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21.08.2026 | 04:50

Nicht verpassen! Die (Hidden) Champions der Umweltindustrie: Zefiro Methane, Siemens Energy und 2G Energy!

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Bildquelle: Pixabay

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Zefiro Methane Corp.

Der Ersatz fossiler Energieträger und damit die Verringerung von Treibhausgasen sollen die negativen Auswirkungen des Klimawandels eindämmen. Vorangetrieben wird die Dekarbonisierung durch internationale Klimaziele wie das Pariser Abkommen, gesetzliche Vorgaben der EU, nationale Regierungen sowie durch wachsenden Handlungsdruck aus Wirtschaft, Kapitalmärkten und Gesellschaft. Neben den bekannten Vertretern wie Siemens Energy und 2G Energy, die für die flexible dezentrale Energieerzeugung sowie den Umbau der globalen Stromnetze stehen, sticht Zefiro Methane als Hidden Champion der energetischen Altlastensanierung in einem Milliardenmarkt hervor. Die Analysten von GBC erkennen bei den Kanadiern ein Aufwärtspotenzial von über 200 %.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: ZEFIRO METHANE CORP | CA98926D1069 | NEO: ZEFI , SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0 , 2G ENERGY AG | DE000A0HL8N9

Inhaltsverzeichnis:


    Zefiro Methane – Wann kommt endlich das Kursfeuerwerk?

    Erdgas erlebt gegenwärtig eine bemerkenswerte Renaissance. Nicht weil die Klimapolitik aufgegeben wäre, sondern weil Rechenzentren, Industrieanlagen und Stromnetze gesicherte Leistung benötigen. Sonne und Wind bleiben unverzichtbar, stehen aber nicht jederzeit zur Verfügung. Flexible Gaskraftwerke werden deshalb vielerorts als Brücke eingesetzt.

    Diese Brücke ist allerdings nur dann klimapolitisch tragfähig, wenn das Gas nicht bereits auf dem Weg zum Kraftwerk unkontrolliert entweicht oder stillgelegte und verwaiste Öl- und Gasquellen unkontrolliert Methan ausstoßen. Methan wirkt kurzfristig zigfach stärker auf das Klima als Kohlendioxid.

    Nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur (IEA) existieren allein in den USA mehrere Millionen aufgegebene Öl- und Gasbohrungen (orphan wells). Weltweit emittierten solche Quellen zuletzt nach Angaben der IEA rund 3,5 Mio. Tonnen Methan jährlich. Hier kommt Zefiro mit überzeugenden Lösungen für dieses riesige Umweltproblem in einem rund 500 Mrd. USD großen Markt ins Spiel.

    Zefiro identifiziert und vermisst Methanemissionen, verschließt die Quelle, dokumentiert die Reduktion und kann geeignete Projekte anschließend für die Ausgabe von Emissionszertifikaten entwickeln. Damit decken die Kanadier nahezu die gesamte Wertschöpfungskette ab. Das operative Rückgrat bildet die Tochtergesellschaft Plants & Goodwin in den USA.

    Mit dieser strategischen Aufstellung differenziert sich Zefiro vom Wettbewerb. Das Unternehmen besitzt zudem Mannschaften, Spezialgerät, Genehmigungen und Erfahrung mit komplizierten Bohrungen. In einem Markt, in dem die Zahl qualifizierter Anbieter begrenzt ist, wächst die Gesellschaft auch anorganisch. Zuletzt konnte die Übernahme Viking Well Service vermeldet werden, woraus sich das Management mehr als 10 Mio. USD zusätzlichen Jahresumsatz erwartet.

    Damit sollte nach Unternehmensaussagen der Umsatz des zum 1. Juli angelaufenen Geschäftsjahres auf rund 55 Mio. USD ansteigen. Aktuell ist die Gesellschaft bei einem Kurs von 0,62 CAD mit 56 Mio. CAD bewertet. Die Analysten von GBC sind bullish und formulieren ein Kursziel von 2,12 CAD.

    Die Auftragslage gewinnt an Breite. Für einen großen US-Erdgasproduzenten setzt Plants & Goodwin inzwischen drei Bohrtürme ein. Die Kampagne umfasst mindestens 26 Quellen in Pennsylvania, New York, West Virginia und Kentucky. Hinzu kommt ein wachsendes öffentlich finanziertes Geschäft. Programme wie der „Infrastructure Investment and Jobs Act“, in dessen Rahmen die US-Regierung den Bundesstaaten einen Etat von 4,7 Mrd. USD zur Sanierung zur Verfügung stellt, verleihen Rückenwind.

    In Ohio erhielt Zefiro im Juni drei Aufträge über zusammen rund 2,4 Mio. USD zur Sanierung von zwölf Quellen. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen an einem dreijährigen, voraussichtlich 19,6 Mio USD schweren Rahmenprojekt des US-Bundesstaates.

