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07.01.2022 | 05:08

Deutsche Bank, Troilus Gold, Allianz – Zinserhöhung und die Folgen

  • Zinserhöhung
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  • Inflation
Bildquelle: pixabay.com

Die lockere Geldpolitik könnte ein schnelleres Ende finden als gedacht, zumindest in den USA. So stellten die Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses der Federal Reserve fest, dass die Inflationsentwicklung höher und stärker gewesen sei als prognostiziert. Dies liest sich aus dem Protokoll der Sitzung der US-Notenbank von Mitte Dezember heraus. Dadurch seien schnellere Anhebungen der Zinsen gerechtfertigt. Im Zuge der Erwartung einer restriktiveren Gelpolitik profitieren vor allem Finanzwerte. Die Chancen auf weitere Kursgewinne stehen dabei gut.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: TROILUS GOLD CORP. NEW | CA8968871068 , DEUTSCHE BANK AG NA O.N. | DE0005140008 , ALLIANZ SE NA O.N. | DE0008404005

Inhaltsverzeichnis:


    Deutsche Bank – Neue Kursziele

    Während der Gesamtmarkt nach der Veröffentlichung des Fed-Protokolls in die Knie ging, zeigten vor allem Finanzwerte relative Stärke. Die Marktteilnehmer sehen in der Erhöhung der Zinsen vor allem Geldhäuser als Hauptprofiteure. So stieg der europäische Index des Bankensektors Stoxx 600 Banks auf den höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren. Befeuert wurde auch der Aktienkurs der Deutschen Bank. Mit einem Plus von über 5% auf 12,25 EUR konnte der Chart einen aus 2018 existierenden Widerstand überwinden. Damit könnte er seine seit über drei Jahren laufende Bodenbildungsphase überwunden haben.

    Fundamental konnte das Frankfurter Bankhaus weitere wichtige Schritte bei der Konzernstrukturierung erreichen. Im Zuge des Verkaufs des Geschäfts mit Hedgefonds und des elektronischen Aktienhandels an BNP Paribas sei die Übertragung von Kunden, Technologie und Beschäftigten an die Rivalin zum Jahresende abgeschlossen worden, teilten die Institute mit.

    Durch die Gründung eines Joint Ventures mit der Vermögensverwaltungseinheit der Postal Savings Bank of China plant der DAX-Konzern zudem den Gang nach Asien. Der chinesische Kapitalmarkt wurde bereits 2019 für Vermögensverwalter und ausländische Banken geöffnet. Die Investmentbank JP Morgan bestätigte in einer Studie das Kursziel von 15,00 EUR und stuft die Aktie weiterhin mit „Overweight“ ein.

    Troilus Gold – Schlafender Riese

    Die Ankündigung mehrerer Zinsanhebungen belasten dagegen den Goldpreis kurzfristig. So fiel das gelbe Edelmetall erneut unter die wichtige Unterstützung bei 1.800 USD je Unze. So gut die fundamentalen Aussichten langfristig mit einem historisch hohen Staatsverschuldungsgrad und steigender Inflation sind, kurzfristig könnte das Edelmetall noch einmal die Tiefststände des vergangenen Jahres bei rund 1.680,00 USD je Unze testen. Ein größerer Rückfall wäre dann jedoch auf längere Sicht eine gute Chance, einen antizyklischen Einstieg zu wagen.

    Aus der zweiten Reihe sollten Anleger die Aktien des Explorationsunternehmens Troilus Gold auf der Watchlist haben. Das Junior-Bergbauunternehmen fokussiert sich auf die systematische Weiterentwicklung und Risikominderung der ehemaligen Gold- und Kupfermine Troilus. Von 1996 bis 2010 produzierte die Mine mehr als 2 Mio. Unzen Gold und fast 70.000t Kupfer und befindet sich in der erstklassigen Bergbauregion Quebec in Kanada, wo das Unternehmen eine strategische Landposition von 1.420 qkm im Frôtet-Evans Greenstone Belt besitzt.

    Troilus Gold treibt dabei die technischen Studien nach dem Abschluss einer soliden PEA im Jahr 2020 voran. Die letzte Wertstudie aus dem Jahr 2020 brachte mit 8,1 Mio. Unzen Gold-Äquivalent, rund 85% Gold und 15% Kupfer, eine Gesamtbewertung nach Steuern von 915 Mio. USD hervor. Die Rendite (IRR) errechnete sich mit 32%, die Investitionen würden sich in drei Jahren amortisieren. Ein Goldpreis von 1.750 USD je Unze wurde diesen Berechnungen zu Grunde gelegt. Im laufenden Jahr soll eine neue Ressourcenschätzung sowie die Ergebnisse einer Vormachbarkeitsstudie veröffentlicht werden, die neues Kurspotenzial hervorbringen könnten.

    Der Aktienkurs von Troilus Gold liegt nach einer Korrektur von knapp 50% aktuell bei 0,74 CAD. Mehrere Analystenhäuser sehen in der Aktie einen klaren Kaufkandidaten. Laurentian Bank Securities vergab ein „Buy“-Rating mit einem Kursziel von 3,30 CAD, die Analysten von Stifel formulieren sogar ein Ziel von 4,00 CAD.

    Allianz AG – Profiteur der Fed-Minutes

    Ähnlich wie die Deutsche Bank konnte auch der Versicherungskonzern Allianz profitieren. Mit einem Plus von 3% thronen die Münchner an der DAX-Spitze. Weiteres Kurspotenzial könnte sich bei dem Überwinden des Hochs des Jahres 2021 bei 223,40 EUR ergeben.

    Rückenwind erhält das DAX-Unternehmen dabei von mehreren Analystenhäusern. So hoben die Experten der Deutsche Bank das Kursziel für den Versicherungskonzern von 240 EUR auf 250 EUR an und stufen die Aktie weiterhin als „Kauf“ ein. Steigende Anleiherenditen seien gut für die Bilanzen. Allianz gehöre vor diesem Hintergrund als Substanzwert und in Erwartung mittelfristiger Kurstreiber zu den stärksten Empfehlungen, schrieben die Analysten Hadley Cohen und Oliver Steel.


    Durch die Veröffentlichung der FED-Protokolle, die auf schnellere Zinsanhebungen hinweisen, profitieren vor allem Finanzwerte wie Deutsche Bank oder Allianz. Dagegen korrigiert der Goldsektor. Im Hinblick auf die weiter hohe Inflation dürften Aktien wie Troilus Gold auf aktuellem Niveau langfristig interessant werden.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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