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30.01.2026 | 05:30

Elektromobilität braucht Graphit genau wie der KI-Energiehunger – jetzt bei BYD, Graphano Energy und Intel genau hinschauen

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Bildquelle: pixabay.com

Die Energiewende erreicht 2026 einen kritischen Punkt: Speicher werden zur systemrelevanten Infrastruktur, angetrieben durch die Elektromobilität und den explodierenden Stromhunger der KI. Dieser Boom treibt die Nachfrage nach Hochleistungsbatterien und essenziellen Rohstoffen wie Graphit in ungeahnte Höhen. Wer die strukturellen Gewinner dieses Megatrends identifizieren will, sollte drei Schlüsselakteure im Auge behalten: den E-Mobility-Pionier BYD, den Rohstoffspezialisten Graphano Energy und den Chipriesen Intel.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , Graphano Energy Ltd. | CA38867G2053 , INTEL CORP. DL-_001 | US4581401001

Inhaltsverzeichnis:


    BYD - Jahresrückblick zeigt gemischtes Bild

    Das Jahr 2025 endete für den Elektroauto-Pionier BYD mit einem ambivalenten Signal. Die Dezember-Verkäufe neuer Energiefahrzeuge lagen zwar unter dem Vorjahresniveau, doch über das Gesamtjahr betrachtet konnte das Unternehmen sein Volumen weiter ausbauen. Besonders bemerkenswert ist die Verschiebung innerhalb der Produktpalette. Während der Absatz von Plug-in-Hybriden nachließ, legten die rein batterieelektrischen Modelle (BEV) kräftig zu. Dieser Mix-Wandel hin zu mehr BEVs unterstreicht die Anpassungsfähigkeit des Konzerns und spiegelt einen breiteren Markttrend wider.

    Auf der globalen Bühne hat BYD im vergangenen Jahr einen Meilenstein erreicht. Es lieferte weltweit die meisten vollelektrischen Fahrzeuge aus und überholte damit den bisherigen Spitzenreiter. Dieser Erfolg wurde maßgeblich durch ein explosives Exportwachstum getrieben. Allerdings steht das Unternehmen im heimischen China unter erheblichem Druck. Ein intensiver Preiskampf und staatliche Maßnahmen gegen übertriebene Rabattaktionen belasten das Umfeld. Zudem deuten Branchenprognosen auf eine allgemeine Abkühlung des Wachstums im größten Automarkt der Welt hin.

    Trotz der Herausforderungen arbeitet BYD weiter strategisch an seiner Internationalisierung und technologischen Basis. Gespräche über Batterielieferungen an globale Automobilkonzerne und die Prüfung von Montagemöglichkeiten in Schlüsselmärkten wie Indien zeigen den expansiven Kurs. Kooperationen, beispielsweise im Bereich der Hybridtechnologie, sollen die Breite des Geschäftsmodells absichern. Für Investoren bleibt BYD somit ein spannender, wenn auch komplexer Marktführer im Wandel, der Stärke und Verwundbarkeit gleichermaßen demonstriert. Derzeit ist die Aktie für 10,91 EUR zu haben.

    Graphano Energy - neue Daten untermauern Explorationserfolg

    Die jüngste Meldung von Graphano Energy bringt frischen Wind in die Bewertung des Explorationsunternehmens. Am 16. Januar präsentierte das Management die Ergebnisse einer umfangreichen luftgestützten geophysikalischen Überprüfung seines Black-Pearl-Projekts in Québec. Die Auswertung der 473 km an Messdaten bestätigt einen durchgehenden leitfähigen Trend von über 1,2 km Länge. Noch spannender ist die Identifizierung zahlreicher neuer Prioritätsziele, die das erkundungsfähige Gebiet deutlich vergrößern. Damit erhält das Projekt einen robusten technischen Unterbau für die künftige Ressourcengenerierung.

