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01.09.2026 | 05:04

Gold gefragt wie nie: Anleger blicken auf Aya Gold & Silver, Lahontan Gold und Perseus Mining!

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Bildquelle: Gemini

Der Goldpreis hat in den vergangenen Wochen eine starke Performance gezeigt. Die Zeit der Korrektur scheint nun vorbei zu sein. Viele Anleger hatten im Frühling Gewinne mitgenommen, nachdem der Dollar im Zuge des Kriegs am Persischen Golfs erstarkt war. Dies war ohnehin ein irrationales Verhalten, da die Probleme, die zu einer stetigen Flucht in Gold geführt haben, nicht gelöst wurden. Vielmehr stehen die Kapitalmärkte nun vor dem gleichen Berg. Die Renditen der US-Staatsanleihen steigen, weil die Märkte nicht mehr bereit sind, das Land so günstig zu finanzieren. Inzwischen hat der Schuldenberg die Marke von 40 Bio. USD überschritten. Binnen fünf Jahren sind damit die Verbindlichkeiten der USA um fast ein Drittel gestiegen. Diese Bonds werden wohl niemals zurückgezahlt werden, sondern weginflationiert. Und das macht Gold so stark: Der nun wieder höhere Preis treibt aber auch die Bewertungen der Goldaktien an. Jede Unze, die aus dem Boden kommt, ist im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert. Wir blicken deshalb auf die Aktien von Aya Gold & Silver, Lahontan Gold und Perseus Mining.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Tarik Dede
ISIN: PERSEUS MINING LTD. | AU000000PRU3 , AYA GOLD + SILVER INC. | CA05466C1095 , LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF

Inhaltsverzeichnis:


    Aya Gold & Silver: Von Rekord zu Rekord!

    Während die Preise für Gold und Silber noch nicht die Allzeithochs vom Jahresbeginn erreicht haben, sind einige Aktien aus dem Sektor bereits dahin gelangt. So erreichten die Papiere von Aya Gold & Silver jüngst zum ersten Mal die Marke von 40 CAD und damit ein historisches Hoch. Aktuell handeln sie leicht darunter. Doch der Weg nach oben scheint wie vorprogrammiert zu sein.
    Und das liegt an der zweiten, in Entwicklung befindlichen Mine der Kanadier im Südosten Marokkos. Dieses Projekt heißt Boumadine und steht für die Zukunft des Unternehmens. Anfang September will Aya Gold & Silver hierfür eine aktualisierte, vorläufige Wirtschaftlichkeitsbewertung (PEA) vorlegen. Eine PEA gibt einen ersten Einblick in die Wirtschaftlichkeit eines Vorkommens.
    Die Ende 2025 veröffentlichte erste PEA zeigt ein extrem hochgradiges Polymetall-Vorkommen. Neben Gold und Silber finden sich hier auch erhebliche Anteile an Zink und Blei. Laut PEA wird mit folgenden Metallgehalten gerechnet. So sollen in den ersten fünf Jahren des Betriebs, der High-Grade-Phase, durchschnittlich 443 g/t Silver-Äquivalent abgebaut werden. Dazu kommt mit 4,76 g/t ein ebenfalls hoher Wert beim Gold-Äquivalent. Mit Boumadine wird Aya von einem reinen Silberproduzenten zu einem Edelmetall-Förderer. Soll der Betrieb wie geplant laufen, wird Aya künftig 50 % seiner Einnahmen durch Silber generieren, und rund 35 % bis 40 % aus Gold.
    Finanziell ist man für den Schritt zur zweiten Mine top aufgestellt. Aya Gold & Silver nahm im zweiten Quartal 96,8 Mio. USD ein, 150 % mehr als im Vorjahresquartal. Unterm Strich wurden 35 Mio. USD verdient, das Dreifache vom Vorjahr. Mit einer starken Cashposition von 182,8 Mio. USD können die Investitionen in Boumadine finanziert werden. Auf der aktuellen Hauptmine Zgounder wurden 1,68 Mio. Unzen Silber (+61,5 %) gefördert. Aya bleibt in Sachen Kosten ein wahrer Champion, da das Silber für 16,82 USD je Unze aus dem Boden geholt wird. Während andere Miner Kostensteigerungen infolge der global anziehenden Inflation melden, sind hier die Kosten um rund ein Fünftel gesunken.
    Aya Gold & Silver hat derzeit nicht nur Rückenwind aus seinem operativen Geschäft, sondern auch von den Rohstoffmärkten. Sollten Gold und Silber weiter steigen, ziehen auch die Gewinne der Kanadier weiter an.

    Lahontan Gold will schnell in Produktion gehen!

