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01.05.2026 | 04:45

Zwischen KI-Boom und Batterie-Revolution: HPQ Silicon, Siltronic und Aixtron auf der Gewinnerseite!

  • Silizium-Anoden
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  • grüner Wasserstoff
Bildquelle: pixabay.com

Die nächste Tech-Welle an der Börse rollt und sie könnte ausgerechnet aus einem unscheinbaren Rohstoff entstehen: Silizium. Silizium ist ein zentraler Bestandteil zahlreicher Zukunftsindustrien, von Solarzellen über Halbleiter bis hin zu Batterien für Elektrofahrzeuge. Während der KI-Boom die Nachfrage nach Hochleistungs-Chips explodieren lässt und damit den Bedarf an Wafern antreibt, geraten gleichzeitig neue Batterietechnologien mit Silizium-Anoden in den Fokus der Anleger. Erste Durchbrüche versprechen deutlich höhere Energiedichten und könnten die Elektromobilität, Drohnen und KI-Anwendungen auf ein neues Level heben. Hier kommt das kanadische Unternehmen HPQ Silicon mit seinen innovativen Lösungen ins Spiel.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: HPQ SILICON INC | CA40444L1031 | TSXV: HPQ , OTCQB: HPQFF , AIXTRON SE (UNSP.ADR/2) | US0096062031 , SILTRONIC AG NA O.N. | DE000WAF3001

Inhaltsverzeichnis:


    HPQ Silicon – Entscheidenden Meilenstein erreicht

    Die Kanadier konzentrieren sich auf Innovationen im Bereich fortschrittlicher Materialien und kritischer Prozesse. Dabei nimmt die Zusammenarbeit mit dem französischen Forschungs- und Entwicklungspartner Novacium, an dem HPQ mit 36,8 % beteiligt ist, einen besonderen Stellenwert ein.
    Das Duo treibt die Entwicklung von Silizium-basierten Anodenmaterialien für Batterien voran. Dieser Ansatz gilt als möglicher Schlüssel für die nächste Generation von Energiespeichern, da Silizium-basierte Anoden wesentlich höhere Kapazitäten als herkömmliche Graphitlösungen versprechen.
    Zuletzt konnte HPQ mit dem ersten Auftrag eines Herstellers von industriellen und militärischen Drohnen einen großen Erfolg vermelden, den ersten Schritt hin zur Kommerzialisierung. Gegenstand der Order sind Akkus der vierten Generation mit einer Kapazität zwischen 10.000 und 13.400 Milliamperestunden (mAh), die auf lange Betriebsdauern von Drohnen ausgelegt sind. HPQ verfügt über ein patentiertes Verfahren namens PUREVAP, mit dem Quarz in einem einzigen Schritt zu hochreinem Silizium verarbeitet werden kann.
    Ein weiteres Feld, das HPQ und Novacium zusammen adressieren, ist Wasserstoff. Die Franzosen haben eine Technologie entwickelt, bei der grüner Wasserstoff mittels Hydrolyse einer Silizium-Aluminium-Legierung erzeugt wird. Dies gelingt, ohne dass Strom oder eine Infrastruktur wie Pipelines oder Tanks benötigt werden. Das französische Verteidigungsministerium hat bereits großes Interesse an dieser mobilen Lösung bekundet.
    Die Kanadier haben mit der beginnenden Kommerzialisierung der neuen Batteriegeneration einen Meilenstein markiert. Die weitere Expansion und die Fortschritte der anderen Wachstumsfelder dürften die Anteilsscheine sukzessive beflügeln. Aktuell notiert die Aktie im Bereich von 0,17 CAD womit die Gesellschaft mit rund 70 Mio. CAD bewertet ist. Dies spiegelt die Potenziale jedoch nicht wider.

