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09.08.2023 | 05:10

BYD, Defense Metals, Rheinmetall – Seltene Chancen

  • Rüstung
  • Erneuerbare Energien
  • Kritische Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Im Rennen um die Klimaziele betreten Politik und Wirtschaft Neuland. Der rasche Abschied von fossilen Energien verlangt nach alternativen Energiequellen, wodurch die Abhängigkeit von metallischen Rohstoffen, insbesondere Kupfer, Kobalt, Nickel und Seltenen Erdmetallen, wächst. Doch diese essentiellen Ressourcen, überwiegend aus China bezogen, bergen nicht nur wirtschaftliche, sondern auch sicherheitspolitische Herausforderungen für den Westen, da sie auch in der Rüstung eine Schlüsselrolle spielen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: BYD CO. LTD ADR/2 YC 1 | US05606L1008 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , DEFENSE METALS CORP. | CA2446331035

Inhaltsverzeichnis:


    Defense Metals – Der Hoffnungsträger des Westens

    In einem Interview mit dem Nachrichtenportal Kitco äußerte sich der CEO von Defense Metals, Craig Taylor über die Investitionen der westlichen Regierungen in seltene Erdenprojekte. Demnach habe China die Seltenen Erden im Grunde zu einer Waffe gemacht. Hoffnung hegt der Firmenlenker darin, dass dies die westlichen Regierungen dazu veranlasst, mehr Geld in den Sektor zu stecken. „Die Energiewende wird höhere Preise für Seltene Erden fördern“, so Taylor. Er zog eine Parallele zu MP Materials, das seit dem Jahr 2020 mehr als 38.000 t Seltene Erden aus seiner Mountain Pass-Mine produzierte.

    „Die Nachfrage ist überwältigend", sagte Taylor. „Wir müssen die Produktion in den nächsten zehn Jahren verdoppeln. Das bedeutet, dass wir in den nächsten 10 Jahren jedes Jahr ein Mountain Pass-Projekt in Betrieb nehmen müssen. In Nordamerika gibt es nur zwei rentable Projekte: das Wicheeda-Projekt von Defense Metals und Mountain Pass.
    Defense Metals besitzt das 4.262 Hektar große Wicheeda-Projekt in British Columbia zu 100 %, wiegt an der Börse 55,28 Mio. CAD. Im Vergleich dazu ist MP Materials mit 3,98 Mrd. USD bereits ein Schwergewicht. Dabei sind die Voraussetzungen neben der erstklassigen Infrastruktur durch eine ähnliche Metallurgie wie bei Mountain Pass günstig.
    Im vergangenen Jahr schlossen die Kanadier ihre vorläufige wirtschaftliche Bewertung ab, die einen Kapitalwert nach Steuern, bei 8 %, von 397 Mio. CAD und einen internen Zinsfuß nach Steuern von 18 % ergab. Aktuell arbeitet Defense Metals an einer vorläufigen Machbarkeitsstudie. Laut dem Unternehmen solle diese im 1. Quartal des kommenden Jahres abgeschlossen sein. „Wir sollten im 1. Quartal 2024 fertig sein und dann werden wir eines der wenigen Seltene-Erden-Projekte in Nordamerika und weltweit sein, das die Vormachbarkeits- und dann die Machbarkeitsstufe erreicht hat,“ sagte Taylor.

    Rheinmetall – Die Nachfrage steigt

    Neben dem Bedarf aufgrund der Energiewende steigt durch die seit dem Beginn des Ukrainekrieges laufende Aufrüstung auch die Nachfrage aus der Rüstungsindustrie. Neodym-Eisen-Bor-Magneten gelten als die stärksten Dauermagneten der Welt und sind in vielen militärischen Waffensystemen enthalten, zum Beispiel in präzisionsgelenkten Waffen, Satelliten- und Tarnkappentechnologien sowie in unbemannten Fahrzeugen und modernen Kommunikationssystemen. Sie sind von strategischer Bedeutung für die Funktionalität moderner und zunehmend vernetzter Streitkräfte, weshalb eine wachsende Zahl von Ländern die Sicherung des Zugangs zu diesen Elementen als wesentlich für die künftige wirtschaftliche und militärische Stabilität betrachtet.

    Gerade beim integrierten Technologiekonzern dürfte nach den weiter vollen Orderbüchern die Beschaffung der knappen Rohstoffe oberste Priorität genießen. Ein weiterer Milliardenauftrag über ein Volumen von rund 45 Mrd. USD winkt Rheinmetall durch die US-Streitkräfte. Im Endspiel konkurriert der deutsche Rüstungskonzern lediglich noch mit dem US-Rüstungskonzern General Dynamics. Dabei geht es um die Entwicklung eines Nachfolgers des US-Schützenpanzers Bradley.

    Aus charttechnischer Sicht konnte sich die Rheinmetall-Aktie erneut über die Marke von 270,00 EUR bugsieren. Bei 281,30 EUR liegt das bisherige Allzeithoch. Sollte dieses gebrochen werden, dürften Kurse deutlich über 300 EUR nur noch eine Frage der Zeit sein.

    BYD – Weitere Schallmauer durchbrochen

    Im Jahr 2003 betrat das in Shenzhen niedergelassene Unternehmen den Automarkt, 2008 verkaufte BYD sein erstes Elektrofahrzeug. Heute, 20 Jahre später, rollte der der 5-Millionste NEV von BYD vom Band. BYD will in diesem Jahr mindestens 3 Mio. Fahrzeuge verkaufen und strebt an, 3,6 Mio. zu erreichen, sagte der Vorsitzende und Präsident des Unternehmens, Wang Chuanfu, Ende März dieses Jahres. Im 1. Halbjahr baute BYD zudem seinen Vorsprung zum US-Rivalen weiter aus und setzte in China 29 % mehr reine Elektroautos ab als Tesla.

    Den Absatz weiter steigern will das von Warren Buffett finanzierte Unternehmen vor allem durch Expansionen in andere Länder. Bereits Ende Juli präsentierte BYD sein Modell Atto 3 in Südafrika. Das Fahrzeug ist ein kompaktes SUV aus dem C-Segment und basiert auf der BYD e-Plattform 3.0. Laut Angaben des Herstellers erreicht das Auto eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 7,3 Sekunden. Die WLTP-Reichweite des Fahrzeugs beträgt 420 km.


    Der erhöhte Bedarf aufgrund der Energiewende und der Rüstungsindustrie dürfte die Nachfrage nach Seltenen Erdmetallen weiter steigen lassen. Defense Metals mit seinem Wicheeda-Projekt gilt neben der Mountain Pass-Mine als eine der wenigen Alternativen der westlichen Welt.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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