19.08.2026 | 05:10
Cisco, Miivo AI, Lenovo- KI-Revolution erreicht die nächste Gewinnstufe
Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Miivo AI
Der KI-Boom erreicht die nächste Stufe. Nach Milliardeninvestitionen in Chips und Rechenzentren rückt nun die Frage in den Mittelpunkt, wie Unternehmen künstliche Intelligenz tatsächlich produktiv einsetzen. Gleichzeitig explodieren die Aufträge für KI-Infrastruktur, während neue Anwendungen Finanzanalyse, Vertrieb und Kundenmanagement automatisieren. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen entsteht dadurch ein riesiger Markt. Drei Unternehmen positionieren sich an unterschiedlichen Stellen dieser neuen KI-Wertschöpfungskette.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Stefan Feulner
ISIN:
MIIVO AI INC | CA59863J1003 | TSXV: MIVO , LENOVO GRP ADR/20 HD-_10 | US5262501050 , CISCO SYSTEMS DL-_001 | US17275R1023
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Stefan Feulner
Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.
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Cisco - Aktie rutscht trotz starkem Gewinnwachstum ab
Der KI-Hunger macht sich auch in den jüngsten Zahlen des Technologie-Konzerns Cisco bemerkbar, denn dieser hat das Geschäftsjahr 2026 mit sehr positiven Ergebnissen beendet. Auf das gesamte Jahr betrachtet erhöhte sich der Umsatz auf 63,3 Mrd. USD. Gleichzeitig stieg der Nettogewinn um fast ein Drittel auf 13,3 Mrd. USD.
Eine besonders starke Entwicklung zeigte sich im letzten Quartal des Jahres. In diesem Zeitraum stiegen die Einnahmen um 18 % auf über 17 Mrd. USD, während der Gewinn im Jahresvergleich um mehr als die Hälfte zunahm. Verantwortlich für dieses Wachstum ist eine hohe Nachfrage nach Netzwerkprodukten und IT-Infrastruktur. Vor allem der Aufbau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz sorgt für viele Aufträge. Allein im vierten Quartal bestellten Großkunden entsprechende Technik im Wert von 4 Mrd. USD. Für das nächste Geschäftsjahr geht die Führungsebene von weiteren Einnahmesteigerungen aus und plant mit einem Gesamtumsatz von über 72 Mrd. USD.
Trotz dieser soliden Geschäftszahlen reagierte der Finanzmarkt negativ. Nach der Präsentation der Ergebnisse fiel der Aktienkurs um knapp 9 % auf rund 113 USD. Als Grund für diesen Kursverlust gilt, dass die Investoren sich eine noch optimistischere Prognose für das zukünftige Geschäft mit KI-Anwendungen erhofft hatten.
Diese Zurückhaltung spiegelt sich auch in den aktuellen Bewertungen der Analysten wider. Die DZ Bank erhöhte zwar den fairen Wert der Aktie leicht auf 124 USD, rät jedoch weiterhin lediglich zum Halten der Papiere. Zur Begründung wurde angeführt, dass die KI-Nachfrage zwar steige, dieses Wachstum im Vergleich zur derzeit hohen Bewertung der Aktie jedoch zu langsam verlaufe. Für bestehende Aktionäre bleibt zumindest die Festlegung einer Quartalsdividende in Höhe von 0,42 USD positiv anzumerken.
Miivo AI – Deutlicher Wachstumsschub
Miivo AI hat im ersten Halbjahr 2026 kräftig Tempo aufgenommen. Innerhalb von nur sechs Monaten brachte das Unternehmen drei KI-Produkte auf den Markt und gewann bereits mehr als 3.000 Nutzer. Gleichzeitig stieg die durchschnittliche Nutzungsdauer der Abonnenten deutlich, während die Basis wiederkehrender Umsatzkunden ausgebaut wurde. Für weiteres Wachstum wurde das Entwicklerteam erweitert und eine Vertriebsmannschaft mit Fokus auf Nordamerika aufgebaut.
Im Mittelpunkt stehen Business Intelligence, AI Lead Generation sowie Reputation & Customer Insights. Die Lösungen greifen konkrete Probleme kleiner und mittelständischer Unternehmen auf. So werden Finanz- und operative Daten in Echtzeit ausgewertet, potenzielle B2B-Kunden identifiziert und angesprochen sowie Bewertungen auf Google, Instagram und Reddit analysiert. Statt einer einzigen komplexen Plattform entsteht damit ein Portfolio spezialisierter KI-Werkzeuge, über die Kunden schrittweise in das Miivo-Ökosystem gelangen können.
