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16.03.2026 | 05:10

Lynas Rare Earths, Power Metallic Mines, Mosaic – 3 Profiteure des Rohstoff-Krieges

  • kritische Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Der Kampf um kritische Rohstoffe spitzt sich weltweit zu. Metalle wie Seltene Erden, Kupfer, Nickel oder Kobalt sind unverzichtbar für Elektromobilität, Windkraft und Stromnetze, gleichzeitig aber auch für moderne Rüstungstechnologie. Während China große Teile der globalen Verarbeitung kontrolliert, versuchen die USA, Europa und ihre Partner mit Milliardenprogrammen neue Lieferketten aufzubauen. Minenprojekte, Recyclingverfahren und strategische Partnerschaften rücken damit ins Zentrum eines geopolitischen Wettlaufs. Für Rohstoffunternehmen entsteht ein Umfeld, das seltene Metalle zum Schlüsselthema der kommenden Jahre macht.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: LYNAS CORP. LTD | AU000000LYC6 , POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 , MOSAIC CO. DL-_01 | US61945C1036

Inhaltsverzeichnis:


    Lynas Rare Earths - Mega-Deal greift Chinas Monopol an

    Die globale Versorgung mit Seltenen Erden steht vor einem massiven Strukturwandel. Seit den chinesischen Exportbeschränkungen im Jahr 2025 arbeiten westliche Industrienationen unter Hochdruck daran, sich aus der strategischen Abhängigkeit Pekings zu befreien. Derzeit kontrolliert China noch gewaltige 90 bis 95 % der weltweiten Verarbeitungskapazitäten. Das erklärte Ziel des Westens ist es nun, dieses Monopol innerhalb der nächsten 24 Monate aufzubrechen. Dabei greifen staatliche Initiativen, wie das 12 Mrd. USD schwere „Project Vault“ der USA zur Förderung neuer Verarbeitungstechnologien und internationale Diplomatie gezielt ineinander. Der Fokus liegt längst nicht mehr nur auf dem reinen Abbau, sondern auf der autonomen Trennung und Weiterverarbeitung der Rohstoffe. Inmitten dieser geopolitischen Neuausrichtung rückt der australische Förderer Lynas Rare Earths als größter Produzent Seltener Erden außerhalb Chinas massiv ins Zentrum.

    Einen entscheidenden strategischen Meilenstein markiert das soeben bis ins Jahr 2038 verlängerte Abkommen mit dem japanischen Konsortium JARE. Diese Partnerschaft sichert essenzielle Lieferketten für Dauermagnete in der Elektromobilität und der Windkraft. Konkret verpflichtet sich Japan zur festen Abnahme von jährlich mindestens 5.000 t Neodym-Praseodym-Oxid (NdPr), sowie der Hälfte der Produktion an schweren Seltenen Erden wie Dysprosium und Terbium. Der eigentliche Clou für Lynas ist jedoch eine garantierte Preisuntergrenze von 110 USD pro Kilogramm NdPr. Dieser Schutzschirm bewahrt das Unternehmen vor der gefürchteten Volatilität am Markt für Seltene Erden und garantiert sichere Einnahmen von rund 775 Mio. AUD. Steigen die Preise über 150 USD, greift eine vertragliche Gewinnbeteiligung mit den japanischen Partnern.

    Die Lynas-Aktie schoss nach Bekanntgabe um bis zu 17 % nach oben und notierte mit Kursen über 12,80 EUR, knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht beläuft sich das Plus der Papiere auf 185 %. Fundamental untermauert wird diese rasante Rally von starken operativen Daten. So explodierte der Nettogewinn im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2026 auf 80 Mio. AUD gegenüber rund 6 Mio. AUD aus dem Vorjahr. Analysten reagieren positiv auf die aufkommenden Erfolgssignale. Häuser wie Bell Potter und Jefferies hoben ihre Kursziele massiv an, da die vertraglich gesicherten Einnahmen das Risiko der Aktie deutlich senken und die Bewertungsprämie rechtfertigen würden.

    Power Metallic Mines – Neues Highlight

    Die globale Rohstoffpolitik befindet sich im Umbruch. Westliche Industrienationen suchen zunehmend nach sicheren Lieferketten für strategische Metalle, Kanada rückt dabei immer stärker in den Fokus. Politische Stabilität, eine ausgeprägte Bergbauindustrie und klare regulatorische Rahmenbedingungen machen die Provinz Québec zu einem Hotspot für neue Entdeckungen. Hier betreibt Power Metallic Mines sein Nisk-Projekt, ein Multi-Metall-Vorkommen mit erheblichem Entwicklungspotenzial.
    Die Lagerstätte vereint eine seltene Kombination strategischer Metalle: Kupfer, Nickel, Kobalt sowie Platinmetalle und Edelmetalle. Diese Rohstoffe spielen eine zentrale Rolle für Elektrifizierung, Batterietechnologie, Energienetze und die wachsende KI-Infrastruktur. Besonders Kupfer gilt als Schlüsselmetall der Energiewende. Gleichzeitig deutet die Metallurgie darauf hin, dass das Projekt wirtschaftlich deutlich attraktiver sein könnte als zunächst angenommen.

