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04.08.2026 | 04:40

Am Puls der digitalen Revolution: Steht jetzt der nächste Sprung bei HPQ Silicon, Intel und JinkoSolar an?

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Bildquelle: pixabay.com

Mehrere wichtige Technologietrends der kommenden Jahrzehnte, auch wenn noch so unterschiedlich, besitzen einen gemeinsamen Nenner. Die Rede ist von Silizium, einem Grundstoff, bzw. chemisch betrachtet einem Halbleiter, der in nahezu allen Schlüsseltechnologien der modernen Gesellschaft steckt. Ohne Silizium gäbe es keine leistungsfähigen Computerchips, keine Smartphones, keine Solarmodule und keine moderne digitale Infrastruktur. An dieser entscheidenden Stelle positioniert sich HPQ Silicon. Die Kanadier entwickeln innovative Verfahren zur Herstellung und Verarbeitung siliziumbasierter Materialien, um industrielle Prozesse effizienter, kostengünstiger und ressourcenschonender zu gestalten.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: HPQ SILICON INC | CA40444L1031 | TSXV: HPQ , OTCQB: HPQFF , INTEL CORP. DL-_001 | US4581401001 , JINKOSOLAR ADR/4 DL-00002 | US47759T1007

Inhaltsverzeichnis:


    HPQ Silicon – Nächste Meilensteine erreicht

    Silizium gehört zu den häufigsten Elementen der Erde. Trotzdem ist hochwertiges Industriesilizium kein gewöhnlicher Rohstoff. Zwischen dem Ausgangsmaterial und dem Endprodukt, welches für Hightech-Anwendungen geeignet ist, liegen komplexe Produktionsprozesse mit hohen Anforderungen an Reinheit, Energieverbrauch und Qualität.
    In der Halbleiterindustrie bildet hochreines Silizium die Grundlage für Wafer, auf denen moderne Chips entstehen. In der Solarindustrie ist Silizium der zentrale Bestandteil für den Großteil der weltweit produzierten Photovoltaikmodule. In der Batterietechnik gilt Silizium seit Jahren als vielversprechender Ansatz, um die Leistungsfähigkeit von Lithium-Ionen-Batterien zu verbessern. Damit steht Silizium im Zentrum mehrerer Megatrends.
    HPQ Silicon hat in den vergangenen Wochen gleich zwei bedeutende Meilensteine erreicht und treibt somit die Kommerzialisierung deutlich voran. Mit der erfolgreichen UL-1642-Sicherheitszertifizierung für die neue HPQ ENDURA+ Gen4 21700-Lithium-Ionen-Zelle haben die Kanadier einen wichtigen Schritt in Richtung Markteinführung gemacht.
    Diese Zertifizierung eröffnet den Weg für Kundenbewertungen, Batteriepack-Integration sowie Gespräche mit potenziellen Industriepartnern. Die neue Gen4-Zelle erreicht mit 6.500 mAh fantastische Werte und damit ein Plus von 8,3 % gegenüber der Vorgängerzelle.
    Gleichzeitig baut HPQ gemeinsam mit seinem französischen Entwicklungspartner Novacium, an dem die Kanadier rund 37 % halten, die internationale Vertriebs- und Geschäftsentwicklung aus, wobei die Bereiche Industrie und Verteidigung im Fokus stehen. Die gemeinsam mit Novacium entwickelte Technologie setzt auf siliziumbasierte Anodenmaterialien, welche graphit-basierten Alternativen in mehrerlei Hinsicht überlegen sind.
    Darüber hinaus treiben die Kanadier erfolgreich die Entwicklung eines neuartigen Verfahrens zur Herstellung von pyrogener Kieselsäure (Fumed Silica) voran. Mit einer proprietären Technologie will HPQ dieses Industriematerial künftig kostengünstiger und gleichzeitig mit deutlich geringeren CO₂-Emissionen produzieren als herkömmliche Verfahren.
    Darüber hinaus arbeitet die Gesellschaft an innovativen Wasserstofftechnologien. Gemeinsam mit Novacium wird ein System entwickelt, das mithilfe einer patentierten Silizium-Aluminium-Legierung Wasserstoff direkt aus Wasser erzeugen kann, ohne auf einen Elektrolyseur angewiesen zu sein. Zielmärkte sind die mobile Energieversorgung, der Katastrophenschutz sowie der Verteidigungsbereich. Aktuell ist die Gesellschaft bei einem Kurs von 0,14 CAD mit 67 Mio. CAD bewertet.