Weltweit existieren mehr als 400 Mio. kleine und mittelständische Firmen. Miivo will ihnen Funktionen zugänglich machen, die bislang häufig größeren Unternehmen mit entsprechenden IT-Budgets vorbehalten waren. Die KI wird in bestehende Arbeitsabläufe integriert und soll Produktivität erhöhen, Prozesse automatisieren und bessere Entscheidungen ermöglichen. Dadurch entstehen enorme Skalierungseffekte, denn Self-Service, automatisiertes Onboarding und Plug-and-Play-Anbindungen sollen die Betreuungskosten niedrig halten und somit attraktive Margen ermöglichen.
Zusätzlichen Hebel bietet der Vertrieb. Miivo setzt auf die Integration in bestehende SaaS-Plattformen. Eine solche Anbindung wurde bereits mit einem regionalen Accounting-Anbieter abgeschlossen, der mehr als 14.000 KMU bedient. Jede weitere Partnerschaft könnte damit einen neuen Vertriebskanal mit vergleichsweise niedrigen Kundengewinnungskosten schaffen.
Nach der Entwicklungsarbeit 2025 liefert 2026 nun erste Hinweise auf die kommerzielle Akzeptanz. Setzt sich das bisherige Nutzerwachstum fort und gelingt die Umwandlung in wiederkehrende Umsätze, könnte das mit 18,10 Mio. CAD bewertete Unternehmen am Anfang seiner Entwicklung stehen.
Lenovo präsentiert Rekordumsatz und übertrifft alle Prognosen
Beim Technologieunternehmen Lenovo machte sich besonders die sogenannte „Hybride KI-Strategie“ bemerkbar, bei der lokale Geräte mit externen Servern zusammenarbeiten. Lenovo erreichte aufgrund dieser Technologie den höchsten Umsatzwachstum im Rahmen eines Quartals in der Geschichte des Unternehmens. Mit einem Gesamtumsatz von 26,9 Mrd. USD stieg dieser um 43 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Nettogewinn stieg parallel dazu um 176 % auf 1,075 Mrd. USD.
Neben der KI trugen auch weitere Unternehmensbereiche zum Wachstum bei. Die Sparte für Endgeräte erwirtschaftete 17,1 Mrd. USD und 27 % Wachstum. Das Unternehmen hält in diesem Segment einen weltweiten Marktanteil von 25,1 % bei Computern mit speziellen Funktionen für künstliche Intelligenz. Auch die Verkäufe von Tablets und Smartphones stiegen um 80 % (bei Tablets) beziehungsweise 15 % (bei Smartphones). Die deutlichste relative Steigerung zeigte wie oben genannt der Bereich für Infrastrukturlösungen, dessen Umsatz sich mit einem Anstieg von 98 % auf 8,5 Mrd. USD nahezu verdoppelte. Der Konzern registriert hier eine anhaltend hohe Nachfrage nach Servern. Um die Marktpräsenz weiter auszubauen, erhöhte Lenovo zudem die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 30 % auf 682 Mio. USD.
Analysten der Bank of America passten ihre Bewertung der Lenovo-Aktie an und änderten die Einstufung von „Neutral“ auf „Kaufen“. Zudem hoben sie das Kursziel von bisher 67,20 USD auf 117,69 USD an. Der Grund dafür ist, dass die Zahlen die Prognose der Bank deutlich übertrafen. Der ausgewiesene Umsatz lag 20 bis 22 % über den Erwartungen, während der bereinigte Gewinn die Prognosen um 56 bis 68 %überstieg. Als primären Grund für die Heraufstufung nannten wurden die überdurchschnittlich guten Verkaufszahlen und die allgemeine Geschäftsentwicklung in der Server-Abteilung genannt.
Der KI-Boom verlagert sich von der Vision ins operative Geschäft. Cisco profitiert bereits von milliardenschweren Infrastrukturaufträgen, während Lenovo mit Rekordwachstum bei Servern und KI-Geräten die Erwartungen pulverisiert. Gelingt es Miivo AI, das starke Nutzerwachstum in wiederkehrende Umsätze umzuwandeln und weitere Vertriebspartner zu gewinnen, könnte die niedrige Bewertung angesichts von weltweit über 400 Mio. KMU noch reichlich Kurspotenzial bieten.
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