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03.06.2026 | 09:05

Software-Titel erobern den KI-Zyklus: SAP, ServiceNow, Oracle und Globex Mining gefragt wie nie!

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Bildquelle: Pixabay

Es ist gerade mal 1 Monat her, da haben Software-Aktien ihre Ausverkaufsbewegungen durchleben müssen. SAP markierte Tiefs von 135 EUR, bei Oracle waren ebenso 135 USD im April und ServiceNow stoppte erst bei 81 USD, nachdem der Titel im Hoch noch bei über 230 USD gesichtet wurde. Alles irrational? Könnte sein, denn der Markt erkennt, dass die „Etablierten des Sektors“ im Gegensatz zu reinen KI-Playern, über die entscheidende Dateninfrastruktur verfügen. Mit dieser Grundlage lassen sich generative und „agentic KI“ in echte Geschäftsprozesse integrieren und damit wiederkehrende Umsätze erzielen. Analysten sehen diese Softwaretitel nun als „Gewinner der nächsten AI-Phase", weil sie skalierbare KI-Lösungen mit etablierten Kundenbeziehungen kombinieren und damit sowohl kurzfristige Cashflows als auch langfristiges Wachstumspotenzial bieten. Es lohnt sich genauer nachzurechnen.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093 | TSX: GMX. OTCQX: GLBXF , SAP SE O.N. | DE0007164600 , ORACLE CORP. DL-_01 | US68389X1054 , SERVICENOW INC. DL-_001 | US81762P1021

Inhaltsverzeichnis:


    SAP - KI-Offensive und Großaufträge aus Deutschland sorgen für Auftrieb

    SAP erlebt derzeit eine bemerkenswerte Neubewertung an der Börse. Nach einer deutlichen Korrektur bis auf 135 EUR im Mai hat die Aktie in wenigen Wochen um mehr als 25 % zugelegt. Der Walldorfer Konzern profitiert von der wieder besseren Stimmung im Technologie- und KI-Sektor. Analysten fragen sich, warum der Ausverkauf überhaupt so tief gefallen ist. Denn sie erwarten für die kommenden Jahre weiterhin ein Umsatzwachstum von 9 bis 10 % und Erlöse von über 40 Mrd. EUR, während die KI-Integration immer mehr Margenpotenziale eröffnen soll.
    Interessant ist die Rolle des Konzerns beim Aufbau einer deutschen KI-Cloud für die öffentliche Verwaltung. Das Projekt umfasst Investitionen von rund 250 Mio. EUR, wobei etwa 70 % des Volumens an SAP und die Telekom-Gruppe fließen sollen. Bereits 2025 erhielt SAP vom Bund rund 181 Mio. EUR für Lizenzen und Dienstleistungen. Für Investoren ist entscheidend: Die enorme Bestandskundenbasis bietet ideale Voraussetzungen, um neue KI-Funktionen über nutzungsabhängige Preismodelle zu vermarkten. Trotz der jüngst starken Erholung sehen die Analysten auf der Plattform LSEG weiteres Potenzial und taxieren die Aktie teilweise auf über 218 EUR, fast 30 % höher als gestern. Gelingt die erfolgreiche Monetarisierung der KI-Strategie, dürfte SAP seine Position als führender europäischer Software- und Infrastrukturkonzern weiter festigen. Wir hatten einen Einstieg bereits bei 150 EUR nahegelegt, jetzt heißt es besonnen bis zur Zielgröße im Depot aufstocken.

    Oracle – Rechenleistung bis zum Abwinken

    Das ging schnell. Vor 2 Monaten hatten wir die Ausverkaufskurse von Oracle zum ersten Mal auf dem Schirm. Damals machten sich viele Analysten Sorgen über die hohen Investitionen und die steigenden Schulden des Software-Konzerns. Nun gab es eine Aufwertung um 60 % seit Mitte April. Mit Kursen um 242 USD haben sich seit den Tiefstständen bereits wieder 110 USD dazugesellt. Getrieben wird die Bewegung von einer fundamentalen Neubewertung des Cloud- und KI-Geschäfts, das den Konzern zunehmend als ernstzunehmenden Infrastruktur-Anbieter für KI-Anwendungen etabliert. Der Markt sieht Oracle dabei als wachsende Konkurrenz zu den etablierten Hyperscalern, gestützt durch mehrfach angehobene Wachstumsprognosen im Cloud-Bereich und Rekordauftragsbestände. Eins wird immer klarer: CEO Larry Ellison hat die Investitionen in weiser Voraussicht für ein starkes Zukunftswachstum getätigt. Mit seiner enorm aufgestockten Rechner- und Netzwerkleistung wird er wieder operative Überraschungen liefern. Allerdings ist der Titel in nur kurzer Zeit in die Nähe der LSEG-Analystenkursziele bei ca. 252 USD vorgestoßen. Kaum vorstellbar, dass es hier sofort durchgehen wird.

