22.07.2026 | 04:15
Autos jetzt unten? Nach 30 % Verlust stehen nun VW, Stellantis, Mercedes und Power Metallic im Rampenlicht
Was für ein Ausverkauf! Geht es nach internationalen Investoren, so kann auf ein Engagement im europäischen Automobil-Sektor getrost verzichtet werden. Nach 15 bis 30 % Verlust allein in 2026 muss man den Zweiflern tatsächlich Recht geben. Europa leistet sich mit seinen rigiden Umweltvorschriften und eklatant hohen Steuern und Abgaben einen riskanten Luxus, der gerade im Hinblick auf die höchsten Energiepreise weltweit voll ins Auge gehen kann. Was die EU bräuchte, wäre eine temporäre Abkehr von allen Sonderzahlungen zu Gunsten der Klimawende. Denn speziell der europäische Automobil-Sektor beschäftigt nicht nur rund 3 % der Bevölkerung, sondern bietet auch 13,2 Millionen Familien ein gutes Einkommen für den so wichtigen Binnenkonsum. Diese Fakten sollten von den Zuständigen nicht ignoriert werden. Die Aktionäre von VW, Stellantis und Mercedes-Benz haben das Wetterleuchten längst vernommen und tätigen nach verkündeten Rekord-Entlassungen erste Käufe auf niedrigem Niveau. Auch bei Power Metallic deutet sich schon eine Trendwende an. Die Zeit der Taschenrechner ist gekommen!
Lesezeit: ca. 6 Min.
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Autor:
André Will-Laudien
ISIN:
POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 | TSXV: PNPN , OTCBB: PNPNF , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , VOLKSWAGEN AG ST O.N. | DE0007664005 , STELLANTIS NV | NL00150001Q9 , MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
André Will-Laudien
Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.
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VW und Stellantis – Das wacklige Boot der europäischen Automobilkonjunktur
Die Uhr tickt! Denn die europäische Automobilindustrie befindet sich in einer tiefgreifenden Phase der Marktbereinigung, in der insbesondere die Massenhersteller Volkswagen und Stellantis unter enormen strukturellen Druck geraten. Beide Branchenriesen kämpfen mit massiven Überkapazitäten in ihren europäischen Stammwerken, da der erhoffte Markthochlauf erschwinglicher Elektrofahrzeuge stagniert und extrem kostengünstige Konkurrenz aus China auf den Markt drängt. Beim Branchenprimus Volkswagen brennt die Hütte lichterloh, weshalb das Management um Konzernchef Oliver Blume radikale Sparmaßnahmen mit dem Abbau von 100.000 Stellen sowie historischen Werksschließungen in Deutschland diskutiert. Trotz dieser düsteren Nachrichten bewerten Analystenhäuser wie Jefferies oder Metzler die VW-Vorzugsaktie weiterhin mit einer Kaufempfehlung und Zielen von 120 bzw. 130 EUR. Begründet wird dies mit extrem niedrigen Bewertungen, da die Aktie aktuell weit unter ihrem fundamentalen Buchwert gehandelt wird und historisch günstige Einstiegskurse um 72 EUR bietet. Das Fazit aller Analysten im Schnitt summiert sich zu 107,90 EUR, gut 50 % über dem letzten Kurs.
Nicht minder dramatisch stellt sich die Situation beim französisch-italienisch-amerikanischen Rivalen Stellantis dar. Nach einem tiefen Verlustjahr durch Fehlkalkulationen bei der Elektromobilität sah sich die Opel-Mutter gezwungen, Produktionskapazitäten in Europa drastisch zusammenzustreichen. Der Konzern versucht nun klammheimlich, seinen operativen Fokus verstärkt auf den US-Markt zu verlagern und dort neue Volumina aufzubauen. Große Ratingagenturen und die Analysten von J.P. Morgan reagierten dennoch skeptisch und stuften das Wertpapier auf „Neutral“ herab, während das Kursziel von 10 auf 6 EUR drastisch gesenkt wurde. Im Mittel liegt es auf der Plattform LSEG bei 7,15 EUR, also 40 % höher als die aktuelle Notiz rund um 5,00 EUR. Experten des Center of Automotive Management (CAM) betonen in aktuellen Studien, dass das Jahr 2026 als rücksichtsloser Beschleuniger für die Konsolidierung der globalen Autobranche fungiert. Hierbei werden wohl keine Gefangenen gemacht, nur wer die Durststrecke meistert, überlebt! Um dem drohenden Abgrund gemeinsam zu entgehen, haben sich die Chefs von VW und Stellantis inzwischen überraschend für eine europäische Förderinitiative verbündet. Nur durch radikale Kostensenkungen und neue politische Schutzmechanismen werden beide Giganten das wacklige Boot der Konjunktur mittelfristig in ruhigere Fahrwasser steuern können. Ein Einstieg in die beiden Titel ist riskant, aber auf historischen Tiefs.
