Menü schließen




23.10.2026 | 05:25

Vonovia, Desert Gold, Deutsche Telekom – Aktien mit knappen Assets und wichtigen Katalysatoren im Check

  • Vonovia
  • Desert Gold
  • Deutsche Telekom
  • Immobilien
  • Assets
  • Enteignung
  • Gold
  • Goldpreis
  • Goldproduktion
  • Telekommunikation
  • Satelliten
  • Künstliche Intelligenz
Bildquelle: Pixabay

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Desert Gold Ventures Inc.

Knappe Güter wecken Begehrlichkeiten. In Berlin sieht das Sondierungspapier von SPD, Grünen und Linken vor, Wohnungsbestände ab 10.000 Einheiten zu vergesellschaften, bei einer Entschädigung von höchstens 16 Mrd. EUR. Beim Gold zählt dagegen, wann aus Vorkommen im Boden tatsächlich Metall im Barren wird. Und am 19. Oktober wurde bekannt, dass Telekom, Orange, Telefónica und Vodafone ein gemeinsames Gebot für Satellitenfrequenzen prüfen. Knappheit kann Besitzern in die Karten spielen, trotzdem sollten Anleger ihre Investmententscheidungen immer vorher prüfen. Wir sehen uns daher Vonovia, Desert Gold und die Deutsche Telekom genauer an.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: Desert Gold Ventures Inc | CA25039N4084 , VONOVIA SE NA | DE000A1ML7J1 , DT.TELEKOM AG NA | DE0005557508

Inhaltsverzeichnis:


    Vonovia – Wohnungen unter Druck, Veveus als zweites Standbein

    In Berlin geht die Politik großen Wohnungskonzernen an den Kragen. Nach einem Bericht vom 18. Oktober sieht das Sondierungspapier von SPD, Grünen und Linken vor, Bestände von Konzernen mit mehr als 10.000 Wohnungen zu vergesellschaften. Die Entschädigung soll höchstens 16 Mrd. EUR betragen. Ein Gesetz käme nach den bisherigen Plänen Mitte 2028 ins Abgeordnetenhaus und könnte frühestens Mitte 2029 gelten. Vonovia hält das Vorhaben für verfassungswidrig, wie am 19. Oktober bekannt wurde, und rechnet damit, dass es vor Gericht nicht standhält. Eine Entscheidung ist noch weit weg, sorgt aber für Unsicherheit.

    Parallel dazu baut Vonovia ein zweites Standbein aus. Am 5. Oktober hat der Konzern auf der Expo Real die neue Marke Veveus vorgestellt. Die Marke bündelt Investment, Asset, Property und Facility Management für institutionelle Eigentümer und Investoren unter einem Dach, während das Mietgeschäft bei der Marke Vonovia bleibt. Bei null fängt man damit nicht an. Rund 75.000 Wohnungen verwaltet Vonovia bereits für Dritte, und das Segment Value Add erzielte im ersten Halbjahr 2026 externe Umsätze von 79,2 Mio. EUR, 13,8 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Bis 2028 soll das Geschäft jenseits der Miete 20 bis 25 % des bereinigten EBITDA ausmachen.

    Vorsichtiger gibt sich der Konzern beim Neubau. Laut Medienberichten vom 10. Oktober prüft Vorstandschef Luka Mucic nach den rund 1.000 Wohnungen, die in Berlin gerade entstehen, vorerst keine neuen Projekte in der Hauptstadt zu beginnen. Als Grund nennt er die politische Unsicherheit. Die Vergesellschaftung schaffe keine einzige neue Wohnung, sagte er am 21. September, und bot einer neuen Landesregierung Gespräche an. Sollten verlässliche Rahmenbedingungen entstehen, könnte der Neubau in Berlin wieder anziehen. Am 4. November legen die Bochumer ihre Zahlen für die ersten neun Monate vor.

    Desert Gold – Barani: Anlage vor Ort, erste Goldgewinnung im Visier

    Auf der Baustelle in Westmali ist das Material für die Gravitationsanlage angekommen. Am 16. September meldete das kanadische Unternehmen, dass die Schwerkraftanlage mit einer Kapazität von 200 Tonnen pro Tag und der Generator mit 650 kVA auf dem Gelände von Barani eingetroffen sind. Der Generator erreichte im Juli den Hafen von Dakar, die Anlage folgte Mitte August. Der Lieferant Benhope Services SARL übernimmt neben der Montage auch die Inbetriebnahme und die Schulung des Personals. Die Hauptzufahrt von Bourdala zur Mine ist instandgesetzt, und die Wege zwischen den Camps werden auch in der Regenzeit gewartet. Die Teile liegen bereit.

