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07.01.2022 | 05:10

JinkoSolar, Triumph Gold, Palantir – Auf attraktivem Niveau

  • Gold
  • Märkte
Bildquelle: pixabay.com

Der Edelmetallsektor war im vergangenen Jahr einer der Enttäuschungen am Kapitalmarkt. Trotz historisch niedrigem Zinsniveau und einer steigenden Inflation stecken Goldminenaktien noch immer in einer Korrektur. Dabei laufen die Geschäfte im Bergbausektor, die Produzenten sitzen auf hohen Cash-Beständen und winken mit attraktiven Dividendenrenditen. Korrigiert haben auch viele Aktien im Tech-Sektor und bieten aktuell ein interessantes Einstiegsniveau.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: TRIUMPH GOLD CORP. | CA8968121043 , PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , JINKOSOLAR ADR/4 DL-00002 | US47759T1007

Inhaltsverzeichnis:


    JinkoSolar – Gesamtmarkt stoppt Performance

    Das vergangene Börsenjahr war für Aktien chinesischer Unternehmen schlichtweg ein Desaster. Dabei sind die Gründe klar. Das harte Durchgreifen der Regierung in Peking gegen Technik- und Digitalkonzerne der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt belastet weiterhin, eine Lösung ist noch nicht in Sicht. Zu allem Übel belasten die veröffentlichten Fed-Protokolle und die schneller als erwarteten Zinserhöhungen die Kurse der Technologiewerte weltweit.

    So fiel auch die Aktie des global größten Produzenten von Solarmodulen mit mehr als 5% auf 43,56 USD und steuert auf den Unterstützungsbereich um 40 EUR zu. Ein Einstieg drängt sich trotz der aktuell guten Nachrichtenlage deshalb eher nicht auf. Mit dem chinesischen Erdöl-Giganten Sinopec Star wurde jüngst eine Kooperationsvereinbarung getroffen, wonach der Fokus auf der Entwicklung von Solar-Wasserstoff-Anlagen liegen soll.

    Zudem konnte JinkoSolar einen Riesenauftrag an Land ziehen, der zirka 8% des Auftragsvolumens des ganzen vergangenen Jahres entspricht, von der Anlegergemeinde jedoch ignoriert wurde. Der Solarmodulproduzent gewann eine Ausschreibung der China Petroleum Engineering & Construction Corporation, einer Tochter der China National Petroleum Corporation. Dabei geht es um den die Lieferung von Solarmodulen mit einer Leistung von bis zu 1,85 GW, die im Laufe des Jahres ausgeliefert werden sollen.

    Triumph Gold – Im Sog des Gesamtmarktes

    Die veröffentlichten Fed-Protokolle lasten auch auf den Kursen im Edelmetallsektor. Der Goldpreis fiel erneut unter den wichtigen Widerstandsbereich bei 1.800 USD und hat zumindest kurzfristig das Potenzial, noch einmal eine Schleife nach unten anzutreten. Langfristig dürfte das gelbe Edelmetall aufgrund der Aussichten als Inflationsschutz eine Renaissance erleben, die auch nicht von diversen Notenbanken gestoppt werden dürfte.

    Bei einem weiteren Abschwung wäre demnach ein antizyklischer Einstieg in Goldproduzenten als auch Junior-Bergbauunternehmen mit ziemlicher Sicherheit nicht die schlechteste Wahl. Bei Triumph Gold spielt zudem die Tatsache in die Karten, dass das Unternehmen nicht nur nach Gold, sondern auch nach dem wichtigsten Metall für die Energiewende, Kupfer, gräbt.

    Seinen Fokus legt Triumph Gold auf die Entwicklung des Projekts Freegold Mountain mit Hilfe multi-disziplinärer Explorations- und Bewertungstechnologien. Das 100% im Besitz befindliche Projekt ist mit einer erstklassigen Infrastruktur ausgestattet und beherbergt drei Mineralvorkommen gemäß National Instrument 43-101, Nucleus, Revenue und Tinta Hill. Überdies besitzt das Explorations-Unternehmen 100% der Kupfer-Gold-Grundstücke Big Creek und Tad/Toro, in der Nähe des Freegold Mountain-Projekts.

    Das sich über 8.000m erstreckende Bohrprogramm brachte bisher überzeugende Ergebnisse ans Tageslicht. Bereits im Dezember wurden Daten von drei Bohrlöchern mit einer Gesamtlänge von 897m in der Blue Sky Zone übermittelt. Dabei stach ein Abschnitt über eine Länge von 106,5m mit einer Vererzung von 0,76g/t Goldäquivalent heraus. Die Bohrungen stießen dabei auf mehrere Mineralisierungsarten, einschließlich Stockwork-Adern im Porphyr-Stil, vereinzelte Sulfide, Sulfidbrekzien und epithermale Adern. Rund 50% des Programms sind bisher abgeschlossen. Aufgrund dessen dürften zeitnah weitere Ergebnisse über die Ticker laufen, die das Potenzial der einzelnen Lagerstätten weiter aufzeigen sollten.

    Palantir – Test der alten Tiefststände

    Auch die Anleger von Palantir Technologies, dem führenden Anbieter von Software und Dienstleistungen, der sich auf die Analyse großer Datenmengen spezialisiert hat, haben derzeit wenig Grund zur Freude. Mit einem Schlussstand von 16,97 USD wurde das Jahrestief des vergangenen Jahres bei 17,06 USD kurzfristig unterboten. Sollte der Chart hier nicht halten, wären Kurse um 15,00 USD das nächste Ziel.

    Dabei liefert das Unternehmen aus Denver regelmäßig beeindruckende Umsatzzahlen ab und hält bisher das von CEO Alex Karp ausgegebene Ziel, bis zum Jahr 2024 mit mindestens 30% pro Jahr zu wachsen, mehr als ein. Kürzlich wurde die Expansion nach Südkorea bekanntgegeben. Über eine Partnerschaft mit der Hyundai Heavy Industries Group wird Palantir ein Joint Venture für eine Big-Data-Plattform für die Kerngeschäfte von Hyundai Heavy Industries, einschließlich Schiffbau und Offshore-Technik, aufzubauen.


    Die Ankündigung der FED, die Zinsen schneller als erwartet zu erhöhen, belastet sowohl Technologie-Unternehmen als auch Firmen aus dem Edelmetallsektor. Auf die Beobachtungsliste sollten Palantir, JinkoSolar als auch Triumph Gold auf jeden Fall gesetzt werden.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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