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24.09.2021 | 05:08

Troilus Gold, Rio Tinto, BHP – Verunsicherung ausnutzen!

  • Gold
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  • Eisenerz
  • Aluminium
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Die sinkende Nachfrage nach Eisenerz durch den weltweit größten Konsumenten China, haben die Preise für Eisenerz enorm unter Druck gesetzt und zur Talfahrt der Aktienkurse von großen Playern wie Rio Tinto oder BHP geführt. Mittelfristig wird die Preisentwicklung schlichtweg wegen des hohen Bedarfs wieder steigen müssen. Ebenso sollten Edelmetalle in Zeiten hoher Inflation steigen sowie Kupfer, welches u.a. durch das Wachstum der Elektromobilität nachgefragt wird.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: TROILUS GOLD CORP. NEW | CA8968871068 , RIO TINTO PLC LS-_10 | GB0007188757 , BHP GROUP PLC DL -_50 | GB00BH0P3Z91

Inhaltsverzeichnis:


    TROILUS GOLD CORP – Gute Bohrdaten untermauern Potenzial

    Das in Toronto ansässige Junior-Bergbauunternehmen will die ehemals produzierende Gold- und Kupfermine Troilus in Quebec wieder in Produktion bringen. Die jüngst veröffentlichten Bohrdaten unterstreichen das Potenzial des 1.420 qkm großen Projekts, welches zu 100% in Eigenbesitz ist. Die Liegenschaft ist eine der größten unerschlossenen Gold- und Kupferlagerstätten der kanadischen Provinz.

    „Wir freuen uns über die kontinuierlich großartigen Ergebnisse bei der westlichen Erweiterung von Zone J, die die neue parallele Mineralisierungszone, die wir in den vergangenen zwölf Monaten beschrieben haben, weiterhin bestätigen und erweitern. Diese wachsende parallele Zone wird sich in der bevorstehenden vorläufigen Machbarkeitsstudie (Pre-Feasibility Study) voraussichtlich positiv auf das Abraumverhältnis und die gesamte Wirtschaftlichkeit des Projekts auswirken, zumal sich der Großteil der bis dato definierten 850m-Zone in Bereichen des PEA-Grubenmodells befindet, die bis dato als Haldenmaterial erachtet wurden", sagte Justin Reid, President und CEO von Troilus Gold.

    Die Troilus Mine produzierte von 1996 bis 2010 mehr als 2 Mio. Unzen Gold und fast 70.000t Kupfer. Eine Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) aus dem vergangenen Jahr bescheinigte eine sehr hohe Wirtschaftlichkeit. Der Projektwert liegt laut Gutachten bei einem Goldpreis von 1.950 USD bei 1,156 Mrd. USD und erlaubt eine schnelle Amortisation der erforderlichen Investitionssumme in Höhe von 333 Mio. USD. Die Planungen sehen eine Betriebsdauer der Mine von 22 Jahren und eine durchschnittliche jährliche Produktion von 246.000 Unzen Gold in den ersten 14 Jahren vor.

    Gute Bohrdaten sind ein Erfolg. Damit sollte sich auch im Rahmen der vorläufigen Machbarkeitsstudie eine nochmals höhere Profitabilität des Projekts ableiten lassen. Damit kommt die Gesellschaft dem Ziel der Goldproduktion einen Schritt näher. Angesichts der Größe, Qualität und indizierten Wirtschaftlichkeit des Projekts ist die Gesellschaft mit derzeit 153 Mio. CAD bewertet und keinesfalls zu teuer.

    BHP GROUP PLC – Schwache Eisenerz-Preise belasten

    Seit Mitte August hat die Aktie rund 30% nachgegeben. Die guten operativen Zahlen wurden ignoriert. Der Rückgang der Anteilsscheine hat zwei Gründe: eine geänderte Strategie sowie der Preisrutsch bei Eisenerz. Aber der Reihe nach. Vor wenigen Wochen überraschte BHP den Markt mit der Ankündigung, sein Öl- und Gasgeschäft mit der australischen Gesellschaft Woodside fusionieren zu wollen. Die Beweggründe für diesen Schritt sind die zunehmend höheren Anforderungen der Investoren an Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte (ESG). 2020 stand der Bereich Öl und Gas nur noch für knapp 10% des Konzernumsatzes. Gelingt der Deal, dann gehören BHP-Aktionären 48% der Gesellschaft, die dann zu den Top 12 der weltweiten Öl- und Gasproduzenten zählen würde.

    Zukünftig will der Konzern sich auf Rohstoffe wie Kupfer, Nickel, Kali und Eisenerz konzentrieren. Mit Eisenerz erlöst der Konzern rund die Hälfte der Umsätze, mit Kupfer rund ein Viertel. Deshalb belastete der jüngste Preisverfall von Eisenerz den Kurs auch so stark. Der Preis von Eisenerz hat sich seit Mai mehr als halbiert. Zuletzt beschleunigte sich die Abwärtsbewegung nochmals, da der global größte Nachfrager China seine Nachfrage senkt. Zudem führte Peking Importbeschränkungen für qualitativ hochwertiges Eisenerz ein und verkaufte Lagerbestände. Analysten bewerten die Aktie mehrheitlich als Kauf und sehen ein Aufwärtspotenzial von 20%.

    RIO TINTO PLC – Aluminiumpreise im Höhenflug

    Der Rohstoffriese hat noch ein stärkeres Exposure im Bereich Eisenerz als BHP. Rio Tinto erlöst rund 60% der Konzernumsätze mit Eisenerz. Aluminium besitzt mit einem Umsatzanteil von 20% das zweitgrößte Gewicht vor Kupfer und Diamanten. Ebenso wie BHP, erging es den Anteilsscheinen von Rio Tinto, die wegen des negativen Preistrends von Eisenerz nachgaben. Sollten sich die Eisenerz-Preise bald wieder etwas stabilisieren, erwarten wir eine deutliche Gegenreaktion der Aktie.

    Dann könnte sich der Investorenfokus wieder auf die Erfolge verlagern, denn da gibt es einige. Der Aluminiumpreis hat in den letzten 12 Monaten um über 60% zugelegt und der Anstieg könnte sich noch weiter beschleunigen, da es zu Störungen auf der Angebotsseite kommen könnte. Nach Australien ist der westafrikanische Staat Guinea der weltweit zweitgrößte Produzent von Bauxit, welches für die Herstellung von Aluminium benötigt wird. Ein Putsch in Guinea sorgte zuletzt für Verunsicherung. Guinea bedient rund ein Viertel der globalen Bauxit-Nachfrage. Analysten billigen dem Titel im Durchschnitt ein Aufwärtspotenzial von 25% zu.


    Die kurzfristige Verschiebung von Angebot und Nachfrage bei Eisenerz sorgt bei den Aktien der großen Rohstoff-Konzerne Rio Tinto und BHP für günstige Einstiegniveaus mit langfristigem Anlagehorizont. Mit der Aktie von Troilus Gold setzen Anleger auf einen steigenden Goldpreis (Krisenwährung, Inflationsschutz) und auf die Megatrends Elektromobilität und Energiewende, die einen steigenden Kupferpreis nahelegen.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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