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28.07.2026 | 04:15

Hausse im Energie-Sektor beflügelt kritische Metalle! Siemens Energy, Nel ASA, Globex Mining und Nordex im Fokus

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Bildquelle: Pixabay

Die Welt verändert sich rasant! Die eskalierende Nahostkrise verdeutlicht die akute Verwundbarkeit globaler Rohstofflieferketten und zwingt die westlichen Industrienationen zu einer radikalen geopolitischen Neuausrichtung. Denn um sich aus der Abhängigkeit von instabilen Regionen und autokratischen Monopolen zu befreien, investieren die USA und Kanada massiv in den beschleunigten Aufbau autarker, nordamerikanischer Lieferketten für kritische Mineralien und Edelmetalle. Diese Entwicklung erhält durch die protektionistische Wirtschaftspolitik einer zweiten Trump-Regentschaft, die unter dem Slogan „Drill, Baby, Drill“ einen zusätzlichen regulatorischen Katalysator und schafft eine Sonderkonjunktur für die rohstoffreichen Gebiete Nordamerikas wie z.B. den Abitibi-Gürtel in Québec. In diesem hochexplosiven Marktumfeld avanciert der konsequent im Stillen agierende Lizenz-Spezialist Globex Mining zu einem der größten Profiteure der Neuzeit. Während Partnerunternehmen die kapitalintensiven Bohrungen finanzieren, sammelt das Unternehmen risikofrei wertvolle Schmelzlizenzen und positioniert sich perfekt für die zukunftsentscheidende Energiewende. Für Investoren bietet die nordamerikanische Renaissance der Ressourcenförderung multiple Chancen. Hingegen scheinen nach einer ausgedehnten Rally etablierte Energie-Unternehmen eine Anstiegspause einzulegen. Ein kritischer Blick lohnt.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093 | TSX: GMX. OTCQX: GLBXF , SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235

Inhaltsverzeichnis:


    Globex Mining – Explorations-Boom in Nordamerika schafft Grundlage für eine Neubewertung

    Die Kombination aus geopolitischen Versorgungsängsten, staatlicher US-Förderung und beschleunigten Genehmigungsverfahren im eigenen Vorgarten treibt die Nachfrage nach heimischen Claims in historische Dimensionen. Das kanadische Traditionsunternehmen Globex Mining Enterprises unter der Leitung von Jack Stoch nutzt dieses Umfeld perfekt, indem es als risikoarme „Mineral Property Bank“ agiert. Über bereits 50 Jahre betreibt Globex das heute etablierte „Project-Generator“-Geschäftsmodell. Es basiert darauf, aussichtsreiche Liegenschaften günstig zu erwerben, geologisch aufzuwerten und anschließend über lukrative Optionsverträge an finanzierte Partner zu übertragen. Diese Partner übernehmen das gesamte finanzielle Risiko der Exploration, während Globex im Gegenzug direkte Barzahlungen, Aktienbeteiligungen und wertvolle Bruttoschmelzlizenzen erhält.

    Mit einem gigantischen Portfolio von rund 270 Vermögenswerten und über 100 aktiven Royalty-Vereinbarungen sichert sich das schuldenfreie Unternehmen dauerhafte Einnahmen ohne eigenen Verwässerungsbedarf. Die enorme Rohstoffpalette reicht von klassischen Edelmetallen wie Gold und Silber über Basismetalle bis hin zu den für die Energiewende unverzichtbaren kritischen Metallen wie Lithium, Nickel und Seltenen Erden. Ein Großteil dieser Claims konzentriert sich im politisch stabilen Abitibi-Gürtel in Québec, welcher sich durch erstklassige Infrastruktur und hervorragende rechtliche Rahmenbedingungen auszeichnet. Ein aktueller Werttreiber ist das Duquesne-West-Goldprojekt, wo der Partner Emperor Metals im Rahmen einer massiven Bohrkampagne bereits eine Ressource von 1,46 Millionen Unzen Gold nachweisen konnte. Ein weiteres Highlight im Portfolio stellt das Parbec-Goldprojekt nahe der kanadischen Malartic-Mine dar, bei dem sich Globex eine direkte 3 %-Gross-Metal-Royalty auf alle zukünftigen Produktionsmengen gesichert hat. Dass dieses System hervorragend funktioniert, zeigt auch ein frischer 3,5-Millionen-USD-Deal mit Edison Lithium für zwei Goldprojekte im James-Bay-Gebiet, der Globex sofortige Liquidität und neue Lizenzen einbringt. Abgerundet wird die strategische Rohstoff-Pipeline durch hochgradige Antimon-Vorkommen, die aufgrund ihrer militärischen und technologischen Relevanz in Zeiten westlicher Förderknappheit als echter geopolitischer Trumpf gelten.

