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24.08.2026 | 05:04

Energiemarkt im Fokus mit den Aktien von 2G Energy, A.H.T. Syngas Technology und SFC Energy!

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Bildquelle: Gemini

Der Markt für Energie im Umbruch. Das Öl-Zeitalter neigt sich nicht dem Ende zu, doch alternative Energie holt auf und füllt Lücken, die eine geopolitisch chaotische Welt hinterlässt. Historisch gesehen befinden sich die Preise für Öl und Gas auf hohem Niveau. Beim Endkunden aber hat die derzeitige Lage teils desaströse Auswirkungen. Extrem hohe Dieselpreise belasten Pendler, Reisende und Spediteure. Das teure Kerosin macht sich als großer Kostenblock bei den Airlines bemerkbar. Und die Aussichten werden nicht unbedingt besser. Denn der Krieg im Nahen Osten und in der Ukraine bzw. Russland sorgt für Lieferausfälle in einem bisher kaum gekannten Ausmaß. Manche Experten sprechen beim Öl von größeren Auswirkungen als die Ölkrisen der 1970er Jahre. Dezentrale Energielösungen sind ein Weg, um Abhängigkeiten zu reduzieren. Wir blicken heute deshalb auf die Aktien von 2G Energy, A.H.T Syngas Technology und SFC Energy!

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Tarik Dede
ISIN: A.H.T. SYNGAS TECH. EO 1 | NL0010872388 , 2G ENERGY AG | DE000A0HL8N9 , SFC ENERGY AG | DE0007568578

Inhaltsverzeichnis:


    SFC Energy: Wieder auf Wachstumskurs!

    Die SFC Energy AG kann man im Nebenwerte-Sektor schon fast als Börsen-Urgestein bezeichnen. Die Oberbayern gingen im Mai 2007 an den Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse zu einem Preis von 37 EUR je Stück. Heute steht die Aktie bei etwas mehr als 20 EUR, womit die Anleger der ersten Stunde also kein Geld verdient haben – zumindest nicht, wenn sie dem Buy & Hold gefolgt sind.
    Doch heute sind alternative Lösungen für die Energiefrage in Unternehmen immer drängender. Die Kosten für Diesel, Gas und andere fossile Träger steigen rasant, was zum einen mit den Störungen in den russischen Lieferketten sowie am Persischen Golf zu tun hat. Zum anderen hat dieser Sommer aber auch gezeigt, wie sehr Europa unter dem Klimawandel leidet und welche Kosten dies auch für die Wirtschaft hat. Es gilt wohl auch in den kommenden Jahren, den CO2-Fußabdruck zu reduzieren.
    SFC hat sich auf netzunabhängige, dezentrale Stromversorgungslösungen auf Basis von Brennstoffzellen fokussiert. Das Unternehmen liefert autonome Klein-Energiesysteme für alle Einsatzorte – ganz ohne eine Anbindung an das Stromnetz. Das Hauptprodukt sind Direktmethanol- und Wasserstoff-Brennstoffzellen sowie entsprechende Leistungselektronik. Sie sollen ein Ersatz für Dieselgeneratoren sein. Die Zielmärkte sind riesig: Neben dem Sicherheitsbereich (Militär, Grenzschutz, Polizei) schaut SFC auch auf die Industrie sowie Öl- und Gasfirmen. Nicht zuletzt sind bei Endkunden auch Wohnmobile oder abgelegene Hütten eine Kundengruppe. Wiederkehrende Umsätze erzielen die Bayern durch den Verkauf der benötigten Methanol-Tankpatronen, Ersatzteile sowie Service- und Wartungsverträge.
    Im ersten Halbjahr flossen mit diesem Business-Modell 82,4 Mio. EUR durch die Bücher, ein Plus von rund 12 %. Das EBIT wurde allerdings auf 14 Mio. EUR mehr als verdreifacht. Die EBIT-Marge von 17 % kann sich sehen lassen. Im Gesamtjahr peilt das Management einen Umsatz von 166 bis 175 Mio. EUR an. Die Aktie könnte durch die Inflation bei Energiepreisen profitieren. Nach dem starken Anstieg zu Jahresbeginn befindet sie sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung.

    A.H.T. Syngas Technology: Für die Freunde deutscher Micro-Caps!

