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17.01.2022 | 05:08

Aspermont, SAP, Steinhoff – Ungebremstes Wachstum

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Bildquelle: pixabay.com

Mit fokussiertem Wachstum und hohen Investitionen in die Cloud-Sparte will der europäische Software-Gigant SAP die US-Tech-Konzerne Oracle und Salesforce angreifen. Die Walldorfer haben die Zeichen der Zeit erkannt, der technische Fortschritt in Hinblick auf eine schnell wachsende, technisierte und digitale Welt nimmt immer mehr Geschwindigkeit auf. Das australische Unternehmen Aspermont, ein vormals alteingesessenes Verlagshaus, hat die digitale Transformation bereits hinter sich. Der nächste Schritt soll nun der Aufstieg zu einem Fintech-Konzern werden. Der Weg wurde bereits geebnet.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: ASPERMONT LTD | AU000000ASP3 , SAP SE O.N. | DE0007164600 , STEINHOFF INT.HLDG.EO-_50 | NL0011375019

Inhaltsverzeichnis:


    Aspermont – Steht der Boom bevor?

    Aspermont, ein führender Mediendienstleister für die Bergbauindustrie, der durch die Veröffentlichung der zwei ältesten erscheinenden Publikationen, Mining Journal und Mining Magazine, bekannt wurde, konnte in den vergangenen sechs Jahren den Wandel zum Mediatech-Unternehmen im B2B-Bereich vollziehen. Mit dem Zusammenfinden eines erstklassigen Managementteams und der Spezialisierung auf Technologie bzw. Digitalisierung, wurde die Plattform Horizon zwischen den Jahren 2016 und 2019 eingeführt, um das langfristige Wachstum zu fördern und eine betriebliche Umstrukturierung hinsichtlich Produktivität, Effizienz und Skalierbarkeit einzuleiten.

    Mit dem „Anything-as-a-Service“ Modell bietet das Unternehmen aus Perth seinen Kunden Dienstleistungen wie Studien, Daten oder virtuelle Veranstaltungen an. Die Bezahlung erfolgt in einem personalisierten Abo-Modell und garantiert somit wiederkehrende Erträge. Seit der Einführung konnte Aspermont in 21 aufeinanderfolgenden Quartalen Wachstum in puncto Umsatz, Beiträgen, Publikumserweiterung und allen anderen KPIs aufzeigen. Zwar wirkte sich die Corona-Pandemie auf die Geschäftsumsätze aus, die 2020 um 30% zurückgingen, doch das Wachstumsniveau von vor der Pandemie ist nun wieder erreicht, die Dynamik nimmt weiter zu.

    CEO Alex Kent geht nun einen Schritt weiter und plant den Einstieg in andere Segmente und die geographische Erweiterung vor allem nach Asien. Mit der Gründung eines Joint-Ventures mit Spark Plus und IPC ist der Einstieg in das lukrative Fintech-Segment mit dem Aufbau einer Kapitalbeschaffungs-Plattform vollzogen. Das Wachstum soll bei Aspermont weiterhin aus dem operativen Cash-Flow finanziert werden. Nach der erfolgreichen Transformation und Einführung des digitalen Modells, liegen aktuell rund 7 Mio. AUD auf dem Firmenkonto.

    Trotzdem könnte es in naher Zukunft zu einem Kapitalzufluss kommen. Mit der Investmentbank Soochow CSSD Capital Markets SCMM, die den Schwerpunkt auf junge, wachstumsstarke Unternehmen im asiatischen Raum legt, wurde ein Abkommen für die Unternehmensberatung geschlossen. Außerdem will SCCM nicht börsennotierte, übertragbare Aktienoptionen zeichnen, die in Aspermont-Stammaktien eingetauscht werden können. Insgesamt sind es bis zu 250 Mio. Aktien mit einer Laufzeit bis lediglich 30. September 2022 und einem Ausübungspreis von 0,0432 AUD pro Aktie, rund 50% über dem aktuellen Aktienkurs der Australier. Bei Ausübung der Optionen würde Aspermont 10,8 Mio. AUD, umgerechnet 6,8 Mio. EUR, erhalten. Momentan sind die Australier mit 58 Mio. AUD bewertet.

    SAP – Cloud-Geschäft soll ausgebaut werden

    Deutlich wachsen will die Software-Schmiede aus Walldorf mit hohen Investitionen vor allem im Cloud-Geschäft. Die Aussichten für das laufende Jahr sehen dabei auf den ersten Blick durchwachsen aus. So geht die Führungsetage im besten Fall von einem stabilen operativen Ergebnis aus, das aber sogar um 5% gegenüber dem Vorjahr fallen könnte. „Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für die SAP, um sich neu aufzustellen, stabile Lieferketten aufzubauen und sich auf dem Weg in die Cloud zu nachhaltigen Unternehmen zu entwickeln", sagte SAP-Chef Klein.

    Klein tätigt die Investitionen in das zukunftsträchtige Segment, um sich mit der globalen Konkurrenz messen zu können und plant ein Umsatzwachstum zwischen 23% und 26%. 2025 will SAP über 22 Mrd. EUR Erlöse aus der Cloud ziehen. Mehrere Analysten stehen dem Vorgehen des CEO optimistisch gegenüber. So stuft die Privatbank Berenberg die Aktie weiterhin als „Kauf“ mit einem Kursziel von 141 EUR ein.

    Steinhoff – Positiver Flow

    Die Steinhoff-Aktie war auch in der vergangenen Woche einer der meistdiskutierten Werte. Dabei steig der Kurs erstmals über die Marke von 0,30 EUR und verabschiedete sich mit einem Schlusskurs von 0,32 EUR ins Wochenende. Auch die nächste Woche dürfte volatil blieben, da das Western Cape High Court in Südafrika am 24. Januar zusammentrifft, um über den Vergleich zu entscheiden. Nach der Einigung mit den ehemaligen Tekkie-Town-Gründern sowie Trevo Capital dürfte dies jedoch nur noch Formsache sein.

    Ansonsten arbeitet Steinhoff weiter daran, die enorme Schulden- und Zinslast zu stemmen. Mit dem geplanten IPO von Matress Firm und dem Verkauf der Schweizer Discountmöbelkette Lipo sollen die leeren Kassen gefüllt werden. Gute Zahlen der Tochter Pepco konnten zudem den Aktienkurs stützen. Da bereits viel der positiven Entwicklung eingepreist wurde, wären Gewinnmitnahmen angebracht, da ein größeres Abrutschen des Kurses nicht ausgeschlossen kann. Steinhoff ist und bleibt eine hochspekulative Wette.


    Wachstum um jeden Preis, das will der Software-Gigant SAP in seinem Cloud-Geschäft. Mehrere Analysten stimmen dem Vorgehen der Firmenspitze zu. Auch bei Aspermont stehen die Zeichen weiter auf Wachstum. Bei Steinhoff geht es auch nach positiven Ereignissen weiterhin um das blanke Überleben.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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