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09.09.2026 | 05:30

Warum die IAA 2026 das Startsignal für dynaCERT, DHL und Caterpillar gibt – und wie Sie davon profitieren können

  • dynaCERT
  • DHL
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  • HydraGEN
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Bildquelle: Pixabay

Wenn vom 15. bis 20. September in Hannover die IAA Transportation ihre Pforten öffnet, steht die globale Logistik- und Schwerindustrie im Fokus. Künstliche Intelligenz und der Druck zur CO2-Neutralität zwingen Logistikriesen und Maschinenbauer zur Transformation. dynaCERT präsentiert seine Brückentechnologie für existierende Diesel-Flotten, die Deutsche Post vollzieht den Neustart als DHL AG, und Caterpillar setzt auf KI-gesteuerte autonome Systeme. Die Frage ist, was mit den alten Flotten geschehen soll und wie es in Zukunft weitergeht. Wir sehen uns die aktuelle Situation der drei Unternehmen genauer an.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: DYNACERT INC. | CA26780A1084 | TSX: DYA , OTCQB: DYFSF , CATERPILLAR INC. DL 1 | US1491231015 , DHL AG | DE0005552004

Inhaltsverzeichnis:


    dynaCERT - Marktexpansion mit Vietnam-Piloten und Messen

    Im August 2026 hat dynaCERT seine Expansion nach Vietnam deutlich ausgebaut. Nach einem ersten Serienauftrag bei einem Logistikunternehmen laufen nun weitere Pilotinstallationen. Bei einem Entsorgungsbetrieb nahe Hanoi werden Fernverkehrs-Lkw nachgerüstet, bei einem Öl- und Gasunternehmen kommen Feuerwehrfahrzeuge, Gabelstapler und Mobilkräne hinzu. Die HydraGEN-Systeme sind bereits bei einem weltweit agierenden Hafenbetreiber installiert, wo zudem die Telematikplattform HydraLytica für präzise Verbrauchs- und Emissionsmessungen im Einsatz ist. Gespräche über weitere Aufträge laufen in Kambodscha, Indonesien und Japan und könnten die Reichweite des Unternehmens in Asien weiter ausdehnen.

    Im September konzentriert sich das Unternehmen auf eine gezielte Kundenansprache bei zentralen Branchenevents. Vom 15. bis 20. September ist dynaCERT auf der IAA TRANSPORTATION in Hannover vertreten, gefolgt vom Auftritt bei den 24 Heures Camions in Le Mans gemeinsam mit NRS Racing und dem französischen Partner IPMD. Für den Hafenbetriebssektor sind Präsenzen bei der TOC Americas in Cartagena und der Breakbulk Americas in Houston geplant. Den Abschluss bildet die POWERGEN International 2027 in Salt Lake City, wo die Energieversorger adressiert werden.

    Die Treiber für das Geschäftsmodell bleiben intakt. Die EU schreibt drastische CO2-Reduktionen für schwere Nutzfahrzeuge vor. Ende letzten Jahres waren nur 2 % der Neuzulassungen emissionsfrei. Die Dieselflotten werden nicht einfach verschwinden. Die Nachrüstlösung bietet eine Brücke für den weltweiten Dieselmotorenbestand. Die Analysten von GBC Research sehen ein Kursziel von 0,75 CAD. Aktuell ist die Aktie bei lediglich 0,11 CAD. Ob sich die Pilotprojekte in Großaufträge überführen lassen, werden die kommenden Monate zeigen. Das neue Management um CEO Kevin Unrath und President und Director Bernd Krüper haben die Weichen für die kommenden Jahre gestellt und gehen mit den geplanten Messen in die Vertriebsoffensive über.

    DHL - zwischen Markenstärke und Flottentransformation

    Die Umbenennung der Deutschen Post in DHL AG ist mehr als ein kosmetischer Akt. Es ist der logische Abschluss einer jahrzehntelangen Transformation vom nationalen Postdienstleister zum globalen Logistikschwergewicht. Während die Holding künftig strategische Aufgaben übernimmt, bleibt das deutsche Briefgeschäft als eigenständige Tochter erhalten. Während die Briefträger hauptsächlich mit dem Fahrrad unterwegs sind, brauchen die Paketfahrer ihre Autos, oft mit Dieselmotoren. Die Elektrifizierung der Dieselflotte ist daher eine operative Großbaustelle. Auch wenn heute auf der letzten Meile bereits über 60 % der Zustellfahrzeuge elektrisch fahren, hinkt der schwere Fernverkehr hinterher. CEO Tobias Meyer favorisiert den batterieelektrischen Lkw mit Range Extender, doch es fehlt Unterstützung aus der Politik.