    COO David Christie erörterte die besonderen Vorzüge seines Rohstoff-Asset-Geschäfts beim letzten International Investment Forum. Hier geht´s zum Video.

    https://youtu.be/EW22N6jb9W4

    Die operative Stärke des „Project-Generator“-Modells von Globex Mining manifestiert sich im Sommer 2026 durch massive Explorationsfortschritte bei mehreren strategischen Rohstoffprojekten gleichzeitig. So vermeldete der Optionierungspartner Antimony Resources Corp. Anfang Juli spektakuläre, hochgradige Bohrergebnisse auf der Bald Hill-Liegenschaft in New Brunswick, bei denen Gehalte von bis zu 16,65 % und Spitzenwerte von 33,40 % Antimon (Sb) über kürzere Abschnitte nachgewiesen wurden. Ergänzend startete Brunswick Exploration Inc. ein neues, 4.000 Meter umfassendes Sommerbohrprogramm auf dem Lithiumprojekt Mirage, auf dessen Claims Globex eine wertvolle 3-%-Gross-Metal-Royalty (GMR) hält. Zudem zeigt sich die langfristige Visibilität des Portfolios am hochgradigen Eisenerzprojekt Mont Sorcier in Québec: Der dortige Betreiber Cerrado Gold Inc. optimiert derzeit seinen Minenplan und die Infrastruktur zur massiven Kostenreduktion. Auf dem Plan steht nun die bankfähige Machbarkeitsstudie (BFS), die samt Umwelt- und Sozialverträglichkeitsgutachten (ESIA) im zweiten Quartal 2027 erwartet wird. Globex Mining bietet mittelfristig einen massiven Hebel auf die unaufhaltsame Neugestaltung der westlichen Wirtschaftsarchitektur.

    Siemens Energy und Nordex – Die technische Korrektur lebt sich aus

    Ungeachtet internationaler Entwicklungen haben die deutschen Energie-Titel Siemens Energy und Nordex ihren Höchstbewertungs-Zenit wohl kurzfristig gesehen. Denn nach einem massiven Aufschwung bis Mai 2026 erlebt der europäische Windkraft- und Energiesektor im Juli 2026 eine spürbare, charttechnische Konsolidierung, die primär durch Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Quartalszahlen des US-Konkurrenten GE Vernova ausgelöst wurde. Diese branchenübergreifende Schockwelle drückte die Aktie von Siemens Energy kurzzeitig um über 10 % nach unten, zum Top bei ca. 195 EUR klaffen nun schon über 20 %. Aktuell kann sich das Papier zumindest an der psychologisch wichtigen Unterstützungslinie von 150 EUR fangen, am 5.August gibt es frische Quartalszahlen. Sollte sich hier eine Abschwächung im globalen Energie-Rechenzentren-Superhype bemerkbar machen drohen weitere Verluste. Trotz eines hohen LSEG-Kursziels von 195 EUR und 21 aktiven Kaufempfehlungen steht die skeptische Analyse von mwb Research von Mitte Mai mit Target 100 EUR und „Sell“ im Raum. Die Analysten landeten hier mit einem zyklusgerechten Verkaufsurteil einen Volltreffer, wenngleich das Kursziel etwas zu tief anmutet. Mit Spannung wartet die Investment-Community auf CEO Christian Bruchs neuesten Ausblick.

