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21.07.2026 | 05:10

BP, Lahontan Gold, Coinbase – Korrektur eröffnet seltene Chancen

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Bildquelle: Chat GPT

Gold, Öl und Bitcoin stecken nach jeweils starken Rallyes in der Konsolidierung. Doch genau solche Korrekturen haben in der Vergangenheit häufig die besten Einstiegsgelegenheiten eröffnet. Während viele Anleger Gewinne mitnehmen, rücken Unternehmen in den Fokus, die vor entscheidenden Meilensteinen stehen oder von langfristigen Megatrends profitieren. Ob Edelmetalle, Energie oder Krypto, wer jetzt selektiv vorgeht, könnte sich aussichtsreiche Chancen sichern.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: Coinbase | US19260Q1076 , BP PLC DZ/1 DL-_25 | DE0008618737 , LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF , BP PLC DL-_25 | GB0007980591

Inhaltsverzeichnis:


    Lahontan Gold vor gewaltiger Neubewertung

    Der Rücksetzer des Goldpreises auf aktuell rund 4.200 USD je Unze sorgt zwar kurzfristig für Unsicherheit, könnte langfristig orientierten Anlegern jedoch attraktive Einstiegschancen eröffnen. Denn die fundamentalen Treiber der Goldhausse bleiben intakt. Davon dürften insbesondere Goldentwickler wie Lahontan Gold profitieren, die kurz vor dem Sprung zum Produzenten stehen.
    Die Kanadier treiben die Wiederinbetriebnahme ihrer historischen Santa-Fe-Mine im US-Bundesstaat Nevada mit hohem Tempo voran. Die aktualisierte Mineralressourcenschätzung steht kurz vor der Veröffentlichung, anschließend soll die neue Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) folgen. Parallel laufen die Genehmigungsarbeiten für den geplanten Baubeginn im Jahr 2027. Dank bestehender Infrastruktur wie Straßen, Wasserrechten und Stromanschlüssen profitiert Santa Fe als Brownfield-Projekt von deutlich geringeren Investitionskosten, einer kürzeren Entwicklungszeit und einem reduzierten Projektrisiko.

    Die historische Mine produzierte Ende der 1990er Jahre bereits 359.202 Unzen Gold und 702.067 Unzen Silber. Heute verfügt Santa Fe über eine Ressource von 1,95 Mio. Unzen Goldäquivalent. Besonders attraktiv ist die überwiegend oberflächennahe oxidische Mineralisierung, die eine kostengünstige Verarbeitung mittels Heap-Leaching ermöglicht.
    Zusätzliche Fantasie liefert das Satellitenprojekt West Santa Fe. Frühere Bohrungen lieferten unter anderem 36,6 m mit 3,11 g/t Goldäquivalent ab Oberfläche, darunter 10,7 m mit 5,75 g/t. Hinzu kommen Silbergehalte von bis zu 648 g/t sowie metallurgische Tests mit Goldausbeuten von durchschnittlich 81 %. Branchenexperten halten deshalb zusätzliches Ressourcenpotenzial von bis zu 1 Mio. Unzen Gold für realistisch.

    Auch finanziell ist Lahontan Gold auf gesunden Füßen. Die Finanzierung über 13,6 Mio. CAD sichert gemeinsam mit laufenden Warrant-Ausübungen die Entwicklung bis 2027. Mit der bevorstehenden Ressourcenaktualisierung, der neuen PEA und den Fortschritten im Genehmigungsprozess verfügt das Unternehmen über mehrere potenzielle Kurstreiber. Sollte der Goldpreis seine langfristige Aufwärtsbewegung fortsetzen, könnte Lahontan Gold zu den größten Profiteuren im nordamerikanischen Explorationssektor zählen.

    BP schafft Alternative

    Der britische Energiekonzern BP rechnet für das zweite Quartal mit einem Rückgang seiner Upstream-Förderung. Aktuellen Prognosen zufolge wird die tägliche Produktionsmenge zwischen 2,17 und 2,22 Mio. Barrel Öläquivalent liegen. Dies stellt eine Minderung gegenüber den 2,34 Mio. Barrel aus dem ersten Quartal dar. Das Management führt diese Entwicklung auf reguläre, jahreszeitlich bedingte Instandhaltungsarbeiten zurück. Zusätzlich beeinträchtigen die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten den reibungslosen Betriebsablauf. Ungeachtet der reduzierten Fördermengen geht das Unternehmen davon aus, im Bereich des Ölhandels weiterhin solide Gewinne zu erzielen, da die Preisschwankungen an den Energiemärkten dieses Geschäftsfeld hervorheben.

