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17.05.2022 | 05:55

Nel Aktie mit Rückenwind – was machen Teamviewer und Aspermont?

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Bildquelle: pixabay.com

Die vergangene Woche war für viele Technologieaktien katastrophal. In diesem Umfeld bewies die Aktie von Nel Stärke und auch gestern hat sie sich in einem eher schwachen Umfeld positiv entwickelt. Denn derzeit gibt es von unterschiedlichsten Stellen Rückenwind für den Wasserstoff-Spezialisten: Analysten, Europäische Union und sogar von einem König. Zumindest Analysten sind auch von Aspermont überzeugt. Nach den positiven Zahlen erhoffen sich Anleger neue Impulse von der Präsentation des Technologieunternehmens auf einer virtuellen Investorenkonferenz. Bei Teamviewer sind die Analystenkommentare uneinheitlich, aber die Kursziele attraktiv.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , TEAMVIEWER AG INH O.N. | DE000A2YN900 , ASPERMONT LTD | AU000000ASP3

Inhaltsverzeichnis:


    Aspermont mit Neuigkeiten am Donnerstag?

    Nach guten Halbjahreszahlen haben die Analysten von GBC das Kursziel von 0,07 EUR bestätigt. Die Experten erwarten ein starkes Gesamtjahresergebnis. Derzeit notiert die Aktie des australischen Unternehmens bei 0,012 EUR und die Marktkapitalisierung liegt knapp über 30 Mio. EUR. Aspermont hat sich erfolgreich vom Herausgeber des Mining Journal und des Mining Magazine zum Digitalunternehmen weiterentwickelt. Entscheidendes Asset ist der gesammelte Datenbestand von rund 8 Mio. Entscheidern aus der Bergbau-, Energie- und Landwirtschaftsbranche. Auf Basis eines XaaS-Modells mit wiederkehrenden Umsätzen bieten die Australier hochwertige Inhalte für Firmenkunden. Im Bereich „Daten“ werden die Verhaltensmuster der User vermarktet und Leads generiert. Im Bereich „Services“ bietet die Gesellschaft Dienstleistungen wie Content-Erstellung, Werbung, Sponsoring oder Events an. Das Abo-Modell ermöglicht planbare Cashflows und Premium-Inhalte ermöglichen Zusatzeinnahmen. Ende März lief mit der Organisation der „Future of Mining“ auch wieder das physische Konferenzgeschäft an. In diesem Bereich sollen im laufenden Jahr immerhin bereits wieder 1 Mio. AUD umgesetzt werden.

    Insgesamt hat Aspermont den Umsatz im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 39% auf 3,21 Mio. EUR gesteigert. Der Bruttogewinn kletterte um 43% auf 2,08 Mio. EUR. Die Bruttomarge lag bei 65% und soll laut den Analysten von GBC im Gesamtjahr 2022 bis 72% klettern. Derzeit warten Anleger auf die ersten Deals im Rahmen des Joint Ventures „Blue Horseshoe“. Mit dieser digitalen Plattform für die Kapitalbeschaffung wurde der Einstieg ins Fintech-Geschäft vollzogen. Institutionelle Anleger erhalten hier die Möglichkeit in Unternehmen zu investieren. Vielleicht gibt es dazu schon am Donnerstag mehr, dann präsentiert das Unternehmen auf dem virtuellen International Investment Forum. Die kostenlose Anmeldung und Teilnahme ist hier möglich.

    Nel: EU, Analysten und König geben Rückenwind

    Nel konnte zuletzt mit Quartalszahlen bzw. dem Ausblick überzeugen. Denn für die Analysten der RBC waren die Umsätze von Nel zu niedrig und die Kosten zu hoch. Dennoch gehört Nel für sie zu einem der aussichtsreichsten Unternehmen im Bereich des grünen Wasserstoffs. Daher haben die Analysten die Empfehlung "Outperform" mit einem Kursziel von 24 NOK bestätigt. Derzeit notiert die Aktie bei 13 NOK. Auch Goldman Sachs sieht ein Kursziel von 24 NOK und empfiehlt die Nel-Aktie daher zum Kauf. Der Wasserstoffspezialist habe die Erwartungen der Analysten erfüllt und steigende Auftragsbestände unterfüttern die Wachstumspläne. Unterstützung erhält Nel derzeit auch von Seiten der Politik. So sollen in Europa die Elektrolyse-Kapazitäten zur Produktion von Wasserstoff massiv ausgeweitet werden. Dafür unterzeichneten vergangene Woche die europäische Elektrolyseur-Industrie und die Europäische Kommission eine Erklärung als Teil des EU-Plans, Europa von russischen fossilen Brennstoffen unabhängig zu machen. Nel-Chef Jon André Løkke: "Die Nachfrage nach grünem Wasserstoff wächst extrem schnell, und wir freuen uns über die Bereitschaft der Europäischen Kommission, uns bei der Erreichung unserer gemeinsamen Ziele für die Produktion von grünem Wasserstoff und den Ausbau der Produktionskapazitäten für Elektrolyseure zu unterstützen."

    Und auch auf königlichen Beistand kann Nel setzen. Zumindest war der spanische König Felipe VI. bei der Einweihung der nach eigenen Angaben größten Anlage zur Herstellung von grünem Wasserstoff für die industrielle Nutzung in Europa anwesend. Betrieben wird die Anlage von Nel und dem spanischen Iberdrola-Konzern. Dort können 3.000 Tonnen grünes H2 produziert werden, die größtenteils für ein nahe gelegenes Werk des Chemiekonzerns Fertiberia bestimmt sind, das den Wasserstoff als Rohstoff für die Ammoniakproduktion verwenden wird, wodurch auch der Erdgasverbrauch verringert wird. Eine echtes Leuchtturmprojekt für Nel. Nel-Chef Jon André Løkke: "Dies ist wirklich der 'König der Elektrolyseure' und zeigt, was wir bei der Produktion von grünem Wasserstoff für die europäische Industrie erreichen können."

    Teamviewer: Analysten weiterhin zurückhaltend

    Auch die Aktie von Teamviewer hat sich im Tech-Abverkauf der vergangenen Woche gut gehalten. Dabei sind Analysten eher zurückhaltend, aber die Kursziele über dem aktuellen Niveau der Aktie. Die Analysten des Bankhaus Metzler haben ihre Kaufempfehlung für die Aktie des deutschen Softwareunternehmens bestätigt. Teamviewer sei gut in das Jahr 2022 gestartet. Insbesondere die starke Entwicklung bei Großkunden wurde hervorgehoben. Dennoch haben die Analysten das Kursziel von 23 EUR auf 18 EUR reduziert. Dies sei aufgrund des veränderten Zinsumfelds und niedrigeren Branchenbewertungen erfolgt. Aus Sicht der UBS habe Teamviewer einen eher schwachen Jahresauftakt hingelegt. Das Abonnentenwachstum sei nicht zufriedenstellend. Allerdings lobten die Analysten der Schweizer Großbank die Kostenkontrolle von Teamviewer. Insgesamt wurde die Einstufung "Neutral" mit einem Kursziel von 16,20 EUR bestätigt. Derzeit notiert die Teamviewer-Aktie bei 12,50 EUR.


    Anleger brauchen derzeit starke Nerven. Bei Nel gibt es immerhin positiven Newsflow, auch wenn die ganz großen Aufträge fehlen. Bei Aspermont erhoffen sich Anleger neue Impulse am Donnerstag. Teamviewer scheint auf der Kostenseite auf einem guten Weg zu sein.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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