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09.11.2022 | 05:05

BioNTech Aktie, Porsche und Pathfinder Ventures: Das sieht richtig gut aus

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Bildquelle: pixabay.com

BioNTech hat mit Zahlen überzeugt und auch der Chart sieht wieder gut aus. Bei Porsche läuft es rund. Allerdings sehen nicht alle Analysten weiteres Kurspotenzial und die Kursziele gehen auseinander. Allerdings winkt der Aufstieg in den DAX. Auch Pathfinder Ventures profitiert von einer überraschend hohen Nachfrage. Das Angebot der Wintercamping-Resorts ist praktisch ausverkauft. Doch zunächst zu BioNTech. Nachdem Wettbewerber Moderna in der vergangenen Woche eher enttäuscht hatte, konnten die Quartalszahlen der Mainzer-Biotechschmiede überzeugen. Und aufgrund der vollen Pipeline können Anleger einen regen Newsflow im kommenden Jahr erwarten. Analysten sind bullish.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: PATHFINDER VENTURES INC | CA70323P1071 , PORSCHE AG | DE000PAG9113 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026

Inhaltsverzeichnis:


    BioNTech: Mehr als 15 Mrd. EUR in der Kasse

    Berenberg empfiehlt die Aktie von BioNTech nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen weiterhin mit "Buy". Das Kursziel liegt unverändert bei 312 USD. Damit sehen die Analysten fast 100% Kurspotenzial. Sie zeigten sich zufrieden mit den anhaltend hohen Erlösen aus dem Verkauf des Covid-19-Impfstoffes. Diese seien widerstandsfähig. Nun richte sich der Blick auf das kommende Jahr und die Entwicklungspipeline. Damit seien einige positive Impulse zu erwarten. Rückblick: BioNTech hatte im dritten Quartal rund 3,5 Mrd. EUR umgesetzt. Der Nettogewinn lag bei ordentlichen 1,8 Mrd. EUR. Dies war mehr als von Analysten im Schnitt erwartet.

    Zudem konkretisierte das Mainzer-Biotechunternehmen die Prognose für das Gesamtjahr 2022 am oberen Ende. So soll der Jahresumsatz bei 16 bis 17 Mrd. EUR liegen (bisher 13 bis 17 Mrd. EUR). Bereits zum Ende des dritten Quartals verfügte BioNTech über eine prall gefüllte Kasse. So standen dem Unternehmen 13,4 Mrd. EUR an flüssigen Mitteln zur Verfügung. Zudem sei ein großer Teil der zum Stichtag ausstehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 7,3 Mrd. EUR bereits eingegangen. Damit ist das Unternehmen für die kommenden Jahre durchfinanziert. Zur Einordnung: Im laufenden jahr liegen die Kosten für Forschung, Vertrieb/Verwaltung und Investitionen bei insgesamt maximal 2,6 Mrd. EUR. Damit kann man insbesondere in der Krebsforschung weiter Vollgas geben. Die Pipeline umfasst derzeit 19 Produktkandidaten in 24 laufenden klinischen Studien. Für das kommende Jahr erwartet BioNTech neue Daten aus bis zu 10 klinischen Studien.

    Pathfinder Ventures: Kasse klingelt auch im Winter

    Von Milliardenumsätzen ist Pathfinder Ventures noch ein großes Stück entfernt. Dennoch verfügen die Kanadier über eine interessante Wachstumsstory. Das Unternehmen baut derzeit im Westen von Kanada ein Netz an gehobenen und familienfreundlichen Campingplätzen und Wohnmobilparks auf. Damit profitiert man vom Trend zum selbstbestimmten Urlauben in der Natur. Pathfinder befindet sich erst am Anfang seiner Wachstums- und Investitionsphase, doch das operative Ergebnis ist bereits in diesem frühen Stadium profitabel – gerade im Umfeld steigender Zinsen wichtig. Wachstumspotenzial gibt es für die kommenden Jahre reichlich. So hat der Camping-Markt allein in Kanada ein Volumen von 2,3 Mrd. CAD – und eine Expansion in die USA sollte kein größeres Problem darstellen.

    Anders als vielleicht angenommen, generiert das Unternehmen auch in den Wintermonaten Einnahmen. Seit Mitte Oktober läuft das Winterurlaubsprogramm. Bis Mitte April übernachten Gäste in den Pathfinder Camp Resorts. Und das Angebot wird stark nachgefragt. Die Buchungsrate liege derzeit bei 47%, teilte das Unternehmen mit. 96% der Standorte des Winterurlaubsprogramms sind bisher bereits ausgebucht. Daher sollen im kommenden Winter die Kapazitäten erhöht werden. "Wir freuen uns außerordentlich über diese Zahlen, während wir in allen unseren Urlaubsorten für die Zeit, die man bisher als ‚Nebensaison' bezeichnet hat, nach weiterem Wachstum streben", erklärte Joe Bleackley, der CEO von Pathfinder. Damit zeigt Pathfinder, dass man nicht nur durch Übernahmen wächst, sondern auch die bestehenden Standorte weiter entwickelt.

    Porsche: Kursziele gehen deutlich auseinander

    30 Tage ist der IPO von Porsche nun bereits her. Damit endet die Stillhaltefrist für die begleitenden Banken und ihre Analysten können sich jetzt zu Wort melden. Daher gab es gestern gleich sechs neue Researchstudien zu dem Sportwagenpionier. Dabei raten vier Analysten zum Kauf und zwei zum Halten. Am optimistischsten ist JPMorgan. Die Analysten nennen ein Kursziel von 140 EUR. Die Gewinndynamik sei auch in sonst unsicheren Zeiten gut planbar. Und dank der Preismacht seien die Herausforderungen rund um Inflation, Elektrisierung und Autonomes Fahren gut zu meistern. Damit sei Porsche eine hoch attraktive Möglichkeit, um im Luxusautosegment dabei zu sein. Deutlich pessimistischer ist Morgan Stanley. Porsche sei eine Mischung aus Autobauer und Luxuskonzern. Doch die bevorstehende Rezession würde auch das Geschäftsmodell von Porsche auf die Probe stellen. Daher erhält die Aktie von die Analysten nur ein "Equal Weight". Das Kursziel liegt bei 82,50 EUR. Derzeit notiert die Aktie des Sportwagenbauers bei rund 100 EUR. Neue Kursdynamik könnte mit dem möglichen Aufstieg in den DAX erfolgen.


    BioNTech ist weiterhin auf Kurs: die Kasse ist prall gefüllt, um die Entwicklungspipeline voranzutreiben. Zwar bringt der COVID-19-Impstoff weniger Gewinn, aber tot ist das Geschäft bei weitem noch nicht. Pathfinder Ventures ist ein interessanter Exot. Das Management zeigt, dass man nicht nur durch Übernahmen wächst, sondern auch die bestehenden Standorte weiterentwickelt. Bei Porsche fehlt es derzeit an Impulsen für weiter steigende Kurse.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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