    Auch der Windturbinenhersteller Nordex geriet im Zuge des Sektor-Abschwungs unter Verkaufsdruck, rutschte kurzzeitig unter den 50-Tage-Durchschnitt und kämpft aktuell um die signifikante 40-EUR-Marke. Trotz dieser kurzfristigen Nervosität vor dem am kommenden Mittwoch anstehenden Halbjahresfinanzbericht bleibt das fundamentale Fundament dank eines massiven Auftragseingangs von über 3 Gigawatt allein im zweiten Quartal 2026 vollkommen intakt. Nun gilt es das aktuelle Terrain zu halten, sonst lautet das technische Minimum-Kursziel nach unten 33 EUR. Erwartet wird im Konsens ein Quartalsgewinn von knapp 43 Cent – wohl dem, der im aktuellen Umfeld eine Schippe drauflegt!

    Nel ASA – Schnell nach oben, dann der Absturz

    Der überraschende Rücktritt von CEO Håkon Volldal, der Nel ASA nach nur vier Jahren für einen Posten außerhalb der Wasserstoffbranche verlässt, hat die ohnehin fragile Aktie zusätzlich belastet. Die Führungsvakanz trifft das norwegische Unternehmen zu einer Unzeit, während es mitten in einem tiefgreifenden technologischen Turnaround steckt und mit einem operativen EBITDA-Verlust von 155 Mio. NOK kämpft. Hoffnung für bei der Stange gebliebenen Anleger liefert jedoch ein massiver operativer Lichtblick: Der Auftragseingang schoss in Q2 im Vergleich zum Vorjahr um spektakuläre 224 % auf 230 Mio. NOK nach oben. Zudem ist das Unternehmen mit einer robusten Cash-Reserve von rund 1,33 Mrd. NOK faktisch schuldenfrei und finanziell solide genug aufgestellt, um die aktuelle Durststrecke ohne Sorgen zu überstehen. Ein herber Dämpfer bleibt neben dem Chef-Abgang eine zeitgleiche, ungeplante Vergleichszahlung von 7,5 Mio. USD in den USA, die das jüngste Quartalsergebnis massiv verhagelte. Die im Mai gezeigte Kursverdopplung war wohl doch nur eine Eintagsfliege, nun steht der Kurs wieder bei 0,195 EUR, wo die 100%-Rally im April startete. Eine echte Trendwende und somit nachhaltige Hoffnung für das Papier hängt nun maßgeblich davon ab, wie schnell ein starker Nachfolger präsentiert wird und ob die neue, kosteneffiziente „PA-Elektrolyseur-Serie“ zeitnah in kommerzielle Großaufträge umgemünzt werden kann.

    Der 12-Monatsvergleich zeigt sehr plastisch, wie sich unsere Peergroup aktuell bewegt. Siemens Energy und Nordex auf dem Korrekturpfad, Globex mit leichter Anstiegstendenz. Alles satte zweistellige Renditen im Vergleich zum norwegischen Katzenjammer. Quelle: LSEG Refinitiv vom 27.07.2026

    Die Kapitalmärkte machen derzeit keine Gefangenen. Was überbewertet ist und einen verhaltenen Ausblick liefert, wird innerhalb von weniger als 15 Minuten mit einem massiven Kurseinbruch versehen. Beispiele liefern IBM, Oracle oder SAP. Für Siemens Energy und Nordex geht es nach dem jüngsten Gipfelsturm in die Korrektur, Nel ASA wird wohl eine längere Regenerationspause einlegen müssen. Globex Mining bietet mit seiner soliden Aufstellung und herausragenden Projektqualität hingegen ein Vervielfachungs-Szenario für die nächsten Jahre.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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