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08.01.2026 | 06:30

Goldhausse als enormer Kurshebel für Explorer wie Desert Gold Ventures! Rein oder raus bei Barrick und First Majestic Silver?

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Bildquelle: pixabay.com

In den letzten Wochen haben die Preise von Gold und Silber neue Höchststände erreicht. Insbesondere bei Silber stieg die Volatilität zuletzt auf dem hohen Preisniveau an. US-Investmentbanken bleiben bullish und prognostizieren einen Goldpreis von mindestens 4.900 USD bis Jahresende. Gold bleibt angesichts geopolitischer Spannungen, hoher Staatsverschuldungen und nachlassender Kaufkraft ein sicherer Hafen. Zudem nehmen die strategischen Käufe der Notenbanken zu. Alles zusammen sind dies gute Rahmenbedingungen für Edelmetalle und Produzenten. Im letzten Jahr haben die Anteilsscheine der Minenbetreiber wie Barrick oder First Majestic die Edelmetallpreise ausperformt. Charakteristisch findet in einer späteren Hausse-Phase ein Favoritenwechsel hin zu Explorern wie Desert Gold statt. Wir werfen einen genauen Blick auf drei Branchenvertreter und deren Potenziale.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , FIRST MAJESTIC SILVER | CA32076V1031 , BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080

Inhaltsverzeichnis:


    Desert Gold Ventures – Kursvervielfachungspotenzial laut Analysten und PEA

    Die Kanadier fokussieren sich auf die Entwicklung ihres Gold-Flaggschiffprojekts SMSZ in Mali. Der Wert dieser 440 qkm großen Liegenschaft stellt neben einer potenziell stärkeren Investorennachfrage nach Explorern den kurzfristigen Kurshebel für die Aktie dar. Perspektivisch wird auch das im letzten Jahr akquirierte Tiegba-Projekt im Süden der Elfenbeinküste in die Bewertung einfließen. Das Unternehmen macht ein Potenzial von mehreren Millionen Unzen Gold aus, jedoch wurden hier noch nie Bohrungen durchgeführt.
    Vor wenigen Wochen veröffentlichte die Gesellschaft eine aktualisierte vorläufige wirtschaftliche Bewertung für die Zonen Barani und Gourbassi des SMSZ Gold Projekts. Diese sogenannte PEA (Preliminary Economic Assessment) ermöglicht eine Abschätzung des Projektwerts und indiziert Fördermengen und Minenlaufzeit. Anhand dieser Parameter kann die Rendite (IRR) des Projekts abgeschätzt werden. Hinsichtlich der Kapitalintensität macht es einen großen Unterschied, ob ein Tagebau zum Abbau oberflächennahen Vorkommen oder die Realisierung einer wesentlich teureren Untertagemine unterstellt wird.
    Der veröffentlichte Bericht prognostiziert einen Minenbetrieb von 10 Jahren bei dem insgesamt 113.100 Unzen Gold gewonnen werden sollen. Niedrige Kosten und hohe Edelmetallpreise wirken als starker Renditehebel. Bei einem unterstellten Goldpreis von je 2.850 USD je Unze und Produktionskosten von 1.137 USD je Unze (All in sustaining cost per – AISC) errechnet sich ein Projektwert in Höhe von 61 Mio. USD bei einem Abzinsungssatz von 10 %. Dies entspricht einer internen Rendite (IRR) von hohen 57 %. Bereits nach 2,5 Jahren haben sich die Investitionen amortisiert.
    Unterstellt man ein Szenario mit einem Goldpreis von 4.070 je Unze, was näher an dem aktuellen Preis von über 4.400 USD liegt, verdoppelt sich der Projektwert auf 124 Mio. USD bei einer Rendite von 101 %. Die Rückzahlungsperiode sinkt auf rund 2 Jahre.
    Bei einem aktuellen Kurs von 0,08 CAD sind die Kanadier mit 22 Mio. CAD bewertet. Der indizierte Projektwert der PEA, der lediglich 10 % des SMSZ-Gebiets umfasst, liegt fast sechsmal höher. Die Analysten von GBC veranschlagen das Kursziel sogar auf 0,81 CAD.

    Barrick – Spin-off als Wertsteigerungshebel

    Die Anteilsscheine des nach Newmont zweitgrößten Goldproduzenten der Welt notieren nahe des Allzeithochs. Bei 63 CAD sind die Kanadier aktuell mit umgerechnet 81 Mrd. USD bewertet. Angesichts des hohen Goldpreises und der Gewinndynamik sind die Kennzahlen der Gesellschaft komfortabel. Das KGV für das laufende Jahr stellt sich auf 13,9. Wie zuletzt an den Quartalszahlen anzulesen war, konnte der Konzern die Cashflows auf ein Rekordniveau steigern. Das lässt, wie auch zuletzt umgesetzt, Raum für Dividendensteigerungen und weitere Aktienrückkäufe. Ebenso ermöglicht dies weitere Akquisitionen.
    Analysten halten die Aktie mehrheitlich für ausgereizt. Weiter steigende Notierungen des gelben Metalls und ein möglicher, wertsteigender Schachzug könnten diese Einschätzungen jedoch schon bald falsch erscheinen lassen. Barrick meldete zuletzt, dass man die Auslagerung der nordamerikanischen Gold-Projekte und deren Börsengang prüfe. Am Markt kursierende Schätzungen sehen den Wert dieser Assets bei 40 bis 50 Mrd. USD, also mindestens der Hälfte der aktuellen Marktkapitalisierung.
    Oft unterschätzt werden zudem auch die Kupferaktivitäten von Barrick. Die Kanadier gehören weltweit zu den wichtigsten Playern und bauen aktuell ihre großen Kupferaktivitäten wie Lumwana in Sambia und Reko Diq in Pakistan aus.

    First Majestic Silver – Hoher Free Cashflow

    Die Kanadier betreiben mehrere Silberminen in Mexiko und haben für 2025 eine Produktion von 30,6 bis 32,6 Mio. Unzen Silberäquivalent in Aussicht gestellt. Die Anteilsscheine haben sich innerhalb der letzten 12 Monate verdreifacht, wodurch die Marktkapitalisierung auf 12,7 Mrd. CAD angewachsen ist.
    Die Bewertungskennziffern sind teilweise hoch. Analysten halten die Aktie mehrheitlich für ausgereizt. Ein anhaltend hohes Preisniveau bei Edelmetallen könnte dies jedoch schon bald relativieren. Besonders positiv sticht andererseits die hohe Free Cashflow Generierung hervor.
    Jüngst hat First Majestic Silver den Verkauf der vollständig im Besitz befindlichen Del Toro Silver Mine in Mexiko für bis zu 60 Mio. USD in bar und Aktien an Sierra Madre Gold & Silver angekündigt. Der Vollzug der Transaktion, der der Arrondierung des Portfolios dient, steht unter mehreren aufschiebenden Bedingungen.

    Fazit

    Die hohen Edelmetallpreise lassen die Gewinne der Produzenten wie Barrick und Majestic explodieren. Hohe Free Cashflows ermöglichen Aktienrückkäufe, höhere Dividenden und Übernahmen. Durch die weitere Phase im Haussezyklus rücken nun aber sukzessive Explorer in den Fokus des Anlegerinteresses. Davon profitiert Desert Gold. Die Werthaltigkeit des Projekts indiziert einen Wert, der die aktuelle Marktkapitalisierung um den Faktor 6 übersteigt. Analysten stufen die Aktie sogar als Tenbagger ein.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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