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    Siltronic – 60 % Kurszuwachs seit Jahresbeginn

    Siltronic produziert Siliziumwafer. Diese dünnen Scheiben hochreinen Siliziums werden von Chipherstellern zu Prozessoren, (Speicher) Chips und zu diversen Komponenten für Anwendungen in Industrie und im Zusammenhang mit KI weiterverarbeitet.
    Die Deutschen gehören weltweit zu den größten Produzenten. Die Kundenliste umfasst die Blue Chips der Branche. Die Anteilsscheine haben sich in den letzten 12 Monaten verdoppelt, der Zuwachs seit Jahresbeginn liegt bei 60 %. Aktuell notiert die Aktie bei knapp 80 EUR, womit die Gesellschaft einen Börsenwert von 2,3 Mrd. EUR aufweist. Die Experten des Bankhauses Metzler zeichnen eine positive Zukunft für den Wafermarkt. Dieser stehe vor einer Erholung, die mehrere Jahre andauern sollte, mit Beschleunigungstendenzen im zweiten Halbjahr des laufenden Jahres.
    Die zuletzt veröffentlichten Daten zum ersten Quartal lagen leicht unter den Markterwartungen. Der Umsatz schrumpfte um 11 %, das operative Ergebnis EBITDA etwa doppelt so stark. Dennoch bestätigte die Gesellschaft die Ziele für das Gesamtjahr. Nach 1,35 Mrd. EUR Umsatz im vergangenen Jahr stellten die Deutschen einen Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich für 2026 in Aussicht. Die EBITDA-Marge soll zwischen 20 % und 24 % liegen. Wie so oft bei dynamischen Kursbewegungen, wenn der Markt das zukünftige Marktwachstum einpreist, kommen Analysten mit den Kurszielen nicht hinterher. Die Experten errechnen im Durchschnitt lediglich ein Kursziel von 63 EUR.

    Aixtron – 170 % Performance und jetzt?

    Die Aktie hat allein in diesem Jahr um fast 170 % zugelegt. Die Börse konzentriert sich auf die mit KI verbundenen Potenziale. Die jüngsten Quartalszahlen, welche für sich genommen erwartet schwach ausfielen, spiegeln die Heterogenität von Produkten und Nachfragergruppen wider.
    Das Unternehmen wertete den steigenden Auftragseingang im Auftaktquartal als Beleg für den bereits einsetzenden langfristigen und strukturellen KI-Nachfragetrend. Dieser Rückenwind veranlasste das Management zuletzt die Guidance für das laufende Jahr anzuheben. Nun wird ein Umsatz von 530 bis 590 Mio. EUR in Aussicht gestellt, zuvor waren es 40 Mio. EUR weniger. Ebenso wird die Messlatte für die EBIT-Marge um einen Prozentpunkt auf 17 bis 20 % angehoben.
    Aixtron stellt Anlagen her, mit denen spezielle Halbleitermaterialien produziert werden. Dazu gehört vor allem Galliumnitrid (GaN), welches im Vergleich zu Silizium höhere Spannungen, Temperaturen und Schaltgeschwindigkeiten bewältigen kann. Ein zweites Feld ist Optoelektronik. Hier geht es um Bauteile, die Elektrizität in Licht umwandeln oder umgekehrt. Beispiele sind LEDs, Laser und die optische Datenübertragung. Diese Technologien sind entscheidend für Glasfaserkommunikation, Sensorik und KI-Rechenzentren, die immer stärker auf optische Verbindungen setzen.

    Fazit

    HPQ Silicon bewegt sich u. a. in den dynamischen Wachstumsfeldern fortschrittliche Materialien und Energiespeicher. Die Kommerzialisierung der innovativen Silizium-Batterien, die signifikant höhere Kapazitäten als klassische Graphitlösungen aufweisen, schreitet voran. Zudem existieren weitere chancenreiche Wachstumsbereiche. Die Aktie spiegelt die Potenziale bislang nicht wider. Siltronic profitiert vom KI-getriebenen Chipbedarf, kämpft aber mit schwacher Nachfrage aus klassischen Industrien. Anleger setzen bei Aixtron auf ein starkes Wachstum der Zukunftsfelder.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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