18.09.2026 | 06:30
KI-Boom trifft Netzengpass: Ignorierte Chancen bei NU E Power, Nordex und Super Micro nutzen!
Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von NU E Power Corp.
Die Internationale Energieagentur warnt, dass der weltweite Strombedarf von Rechenzentren bis 2030 auf 945 Terawattstunden steigen wird und dabei fehlende Netzkapazitäten jedes fünfte Projekt ausbremsen könnten. Somit wird die Verfügbarkeit verlässlicher Energie zum entscheidenden Engpass. Wer den Ausbau der Rechenzentren vorantreiben will, muss daher zunächst die Energieversorgung sichern. Genau hier setzt die kanadische NU E Power an. Als Projektentwickler plant die Gesellschaft Energiestandorte zur Marktreife zu bringen und von der damit verbundenen Wertsteigerung zu profitieren. Windkraftkonzerne wie Nordex liefern zusätzliche grüne Stromkapazitäten, während Anbieter von Rechenzentrumstechnik wie Super Micro direkt von der steigenden KI-Nachfrage profitieren. An welcher Stelle sind die größten Chancen für Anleger zu finden?
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Carsten Mainitz
ISIN:
NU E POWER CORP | CA6699882065 | CSE: NUE , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , MICRON TECHN. INC. DL-_10 | US5951121038
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Carsten Mainitz
Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.
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NU E Power – Der Problemlöser
Das Unternehmen entwickelt Energieparks speziell für KI-Rechenzentren und energieintensive Industriezweige. Mit einem Geschäftsmodell, das auf Entwicklung, Verkauf und Reinvestition basiert, konzentriert sich NU E auf eine frühe und lukrative Phase der Wertschöpfungskette. Das kanadische Unternehmen identifiziert Standorte, sichert Nutzungsrechte und treibt die Genehmigungs- und Netzanschlussverfahren voran, um Projekte in den baureifen Zustand zu bringen und so von deren Wertsteigerung zu profitieren.
Derzeit umfasst die Entwicklungspipeline in Alberta (Kanada) und der Mongolei insgesamt 1.112,25 MW Bruttoleistung bei einer Nettokapazität von 613,94 MW. In Alberta sind Projekte innerhalb des AESO-Clusters 3 geplant, die eine Bruttoleistung von 503,5 MWac erzeugen sollen, was einer Nettoleistung von 251,75 MWac entspricht, wobei 50 % wirtschaftlich NU E Power zuzurechnen sind.
Im Darkhan Energy Park in der Mongolei laufen derzeit Machbarkeits- und Umweltstudien. Das Projekt befindet sich nach wie vor in einer hochspekulativen, stufenweisen Phase, in der derzeit keine verbindlichen Vereinbarungen über Bau, Finanzierung oder Stromverkauf bestehen. Für Lethbridge 2 umfasst eine unverbindliche Absichtserklärung zudem eine potenzielle Stromabnahme- und Infrastrukturpartnerschaft von bis zu 17 MW. Während die erste Prüfungsphase in Lethbridge abgeschlossen wurde und die Standortreservierung in Hanna verlängert wurde, würde das Hays-Projekt die erste vollständig im Eigenbesitz befindliche Akquisition des Unternehmens in Kanada darstellen. Eine entsprechende unverbindliche Absichtserklärung sieht eine Solarkapazität von ca. 145 MWac in Verbindung mit einem Batterie-Energiespeichersystem (BESS) mit 61,5 MW / 123 MWh vor. Bislang lagen die Beteiligungen des Unternehmens in Alberta zwischen 25 % und 50 %. Der Abschluss der Hays-Akquisition unterliegt weiterhin sieben aufschiebenden Bedingungen. Für das Projekt liegen derzeit keine unterzeichneten Netzanschlussvereinbarungen, Stromabnahmeverträge oder sonstigen Abnahmevereinbarungen vor.
Eine kürzlich abgeschlossene Privatplatzierung brachte einen Bruttoerlös von 3,86 Mio. CAD ein und übertraf damit das ursprüngliche Ziel von 3 Mio. CAD. Dies verschafft dem Unternehmen zusätzliche finanzielle Flexibilität, um Wachstumsinitiativen in seiner Nische voranzutreiben. In seinem Bericht zum zweiten Quartal wies das Unternehmen darauf hin, dass zusätzliche Finanzmittel erforderlich sein werden, um den laufenden Betrieb und die Entwicklungsaktivitäten zu finanzieren.