    Intel – Quartalszahlen und Ausblick über den Erwartungen

    Noch vor gut einem Jahr galt Intel schon fast als abgeschrieben. Die Gesellschaft verlor Marktanteile an AMD, hinkte Nvidia im KI-Boom deutlich hinterher. Doch in den letzten Monaten änderte sich das Bild grundlegend. Damit trägt der seit seinem Amtsantritt im März 2025 eingeschlagene Umbaukurs des neuen CEO Lip-Bu Tan Früchte. Die neue strategische Disziplin mit einer konsequenten Ausrichtung auf langfristiges Wachstum sowie strikter Kostenkontrolle kombiniert mit einer klaren Kommunikation kommt am Kapitalmarkt gut an.
    Jeder KI-Server benötigt leistungsfähige Prozessoren, Netzwerktechnik und Packaging-Technologien. Die Nachfrage nach Xeon-Prozessoren wächst stark. Auch das Geschäft mit Foundry-Dienstleistungen wächst, wenn auch nicht so stark wie erwartet, ebenso geht es bei Advanced Packaging voran.
    Die jüngsten Zahlen zum zweiten Quartal waren unter dem Strich das Spiegelbild einer erfolgreichen Geschäftsentwicklung. Umsatz und Gewinn legten deutlich zu und übertrafen die Analystenerwartungen. Auch der Ausblick für das dritte Quartal fiel besser als von den Experten vermutet aus.
    Momentan notieren die Anteilsscheine bei 90 USD und somit über 140 % höher als noch zu Jahresbeginn. Eine Marktkapitalisierung von 455 Mrd. USD unterstreicht die Position als einer der Großen der Branche. Analysten trauen dem Papier in den nächsten 12 Monaten im Durchschnitt eine Performance von knapp 30 % zu.

    JinkoSolar – Ist die Talsohle durchschritten?

    In vielen Regionen der Welt gehört Solarenergie zu den kostengünstigsten Formen der Stromerzeugung. Die Internationale Energieagentur erwartet deshalb weiterhin einen kräftigen Ausbau der installierten Solarkapazitäten. Dennoch durchläuft der Markt Zyklen. Überkapazitäten in China führten zu einem harten Preiskampf und zu einer Erosion der Margen.
    Dennoch mehren sich die Anzeichen, dass die Talsohle erreicht sein könnte. Im Auftaktquartal gingen die Modulauslieferungen zwar deutlich zurück, gleichzeitig verbesserte sich die Bruttomarge spürbar. In der zweiten Monatshälfte wird die Gesellschaft voraussichtlich die Daten für das zweite Quartal veröffentlichen. Analysten billigen derzeit den Anteilsscheinen ein Upside von 80 % zu. Da JinkoSolar zu den größten Solarmodulherstellern der Welt gehört und auch die Produktion internationalisiert hat, bietet eine vermeintliche Branchenkonsolidierung auch Vorteile.

    Fazit

    Mit seinem breit aufgestellten Portfolio in den Bereichen Batterietechnologie, Wasserstoff und Hochleistungsmaterialien positioniert sich HPQ als Innovationsunternehmen an der Schnittstelle von Energiewende, Elektromobilität und nachhaltiger Industrieproduktion. Die neuesten Unternehmensmeldungen untermauern Fortschritte bei der Kommerzialisierungsstrategie. Auf der Erfolgsspur befindet sich ebenfalls Intel. Die Managementstory gefällt der Börse. Die anstehenden Quartalsdaten von JinkoSolar werden einen besseren Eindruck geben, ob die Gesellschaft die Talsohle nun durchschritten hat.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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