    Jetzt zählt der Zeitplan. Laut der Unternehmenspräsentation vom 7. Oktober auf dem International Investment Forum sind alle Anlagenteile und Verbrauchsmaterialien auf dem Gelände, und die Fundamente für die großen Bauteile sind gegossen. Die Inbetriebnahme der Schwerkraftanlage soll im November beginnen. Sobald der Boden nach der Regenzeit ausgehärtet ist, will Desert Gold im Dezember die erste Grube öffnen. Bis zum Ende des 1. Quartals 2027 peilt CEO Jared Scharf den vollen Betrieb mit 200 Tonnen pro Tag an. Die Genehmigungen für die kleine Mine liegen vor, ebenso Exportlizenz, Versicherung und Umweltlizenzen. Mit dem Start der Goldproduktion beginnt ein neues Kapitel der Unternehmensgeschichte.

    Parallel richtet sich der Blick auf neue Entdeckungen. Für den Beginn des Jahres 2027 plant Desert Gold in Mali ein Bohrprogramm über 20.000 m, und das Projekt Senegal Mali Shear Zone (SMSZ) umfasst mehr als 440 qkm zusammenhängende Fläche. In der Elfenbeinküste gehört dem Unternehmen mit Tiegba ein weiteres Projekt auf 297 qkm, das früher von Newcrest entdeckt wurde. Die dortige Goldanomalie im Boden ist nach Angaben von Desert Gold knapp 5 km lang und knapp 2 km breit und wurde nie angebohrt. Die ersten Bohrungen sind geplant. Bei positiven Ergebnissen dort hätte sich Desert Gold ein zweites Standbein geschaffen.

    YouTube-Video ansehen

    Deutsche Telekom – Europas Konzerne greifen nach knappen Satellitenfrequenzen

    Die Bonner greifen nach dem Orbit. Gemeinsam mit Vodafone, Telefónica und Orange will die Telekom sich um Frequenzen für mobile Satellitendienste bewerben. Wie am 19. Oktober bekannt wurde, haben die vier Konzerne dazu eine Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel sind Verbindungen zwischen Satelliten und handelsüblichen Smartphones, auch in abgelegenen Gebieten, sowie der Schutz kritischer Kommunikation. Bodeninfrastruktur und Steuerung sollen in Europa liegen. Die Frequenzen sollen voraussichtlich 2029 nutzbar werden. Wer liefert die Satelliten? Einen Partner gibt es noch nicht. Damit wollen die Europäer den Ambitionen von Starlink Konkurrenz machen.

    Auch beim Sparen und Wachsen setzt die Telekom auf künstliche Intelligenz. Beim AI Investor Day in Bonn nannte der Konzern am 5. Oktober neue Zielmarken. Der Umsatz mit künstlicher Intelligenz außerhalb der USA soll von rund 250 Mio. EUR im Jahr 2026 auf rund 800 Mio. EUR bis 2030 steigen. Bei den indirekten Kosten peilt die Telekom bis 2030 Einsparungen von rund 2,5 Mrd. EUR an, jeweils im Vergleich zu 2023. Für 2027 erwartet der Konzern außerhalb der USA Bruttoeinsparungen von rund 1,1 Mrd. EUR. Ihre Prognose und mittelfristigen Ziele bestätigte die Deutsche Telekom. Die Messlatte liegt also hoch.

    Wie das im Alltag aussieht, zeigen erste Zahlen. Der Chatbot „Frag Magenta“ bearbeitete im ersten Halbjahr 2026 rund 2,6 Mio. Anrufe im Kundenservice. In den USA sank die Zahl der Kundenanrufe um 55 %, und Agenten mit künstlicher Intelligenz erledigen dort 40 % der Kontakte. Bei großen Netzereignissen sank die Reaktionszeit von mehreren Stunden auf etwa eine Minute. Mehr als 100.000 Mitarbeitende wurden im Umgang mit der Technik geschult. Ob sich der Aufwand auszahlt, zeigen am 5. November die Zahlen zum 3. Quartal.

