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18.08.2026 | 07:00

Der einfache Weg zu CO2-freier Rechenpower: Wie es NU E Power Konzernen wie Amazon und SAP leichter machen will

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Bildquelle: Nano Banana KI

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von NU E Power.

Rechenleistung für Künstliche Intelligenz kostet viel Energie. Doch damit nicht genug: Auch Stromnetze sind vielerorts überlastet – die Kombination aus Rechenzentren, Klimaanlagen und Ladesäulen ist für die Infrastruktur eine Herausforderung. Daher denken Tech-Konzerne bei ihren Plänen für neue Rechenzentren die Energieversorgung gleich mit. Idealerweise ist sie nachhaltig und grundlastfähig. Da Energie-Infrastruktur genehmigt werden muss und geeignete Standorte rar sind, hat sich rund um die Energieversorgung von Rechenzentren ein spannender Markt entwickelt. Wir werfen einen Blick auf die Situation und stellen neben den Konzernen Amazon und SAP auch den vielversprechenden Newcomer NU E Power vor.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: NU E POWER CORP | CA6699882065 | CSE: NUE , AMAZON.COM INC. DL-_01 | US0231351067 , SAP SE O.N. | DE0007164600

Inhaltsverzeichnis:


    Amazon: Umfassende Abnahmeverträge und die Entscheidung für Kernkraft

    Als größter gewerblicher Aufkäufer von Ökostrom steht Amazon vor der Herausforderung, den wachsenden Energiebedarf seiner Cloud-Sparte AWS CO2-neutral zu decken. Allein in der kanadischen Provinz Alberta sicherte sich Amazon über einen Vertrag mit 15-jähriger Laufzeit 400 MW des Travers Solar Projects, der größten Photovoltaikanlage des Landes. Um die wetterbedingten Schwankungen der 1,3 Mio. Solarmodule auszugleichen, kombiniert Amazon die Einspeisung mit einem Abnahmevertrag über 415 MW aus dem 495-MW-Windpark Buffalo Plains. Weil die Kombination aus Wind- und Sonnenenergie jedoch noch keine unterbrechungsfreie Grundlast bieten kann, investiert Amazon zusätzlich in Atomenergie. Zusammen mit den Partnern X-energy und Energy Northwest verdreifachte Amazon die Pläne für die Cascade Advanced Energy Facility im US-Bundesstaat Washington auf bis zu zwölf moderne Xe-100-Hochtemperatur-SMR-Reaktoren. So will sich Amazon grundlastfähige und emissionsfreie Energie in der Nähe seiner Rechenzentren garantieren.

    SAP: Green Ledger als digitale Kontrollinstanz für Emissionen

    Während vor allem in den USA neue Kraftwerke entstehen, wächst der regulatorische Druck auf Kraftwerksbetreiber, den realen Stromverbrauch und die Emissionen transparent zu dokumentieren. Der Walldorfer Softwarekonzern SAP hat darauf reagiert und bietet Kunden exakte, transaktionsbasierte Daten statt Schätzwerten. Mit dem Green Ledger verankert SAP CO2-Emissionswerte direkt in den Buchungslogiken seiner Cloud-Software, wodurch jeder einzelne Material- und Finanzvorgang direkt auch eine ökologische Buchung auslöst. Über spezielle Cloud-Architekturmuster fließen Datenströme aus SAP-Systemen direkt in Data Lakes auf Basis von AWS-Diensten wie Amazon S3, Kinesis und Step Functions. Durch die Einspeisung granularer Infrastrukturdaten aus dem AWS Customer Carbon Footprint Tool in den SAP Sustainability Control Tower können Unternehmen ihre IT-bezogenen Emissionen exakt nachweisen. So löst SAP Probleme, die im Zusammenhang mit Dokumentationspflichten entstehen, einfach und unkompliziert.