    ServiceNow - Die KI-Schaltzentrale zwischen SAP und Oracle

    Während SAP vor allem die zentralen Geschäftsprozesse von Unternehmen steuert und Oracle seine Stärke bei Datenbanken, Cloud-Infrastruktur und Unternehmensanwendungen ausspielt, konzentriert sich ServiceNow auf die Automatisierung von Arbeitsabläufen. Die Plattform digitalisiert und orchestriert Prozesse in IT, Personalwesen, Kundenservice, Beschaffung und Compliance, wodurch manuelle Tätigkeiten deutlich reduziert werden. Besonders attraktiv ist das Geschäftsmodell, weil Kunden nach der Einführung ihre Nutzung häufig schrittweise auf weitere Unternehmensbereiche ausweiten, was hohe wiederkehrende Umsätze erzeugt. Mit der Integration von generativer KI entwickelt sich ServiceNow zunehmend zu einer Art digitalem Steuerungszentrum, das Anfragen analysiert, Entscheidungen vorbereitet und Prozesse autonom anstößt. Im Gegensatz zu SAP und Oracle sitzt ServiceNow direkt auf der operativen Prozessebene. Damit ist das Unternehmen zu einem wichtigen Profiteur des KI-Trends geworden, da Effizienzsteigerungen und Automatisierung für viele Kunden unmittelbar messbare Kostenvorteile schaffen. Die Aktie fiel im Software-Sellout bis auf 82 USD und erreichte gestern Höchstkurse von 136 USD. Vom LSEG 12-Monats-Konsens-Kursziel bei 144 USD ist der senkrecht steigende Kurs nicht mehr weit entfernt! Das ist schnell gegangen.

    Globex Mining – Ohne Versorgung mit kritischen Metallen scheitert der KI-Boom

    Der globale Wettlauf um Künstliche Intelligenz wird meist auf Software, Rechenzentren und Halbleiter reduziert. Tatsächlich beginnt die Wertschöpfungskette jedoch deutlich früher, nämlich im Bergbau. Hochleistungsprozessoren, Stromnetze und Rechenzentren benötigen enorme Mengen an Eisen, Kupfer, Nickel, Antimon, Seltenen Erden und weiteren strategischen Rohstoffen. Ohne eine verlässliche Versorgung mit diesen kritischen Metallen droht der billionenschwere KI-Ausbau an einem Engpass zu scheitern.
    Globex Mining ist mit einem Geschäftsmodell zur Stelle. Das Unternehmen hat über Jahrzehnte ein breit diversifiziertes Rohstoffportfolio aufgebaut, das inzwischen mehr als 260 Projekte sowie über 100 Lizenz- und Beteiligungsrechte umfasst. Statt auf den Erfolg einer einzelnen Lagerstätte zu setzen, verteilt Globex das Risiko über zahlreiche Rohstoffe, Regionen und Entwicklungsstufen. Erwähnenswert ist die finanzielle Solidität: Das Unternehmen arbeitet schuldenfrei und verfügt über liquide Mittel sowie Wertpapierbestände von rund 35 bis 40 Mio. CAD. Bezogen auf die rund 57 Mio. ausstehenden Aktien ergibt sich damit ein erheblicher Substanzwert je Anteilsschein. Die laufenden Explorationsarbeiten erhöhen die Wahrscheinlichkeit zusätzlicher Royalty-Einnahmen und stärken die Position von Globex im Bereich strategischer Zukunftsmetalle.

    COO David Christie erörterte die besonderen Vorzüge seines Rohstoff-Asset-Geschäfts beim letzten International Investment Forum. Hier geht´s zum Video.

    https://youtu.be/EW22N6jb9W4

    Hinzu kommt, dass das Projektgenerator-Modell in einem Rohstoff-Superzyklus erhebliche Hebelwirkungen entfalten kann. Unter der langjährigen Führung von Gründer und CEO Jack Stoch entstand so eine Rohstoffplattform, die über Jahrzehnte kontinuierlich Vermögenswerte aufgebaut hat. Gemeldet wurde zuletzt eine neue 1 % Bruttometall-Royalty auf das Mont-Sorcier-Eisenprojekt in Québec. Dort wird aktuell eine bankfähige Machbarkeitsstudie vorbereitet, deren Veröffentlichung für das zweite Quartal 2026 erwartet wird. Das Projekt soll langfristig bis zu 8 Mio. Tonnen hochgradiges Eisenerzkonzentrat pro Jahr produzieren, nachdem frühere Planungen noch von 5 Mio. Tonnen ausgegangen waren. Bereits frühere Wirtschaftlichkeitsanalysen kamen auf einen Projektwert von rund 1,6 Mrd. USD, sodass selbst eine vergleichsweise kleine Royalty-Beteiligung erhebliches Potenzial entfalten kann. Auf dem Salt-Spring-Goldprojekt in Arizona identifizierte Globex zuletzt mehrere aussichtsreiche Goldzonen mit hervorstechenden Einzelproben. Solche Meldungen sind keine Eintagsfliegen, sondern ein ständiger Flow aus dem gewaltigen Portfolio der Kanadier. Kaufen!

    Im 6-Monatsvergleich wird transparent, wie hoch die Dynamik im Software-Sektor aktuell angesiedelt ist. Sogar die äußerst gut laufende Globex Mining, als Vertreter der kritischen Metalle, konnte nun von Oracle überholt werden. Scheinbar ist aber bei allen Protagonisten das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Quelle: LSEG Refinitiv vom 02.06.2026

    Die Kapitalmärkte bereiten sich auf den größten Börsengang aller Zeiten vor. Elon Musks SpaceX möchte in einigen Tagen gut 80 Mrd. USD Wachstumskapital einsammeln. Dabei sollen nur 4 % der ausstehenden Aktien in den Handel gelangen. Für den Tech-Sektor wahrscheinlich der Auslöser für einige Rotationen, für die kritischen Metalle der nächste Schub im Höherbewertungs-Konzert! The Trend is your Friend!


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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