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09.10.2026 | 05:10

BWX Technologies, Zefiro Methane, TeraWulf – Diese 3 Megatrends verändern alles

  • KI
  • Energie
Bildquelle: ChatGPT KI-generiert

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Zefiro Methane Corp.

Künstliche Intelligenz, eine neue Generation von Kernreaktoren und der Umbau unserer Energieversorgung gehören zu den größten Investitionsthemen der kommenden Jahrzehnte. Milliarden fließen in Rechenzentren und neue Kraftwerke, während gleichzeitig die Hinterlassenschaften der alten Energiewelt beseitigt werden müssen. Denn eine saubere Zukunft entsteht nicht allein durch neue Technologien. Auch verwaiste Öl- und Gasbohrungen, Methanemissionen und belastete Flächen gehören zur Rechnung. An diesen Schnittstellen entstehen neue Märkte und Unternehmen, die Lösungen für die Infrastruktur von morgen liefern.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: BWX TECHS INC. DL-_01 | US05605H1005 , ZEFIRO METHANE CORP | CA98926D1069 | Cboe: ZEFI , TERAWULF INC | US88080T1043 | NASDAQ: WULF

Inhaltsverzeichnis:


    BWX Technologies – das Atomkraftwerk zum Transportieren

    Die Renaissance der Kernenergie erreicht die nächste Stufe. BWX Technologies gab bekannt, dass seine BANR-Mikroreaktortechnologie für ein geplantes transportables Kernkraftwerk im kanadischen New Brunswick ausgewählt wurde. Auftraggeber sind das Unternehmen Prodigy Clean Energy sowie die einheimischen Gruppen Pabineau und Eel River Bar First Nation. Das Pilotprojekt ist auf eine Leistung von bis zu 50 MW ausgelegt und soll in den frühen 2030er Jahren den Betrieb aufnehmen. Die lokale Regierung hat bereits eine Vereinbarung zur Abnahme des erzeugten Stroms unterzeichnet. Der gasgekühlte Hochtemperaturreaktor von BWX wird in Ontario vorgefertigt und an den Bestimmungsort geliefert, was die Aufbauzeit am Standort auf rund 18 Monate reduzieren soll. Dieser Auftrag dient als Referenzprojekt für eine mögliche spätere Serienproduktion.

    Am Kapitalmarkt wird die Aktie von BWX Technologies derzeit überwiegend positiv bewertet. Die Mehrheit der Analysten rät zum Kauf, während vier Experten die Papiere auf "Hold" einstufen. Das durchschnittliche Kursziel auf Sicht von zwölf Monaten liegt bei 217,69 USD, was einem Aufwärtspotenzial von gut 60 % gegenüber dem derzeitigen Kursniveau entspricht.

    Kürzlich passte die Bank of America ihr Kursziel für BWX von 250 auf 210 USD nach unten an, behielt jedoch die Kaufempfehlung bei. Die Analysten weisen auf die aktuell hohe Bewertung der Aktie und auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 36 hin. Gleichzeitig werden die vorgestellten Finanzziele für das Jahr 2030 hervorgehoben, die über den Markterwartungen lagen. Als wesentliche Wachstumstreiber nennen die Experten den generellen Ausbau der Kernenergie, den steigenden Energiebedarf durch Künstliche Intelligenz sowie den Markt für Verteidigungsbrennstoffe. Auch andere Institute sind zuversichtlich. Guggenheim und Jefferies nahmen die Beobachtung der Aktie mit Kaufempfehlungen und Kurszielen von 192 beziehungsweise 181 USD auf. Wells Fargo hob die Einstufung auf "Hold" bei einem Ziel von 170 USD an.

    Zefiro Methane – Saubere Natur wird zum Millionengeschäft

    Die Energiewende hat eine oft übersehene Seite. Millionen stillgelegte Öl- und Gasbohrungen in den USA können Methan freisetzen und Böden sowie Grundwasser gefährden. Zefiro Methane verdient sein Geld damit, diese Altlasten zu beseitigen. Wie konkret das Geschäft ist, zeigt das jüngste Projekt im Cuyahoga Valley National Park. Dort wurden zwei weitere Bohrlöcher dauerhaft verschlossen. Allein in mindestens 47 US-Nationalparks existieren nach Angaben des National Park Service rund 1.800 Öl- und Gasbohrungen.