Mercedes-Benz – Kann der Premiumhersteller mittelfristig überleben?
Besonders im Fokus ist der schwäbische Hersteller mit dem Stern. Denn Mercedes-Benz kämpft mit erheblichem Ertragsdruck durch eine schwache globale Nachfrage, stark gestiegene Kosten und heftigen Wettbewerb im Kernmarkt China. Der drastische Absatzeinbruch in Asien hat dazu geführt, dass die operative Marge im wichtigen Pkw-Segment laut Analysen auf der Plattform LSEG für 2026 auf einen Korridor von nur 3 % bis 5 % absinkt. Um dieser Krise entgegenzuwirken, hat das Management Verhandlungen über harte Sparmaßnahmen und die Lockerung von Beschäftigungssicherungen in Deutschland eingeleitet.
Analystenhäuser wie Citi betonen jedoch, dass Mercedes-Benz durch eine konservative Jahresprognose und ein im Vergleich zur Konkurrenz geringeres China-Engagement besser geschützt bleibt als die Konkurrenz. Experten von Jefferies und RBC verweisen zudem auf das extrem starke Van-Geschäft sowie florierende Finanzdienstleistungen, welche die Profitabilität stützen. Da die Erwartungen an den Free Cashflow am Markt zuletzt nach oben korrigiert wurden, sehen die Experten von Goldman Sachs die Aktie trotz Kurszielanpassungen weiterhin als Kaufempfehlung mit Kursziel 65 EUR. Die Kernfrage über das mittelfristige Überleben des Premium-Herstellers wird in der Branche absolut mit ja beantwortet, da die fundamentale Substanz und Innovationskraft des Konzerns intakt sind. Als tragendes Fundament dieser Resilienz dient die hervorragende finanzielle Ausstattung des Stuttgarter Autobauers. Zum 31. März 2026 wies der Konzern im Industriegeschäft eine exzellente Nettoliquidität von 33,8 Mrd. EUR aus.
Demgegenüber steht ein bilanzielles Eigenkapital von 95,2 Mrd. EUR, was dem Unternehmen trotz der hartnäckigen Branchenkrise ein massives finanzielles Polster und volle Handlungsfreiheit sichert. Auffällig ist die Markt-Bewertung von 43,5 Mrd. EUR, was weniger als die Hälfte des Eigenkapitals bedeutet, also Kurs-Buchwert von 0,45. Ein historisches Tief, das risikobewusste Anleger zunehmend hinter dem Ofen hervorlockt und rund 25 % vom Konsens-Kursziel 57,20 EUR auf LSEG entfernt liegt. Banco Santander sieht sogar 74,90 EUR!
Power Metallic Mines – Québecs Multi-Metall-Star nimmt Kurs auf die nächste Liga
Krise hin, Krise her - CEO Terry Lynch geht mit seiner Power Metallic Mines geradeaus voran! Denn kaum ein Rohstoffsektor steht derzeit stärker im Fokus als kritische Metalle. Die Internationale Energieagentur (IEA) erwartet, dass sich die Nachfrage nach Kupfer, Nickel und Platingruppenmetallen durch Elektrifizierung, Rechenzentren, Künstliche Intelligenz und den globalen Ausbau der Stromnetze in den kommenden Jahrzehnten in zweistelligen Raten pro Jahr erhöhen wird. Gleichzeitig geraten hochwertige Lagerstätten in politisch stabilen Bergbauregionen zunehmend in den Fokus großer Produzenten, da neue Entdeckungen weltweit immer seltener werden.