    Diese Luftdaten liefern die technische Bestätigung für bisherige Bodenuntersuchungen und vorangegangene Bohrungen. Bereits im Herbst 2025 hatte ein erstes Bohrprogramm auf Black Pearl vielversprechende, nah an der Oberfläche liegende Graphitzonen getroffen. Die Ergebnisse, darunter 8,61 m mit 11,33 % graphitischem Kohlenstoff, hatten damals das Interesse geweckt. Die neuen geophysikalischen Anomalien legen nun nahe, dass diese Mineralisierung möglicherweise nur der Anfang einer größeren Struktur ist. Die entscheidende Frage für die kommenden Monate wird sein, ob sich die hohen Gehalte der Entdeckungsbohrungen in diesen neuen Zielzonen wiederholen lassen.

    Für das weitere Vorgehen schafft die Kampagne Klarheit. Ein detaillierter technischer Bericht, der in etwa fünf Wochen erwartet wird, wird die nächsten Schritte leiten. Die Daten dienen als präzise Roadmap für weitere Feldarbeit und zielgerichtete Bohrprogramme. Für Investoren unterstreicht diese systematische, datengetriebene Vorgehensweise, wie das Unternehmen sein wichtigstes Explorationsprojekt zielstrebig vorantreibt und methodisch Risiken minimiert. Diese Disziplin bei der Mittelverwendung, gestützt durch die jüngste Finanzierung, könnte den entscheidenden Vorsprung in der wettbewerbsintensiven Exploration für kritische Mineralien verschaffen. Aktuell notiert die Aktie bei 0,18 CAD.

    Intel - muss jetzt liefern

    Intel präsentiert weiterhin ein zwiespältiges Bild. Positiv sticht das Datencenter- und KI-Segment (DCAI) heraus, das solides Umsatzwachstum und eine deutliche operative Gewinnausweitung verzeichnete. Dies deutet auf verbesserte Absatzpreise und starke Nachfrage in diesem Kernbereich hin. Die Bilanz wurde zudem durch signifikante externe Investitionen gestärkt, was der finanziellen Flexibilität zugutekommt. Die Einführung der neuen 18A-Prozesstechnologie und die anstehende Markteinführung der Panther-Lake-CPUs bergen langfristiges technologisches Potenzial.

    Dem stehen erhebliche operative Hürden gegenüber. Akute Lieferengpässe werden das Wachstum voraussichtlich im ersten Halbjahr 2026 dämpfen und zu einem schwachen Quartalsauftakt führen. Der Kundenbereich (CCG) verzeichnet bereits rückläufige Umsätze. Besonders problematisch ist der anhaltende Druck auf die Bruttomarge, die durch hohe Fixkosten und anlaufende Produktion neuer Chips belastet wird. Die Führung räumt ein, dass das aktuelle Niveau inakzeptabel ist.

    Die Bewertung der Aktie zeigt, dass der Markt die Turnaround-Story mit Vorsicht betrachtet. Zwar handelt das Papier mit einem Abschlag gegenüber vielen Halbleiter-Peers, dieser ist jedoch historisch betrachtet geringer als in der jüngeren Vergangenheit. Dies lässt wenig Spielraum für weitere Enttäuschungen. Die Foundry-Sparte bleibt ein großer Kostenfaktor ohne signifikante externe Kunden und trägt nicht zur Profitabilität bei. Für überzeugende Kursimpulse muss Intel nun liefern: Die Lieferketten müssen stabilisiert und die versprochenen Margenverbesserungen in den Zahlen sichtbar werden. Bis dahin ist Geduld gefragt. Momentan kostet eine Aktie 48,78 USD.


    Der strukturelle Bedarf an Hochleistungsbatterien und Halbleitern macht Graphit und Energieeffizienz zu entscheidenden Werttreibern. BYD festigt als globaler E-Mobilitätsführer seine Position, kämpft aber im heimischen China mit kühler werdender Konjunktur. Graphano Energy systematisiert mit neuen Explorationsdaten sein Quebec-Projekt und stärkt so seine Rolle als potenzieller Rohstofflieferant. Intel wiederum zeigt im KI-Geschäft Stärke, bleibt jedoch durch Lieferengpässe und Margendruck in seiner operativen Erholung gebremst.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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