    Parallel zu den operativen Herausforderungen baut BP seine Marktpräsenz im Irak deutlich aus. Aufgrund wirtschaftlicher Vereinbarungen zwischen Washington und Bagdad plant das Unternehmen gemeinsam mit ConocoPhillips langfristige Investitionsprogramme. ConocoPhillips sichert sich dabei einen Anteil von 42 % an BPs regionaler Tochtergesellschaft. Die Kooperation beinhaltet einen auf 25 Jahre ausgelegten Vertrag zur Erschließung und Optimierung von vier Ölfeldern in der Provinz Kirkuk, dessen Gesamtvolumen auf 20 bis 25 Mrd. USD geschätzt wird. Die Maßnahmen sollen die lokale Produktionskapazität von 300.000 auf 450.000 Barrel pro Tag anheben. Ein strategischer Aspekt dieses Vorhabens sowie weiterer geplanter Pipeline-Projekte ist es, alternative Exportwege zum Mittelmeer zu schaffen.

    Dadurch sollen die irakischen Energieausfuhren von der logistisch anfälligen Straße von Hormus und dem generellen Einfluss des Nachbarlandes Iran entkoppelt werden.
    Der Markt reagiert auf die jüngsten Ereignisse mit Zustimmung. Die UBS behält ihre Kaufempfehlung für die Papiere von BP bei und nennt ein Kursziel von 675 Pence. Die Analysten der Schweizer Bank verweisen auf die bisherigen Daten des zweiten Quartals, welche darauf schließen lassen, dass der Konzern seine Verschuldung rascher reduziert als vom Markt ursprünglich prognostiziert.

    Coinbase - Staatliche Transfers und uneinige Analysten

    Nach einer längeren Phase der Konsolidierung konnte der Bitcoin im vergangenen Monat wieder stärkere Kursgewinne verzeichnen. Diese Erholung zieht auch die Unternehmen des Krypto-Sektors, allen voran die Handelsplattform Coinbase, wieder verstärkt in den Fokus der Anleger.

    Mitte Juli sorgten On-Chain-Daten für Aufmerksamkeit. Wallets, die der US-Regierung zugeordnet werden, haben knapp 3.941 Bitcoin sowie weitere Kryptobestände auf die institutionelle Plattform Coinbase Prime transferiert. Ein großer Teil dieser Assets stammt aus abgeschlossenen Strafverfahren, darunter die Eliminierung der illegalen Plattform BTC-e und der Fall des Drogenhändlers Ryan Farace. Die US-Behörden kooperieren für die Verwahrung und Abwicklung beschlagnahmter Kryptowährungen offiziell mit Coinbase.
    Zwar bedeutet die Verschiebung auf die Handelsplattform nicht zwingend einen sofortigen Verkauf, jedoch zeigen Dokumente aus dem Frühjahr bereits eine generelle Verkaufsabsicht für einen Großteil der Gelder. Am Markt führten die Transaktionen zu Spekulationen über einen möglichen kurzfristigen Verkaufsdruck.

    Trotz der Erholung am breiten Kryptomarkt bewerten Analysten die kurzfristigen Aussichten für die Coinbase-Aktie unterschiedlich.
    Das Analysehaus Oppenheimer senkte jüngst das Kursziel für das Papier von 224 USD auf 209 USD, rät aber weiterhin zum Kauf. Als Grund für die Reduzierung nennen die Experten ein schwächer als erwartetes Gesamthandelsvolumen im abgelaufenen Quartal. Gleichzeitig weisen sie jedoch auf positive Entwicklungen hin. Denn Coinbase konnte seine Marktanteile im Spot-Handel leicht ausbauen und ein starkes Wachstum im Bereich der Abonnement-Dienste sichern.

    Deutlich negativer äußert sich Compass Point. Die Experten bestätigen ihre Verkaufsempfehlung und setzen das Kursziel bei 140 USD an. Sie verweisen auf starke regulatorische Risiken in den USA, insbesondere auf bevorstehende Gesetzesentscheidungen im Senat. Zudem erwarten sie für das dritte Quartal schwache operative Ergebnisse und warnen davor, dass neue Derivate-Produkte das bisherige Handelsgeschäft beeinträchtigen könnten.


    Gold, Öl und Bitcoin liefern Anlegern derzeit völlig unterschiedliche Chancen. Während BP mit milliardenschweren Energieprojekten seine Marktstellung ausbaut und Coinbase auf den nächsten Krypto-Schub setzt, könnte Lahontan Gold vor der spannendsten Phase seiner Unternehmensgeschichte stehen. Gelingen die angekündigte Ressourcenaktualisierung, eine starke PEA und der Sprung Richtung Produktion, besitzt die Aktie aus heutiger Sicht das größte Neubewertungspotenzial.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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