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06.01.2026 | 06:00

Großer Rückenwind für Rüstungsaktien - Neue Kaufsignale für Antimony Resources, Hensoldt und Steyr?

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Bildquelle: pixabay.com

Rüstungsaktien stehen zu Beginn des Jahres im Fokus des Anlegerinteresses. Die Chancen stehen gut, dass Verteidigungsaktien nun schnell die Kursdelle, die durch Gewinnmitnahmen im zurückliegenden Quartal entstand, ausbügeln und in Richtung der historischen Hochs preschen. Positiv ist zudem das Umfeld für (angehende) Produzenten von kritischen und die Branche dringend benötigter Rohstoffe wie Antimony Resources. Die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Venezuela goss zuletzt weiteres Öl ins Feuer. Trump droht nun auch Kolumbien. Außerdem stellt sich Ernüchterung bezüglich der erhofften Friedensbemühungen zwischen Russland und der Ukraine ein. Wie können Anleger diese Konstellation ausnutzen?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 , HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005 , STEYR MOTORS AG | AT0000A3FW25

Inhaltsverzeichnis:


    Antimony Resources – Ressourcenschätzung im Blick

    Nicht nur das Sentiment spricht derzeit für Investments in Rüstungsaktien und in Rohstoffwerte, die für die Branche essenziell sind. Der Trend steigender Rüstungsausgaben rund um den Globus auf bisher nicht gekannte Niveaus hat sich etabliert. Neue Konflikte wie nun in Südamerika untermauern diese Entwicklungen. Kritische Rohstoffe, die u. a. für Verteidigung und High Tech eine große Bedeutung besitzen, werden händeringend von Regierungen und Unternehmen gesucht.
    Die weltweite Dominanz Chinas bei Vorkommen und Verarbeitungskapazitäten kombiniert mit Exportrestriktionen stellt die westliche Welt vor enorme Herausforderungen. Versorgungssicherheit samt widerstandsfähiger Lieferketten stehen ganz oben auf der Agenda. Zunehmend findet auch der bislang viel zu wenig beachtete kritische Rohstoff Antimon an Bedeutung. Das spielt der kanadischen Antimony Resources in die Karten.
    Antimon wird u. a. in Flammschutzmitteln, Elektronik, Batterien und Legierungen eingesetzt und findet Einsatz u. a. bei Munition und Halbleitern. Antimony Resources verfügt über ein wertvolles Asset. Das Bald Hill Projekt im kanadischen New Brunswick beherbergt auf einer Fläche von 1.100 Hektar das größte nordamerikanische Antimon-Vorkommen.
    In der Vergangenheit wurden mit Gehalten von 2,76 % bis 14,91 % Antimon hohe Mineralisierungen nachgewiesen. Noch entscheidender für eine Wertindikation des Projekts sind die Daten, die kürzlich im Rahmen eines NI 43-101-konformen technischen Berichts veröffentlicht wurden. Demnach umfasst die Liegenschaft rund 2,7 Mio. t Gestein mit Gehalten von 3 bis 4 % Antimon. Daraus lässt sich ein Vorkommen von 81.000 bis 108.000 t reinen Metalls ableiten.
    Die Größe des Vorkommens ist beachtlich, auch im Weltmaßstab. Im Zuge des laufenden Bohrprogramms gelang es zudem, bestehende Zonen nach Norden und Süden auszuweiten, was perspektivisch das Vorkommen nochmals merklich steigern könnte. Für das erste Quartal des laufenden Jahres haben die Kanadier die erste Ressourcenschätzung in Aussicht gestellt. Es ist sehr gut möglich, dass die Ergebnisse die Bewertung der Aktie deutlich nach oben schrauben werden.
    Um die Wahrnehmung und Liquidität der Aktie zu stärken, vollzog die Gesellschaft bereits ein Listing am US-amerikanischen OTCQB. Vor wenigen Tagen berichteten die Kanadier, dass die erste Tranche der laufenden Kapitalerhöhung mit einem Gesamtvolumen von 9,5 Mio. CAD geschlossen werden konnte, und neue Aktionäre aus den USA gewonnen werden konnten. Aktuell ist Antimony Resources bei 0,39 CAD mit rund 75 Mio. CAD bewertet.

    Hensoldt – Trotz Technologieführerschaft kein Kauf?

    Im Zuge der anziehenden Notierungen von Rüstungsaktien konnten auch die Anteilsscheine von Hensoldt profitieren. Nach einem Hoch von 113 EUR zu Beginn des vierten Quartals 2025, korrigierte die Aktie auf knapp unter 70 EUR. Bei aktuell 81 EUR ist die Gesellschaft mit 8,8 Mrd. EUR bewertet.
    Analysten stufen den Titel auf diesem Niveau mehrheitlich als Halteposition ein. Bei prognostizierten moderaten Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn in der nahen Zukunft ist das nachvollziehbar. Viele Rüstungsaktien weisen ein besseres Chance-Risiko-Verhältnis auf. Hensoldt ist Technologieführer bei Sensorlösungen für Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen. Zudem bauen die Süddeutschen ihr Portfolio im Bereich Cybersecurity sukzessive aus.

    Steyr – 50 % Aufwärtspotenzial

    Eine Berg- und Talfahrt haben die Anteilsscheine des österreichischen Unternehmens hinter sich. Ende 2025 gab es nochmals einen Kursdämpfer, weil Großaktionär Mutares im Zuge einer zweiten Platzierung vollständig aus dem Unternehmen ausstieg. Langfristig ist dies jedoch für Steyr-Aktionäre positiv zu werten, eine Übernahme aus den Reihen größerer Player erscheint realistisch.
    Auch wenn die Gesellschaft Ende des letzten Jahres eine Gewinnwarnung aussprach, so sind strategische Positionierung und Wachstumsperspektiven gut. Mit einem aktuellen Börsenwert von knapp 200 Mio. EUR und vollen Auftragsbüchern hat der Aktienkurs des spezialisierten Herstellers leistungsstarker Dieselmotoren noch deutlich Luft nach oben. Zuletzt bestätigten die Analysten von NuWays die Kaufempfehlung und das Kursziel von 59 EUR. Das bedeutet ein Aufwärtspotenzial von 50 %.

    Fazit

    Eine neue Runde geopolitischer Spannungen sorgt für steigende Notierungen von Rüstungsaktien, wovon auch die Anteilsscheine von Hensoldt und Steyr profitierten. Hensoldt ist nach Einschätzung von Analysten eine Halteposition, Steyr ein Kauf mit einem Upside von 50 %. Die Potenziale von Antimony Resources haben sich bislang nur teilweise im Kurs niedergeschlagen. Der technische Bericht lieferte aber schon in der jüngsten Vergangenheit einen guten Eindruck, wo die Reise hingehen kann. Die bis Ende März angekündigte Veröffentlichung der ersten Ressourcenschätzung ist ein wichtiger Meilenstein und könnte zur Neubewertung der Aktie führen.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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