    Doch Zefiro ist längst mehr als eine Umweltstory. Im Geschäftsjahr 2025/26 stieg der Umsatz um 31,1 % auf den Rekordwert von 42,5 Mio. USD. Der Bruttogewinn legte um 66 % auf 12,4 Mio. USD zu, die Marge verbesserte sich auf 29,2 %. Das bereinigte EBITDA erreichte positive 3,8 Mio. USD nach einem Minus von 4 Mio. USD im Vorjahr. Der Nettoverlust sank um 67,5 % auf 3,5 Mio. USD.

    Und die Auftragspipeline wächst weiter. In Ohio läuft ein staatlicher Großauftrag über 19,6 Mio. USD. Hinzu kommen ein weiterer Vertrag über 11,5 Mio. USD mit Laufzeit bis Juni 2029 sowie drei Projekte in Ohio und Pennsylvania im Gesamtwert von rund 1,9 Mio. USD. Die Übernahme von Viking Well Service brachte fünf zusätzliche Bohranlagen und nach Unternehmensangaben rund 10 Mio. USD zusätzliche jährliche Umsatzkapazität.

    Neue Nachfrage entsteht zudem bei Energie- und Rechenzentrumsprojekten, deren Flächen zunächst von alten Bohrlöchern befreit werden müssen. GBC sieht deshalb erhebliches Potenzial und empfiehlt die Aktie mit einem Kursziel von 2,12 CAD zum Kauf. Aktuell notiert die Zefiro-Aktie bei 0,59 CAD.

    TeraWulf – 1 Gigawatt für den KI-Hunger

    Kaum ein Megatrend verändert den Strommarkt derzeit stärker als Künstliche Intelligenz. Aufgrund dessen plant TeraWulf den Ausbau seiner Rechenzentrumskapazitäten für diesen rasant wachsenden Markt. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde der bestehende Stromliefervertrag mit dem Versorger Kentucky Power, einer Tochtergesellschaft von American Electric Power, für den sogenannten "Muskie Data Campus" im Osten des US-Bundesstaates Kentucky ausgeweitet. Die vertraglich zugesicherte Strommenge für den Standort verdoppelt sich damit von ursprünglich 500 MW auf 1 GW.

    Mit diesem Schritt reagiert das Unternehmen auf das aktuell hohe Kundeninteresse am Markt. Die Nachfrage nach leistungsstarken Rechenzentren, die speziell auf rechenintensive Aufgaben wie High-Performance-Computing und KI-Modelle ausgelegt sind, wächst stetig. Um den Bedarf künftiger Kunden flexibler und schneller bedienen zu können, wird nicht nur das vertragliche Volumen erhöht, sondern auch der Zeitplan für das Projekt gestrafft. Die Bereitstellung der zweiten 500-MW-Tranche wird um ein Jahr auf 2029 vorgezogen. Die erste Entwicklungsphase soll wie geplant im Jahr 2028 anlaufen und schrittweise hochgefahren werden.

    Zur Absicherung des Projekts investiert der regionale Energieversorger in die nötige Infrastruktur. Geplant ist die Errichtung einer neuen 765/345-kV-Umspannstation, um das Areal direkt an das regionale Stromübertragungsnetz anzubinden. TeraWulf hatte das Muskie-Gelände erst im Mai 2026 speziell für diese Zwecke erworben und denkt derweil schon weiter. Langfristig prüft das Unternehmen, ob der Campus sogar für eine Gesamtkapazität von bis zu 2 GW ausgelegt werden könnte, sofern die infrastrukturellen und vertraglichen Voraussetzungen dies zulassen.

    Der Ausbau in Kentucky folgt der allgemeinen Strategie von TeraWulf, Großprojekte in enger Abstimmung mit den lokalen Versorgern zu entwickeln. Dabei sollen finanzielle Risiken für bestehende Stromkunden vermieden werden. Erst im August hatte die zuständige Aufsichtsbehörde einen ähnlichen Vertrag für einen weiteren Standort von TeraWulf in Hawesville genehmigt. Diese partnerschaftliche Herangehensweise dürfte auch bei den noch ausstehenden behördlichen Genehmigungsverfahren für den Muskie-Standort von Vorteil sein.


    BWX Technologies arbeitet an einer neuen Generation mobil einsetzbarer Kernreaktoren, TeraWulf sichert sich gigantische Stromkapazitäten für den KI-Boom. Zefiro Methane besetzt mit der Sanierung der fossilen Vergangenheit einen anderen, aber ebenso wichtigen Teil der Transformation. Werden verwaiste Bohrungen verschlossen, sinken potenzielle Methanemissionen und belastete Flächen können gesichert werden.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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