    Die Zahlen für das 2. Quartal zeigen eine positive Entwicklung. Der Umsatz stieg um 13 % auf 22,4 Mrd. EUR, das operative Ergebnis sogar um 30 % auf 1,9 Mrd. EUR. Haupttreiber war die Express-Sparte mit einem Plus von 64 % beim EBIT, befeuert durch höhere Sendungsgewichte und temporäre Kapazitätsengpässe im Luftfrachtmarkt. Der Free Cashflow erreichte 1,8 Mrd. EUR im ersten Halbjahr. CFO Melanie Kreis führt dies auf eine gelungene Mischung aus operativem Hebel, effektivem Kostenmanagement und kluger Preisgestaltung zurück. Das Unternehmen profitiert zunehmend von Wachstumsfeldern wie der Logistik für Rechenzentren, Batterien und Life Sciences.

    Die angehobene Jahresprognose auf über 6,5 Mrd. EUR EBIT zeugt von Selbstvertrauen. Das Aktienrückkaufprogramm wurde aufgestockt und bis Ende 2027 verlängert. Zusätzlich zahlt der Konzern eine Dividende in Höhe von 1,90 EUR je Aktie. Das entspricht einer Dividendenrendite von rund 3,4 %. Die Flottentransformation wird in den kommenden Jahren hohe Investitionen erfordern. Geopolitische Risiken wie der Nahost-Konflikt und der strukturelle Rückgang im Briefgeschäft trüben das Bild. Derzeit notiert die Aktie bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17, was im Vergleich zu Wettbewerbern im Mittelfeld liegt.

    Caterpillar - Rekordzahlen und die Diesel-Frage

    Caterpillar hat im 2. Quartal mit 20,5 Mrd. USD Umsatz und einem bereinigten Gewinn je Aktie von 8,17 USD ein Rekordergebnis erzielt. Hinter den glänzenden Zahlen steht trotzdem die grundlegende Frage, wie der Konzern mit seiner riesigen Diesel-Flotte umgeht. Während Diesel weiterhin zentral bleibt, setzt man auf Kraftstoffflexibilität mit Biodiesel und erneuerbarem Diesel. Eine kürzlich erhaltene Grundsatzgenehmigung für MaK-Motoren ermöglicht THG-Reduktionen von bis zu 20 % durch Umrüstung, während Dual-Fuel-Konversionen mit Methanol die Emissionen um bis zu 80 % senken können.

    Die Nachfrage aus Rechenzentren hat das Geschäft grundlegend verändert. Was mit Diesel-Notstromaggregaten begann, ist zur Primärstromerzeugung geworden, denn Netzanschlüsse dauern bis zu sechs Jahre. Der Auftragsbestand liegt bei 72 Mrd. USD. Allein 59 % davon müssen in den nächsten zwölf Monaten ausgeliefert werden. Im Segment Power & Energy stiegen die Verkäufe um 17 %. Die Kunden planen bereits bis 2030, die 10-MW-Plattform läuft wieder an, die Kapazität steigt von 25 auf 66,5 GW. Das Management sieht keine Verlangsamung der KI-Nachfrage und geht davon aus, dass der Trend anhält.

    Über den Maschinenverkauf hinaus entwickelt sich Caterpillar zum Dienstleister. 1,6 Mio. vernetzte Geräte liefern Daten, Customer Value Agreements begleiten 75 % der Neumaschinen. Die Serviceumsätze erreichten 2025 bereits 24 Mrd. USD, das Ziel für 2030 liegt bei 30 Mrd. USD. Diese Transformation rechtfertigt aus Analystensicht eine Neubewertung. Trotzdem bleiben Risiken, wie mögliche Verzögerungen beim Datenzentrenausbau, steigende Materialkosten und Zölle. Die Diesel-Flotte bleibt ein strategisches Risiko, das gelöst werden muss.


    Die IAA 2026 ist der Startschuss für eine Branche im Umbruch. dynaCERT bietet mit seiner Brückentechnologie für Dieselmotoren eine Chance auf die Modernisierung alter Diesel-Flotten. DHL glänzt als logistischer Champion mit starken Zahlen und guter Aktionärsrendite, muss aber die teure Flottentransformation meistern. Caterpillar beeindruckt mit Rekordzahlen dank KI-Boom, steht jedoch vor der strategischen Frage, wie es seine Dieselmotoren emissionsärmer bekommt, oder sogar ersetzt.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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    • Brückentechnologie
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    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Zefiro Methane Corp.

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