21.04.2026 | 04:15
Nahost-Konflikt belastet Märkte: Food-Lieferketten werden zum Schlüsselthema – MustGrow, K+S, Evotec und BioNTech im Fokus
Der Nahost-Konflikt rückt die globalen Lieferketten erneut in den Fokus und erhöht den Druck auf sensible Versorgungswege. Besonders die Straße von Hormus bleibt dabei ein zentraler geopolitischer Risikofaktor, weil sie für den weltweiten Waren- und Energiefluss von großer Bedeutung ist. Kommt es dort zu Spannungen, können sich Transportkosten, Lieferzeiten und Preisschwankungen rasch verschärfen. Gerade für Unternehmen mit Bezug zu Ernährung, Gesundheit und Agrartechnologie entstehen dadurch neue Chancen und auch Risiken. MustGrow und K+S sorgen für die weltweite Nahrungsmittelversorgung durch Dünger, Evotec und BioNTech stehen im Spannungsfeld gesundheitlicher Aspekte. Dynamische Anleger haben trotz unsicherer Rahmenbedingungen die Werte im Blick, die in einem volatilen Marktumfeld vergleichsweise robuste Ergebnisse liefern. Wir gehen noch etwas tiefer!
Lesezeit: ca. 5 Min.
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Autor:
André Will-Laudien
ISIN:
MUSTGROW BIOLOGICS CORP. | CA62822A1030 | TSXV: MGRO , OTCQB: MGROF , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , EVOTEC SE INH O.N. | DE0005664809 , K+S AG NA O.N. | DE000KSAG888
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
André Will-Laudien
Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.
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Senf besiegt Chemie - MustGrow revolutioniert Landwirtschaft mit natürlicher Power
Die moderne Landwirtschaft befindet sich in einem entscheidenden Umbruch: Eine explodierende Weltbevölkerung verlangt nach reichlich Nahrung, doch parallel dazu wachsen die Aufrufe nach umweltfreundlichen Methoden, um Böden zu regenerieren und chemische Belastungen zu minimieren. MustGrow Biologics, ein Pionier aus Kanada, stellt genau hier den Gegenentwurf bereit – eine bahnbrechende Technologie, die die natürliche Schärfe von Senfsaat als mächtiges, pflanzliches Arsenal gegen Schädlinge einsetzt und gleichzeitig die Fruchtbarkeit der Erde nachhaltig boostet.
Durch die Eskalationen im Nahen Osten rücken globale Lieferketten für Dünger, Pestizide und Saatgut ins Rampenlicht der Risiken. Die Straße von Hormus, dieser schmale, aber überlebenswichtige Engpass für etwa 20 % des weltweiten Öls und kritischer Rohstoffe, birgt das Potenzial für massive Störungen, die Transportkosten explodieren und Versorgungslücken kommen auf den Plan. Solche Engpässe bedrohen nicht nur die Energiepreise, sondern auch die gesamte Agrarindustrie, indem sie langwierige, abhängige Importrouten unterbrechen und lokale Produzenten vor existenzielle Engpässe stellen. MustGrow kann hier seine supranationale Stärke als unabhängige, regionale Alternative ausspielen. Das Flaggschiff TerraSante™ aktiviert fleißige Bodenmikroben, fördert kräftiges Wurzelwerk und härtet Pflanzen gegen Dürre, Schädlinge oder Nährstoffmangel ab. Bereits in mehreren US-Bundesstaaten ist es für den Öko-Landbau zertifiziert und ein echter Umsatzmagnet bei Premium-Obst- und Gemüseanbauern, welche auf wiederkehrende Käufe setzen. Ergänzend verfolgt TerraMG aggressiv Bodenerkrankungen und Insektenplagen, mit Feldtests, die Rekordwirksamkeiten belegen und Landwirte in hellen Aufruhr versetzen.
COO Colin Bletsky erklärte auf dem 18. International Investment Forum worum es bei MustGrow geht. Hier geht´s zur Präsentation.
MustGrow schloss zum 15. April 2026 seine kanadische Vertriebsniederlassung NexusBioAg, die Drittanbieter-Produkte mit niedrigen Margen an Landwirte verkaufte, um Kapital und Ressourcen voll auf den Boom von TerraSante™ in den USA zu lenken. Der senfbasierte Biofertilizer verzeichnet explosionsartige Nachfrage von Großfarmern, in 2025 konnte das Unternehmen die Nachfrage kaum decken. Nun wird mit frischen Mitteln aus einer 2-Mio.-CAD-Finanzierung und einer CIBC-Kreditlinie aber skaliert. Mehrere internationale Partnerschaften sollen TerraSante™ global ausrollen, während multiple Hersteller ohne teure Eigenfabriken die Produktion hochfahren. Vorläufige Daten belegen, dass der OMRI-zertifizierte Wirkstoff Erträge steigert, Böden und Mikroben regeneriert sowie Nährstoff- und Wassernutzung optimiert. In Staaten wie Kalifornien und Florida ist der Stoff bereits für Bio-Landbau freigegeben. Mit einer Marktkapitalisierung von nur rund 35 Mio. CAD ist MustGrow ein Schnäppchen vor dem Hintergrund des innovativen Potenzials und der explosiven Nachfrage nach grünen Lösungen. Einsammeln!
