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26.02.2026 | 05:15

Neue Ressourcenschätzung in den kommenden Wochen und auf dem Weg in die Produktion: Jetzt bei Lahontan Gold einsteigen?

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Bildquelle: pixabay.com

Stellen Sie sich vor, Sie kaufen ein Haus, das längst steht, und entdecken im Garten ein unbebautes Grundstück, das plötzlich an Wert gewinnt. Genau so lässt sich die Geschichte von Lahontan Gold beschreiben. Das an der TSX notierte Unternehmen will die stillgelegte Santa Fe-Mine in Nevada wieder in Betrieb nehmen – ein Projekt mit Vergangenheit, aber vor allem mit Zukunft. Während der Fokus auf der Wiederbelebung liegt, wächst 13 km entfernt ein zweites Areal heran, dessen jüngste Bohrergebnisse für Aufsehen sorgen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014

Inhaltsverzeichnis:


    Ein Standort, der keine Greenfield-Unsicherheit kennt

    Santa Fe ist kein Explorationsprojekt, bei dem man bei Null anfängt. Zwischen 1988 und 1994 lief hier der Tagebau, damals bei Goldpreisen um die 350 USD. Was liegen blieb, waren Mineralisierungen, die sich damals nicht rechneten und eine Infrastruktur, von der andere nur träumen können. Drei Brunnen stehen noch, die Wasserrechte sind gesichert, eine ganzjährig befahrbare Straße existiert. Sogar eine eigene Umspannstation aus der Betriebszeit ist vorhanden.

    Das Management hat diese Startvorteile clever genutzt. Statt teurer Exploration trieb man die Genehmigungen voran, ein oft unterschätzter Wettbewerbsvorteil in den USA. Für das Kerngebiet von etwa 12 km² liegen die Umweltgenehmigungen bereits vor. "Durch die Mobilisierung von Bohrgeräten Anfang 2026 erwarten wir, sowohl die hydrologischen Daten als auch die geochemischen Daten zum Abraum zu erhalten, die erforderlich sind, damit das Unternehmen seinen Zeitplan für den Baubeginn in Santa Fe im Jahr 2027 einhalten kann.", sagt CEO Kimberly Ann.

    Der Fahrplan ist ambitioniert, aber nachvollziehbar. Bis Ende des Jahres oder spätestens zum 1. Quartal 2027 rechnet das Unternehmen mit der finalen Baugenehmigung. Finanziert werden soll das Projekt mit etwa 100 Mio. USD, voraussichtlich über Fremdkapital. Die aktuellen Modellrechnungen deuten auf eine Amortisationszeit von rund 18 Monaten hin, ein Wert, der auch konservative Investoren aufhorchen lässt.

    Santa Fe Mine im Schnee

    Die Zahlen: Mehr als nur eine Ressource

    Die bisher ausgewiesene Ressource von knapp 2 Mio. Unzen bei einem Goldpreis von 1950 USD ist aus Unternehmenssicht bereits Geschichte. Eine Aktualisierung ist in den kommenden Wochen geplant und dürfte deutlich höher ausfallen. Grund dafür sind nicht nur neue Bohrerfolge, sondern auch eine strategische Landakquisition. Für lediglich 60.000 USD sicherte sich Lahontan Gold kürzlich 27 weitere Claims im Bereich der historischen York-Grube.

    Die Bohrergebnisse der letzten Monate untermauern die Story. Am York-Depot stieß man auf 114 m mit 0,33 g/t Goldäquivalent ab 76 m Tiefe, inklusive 18 m mit 0,9 g/t. Am Slab-Depot wurden 68 m mit 0,45 g/t Goldäquivalent ab 45 m Tiefe gebohrt. "Die Bohrergebnisse in York bestätigen unsere Interpretation, dass sich die Lagerstätte York nördlich der zuvor definierten MRE fortsetzt und eine hervorragende Gelegenheit bietet, die Goldmineralressourcen in York weiter auszubauen.", so Kimberly Ann. "Bei Slab waren die beiden Bohrlöcher, die auf tiefere Ausläufer bekannter flacher Oxid-Gold- und Silbermineralisierungen abzielten, sehr erfolgreich.".

    Ein oft übersehener Werttreiber sind die alten Abraumhalden. Damals lag der Cut-off-Grade bei 0,56 g/t. Was liegen blieb, war Material um die 0,33 g. In Zeiten niedriger Goldpreise war es uninteressant, heute ein gefundenes Fressen. Erste Bohrungen auf den Halden des historischen York-Tagebaus ergaben auf den oberen 12,2 m einen Gehalt von 0,27 g/t Gold, ein vielversprechender Hinweis.