    Ein entscheidender Punkt dafür sind die außergewöhnlich hohen Gewinnungsraten. Tests aus der Lion-Zone zeigen über dem Durchschnitt liegende Metallrückgewinnungsraten von rund 98,9 % bei Kupfer, 96,8 % bei Platin und 93,9 % bei Palladium. Aktuell treibt das Unternehmen ein umfangreiches Bohrprogramm mit zehntausenden Metern voran und kontrolliert inzwischen den Großteil der aussichtsreichsten Strukturen im Gebiet. Die Projektfläche wurde massiv auf rund 330 km² ausgebaut.

    Auch an der Börse sehen Analysten noch erheblichen Spielraum. Kursziele von im Schnitt 2,44 CAD stehen einem aktuellen Kurs von 1,09 CAD gegenüber. Zusätzlich könnte ein künftiges Listing an einer großen US-Börse internationale Investoren anziehen. Dass sich bereits bekannte Bergbauunternehmer und Investoren im Aktionariat engagieren, unterstreicht das Vertrauen in das Projekt.

    Im Vorfeld einer Ressourcenschätzung erhielt das von CEO Terry Lynch geführte Unternehmen die ersten Untersuchungsergebnisse der Bohrungen, die von Ende 2025 bis Anfang 2026 in der Lion-Zone in Québec durchgeführt wurden. Hier wurde unter anderem über 16,55 m mit über 10 % Kupfer der bislang beste Kupferabschnitt erreicht. Weitere Abschnitte mit mehreren Prozent Kupferäquivalent bestätigen das hochgradige Potenzial der Entdeckung. Gleichzeitig erweitert die Bohrung die mineralisierte Zone und eröffnet perspektivisch sogar Szenarien für einen frühen Tagebau. Für das Management sind die Resultate ein Hinweis darauf, dass der Markt das Ausmaß dieser Entdeckung bislang noch nicht vollständig eingepreist hat.

    The Mosaic Company - Aus Dünger-Abfall wird Milliarden-Geschäft

    Die globalen Agrar-Lieferketten befinden sich aktuell im absoluten Ausnahmezustand. Während die Finanzwelt gebannt auf die Ölpreise starrt, sorgt die militärische Blockade in der Straße von Hormus für eine drastische Verknappung am Düngemittelmarkt. Rund 35 % des weltweiten Seehandels mit Harnstoff sowie gewaltige Mengen an Phosphaten und Ammoniak sind von diesem Engpass betroffen. Für US-Branchengrößen wie The Mosaic Company erweist sich diese geopolitische Krise als massiver Kurstreiber. Nachdem das Kerngeschäft im vierten Quartal 2025 noch unter hohen Produktionskosten und einer schwächelnden Nachfrage gelitten hatte, katapultiert die regionale Angebotsverknappung die Dünger-Aktien nun auf neue Rekordhochs.
    Neben dem Basisgeschäft plant Mosaic ein weiteres strategisches Standbein. Um die Abhängigkeit von den volatilen Phosphatpreisen zu durchbrechen, treibt der Konzern im brasilianischen Uberaba ein Joint Venture mit dem britischen Entwickler Rainbow Rare Earths voran. Mosaic wird daran 51 % halten.

    Der strategische Ansatz dieses Projekts: Anstatt Milliarden in riskante neue Minenerschließungen zu stecken, gewinnen die Partner die essenziellen Metalle direkt aus Phosphorgips, einem bisher ungenutzten Abfallprodukt der lokalen Düngemittelproduktion. Geplant ist die jährliche Verarbeitung von 2,7 Mio. t dieses Reststoffs ab dem Jahr 2030, sowie die Filterung von 1.900 t Neodym-Praseodym-Oxid sowie 600 t eines Konzentrats aus Seltenen Erden, die für E-Autos und Rüstungstechnologie unerlässlich sind. Die finanziellen Aussichten sind gigantisch. Erwartet werden ein Jahresumsatz von 319 Mio. USD und ein operativer Gewinn von 217 Mio. USD.

    Brasilien rückt als zentraler Standort durch diese Kooperation ins Zentrum westlicher Industrieinteressen. Der Standort etabliert sich als strategischer Ankerpunkt auf dem amerikanischen Kontinent und bietet dem Westen eine hochrentable, schnell umsetzbare Alternative zu den stark monopolisierten Lieferketten aus China. Für Anleger formiert sich bei Mosaic damit eine spannende Investmentstory aus lukrativem Agrar-Basisgeschäft und Seltenen Erden-Potenzial.


    Der globale Wettlauf um strategische Rohstoffe nimmt weiter Fahrt auf. Lynas Rare Earths profitiert als größter Produzent seltener Erden außerhalb Chinas von langfristig gesicherten Abnahmeverträgen. Power Metallic Mines überzeugt mit einer hochgradigen Multi-Metall-Entdeckung in Québec. Mosaic erschließt über ein innovatives Recyclingprojekt neue Quellen für Seltene Erden.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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