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    Aktien-Cloud

    Infineon: Auf dem Weg zum KI-Kraftwerk trotz makroökonomischem Gegenwind!

    Der Halbleitersektor zeigte sich in den vergangenen Tagen von seiner hochnervösen Seite, getrieben von globalen Makrofaktoren und anhaltenden Zinsdiskussionen. Die Infineon-Aktie geriet nach einer starken Zwischen-Rally zuletzt wieder massiv unter Druck und verlor im Zuge allgemeiner Gewinnmitnahmen spürbar an Boden. Dennoch greift diese rein zyklische Panik an den Märkten vielleicht zu kurz, wie ein Blick auf die technologische Basis und das Zahlenwerk von Infineon zeigt.
    Operativ präsentiert sich der DAX-Konzern robust mit einem Rekordumsatz von 4,17 Mrd. EUR im dritten Geschäftsquartal und einer Segmentergebnis-Marge von 19,1 %. Für das Gesamtjahr stellt das Management einen Umsatz von rund 16,3 Mrd. EUR bei einer Marge von etwa 20 % in Aussicht. Besonders das margenstarke Geschäft mit Stromversorgungschips für KI-Rechenzentren entpuppt sich als entscheidender Wachstumstreiber, für den im aktuellen Geschäftsjahr ein Erlös von 2,5 Mrd. EUR nach 1,6 Mrd. EUR im abgelaufenen anvisiert wird.
    An der Börse wird das Papier aktuell bei 59 EUR gehandelt, was einem Börsenwert von rund 80 Mrd. EUR und einem KGV von deutlich über 60 entspricht. Das ist natürlich nicht mehr allzu günstig. Die Dividendenrendite liegt bei 0,57 %, was auch nicht unbedingt als Kaufargument für Dividendenjäger gilt. Dennoch geben Analysten angesichts intakter langfristiger Trends Kursziele von bis zu 96 EUR aus. Wer die jüngsten Portfolio-Bereinigungen und Zukäufe wie C2i Semiconductors betrachtet, erkennt einen gut gerüsteten Halbleiterriesen. Charttechnisch müsste die Aktie aber wieder nachhaltig über die Marke von 67 EUR steigen, damit sich der Aufwärtstrend fortsetzt. Kurse hingegen unter 50 EUR würden ein Kursziel von 40 – 45 EUR offerieren.

    Puma: Mit frischem Rückenwind aus Fernost zurück auf die Erfolgsspur!?

    Im Schatten der großen Technologie-Indizes sorgt ein schon länger geplanter, aber jetzt erst vollzogener, aufsehenerregender Eigentümerwechsel in der deutschen Sportartikelbranche für Schlagzeilen. Der chinesische Branchenriese Anta Sports hat die Übernahme des 29,06 %-Pakets der französischen Holding Artémis im Wert von rund 1,5 Mrd. EUR erfolgreich abgeschlossen. Damit zieht ein neuer Großaktionär ein, der dem MDAX-Konzern frische Impulse verleihen könnte. Ob dies allerdings gelingt, ist noch fraglich und hängt von vielen Faktoren ab, die kaum berechenbar sind.
    Operativ bleibt die Lage vor den anstehenden Quartalszahlen am 30. Oktober anspruchsvoll, da das Konsumklima dämpfend wirkt und Analysten für das dritte Quartal einen Umsatz von 1,76 Mrd. EUR sowie einen leichten EBIT-Verlust prognostizieren. Für das Gesamtjahr 2026 rechnen Experten mit einem Umsatzrückgang um 5,5 % auf 6,89 Mrd. EUR, bevor im Jahr 2027 die Rückkehr zu profitablem Wachstum ansteht. Die Bruttomarge soll sich im laufenden Quartal stabil bei 49 % einpendeln.
    Die Aktie notiert aktuell bei ca. 23 EUR und bietet damit nach Ansicht vieler Marktbeobachter eventuell eine attraktive Einstiegschance auf dem erreichten Niveau. Nach einer vorübergehenden Dividendennullrunde für 2026 kalkulieren Analysten bereits wieder mit Ausschüttungen von 0,08 EUR für 2027 und 0,41 EUR für 2028. Die strategische Partnerschaft mit Anta Sports könnte sich als wichtiger Katalysator erweisen, um die globale Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken.
    Grundsätzlich sollte der Kurs aber nicht mehr unter die Marke von 21,50 EUR fallen, denn dann droht ein Rutsch in die Region von 18 - 19 EUR. Gefährlich wirkt sich ebenfalls aus, dass sich ein „Todeskreuz“ gebildet hat, bei dem der 50er SMA den 200er SMA von oben nach unten schneidet.