K+S – Der große Dünger-Player muss wieder Federn lassen
Der deutsche MDAX-Wert aus dem Sektor Agrar-Chemie K+S verzeichnete mit Beginn der Irankrise eine beeindruckende Rally von fast 100 %. Doch dann mehrten sich die Analystenaussagen, dass die erhöhten Energie- und Rohstoffkosten zunächst zu einem Preisanstieg bei Chemieprodukten führen. Typischerweise folgt darauf im letzten Schritt aber eine eher nachlassende Nachfrage. Die Investmentbank UBS geht davon aus, dass zyklische Chemieunternehmen zunächst höhere Kosten abfedern müssen, bevor sie von höheren Preisen profitieren können. Insofern ließen die Analysten ihr Rating auf „Sell“ bestehen und sehen weiterhin ein K+S-Kursziel von nur 11,50 EUR. Der Konsens auf der Plattform LSEG Refinitiv hat sich im April auf 13,75 EUR eingependelt, nur knapp unter dem aktuellen Korrekturlevel von 14,50 EUR am gestrigen Montag. Zur Erinnerung: Mitte März hatte der Kurs ein neues 3-Jahreshoch bei 18,66 EUR erreichen können. Die Euphorie scheint gewichen, auch Shortseller haben sich wieder neu positioniert. Vorsicht an der Bahnsteinkante!
BioNTech und Evotec – Starke Ausschläge nach oben geben Hoffnung
Der Rückzug des Gründerteams Uğur Şahin und Özlem Türeci aus der operativen Führung von BioNTech hat dem Kurs in den ersten Wochen nicht gutgetan. Von knapp über 100 EUR ging es bis auf 68 EUR nach unten. Allerdings sind die Rauchwolken nach dieser Veränderung auch schnell verzogen, denn Investoren erinnern sich an den hohen Kassenbestand von rund 16 Mrd. EUR, sowie an die üppige Pipeline in zulassungsrelevanten Studien. Der Berenberg-Analyst Harry Gillis kann sich nach wie vor für die Produktpipeline des Antikörperspezialisten erwärmen, zudem gab es in der letzten Woche positive Phase-II-Daten in der Zweitlinientherapie von Endometriumkarzinomen. Das Votum „Buy“ wurde also nochmals bekräftigt, das 12-Monatskursziel auf 155 USD belassen. Investoren sprangen wieder auf und katapultierten den Kurs um 15 % auf rund 89 EUR nach oben. Charttechnisch steht jetzt nur noch die 100 EUR-Marke im Raum, dann kann die Party weitergehen.
Ähnlich positiv verläuft die Erholung bei Evotec, deren Aktie im März bis auf ein Tief von 4,01 EUR abgestürzt war. Der Hamburger Wirkstoff-Entwickler kann allerdings seit einigen Tagen positive Meldungen zur laufenden Restrukturierung vermelden. Mit einem verheißungsvollen Quartalsbericht wurden die Erwartungen der Marktteilnehmer erfüllt, manche sehen mittelfristig sogar wieder Phantasie aufkommen. Denn das Thema KI spielte den Hamburgern in die Karten. Mehr Aufträge, mehr Volumen, mehr Marge – lautet das Fazit einiger Experten. Die kanadische Großbank RBC vergibt „Outperform“ und kann sich Kurse bis 10 EUR in 12 Monaten vorstellen. Vielleicht kann auch die Verpflichtung von Ingrid Müller als neue COO den Turnaround beflügeln. In ihrer neuen Funktion wird sie für die globale Organisation sowie für die Umsetzung der Horizon-Transformationsstrategie verantwortlich sein. Müller war zuletzt für CureVac tätig und hatte auch dort viel zu reorganisieren. Mit über 40 % Kursanstieg seit Mitte März zeigte die Evotec-Aktie erstmals wieder Muskeln. Risikobewusste Investoren setzen auf die Rückkehr der Hamburger und sammeln zwischen 5,20 und 5,60 EUR ein.

Der LifeScience-Sektor zeigt sich zwar noch vorsichtig, sendet aber inzwischen klare positive Signale. Schlüsselwerte wie BioNTech und Evotec könnten 2026 den entscheidenden Wendepunkt schaffen. Besonders viel Aufmerksamkeit verdient CropScience-Innovator MustGrow Biologics, der mit seiner patentgeschützten Senf-Technologie zunehmend ins Zentrum rückt. Hier sind in den nächsten Monaten spürbare Bewertungsimpulse denkbar. K+S profitierte von einer kurzfristigen Rally, muss sich aber jetzt den Realitäten stellen.
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