    Potenzial bietet zudem der Strom- und Rechenzentrumsboom, da alte Bohrungen auch die Entwicklung neuer Kraftwerke, Leitungen und Rechenzentren blockieren können. Im Sommer wurde die wichtige strategische Partnerschaft mit der in der Branche bekannten Well Done Foundation bekannt gegeben. Erste Projekte laufen bereits. Zefiro sieht hier langfristig großes Potenzial.

    Perspektivisch könnten sich die Kanadier mit dem Verkauf von Emissionszertifikaten auf Basis der Vermeidung klimaschädlicher Emissionen einen weiteren lukrativen Erlösstrom aufbauen. Der erfolgreiche Nachweis wurde bereits im vergangenen Jahr geliefert. Als erstes Unternehmen konnte Zefiro Emissionszertifikate nach der “Orphan Well”-Methodik des Accredited Carbon Registry (ACR) erfolgreich vermarkten.

    Die Reportage „The Hazard Below“ zeigt eindrucksvoll die unsichtbaren Gefahren von Methan und wie die Kanadier das große Umweltproblem adressieren.

    https://youtu.be/3MrjCUk5_QU

    Siemens Energy – Enormes Wachstum

    Das Schwergewicht in der Runde verdreifachte in Q3 seinen Gewinn vor Sondereffekten auf 1,62 Mrd. EUR. Das Geschäft brummt also, auch abzulesen am Rekordauftragseingang von 17,9 Mrd. EUR und einem Auftragsbestand von 162 Mrd. EUR. Aktuell notiert die Aktie bei rund 153 EUR, womit die Börse den Konzern mit 132 Mrd. EUR bewertet. Analysten trauen dem Titel ein weiteres Upside von fast 30 % zu.

    Für das Gesamtjahr stellt Siemens Energy weiterhin ein Umsatzwachstum von 14 bis 16 %, eine bereinigte Ergebnismarge von 10 bis 12 % und einen Nettogewinn von rund 4 Mrd. EUR in Aussicht. Grid Technologies soll sogar um 25 bis 27 % wachsen und eine Marge von 18 bis 20 % erreichen.

    Der Konzern investiert deshalb massiv in zusätzliche Kapazitäten. Allein in den USA fließt 1 Mrd. USD in neue und erweiterte Produktionsstätten für Transformatoren. Siemens Energy hat sich als einer der zentralen Ausrüster des globalen Strombooms und insbesondere bei Schaltanlagen und Gasturbinentechnik erfolgreich positioniert.

    2G Energy: Dezentrale Leistung für den neuen Stromhunger

    Das Unternehmen entwickelt und produziert dezentrale Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, Gas2Power-Systeme und Großwärmepumpen. Die Motoren können je nach Ausführung mit Erdgas, Biogas, Biomethan oder Wasserstoff betrieben werden, eine spätere Umrüstung ist möglich.

    2G profitiert von einer Lücke, die durch den Rechenzentrumsboom immer größer wird. Neue Datencenter können häufig schneller geplant werden, als Netzbetreiber die benötigten Anschlüsse bereitstellen. Containerisierte Gasmotorenkraftwerke lassen sich dagegen vergleichsweise schnell errichten, modular erweitern und unabhängig vom öffentlichen Netz betreiben. Im Mai gelang hier der Durchbruch, das Unternehmen gewann seinen ersten Großauftrag für containerisierte Kraftwerke im dreistelligen Megawattbereich.

    Die Dynamik lässt sich auch an den Geschäftszahlen ablesen. Der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2026 hat sich auf über 400 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als vervierfacht. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielten die Deutschen einen Umsatz von knapp 400 Mio. EUR. Das Management rechnet 2026 nun mit einem Umsatz am oberen Ende der Spanne von 440 bis 490 Mio. EUR und einer EBIT-Marge zwischen 9,5 und 10,5 %. Für 2027 werden 570 bis 620 Mio. EUR Umsatz und mehr als 11 % Marge angestrebt. Seit Januar hat die Aktie bereits um knapp 70 % zugelegt. Analysten trauen dem Titel im Durchschnitt einen weiteren Lauf von gut 30 % in den nächsten 12 Monaten zu.

    Fazit

    Zefiro ist Hidden Champion in einem Milliardenmarkt und profitiert u.a. von staatlichen Umweltprogrammen. Übernahmen und strategische Partnerschaften dürften das Wachstum in Zukunft deutlich beschleunigen. Analysten machen eine deutliche Unterbewertung der Aktie aus. Die Experten heben auch den Daumen für 2G Energy und Siemens Energy.


    Interessenskonflikt

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    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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