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08.09.2021 | 05:08

Purifloh, Bayer, Philips – Innovationen als Renditebringer

  • Innovationen
  • Wasseraufbereitung
  • Gesundheit
Bildquelle: pixabay.com

Innovationen bereichern in vielfältiger Weise unser alltägliches Leben. Die folgenden Unternehmen haben innovative Lösungen für die Bereiche Gesundheit und Klima i.w.S. entwickelt, die bei der Behebung wichtiger Probleme helfen. Hier stehen die knappe Ressource Wasser im Mittelpunkt sowie die Luftreinigung, die in Zeiten von Corona, eine immer wichtigere Rolle spielt. Welche Gesellschaft verfügt über die besten Chancen?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: PURIFLOH LTD | AU0000010548 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , KONINKL. PHILIPS EO -_20 | NL0000009538

Inhaltsverzeichnis:


    PURIFLOH LIMITED – Innovator aus Australien mit weltweiten Patenten

    Die in Australien gegründete Gesellschaft mit einer US-Niederlassung in Detroit hat eine innovative und weltweit patentierte Technologie zur Reinigung von Luft, Wasser und Oberflächen in Wohn-, Geschäfts- und Industriebereichen entwickelt. Nach Unternehmensangaben hat Purifloh die erste und einzige Einzellösung entwickelt, die die Luft von biologischen und chemischen Verunreinigungen durch einen zweistufigen Prozess befreit.

    Derzeit werden IP-Lizenzierungs- und Partnerschaftsmöglichkeiten mit Herstellern von Luftreinigungsanlagen für private, gewerbliche und industrielle Anwendungen geprüft. Die Purifloh-Lösungen sind einfach erweiterbar und somit skalierbar. In der Vergangenheit unternahm die Gesellschaft erhebliche Forschungsaktivtäten für die Entwicklung der Free Radical Generator (FRG)-Technologie. Nun bedient die Gesellschaft sich zur Weiterentwicklung der Expertise der Somnio Group.

    Zuletzt meldeten die Australier, dass mit der Einführung von zwei neuen Produkten die Kommerzialisierungsaktivitäten in Australien wieder aufgenommen werden. Dabei handelt es sich um das Air Conditioning Environmental Remediation Treatment (ACERT) und den Whole of Room Air Purifier (WRAP). Zudem baute Purifloh die Beziehungen zu Aspen Medical, einem Unternehmen für Gesundheitslösungen und zu Osmoflo, einem Unternehmen für Wasseraufbereitung, auf. Beide Partner spielen eine wichtige Rolle in der zukünftigen Kommerzialisierung der Produkte.

    Noch schreibt die Gesellschaft rote Zahlen, dies ist aber charakteristisch für die relativ frühe Unternehmensphase. Der Verlust konnte im Geschäftsjahr jedoch deutlich reduziert werden. Zudem sicherte sich die Gesellschaft eine Finanzierungsfazilität in Höhe von 1 Mio. AUD von seinem Großaktionär Dilato. Aktuell ist Purifloh mit 53 Mio. AUD bewertet. Mit der Kommerzialisierung der Produkte werden sich schnell operative Erträge einstellen. Die Aktien sollten technologie-affine Investoren auf die Watchlist setzen.

    BAYER AG – Turnaround in Sicht?

    Der Klimawandel macht der Landwirtschaft in diesem Jahr erneut zu schaffen. Laut des kürzlich veröffentlichten Ernteberichts des Bundeslandwirtschaftsministeriums und Aussagen des Bauerverbands werden Starkregen und Hagel in diesem Jahr zu einem Rückgang der Getreideernte von 2,7% führen. Im Vergleich zu den Jahren 2015 bis 2020 ist dies sogar ein Rückgang von 4,8%. Während hierzulande zu viel Wasser für Probleme sorgte, ist jedoch global betrachtet Wasserknappheit ein großes Problem. 70% der Wassermenge weltweit verbraucht die Landwirtschaft. Schon Ende des Jahrzehnts wird die Nachfrage das Angebot übersteigen. Wasser wird somit zu einem entscheidenden Engpassfaktor.

    Auch wenn medial Bayer eher durch das Pharmageschäft und die Kooperation mit dem Corona-Impfstoff-Herstellers Curevac, dessen Impfstoff jedoch aufgrund mangelnden Impfschutzes bislang nicht das Vermarktungsstadium erreicht hat, präsent ist, ist Bayer´s starkes zweites Standbein die Agrarchemie. Hier setzt der DAX-Konzern gezielt auf Forschungsaktivitäten, um eine wassereffiziente Landwirtschaft zu ermöglicht. Zudem werden Produkte und Technologien für eine bessere Abwasserbehandlung entwickelt und vertrieben. Enttäuschende Halbjahreszahlen und die seit geraumer Zeit anhängigen Klagen in den USA im Zusammenhang mit krebserregenden Düngemitteln des übernommenen Wettbewerbers Monsanto führten in diesem Jahr zu einer deutlichen Underperformance von rund 10% gegenüber dem DAX. 2021 ist ohne Zweifel ein schwieriges Jahr für den Konzern, aber 2022 soll es laut Analysten wieder deutlich aufwärts gehen. Das 2022er KGV liegt bei 10. Für antizyklisch handelnde Investoren ist der Titel aktuell interessant.

    KONINKLIJKE PHILIPS NV – Etablierter Player mit branchenüblicher Bewertung

    Koninklijke Philips N.V. ist ein führendes Unternehmen im Bereich Gesundheitstechnologie mit einer breiten Produktpalette von gesunder Lebensweise und Prävention bis hin zu Diagnose, Behandlung und häuslicher Pflege. Der Konzern nutzt fortschrittliche Technologien und fundierte klinische und verbraucherbezogene Erkenntnisse, um integrierte Lösungen anzubieten. Die Niederländer gehören zu den führenden Unternehmen in den Bereichen diagnostische Bildgebung, bildgeführte Therapie, Patientenüberwachung und Gesundheitsinformatik sowie in den Bereichen Consumer Health und Home Care. In Corona-Zeiten hat der Bereich Luftreiniger eine höhere Bedeutung erlangt. Der Konzern ist derzeit mit rund 37 Mrd. EUR, was dem zweifachen des prognostizierten 2022er Umsatzes und einem 2022er KGV von 24 entspricht, bewertet.


    Die vorgestellten Aktien rücken die Themen Klima, Gesundheit und die Ressource Wasser in den Vordergrund. Dabei setzen alle Gesellschaften auf unterschiedliche Bereiche. Bayer ist einer der führenden Player in der Agrarchemie. Nach einem Verlustjahr, sollten im nächsten Jahr wieder erfreuliche Gewinne stehen – dies macht die Anteilsscheine interessant. Wer sich bei einem jungen Technologie-Unternehmen engagieren möchte, das eine Reihe von innovativen Lösungen anbietet, der sollte sich die Aktie von Purifloh näher anschauen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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