    Fazit

    Knappe Güter wecken Begehrlichkeiten, und genau das macht die drei Unternehmen interessant. Vonovia sieht sich in Berlin mit politischem Gegenwind konfrontiert, baut mit Veveus aber ein Geschäft jenseits der Miete aus und legt am 4. November Zahlen vor. Desert Gold hat Anlage und Generator in Barani vor Ort, will im November mit der Inbetriebnahme beginnen und im Dezember die erste Grube öffnen, während in der Elfenbeinküste mit Tiegba ein weiteres Ziel wartet. Die Deutsche Telekom greift gemeinsam mit Vodafone, Telefónica und Orange nach Satellitenfrequenzen und setzt auf künstliche Intelligenz.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) derzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen hält bzw. halten und auf deren Kursentwicklungen spekulieren. Sie beabsichtigen insofern Aktien oder andere Finanzinstrumente der Unternehmen zu veräußern bzw. zu erwerben (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
    Es besteht insofern ein konkreter Interessenkonflikt bei der Berichterstattung zu den Unternehmen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
    Es besteht auch aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Armin Schulz

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 23.10.2026 | 05:43

    Mehr Strom braucht mehr Infrastruktur! Chancen für Phenom Resources, Siemens Energy und Nordex?

    • Energie
    • Rohstoffe
    • Infrastruktur
    • Vanadium
    • Gold
    • Nevada

    Die Energiewende braucht Netze, Kraftwerke, Speicher und Rohstoffe. Der Strom muss zuverlässig transportiert, bedarfsgerecht bereitgestellt und wirtschaftlich gespeichert werden. So entstehen Chancen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Siemens Energy profitiert von der wachsenden Nachfrage nach Energieinfrastruktur. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt. Andererseits nehmen die Zweifel am KI-Boom zu. Nordex übertraf mit den Quartalszahlen deutlich die Erwartungen und schraubt das Margenziel im laufenden Jahr nach oben. Zuerst ein Kurssprung, dann wieder Gewinnmitnahmen. Phenom Resources ist vielseitig aufgestellt. Die Explorationsgesellschaft bietet Anlegern einen spannenden Zugang zu Vanadium und Gold und weiteren Feldern. Welche Aktie startet jetzt durch?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 23.10.2026 | 05:39

    Lieferkette der Rechenzentren – Micron, NU E Power und Super Micro Computer besetzen drei Glieder der Wertschöpfungskette

    • Micron Technology
    • NU E Power
    • Super Micro Computer
    • Speicher
    • Künstliche Intelligenz
    • Rechenzentren
    • Stromanschluss
    • Grundstückentwicklung
    • Server
    • Racks
    • Flüssigkeitskühlung

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von NU E Power Corp.
    Das Geld im Rechenzentrumsboom fließt entlang der Lieferkette. Auf der OCP Global Summit in San José ging es Mitte Oktober um Racks, Kühlung und Stromversorgung für Anlagen der künstlichen Intelligenz. Dahinter steht eine einfache Rechnung, die für kleine wie für große Projekte gilt. Ohne Speicherchips läuft kein Beschleuniger, ohne Strom läuft keine Anlage, und ohne fertige Systeme bleibt beides ungenutzt. Wer eines dieser Glieder sicher besetzt, hat die Nase vorn. Wir sehen uns daher Micron Technology, NU E Power und Super Micro Computer genauer an.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Tarik Dede vom 21.10.2026 | 05:33

    Chancen bei Edelmetallen: Lahontan Gold, First Majestic Silver und SSR Mining im Fokus!

    • Gold
    • Silber
    • Börse
    • First Majestic Silver
    • SSR Mining
    • Lahontan Gold

    Bei den Edelmetallen haben zuletzt die Bullen versucht, den Preis wieder deutlich nach oben zu schieben. Dieser Ausbruchsversuch ist aber zunächst gescheitert. Kurzfristig bewegt sich die Notiz ebenso wie bei Silber mit den neuesten Aussagen von Mitgliedern der Federal Reserve. Zuletzt hatte auch eine Investmentbank davon gesprochen, dass die US-Notenbank noch vor den Midterms Anfang November die Zinsen anheben könnte. Das belastet die Preise. Dabei hat die Fed noch nie vor den Wahlen die Zinsen erhöht, um politische Neutralität zu signalisieren. Die nächste Sitzung wird bereits kommende Woche stattfinden. Dementsprechend dürften Gold- und Silber noch weiter eine hohe Volatilität zeigen. Für langfristig orientierte Anleger bietet die aktuell gedämpfte Stimmung an den Metallmärkten die Gelegenheit, aussichtsreiche Aktien einzusammeln. Wir blicken heute deshalb auf die Papiere von Lahontan Gold, First Majestic Silver und SSR Mining!

    Zum Kommentar