    Für Gold-Developer sind dies gute Zeiten. Derzeit ist es relativ einfach, den Bau neuer Minen zu finanzieren. Die geldgebenden Banken wissen um die hohen Margen, die derzeit ein Produzent einfahren kann. Aktuell landen die meisten Firmen bei Produktionskosten zwischen 1.500 USD und 2.000 USD je Unze. Bei dem hohen Goldpreis verspricht das Gewinnmargen von bis zu 3.000 USD je Unze. Noch vor wenigen Jahren schien so etwas unmöglich, nun wird die Ernte eingefahren. Auch Lahontan Gold will diesen Weg gehen. Die Kanadier planen die Wiederinbetriebnahme der historischen Goldmine Santa Fe in Nevada. Zum einen werden derzeit die Genehmigungsverfahren vorangetrieben, zum anderen die Vorbereitungen auf dem Gelände geschaffen, um 2027 die Entscheidung für den Bau zu treffen.
    Erst Mitte August hat das Unternehmen eine neue, aktualisierte Ressourcenschätzung vorgelegt. Die tagebauoptimierte Gesamtressource liegt nun 22 % über der vorherigen Studie. Das entspricht einem Plus von 435.000 Unzen Gold-Äquivalent. Die angezeigte Ressource (indicated) kommt auf 1,195 Mio. Unzen Gold-Äquivalent und weist einen reinen Goldgehalt von 0,72 g/t auf. Dazu kommt die abgeleitete Ressource (inferred) auf 1,190 Mio. Unzen Goldäquivalent mit einem Durchschnittswert von 0,61 g/t. Für die geplante Produktion ist entscheidend, dass die Hauptlagerstätte Santa Fe bei der Ressource um 26 % zulegen konnte.
    Die Ressourcenschätzung umfasst insgesamt 136.515 Bohrmeter an Daten. Lahontan treibt aber die weiteren Explorationsarbeiten voran und will die Ressource weiter vergrößern. Langfristig kann so das Minenleben verlängert werden.
    Die wohl entscheidende Studie steht aber noch vor der Tür. Denn das Management hat eine vorläufige, wirtschaftliche Bewertung, die sogenannte PEA in Auftrag gegeben. Diese Preliminary Economic Assessment wird von den unabhängigen Gutachtern KCA und RESPEC durchgeführt. CEO Kimberly Ann will die Optionen prüfen lassen, mit einem günstigen Tagebau und einer Heap-Leach-Verarbeitung (Haufenlaugung) die Produktion aufzunehmen.
    Wichtig ist, dass Lahontan Gold von einer etablierten Infrastruktur in Nevada profitiert. Der Bundesstaat ist der größte Goldproduzent der USA. Dementsprechend gibt es hier Arbeiter, Wasser sowie den Strom- und Straßenzugang für die Mine. Dies senkt die Investitionskosten für die Mine. Auf Santa Fe selbst kann Lahontan auf die Produktion in der Vergangenheit aufbauen. Denn hier wurden zwischen August 1988 und 1995 etwa 359.202 Unzen Gold und 702.067 Unzen Silber im Tagebau gefördert.
    Lahontan Gold kommt derzeit auf einen Börsenwert von rund 166 Mio. CAD. Die Aktie wird neben der Heimatbörse in Toronto auch in Deutschland auf Tradegate rege gehandelt. Wer an stabile oder steigende Goldpreise glaubt, kann mit Lahontan auf einen kommenden Produzenten setzen. In der Regel werden diese Aktien mit dem näher kommenden Betriebsstart höher bewertet. Mittelfristig sollte Lahontan also ähnlich wie vergleichbare Produzenten bewertet werden. Und das sind weit höhere Beträge als heute!

    Perseus Mining: Afrika im Fokus!

    Mit drei Goldminen in Westafrika ist Perseus Mining einer der wichtigsten Player in dieser Region. Doch der Unterschied zu vielen Wettbewerbern ist, dass sich diese Betriebe allesamt in den als sicher geltenden Ländern Ghana und Elfenbeinküste befinden. Mit dem Projekt Nyanzaga in Tansania arbeitet man derzeit an der vierten Mine auf dem Kontinent. Diese befindet sich bereits im fortgeschrittenen Bau und soll ab Anfang 2027 die Produktion aufnehmen. Im Gegenzug hat man das Meyas-Sand-Projekt im Sudan, die man durch die Übernahme von Orca Gold erhielt, verkauft.
    Mit der vierten Mine will Perseus einen kräftigen Sprung machen. Hier sollen bei Vollbetrieb 200.000 Unzen Gold pro Jahr produziert werden. Im abgelaufenen vierten Quartal (gebrochenes Geschäftsjahr) zum 30. Juni konnte Perseus 109.013 Unzen Gold fördern. Man erreicht einen realisierten Verkaufspreis von 4.086 USD pro Unze. Perseus ist aber kein ganz günstiger Produzent, die AISC lagen bei 1.941 USD pro Unze, was noch einmal fast 200 USD mehr als im Vorquartal waren. Hier spürt Perseus die gestiegenen staatlichen Lizenzgebühren (Royalties) bei hohen Goldpreisen. Dazu kamen Verschiebungen im Erz-Mix.
    Mit einem Cash-Bestand von 1,03 Mrd. USD steht man bilanziell stark da. Die Aktie hatte zuletzt einen guten Lauf. Seit Juli ging es um mehr als 40 % aufwärts. Perseus hat allein im letzten Quartal für 126 Mio. AUD Aktien zurückgekauft. Dieses Programm will man kontinuierlich fortsetzen und im neuen Geschäftsjahr bis zu 350 Mio. AUD in Rückkäufe stecken. Neben der regulären Dividende sollen 100 Mio. AUD zusätzlich an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Diese Mittel stammen aus dem Verkauf des Sudan-Projekts.


    Fazit: Mit Perseus Mining und Aya Gold & Silver können Anleger auf zwei wachsende Goldproduzenten setzen. Zumindest bei Aya kommen die niedrigen Produktionskosten als echtes Plus hinzu. Die Aktie von Lahontan Gold sollte sukzessive eine Neubewertung erfahren. 2027 soll der Bau der Santa Fe-Mine beginnen. Das bietet Potenzial für Anleger.


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    Der Autor

    Tarik Dede

    Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.

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