Super Micro – Einfache Formel: KI-Boom = Milliardenumsätze
Der Konzern entwickelt und produziert Server-, Speicher- und Rechenzentrumslösungen, die insbesondere für KI-Anwendungen und datenintensive Rechenzentren eingesetzt werden. Die Nachfrage ist enorm. Das dokumentieren die Mitte August veröffentlichten Zahlen für das vierte Quartal sowie das per Ende Juni abgelaufene Geschäftsjahr.
Danach legten die Erlöse 2026 um 77 % bei einer leichten Margenverbesserung auf 39,1 Mrd. USD zu. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn von 2,5 Mrd. USD bzw. ein EPS von 3,63 USD nach 2,06 USD im Vorjahr. Die Zahlen des Schlussquartals belegen eine deutlich anziehende Wachstumsdynamik und einen enormen operativen Hebel. Während der Umsatz in Q4 um 91 % gegenüber Vorjahr wuchs, explodierte der Gewinn je Aktie um sagenhafte 422 % auf 1,62 USD!
Die Neuaufträge im vergangenen Geschäftsjahr summierten sich auf mehr als 60 Mrd. USD, damit startet das Unternehmen mit einem Rekord-Auftragsbestand ins neue Geschäftsjahr. Super Micro hat für den neuen Turnus eine Umsatzbandbreite von 65 bis 72 Mrd. USD in Aussicht gestellt und plant den Anteil an Unternehmenskunden zu erhöhen sowie eine breitere Nutzung der eigenen DCBBS-Architektur durchzusetzen, wodurch sich die Profitabilität verbessern soll. Data Center Building Block Solutions (DCBBS) sind vorkonfigurierte, modular aufgebaute Rechenzentrums-Lösungen.
Parallel investiert Super Micro weiter in Technologie und Fertigungskapazitäten. Analysten formulieren im Durchschnitt ein Kursziel was rund 20 % über dem aktuellen Niveau von 37 USD. Aktuell bringen die US-Amerikaner 24 Mrd. USD auf die Börsenwaage und weisen mit 9,4 und 7,6 moderate KGVs für das laufende und kommende Geschäftsjahr auf.
Nordex – Überraschungspotenzial?
Der Konzern entwickelt, produziert und installiert Windkraftanlagen an Land. Langfristige Wartungsverträge ergänzen das Projektgeschäft um wiederkehrende Erlöse. Im zweiten Quartal steigerte Nordex seine Erlöse um 16,3 % auf 2,18 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBITDA) legte stark überproportional zu und verdoppelte sich auf knapp 224 Mio. EUR, was einer deutlichen Margenausweitung von 5,8 % auf 10,3 % entsprach. Ebenfalls positiv ist die Entwicklung des freien Cashflows hervorzuheben, welcher sich auf 165 Mio. EUR stellte. Mit einem Auftragsbestand von 18,4 Mrd. EUR einschließlich Servicegeschäft verfügt Nordex über eine breite und gut visible Wachstumsbasis.
Kürzlich beflügelte die Kaufempfehlung der Bank of America (BofA) den Kurs. Die BofA-Experten verweisen auf ein dynamisches Wachstum in Deutschland und ein anziehendes US-Geschäft. Sie halten es für möglich, dass der Konzern auf der Gewinnseite positiv überraschen und sogar die mittelfristigen Margenziele anheben könnte. Die letzten Unternehmensmeldungen bestätigen diesen Eindruck. Die Analysten veranschlagen das Kursziel auf 54 EUR, was bei einem aktuellen Kurs von 39 EUR und einer Marktkapitalisierung von rund 9 Mrd. EUR einem Upside von knapp 40 % entspricht.
Fazit
NU E Power setzt dort an, wo der KI- und Industrieboom an physische Grenzen stößt, beim Zugang zu Strom. Das Geschäftsmodell zielt darauf ab, Projekte durch klar definierte Entwicklungsschritte aufzuwerten und anschließend zu verkaufen. Geht der Plan auf, könnte sich das positiv auf den Aktienkurs des Micro Caps auswirken. Derweil generiert Super Micro durch den KI-Ausbau Milliardenumsätze, die Gewinne sprudeln. Nordex verbindet zusätzliche Stromerzeugung mit steigender Profitabilität und einem starken Auftragsbestand.
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