Der kanadische Explorer und Developer Power Metallic rückt das vielversprechende Nisk-Projekt in Québec in den Mittelpunkt. Dessen Lion-Zone machte in den vergangenen Monaten immer wieder mit außergewöhnlich hochgradigen Bohrergebnissen auf sich aufmerksam. Die jüngsten Resultate bestätigten den positiven Trend eindrucksvoll: Über 36 Meter mit 2,83 % Kupferäquivalent, darunter ein sechs Meter langer Abschnitt mit mehr als 12 %, zählen zu den bemerkenswertesten polymetallischen Treffern der jüngeren Explorationsgeschichte. Entscheidend ist dabei nicht nur der Erzgehalt, sondern auch die oberflächennahe Lage der Mineralisierung, welche langfristig einen kostengünstigen Tagebau ermöglichen könnte. Sämtliche Winterbohrungen bilden nun die Grundlage für die erste NI-43-101-konforme Ressourcenschätzung der Lion-Zone, deren Veröffentlichung unmittelbar bevorsteht. Direkt im Anschluss soll bereits das Preliminary Economic Assessment (PEA) starten und den nächsten Schritt auf dem Weg vom Explorer zum Projektentwickler einleiten.
IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk interviewte CEO Terry Lynch über die anstehenden Schritte zur PEA und den Ausblick auf 2027. Hier geht´s zum Video…
Parallel beschleunigt Power Metallic die Wertschöpfung auf mehreren Ebenen. Das Unternehmen kontrolliert inzwischen rund 330 Quadratkilometer aussichtsreiches Gelände und verfolgt die Vision, aus Nisk nicht nur eine einzelne Lagerstätte, sondern einen kompletten Metall-Distrikt zu entwickeln. Dabei setzt CEO Terry Lynch bewusst auf modernste Explorationstechnologien. Gemeinsam mit Ideon Technologies kommt erstmals Myonentomografie zum Einsatz, mit der sich Massivsulfidkörper dreidimensional im Untergrund sichtbar machen lassen. Gelingt die Kalibrierung an der bekannten Lion-Zone, könnte diese Technologie bislang verborgene Zielgebiete deutlich schneller identifizieren und die Entdeckung weiterer Lagerstätten erheblich beschleunigen.
Eine Finanzierung über mehr als 28 Mio. CAD zu 1,25 CAD verschafft ausreichend Kapital für die nächsten Entwicklungsstufen, während Rohstoffinvestor Eric Sprott seine Unterstützung erneut sichtbar unter Beweis stellte. Gleichzeitig bereitet das Management die Voraussetzungen für eine Börsennotierung an einer großen US-Börse vor, was den Zugang zu institutionellen Investoren deutlich erweitern könnte. Mit Christopher Beal wurde darüber hinaus ein erfahrener Minenentwickler verpflichtet, der künftig die wirtschaftliche Entwicklung des Projekts bis hin zur Machbarkeitsstudie begleiten soll. Angesichts der strategischen Bedeutung der Metallfunde wäre das Projekt nicht nur für Investoren, sondern auch für internationale Bergbaukonzerne von erheblichem Interesse. Die Aktie besitzt damit das Potenzial, sich von einer erfolgreichen Explorationsgeschichte zu einem ernsthaften Übernahmekandidaten zu entwickeln. Es lohnt sich mittelfristig auszuharren und dabei zu sein.

Wer im Markt für kritische Metalle bestehen will, sollte nicht auf bloße Storys setzen, sondern auf Projekte mit geologischer Substanz und langfristigem Hebel. Power Metallic Mines bringt dafür eine Liegenschaft mit, die das Potenzial für eine Entwicklung über viele Jahre hinweg in sich trägt. Für chancenorientierte Anleger gehört zudem ein mögliches Übernahmeszenario zwingend mit auf den Radar. Bei Autoaktien hat der Markt bereits viel Negatives eingepreist, wodurch sich analytisch nun wieder günstige Einstiegschancen auftun. Um die Schwankungen im Depot abzufedern, bleibt eine konsequente Streuung über Themen, Sektoren und Regionen der wichtigste Stabilitätsfaktor.
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