    HPQ Silicon: An der Schwelle zum charttechnischen Befreiungsschlag!

    Etwas andere Kursfantasien treiben die Anleger bei dem kanadischen Technologie- und Rohstoffwert HPQ Silicon um, der sich recht tief in der grünen Transformation positioniert. Mit strategischen Partnerschaften, Regierungsaufträgen für Spezialbatterien und der Vollendung einer 50/50-Joint-Venture-Struktur nimmt das Unternehmen operativ Schwung auf. Das Unternehmen hat nämlich kürzlich gemeinsam mit PyroGenesis die vollständige 50/50-Eigentümerstruktur für die gemeinsame Gesellschaft HPQ Silica Polvere besiegelt und damit eine Plattform für die gemeinsame Kommerzialisierung geschaffen. Vielleicht noch mehr Fantasie weckt jedoch der jüngste Batterie-Erfolg der Tochter Novacium, denn dieser hat der französischen Armee erfolgreich erste Prototypen hocheffizienter Silizium-Batterien für Taktikradios geliefert, die bei voller Kompatibilität zur bestehenden Ausrüstung die doppelte Energiekapazität bieten.

    Die Aktie könnte jetzt genau dann Fahrt aufnehmen, wenn der aktuelle Widerstandsbereich durchbrochen wird. Charttechnisch verläuft aktuell eine schräg nach unten verlaufende Linie, bei der ein nachhaltiger Ausbruch über die Marke von 0,14 CAD oder besser 0,15 CAD den Weg ebnen würde. Zuletzt zeigte das erhöhte Volumen im Chartbild deutlich, dass niedrige Kurse von Käufern gerne aufgenommen werden und das grundsätzliche Interesse stark steigt. Nach unten hin bietet der Bereich von 0,12 bis 0,13 CAD verlässliche Unterstützung, während ein Sprung über die Widerstände bei 0,155 CAD und 0,165 CAD den Weg in Richtung 0,20 CAD freimachen könnte.
    Bei einem Schlusskurs von zuletzt 0,135 CAD notiert der Titel in einer spannenden Lauerposition, wobei die ambitionierten noch fernen Ziele bei 0,24 bis 0,25 CAD als längerfristiges Kursziel warten. Dort ist auch ein altes markantes Verlaufshoch gewesen. Sollte dieser Meilenstein sogar nachhaltig überwunden werden, rückt dann die Marke von 0,30 CAD in den Fokus der Investoren. Dank der oben schon erwähnten soliden „Partnerschaft“ mit PyroGenesis und der Tochter Novacium könnte das Unternehmen eine hochinteressante, wenn auch spekulative Beimischung für das ein oder andere Depot liefern.

    Längerfristig könnten Kurs um die 0,25 CAD oder gar darüber hinaus denkbar sein!

    Fazit:

    Infineon überzeugt als solider Technologie-Riese mit starken Wachstumstreibern im KI-Segment, auch wenn kurzfristiger Zinsdruck das Sentiment belastet. Puma durchläuft eine spannende Übergangsphase mit frischem Rückenwind aus China, während HPQ Silicon als innovativer Small-Cap an der Schwelle zu bedeutenden charttechnischen und operativen Durchbrüchen stehen könnte.


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    Der Autor

    Matthias Schomber

    Aufgewachsen im hessischen Gießen, entdeckte Matthias Schomber schon in den frühen 1990er Jahren seine Leidenschaft für die Finanzmärkte – in einer Zeit, als der Börsenhandel noch eher ein Metier für echte, eingefleischte Börsianer war. Er arbeitete dort nach seiner Banklehre für ein Privatbankhaus und erlebte auf dem Frankfurter Börsenparkett live und hautnah den Aufstieg und Fall des Neuen Marktes mit und zog daraus Lektionen, die bis heute sein Denken als Trader, Autor und Handelssystementwickler prägen.

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