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21.02.2022 | 06:00

Palantir, Kleos Space, Lufthansa – Megatrend Sicherheit

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Bildquelle: pixabay.com

Das Thema Sicherheit wird in allen Bereichen unseres Lebens groß geschrieben. Egal ob es um Gebäudesicherheit, Corona-Maßnahmen, IT-Sicherheit oder Sicherheitsfirmen im Einzelhandel geht, fast alle Bereiche wachsen seit Jahren. In der letzten Zeit gibt es immer neue Krisen zu meistern, wie beispielsweise die Flüchtlingskrise, die Coronakrise oder aktuell die Ukraine-Krise. Die Menschen haben ein dauerhaftes Unsicherheitsgefühl. Für Unternehmen und Staaten gilt: je digitaler die Welt wird umso wichtiger wird die Sicherheit. Wir sehen uns heute drei Unternehmen an, für die Sicherheit ein wichtiges Thema ist.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: KLEOS SPACE CDI/1/1 | AU0000015588 , LUFTHANSA AG VNA O.N. | DE0008232125 , PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088

Inhaltsverzeichnis:


    Palantir – Quartalszahlen enttäuschen

    Das US-Unternehmen Palantir bietet Software und Dienstleistungen an und hilft Behörden und Unternehmen dabei, große Datenmengen auszuwerten. CEO Alex Karp sagte einmal auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos: „Die Kernaufgabe unseres Unternehmens ist es, den Westen, besonders Amerika, zur stärksten Macht der Welt zu machen, um Frieden und Wohlstand zu sichern.“ Die CIA zählt zu den Kunden und Anfangsinvestoren des Unternehmens und das ist wohl der Grund, warum das Unternehmen als geheimnisumwittert gilt.

    Der Kampf gegen die Kriminalität ist ein wichtiges Anliegen des Unternehmens, das aber auch immer mehr kommerzielle Unternehmen für seine Software gewinnen kann. 2021 konnte die gewerbliche Kundenanzahl auf 147 verdreifacht werden. Darunter sind auch sehr namhafte Kunden wie IBM. Im vierten Quartal stieg der Umsatz auf 433 Mio. USD, ein Plus von 34%. Allerdings klettere auch der Verlust auf 156 Mio. USD. Das Unternehmen will weiter investieren und erwartet einen Rückgang der Gewinnspanne um 4%. Außerdem soll nach Europa expandiert werden.

    In Coronazeiten verschenkte das Unternehmen seine Software Foundry an die Behörden, um die Pandemie besser zu bekämpfen. Damit bekam man Zugang zu einigen deutschen Behörden. Doch der Einsatz ist nicht unumstritten. Die Aktie, die wie eine Rakete gestartet ist, nähert sich langsam wieder ihrem Eröffnungspreis bei Börsendebut von 10,00 USD. In der Spitze lag der Kurs bei 45,00 USD. Die Anleger zeigten sich enttäuscht von den Quartalszahlen und die Aktie verlor über 15%. Der nächste Support liegt bei 9,85 USD. Potential hat das Unternehmen, aber noch liegen die schwarzen Zahlen in der Zukunft.

    Kleos Space – starke Partnerschaft

    Sehr futuristisch bedient Kleos Space den globalen Sicherheitsmarkt. Das Unternehmen bietet seinen Kunden weltraumgestützte, aktivitätsbasierte Aufklärungsdaten als ein Data-as-a-Service Produkt. Angefangen hat man mit dem nautischen Markt, wo man Bewegungen von Schiffen anhand von Radiofrequenzen ausgewertet hat. Damit lassen sich für Regierungen, Reedereien, Versicherungen und Küstenwachen Gefahren von illegalem Fischen, Schmuggel, Piraten und Grenzschutz leichter erkennen und abwehren. Mittlerweile hat das Unternehmen acht Satelliten im Orbit und daher können nun auch an Land Grenzen und andere größere Flächen kosteneffizient überwacht werden.