    Der stille Star: West Santa Fe

    Während Santa Fe das Rückgrat der Geschichte ist, entwickelt sich das 13 km entfernte Projekt zunehmend zum Geheimtipp. Für rund 1,85 Mio. USD sicherte sich Lahontan ein 19 km² großes Areal mit 171 historischen Bohrlöchern. Die ersten eigenen Bohrungen Ende letzten Jahres lieferten auf Anhieb Ergebnisse, die sich sehen lassen können.

    Die jüngste Bohrmeldung vom 24. Februar spricht von 36,6 m mit 3,11 g/t Goldäquivalent ab Oberfläche, inklusive 10,7 m mit 5,75 g/t. "Die robusten Untersuchungsergebnisse von WSF25-04R bestätigen den hochwertigen Kern der Südzone, wie er durch historische Bohrungen und Untertagebauarbeiten definiert wurde.", erklärt Kimberly Ann. Ein zweites Loch brachte 48,8 m mit 0,83 g/t, ein drittes 41,2 m mit 1,94 g/t. "Die ersten Untersuchungsergebnisse unserer ersten RC-Bohrkampagne in West Santa Fe sind besonders ermutigend, da die gebohrten Abschnitte mit den in historischen Bohrungen identifizierten Gold- und Silbermineralisierungszonen übereinstimmen.".

    Das Management sieht hier Potenzial für 0,5 – 1,0 Mio. Unzen Gold. "West Santa Fe ist weiterhin ein spannendes neues Explorationsziel für das Unternehmen, das über ein ausgezeichnetes Potenzial verfügt, um wichtige flach liegende Oxid-Gold- und Silberressourcen in Unzen zu Lahontans Mineralressourcenbilanz hinzuzufügen.", sagt Brian Maher, VP Exploration. Die Geologie ähnelt stark Santa Fe. Die gold- und silberhaltigen Mineralisierungen in oxidiertem Kalkstein beginnen oft direkt an der Oberfläche. Als Satellitenbetrieb könnte das Erz von West Santa Fe direkt nach Santa Fe transportiert und dort verarbeitet werden. Die ersten Umweltstudien für dieses Gebiet haben gerade begonnen.

    Management mit Substanz

    Was an der Geschichte auffällt, ist der pragmatische Ansatz. Der Fokus liegt nicht darauf, die größte Ressource der Welt zu finden, sondern schnell und effizient in Produktion zu gehen. "Lahontan wird diese neuen Bohrlöcher in eine aktualisierte MRE für Slab sowie für das gesamte Santa Fe-Projekt integrieren.", so Kimberly Ann. "Mit einem neuen MRE, kombiniert mit aktualisierter Metallurgie und steigenden Metallpreisen, wird das Unternehmen auch eine aktualisierte vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie abschließen.".

    Das spiegelt sich auch in der Finanzierungsstrategie. Die Kassenlage ist mit etwa 5 Mio. USD komfortabel. Frisches Kapital kommt aus den Ausübungen von Warrants herein. Zwei neue Board-Mitglieder mit Erfahrung in der Verwaltung von Milliarden-Fonds und im Minenbau bringen frische Perspektiven für die geplante Fremdkapitalaufnahme, um das Unternehmen in Produktion zu bringen.

    Die Aktie ist zuletzt schon angesprungen und notiert aktuell bei 0,365 CAD.

    Lahontan Gold Chart, Stand 24.02.2026, Quelle: Refinitiv

    Lahontan Gold bietet eine seltene Kombination: ein bereits erschlossenes Projekt in bester Jurisdiktion, ein klarer, kurzer Weg zur Produktion und ein zweites Asset, das für zusätzliche Dynamik sorgt. Die kommenden Monate halten mit der aktualisierten Ressourcenschätzung, den Ergebnissen der Haldenbohrungen und der Fertigstellung der Machbarkeitsstudie mehrere Katalysatoren bereit. Man sollte also die Nachrichten rund um das Unternehmen im Blick behalten. Das Unternehmen arbeitet sich Schritt für Schritt an sein Ziel heran, ein produzierender Goldproduzent im Herzen Nevadas zu werden. Anleger, die in Explorer investieren, die auf dem Sprung zum Produzenten sind, sollten sich die Aktie auf die Watchlist legen.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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