    Nu E Power entwickelt Kraftwerks-Standorte

    Das Spannungsfeld zwischen regulatorischen Vorgaben, langen bürokratischen Prozessen und dem akuten Energiehunger der Rechenzentren löst der kanadische Projektentwickler Nu E Power auf. Statt als klassischer Versorger selbst Energie zu produzieren, verfolgt Nu E Power ein anlagenarmes „Develop-to-Divest“-Modell entlang des vierstufigen Zyklus „Originate, Advance, Monetize, Repeat“. Das Entwicklungsportfolio der Kanadier umfasst Solar-, Speicher-, Gas- und weitere Energietechnologien je nach Standort mit einer Netto-Gesamtkapazität von 613,94 MW, von der aktuell 2,19 MW in Betrieb sind. Nu E Power sichert sich frühzeitig Grundstücke sowie Anschlussrechte, treibt Umweltprüfungen und Genehmigungen voran und will die baureifen Projekte anschließend an große Infrastrukturinvestoren veräußern. Der Clou: Wiederkehrende Lizenzgebühren oder Gewinnbeteiligungen sollen laut des Modells oft bei Nu E Power verbleiben. Um die Wartezeiten bei Netzbetreibern zu verkürzen, unterzeichnete Nu E Power im Juli 2026 eine unverbindliche Absichtserklärung (Letter of Intent) für ein geplantes 50/50-Joint-Venture mit dem Asset-Manager Green Harbor Partners; endgültige Vereinbarungen stehen noch aus. Green Harbor gibt an, selbst mehr als 2,5 GW an Kraftwerkskapazität zu betreuen. Unabhängig verifiziert ist diese Angabe nicht. Diese geplante Allianz soll südkoreanische Lieferketten für Gasturbinen und Kolbenmotoren direkt mit Finanzierungen für Rechenzentrums-Hardware und Standortrechten koppeln, um Kraftwerke möglich zu machen. In Alberta hält Nu E Power weitere Projekte und treibt diese voran, wie beispielsweise Lethbridge Two.

    Nu E Power will weltweit expandieren

    Neben den Kernaktivitäten auf dem kanadischen Heimatmarkt wächst Nu E Power auch mittels Partnerschaften. Für die Solar- und Speicheranlagen in Alberta hat Nu E Power im Januar 2026 eine unverbindliche Absichtserklärung (Letter of Intent) mit Green Harbor Partners unterzeichnet, die auf einen vollständigen Verkauf der Anlagen abzielt, weitere Schritte sind bislang nicht offiziell bestätigt. Parallel dazu sicherte man sich im August 2026 eine nicht-bindende Absichtserklärung zum Kauf von 29,44 Acres Land im kanadischen Saskatchewan, um künftige Industrieparks mit maßgeschneiderter Infrastruktur zu entwickeln. Das Grundstück ist aktuell jedoch weder für die industrielle Nutzung ausgewiesen noch erschlossen. Entsprechende Genehmigungsschritte stehen noch aus. Auf internationaler Ebene engagiert sich Nu E Power in einem frühen Stadium in Malaysia.

    Fazit: Chancen im Windschatten der Tech-Riesen

    Die Kombination aus Rechenleistung, Softwaresteuerung und agiler Erschließung zeigt, wie dynamisch die Märkte rund um die Themen KI und Energiewende aktuell sind. Während Konzerne wie Amazon für Nachfrage sorgen und SAP Unternehmen bei der Bilanzierung von Emissionen unterstützt, handelt Nu E Power direkt am Anfang der Kette. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 9 Mio. CAD und verschiedenen Projekten, die sich in einem frühen Stadium befinden, ist die Aktie zwar eher etwas für risikofreudige Anleger, das Geschäftsmodell aber hat durchaus Charme. Immer mehr Unternehmen bauen eigene KI-Kapazitäten auf und wollen handlungsfähig sein. Nu E Power will diese Kunden agil bedienen.


    Interessenskonflikt

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    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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