    Wiederkehrende Erträge sind das, was die Börse sehen will. Denn diese Recurring Revenues durch beispielsweise Abonnements, Software-as-a-Service oder Wartungsverträge machen das Geschäft eines Unternehmens planbar, senken in der Regel die Kosten und erhöhen die Visibilität der künftigen Erträge. Daher wird diesen Aktien in der Regel ein höheres Bewertungsmultipel zugestanden.
    Unter den deutschen Nebenwerten leidet bisher die A.H.T. Syngas Technology unter dem Nachteil, dass man meist einzelne Aufträge bekommt, aber kaum wiederkehrende Erträge. Das macht es für Anleger nicht leicht. Dabei bietet die Aktie auf dem aktuellen Kursniveau erhebliches Potenzial. Denn der Börsenwert beträgt lediglich knapp 7 Mio. EUR. Bei vielen Investoren fährt die Aktie noch unter dem Radar.
    Doch das könnte sich ändern. Denn A.H.T. Syngas Technology arbeitet an einer spannenden Technologie, die bereits erprobt ist. Das Unternehmen hat ein bereits patentiertes Doppelfeuerverfahren entwickelt. Damit können Abfälle wie Holzreste, Gärreste, Klärschlamm oder andere biologische Stoffe thermochemisch in ein besonders reines Synthesegas umgewandelt werden. Der große Vorteil: Die Anlagen sorgen direkt vor Ort für Strom, Wärme oder Gas. So können vor allem Industriefirmen das fossile und vor allem teure Erdgas substituieren, in diesem Prozess Reststoffe nutzen und gleichzeitig die Abhängigkeit von Netzen reduzieren. Das spart bares Geld. Die Nähe zur Produktion ermöglicht es vor allem auch kleinen Firmen, ihren Energiehunger zu stillen. Und das Verfahren hat einen besonderen Vorteil: Während für andere Verfahren hochwertige, standardisierte Holzhackschnitzel nötig sind, können mit der Doppelfeuermethode alle möglichen Eingangsstoffe genutzt werden, sogar brikettierte Agrarabfälle wie Gülle und Klärschlamm.
    Die Rheinländer wollen dieses „Waste-to-Value“-Modell ausbauen. A.H.T. expandiert in die attraktive Nische der kleinen und mittelgroßen Abnehmer, also Mittelständler, Gemeinden oder lokale Energieversorger, die dezentrale Lösungen bevorzugen. Um Umsatzschwankungen zu reduzieren, will das Unternehmen nun den Sprung vom reinen Projektierer zum Energiepartner schaffen. So sollen ausgewählte Anlagen mit Partnern selbst betrieben werden, was wiederkehrende Erträge verspricht und eine bessere Visibilität für Anleger bietet.
    Und damit wären wir zurück an der Börse. Die Aktie von A.H.T. Syngas Technology hat sich seit dem Jahreshoch im Februar nahezu halbiert. Seit ein paar Wochen läuft nun eine Gegenbewegung. Bereits ein großer Auftrag oder eine neue Partnerschaft könnte die Aktie wieder Richtung der alten Hochs bringen. Analyst Cosmin Filker von GBC Research traut dem Papier jedoch deutlich mehr zu. Er hat ein Kursziel von 8,50 EUR ausgegeben. Damit hätte das Papier mehr als Verdopplungs-Potenzial.

    2G Energy: Wachstum zieht an!

    Vergangene Woche fand in Ahaus die Hauptversammlung von 2G Energy statt. Das Management hatte ein paar positive Überraschungen im Gepäck. Denn das Wachstum soll anziehen. Das Unternehmen erwartet nun bis 2028 ein Umsatzwachstum von 20 %, zuvor waren lediglich 10 % avisiert worden. Die EBIT-Marge soll 10 % erreichen. Dabei ist 2G Energy eigentlich für eher konservative Prognosen bekannt. Dies deutet auf eine hohe Dynamik und eine gute Visibilität bei den Aufträgen hin. CEO Pablo Hofelich, der den Job vom Gründer übernahm, blickt äußerst optimistisch in die Zukunft. Im Bereich Biomasse sollen die Auftragseingänge seit dem Q4/2025 im laufenden zweiten Halbjahr die Umsätze ankurbeln. Dabei stünde man laut Hofelich erst am Anfang der Internationalisierung.
    Für viel Fantasie sorgten zuletzt Aufträge aus den USA im Bereich der Data Center. Hier wurden schon Orders im dreistelligen Millionenbereich gemeldet. 2G will nun auch in Europa und anderswo von der Nachfrage nach seinen dezentralen Produkten profitieren. Recht neu ist man zudem im Bergbau aktiv, wo der Start in Australien glückte. 60 MW stehen bereits im Orderbuch. Hier will das Unternehmen in weitere Regionen expandieren.
    CEO Pablo Hofelich sieht 2G Energy aufgrund der hohen Nachfrage in „eine neue Dimension“ wachsen. Die Aktie hatte zuletzt nach dem Allzeithoch zurückgesetzt. Sie ist nicht günstig bewertet. Sollten aber die Aufträge wie bisher reinkommen und die Umsetzung gelingen, kann das Unternehmen hier gut reinwachsen.


    Fazit: 2G Energy hat die Erwartungen mit der jüngsten Hauptversammlung hochgesetzt. Ob Datacenter oder eine abgelegene Goldmine: Die Produkte sind gefragt. A.H.T. Syngas Technology will den Wandel zu wiederkehrenden Umsätzen schaffen und wieder auf dem Radar der Nebenwerte-Freunde auftauchen. Mit SFC können Anleger auf die Brennstoffzelle setzen. Das Börsen-Urgestein wächst wieder!


    Interessenskonflikt

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    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Tarik Dede

    Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.

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