    Im ersten Halbjahr 2022 sollen acht weitere Satelliten mit SpaceX in den Weltraum geschossen werden. Die Attraktivität des Angebots hat auch Advanced Ground Information Systems Inc. (AGIS) erkannt und einen Vertrag zur Datenauswertung mit Kleos geschlossen. AGIS arbeitet für die US-Behörden und das US-Militär und wird die Geolokalisierungsdaten von Kleos in ihre eigenen Kontrollsysteme integrieren. Am 9. Februar verkündete das Unternehmen die Partnerschaft mit Satellogic, um bei Ausschreibungen zukünftig noch eher zum Zug zu kommen. Satellogic besitzt 17 Satelliten und bietet seinen Kunden hochauflösende Satellitenbilder. Damit ergänzen sich beide Produkte ideal. Kommt es zu Auffälligkeiten, kann man diese direkt mittels Satellitenbild verifizieren.

    Beide Parteien wollen die globale Abdeckung in den kommenden Jahren weiter vorantreiben. Sobald Kleos die nächsten acht Satelliten in der Umlaufbahn hat erhöht sich die globale Abdeckung um 119 Mio. qkm täglich. CEO Andy Bowyer sagte auf dem International Investment Forum am 17. Februar: „Noch spannender ist der Markt für Erdbeobachtung, wo es im Wesentlichen darum geht, Informationen über das Geschehen zu sammeln.“ Die Aktie läuft seit dem 21. Januar seitwärts zwischen 0,374 und 0,464 EUR und notiert aktuell bei 0,432 EUR. Sobald die nächsten Satelliten im All sind müsste die Aktie wieder anspringen, weil mehr Daten für die Kunden zur Verfügung stehen.

    Lufthansa – Frachtverkehr läuft gut

    Das Thema Sicherheit in Bezug auf Corona hat der Lufthansa schwer zugesetzt. Die Zahl der Flüge brach von heute auf morgen ein und der Konzern konnte nur zuschauen und ums Überleben kämpfen. Jetzt mit Aussicht auf ein Pandemieende könnte sich bei der Lufthansa ein Turnaround ankündigen. Immer mehr Länder werden für den Reiseverkehr freigegeben und die Deutschen dürsten nach einem Urlaub in der Sonne. Auf Deutschlands Lieblingsinsel Mallorca sind die Masken gefallen und so wird die Nachfrage nach Fliegern wieder zunehmen.

    Anders sieht es bei den Geschäftsreisen aus. Dort war die Lufthansa stark vor der Pandemie. Durch die Pandemie sahen sich viele Unternehmen gezwungen auf Onlinemeetings auszuweichen und haben diese inzwischen etabliert. Auch wenn damit nicht jede Geschäftsreise unnötig wird, so fallen doch für die Zukunft einige weg. Auf der anderen Seite profitiert die Lufthansa im Frachtverkehr. Aufgrund der gestörten Lieferketten greifen die Firmen im Zweifelsfall auf das Flugzeug zurück, damit die Produktion nicht stillstehen muss. Dass die Nachfrage insgesamt wieder anzieht sieht man daran, dass der Konzern jüngst vermeldete, keine Piloten mehr zu entlassen.

    Auch die Pilotenausbildung soll fortgesetzt werden. Die Analysten sind unterschiedlicher Meinung zur Aktie, die aktuell bei 7,534 EUR notiert. Während Bernstein Research und Goldman Sachs die Aktie eher neutral sehen aufgrund der Geschäftsreisen und einem vermutlich schlechten vierten Quartal durch Omikron, ist das Bankhaus Metzler positiv gestimmt für die Aktie und ruft ein Kursziel von 10,00 EUR aus. Immerhin wurden die Schulden an den Staat beglichen und das Gesamtbild hellt sich auf. Die Aktie hat einen Aufwärtstrend ausgebildet, der erst mit Schlusskursen unterhalb von 6,99 EUR gebrochen wäre.


    Das Thema Sicherheit gewinnt immer mehr an Bedeutung und das in allen Branchen. Palantir arbeitet mit den Geheimdiensten und will die Kriminalität bekämpfen. Noch schreibt man aber rote Zahlen. Kleos Space hat ein sehr interessantes und skalierbares Geschäftsmodell. Sobald hier größere Aufträge an Land gezogen werden, wird die Aktie anspringen. Die Lufthansa sieht Licht am Ende des Tunnels. Geht die Pandemie zu Ende, winkt ein gutes Sommergeschäft.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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