08.01.2026 | 05:00
Goldrausch ohne Gift: Warum Newmont und Equinox unter Zugzwang stehen und RZOLV Technologies zur Schlüssel-Aktie des neuen Superzyklus werden kann
Gold ist zurück auf der ganz großen Bühne. Getrieben von geopolitischen Brandherden, einer strukturellen Schwäche des US-Dollars und dem unstillbaren Hunger der Zentralbanken, eilt das Edelmetall von einem Allzeithoch zum nächsten. Doch während die Kurse steigen, verschlechtert sich die Situation für Minenbetreiber: die Abhängigkeit von hochgiftigem Cyanid wird immer mehr zu einem Problem. Umweltauflagen werden strenger, Genehmigungsverfahren ziehen sich über Jahrzehnte und gesellschaftlicher Widerstand blockiert Milliarden-Projekte. In diesem Spannungsfeld zwischen Rekordpreisen und ökologischer Sackgasse positioniert sich das Technologieunternehmen RZOLV Technologies. Während Branchenriesen wie Newmont und Equinox Gold nach Wegen suchen, ihre Produktion nachhaltig zu sichern, liefert RZOLV die langersehnte technologische Antwort: Eine Goldgewinnung, die völlig ohne toxische Chemikalien auskommt und damit das Potenzial hat, die Karten im globalen Bergbau neu zu mischen.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Nico Popp
ISIN:
NEWMONT CORP. DL 1_60 | US6516391066 , EQUINOX GOLD CORP. NEW | CA29446Y5020 , RZOLV TECHNOLOGIES INC | CA76091C1032
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Nico Popp
In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys
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Gold auf Rekordjagd: Die Wall Street bläst zum Angriff
Wer noch Zweifel am Beginn eines neuen Superzyklus hatte, wurde durch die jüngsten Prognosen der führenden Analysehäuser eines Besseren belehrt. Goldman Sachs, traditionell eher zurückhaltend, hat das gelbe Metall zum Top-Rohstoff-Trade des Jahres 2026 erkoren und verweist auf die massive physische Nachfrage aus Asien sowie die Angst vor einer US-Schuldenkrise. Für Produzenten wie Newmont oder Equinox Gold sind das traumhafte Rahmenbedingungen, da jeder Dollar Preisanstieg fast ungebremst in den freien Cashflow durchschlägt.
Die Bilanzen der großen Produzenten sind so gesund wie lange nicht, und die Dividenden sprudeln. Doch der Markt bewertet diese Gewinne oft mit einem Abschlag. Investoren wissen, dass die fetten Jahre schnell vorbei sein können, wenn Umweltkatastrophen oder der Entzug der sozialen Betriebslizenz den Betrieb lahmlegen. Genau hier liegt das Damoklesschwert der Branche: Um die prognostizierte Nachfrage zu decken, müssen neue, oft niedriggradigere Vorkommen erschlossen werden, was traditionell den Einsatz von noch mehr Chemie und noch größeren Abraumbecken bedeutet.
Das toxische Erbe: Warum Cyanid zur Existenzbedrohung wird
Seit über einem Jahrhundert ist die Cyanid-Laugung der Goldstandard in der Industrie. Das Verfahren ist effizient und billig, hat aber einen entscheidenden Haken: Natriumcyanid ist eines der stärksten Gifte der Welt. Ein einziger Unfall, wie der Dammbruch in Baia Mare im Jahr 2000 oder jüngere Vorfälle in Südamerika, reicht aus, um ganze Flusssysteme zu vergiften und den Ruf einer Firma für immer zu zerstören. Für Konzerne wie Newmont oder Equinox Gold wird die Genehmigung neuer Projekte zunehmend zum Spießrutenlauf, da immer mehr Jurisdiktionen – von Montana in den USA bis zu ganzen Provinzen in Argentinien und Europa – den Einsatz von Cyanid schlichtweg verbieten.
Dieses regulatorische Korsett führt dazu, dass riesige Goldvorkommen im Boden bleiben müssen, weil sie mit herkömmlichen Methoden nicht genehmigungsfähig sind. Man spricht hier von „Stranded Assets“ – Werten, die in der Bilanz stehen, aber nicht gehoben werden können. Die Industrie steckt in einer Innovationsfalle: Sie muss liefern, darf aber die einzige Methode, die sie im großen Maßstab beherrscht, kaum noch anwenden. Der Druck von institutionellen Anlegern wie BlackRock, die strikte ESG-Kriterien anlegen, verschärft die Situation zusätzlich. Wer heute noch neue Minen baut, muss beweisen, dass er keine ökologische Zeitbombe hinterlässt.
RZOLV Technologies: Der „Intel Inside“-Moment für den Bergbau
Genau an diesem wunden Punkt setzt RZOLV Technologies an. Das Unternehmen ist kein klassischer Minenbetreiber, der Löcher gräbt und Gestein bewegt, sondern ein Technologie-Provider. RZOLV hat ein Verfahren entwickelt, um Edelmetalle und kritische Mineralien aus dem Erz zu lösen – und das völlig frei von Cyanid. Die Technologie basiert auf einer proprietären Lauge, die biologisch abbaubar ist und in geschlossenen Kreisläufen funktioniert.

Was für den Laien nach Nische klingt, ist für die Industrie eine Revolution. Tests haben gezeigt, dass die RZOLV-Technologie nicht nur umweltfreundlich ist, sondern oft sogar eine höhere Ausbeute liefert als die klassische Cyanid-Laugung. RZOLV knackt damit den chemischen Code, an dem sich die Forschungsabteilungen der Majors seit Jahrzehnten die Zähne ausbeißen. Das Unternehmen positioniert sich dabei als Partner, nicht als Konkurrent. Man liefert die Technologie, die es einem Konzern ermöglichen könnte, eine wegen Umweltauflagen „gestrandete“ Mine doch noch in Produktion zu bringen.
Stranded Assets: Wie aus wertlosem Gestein Milliarden werden
Das Geschäftsmodell von RZOLV ist für Investoren besonders attraktiv, weil es hochgradig skalierbar ist und eine geringe Kapitalbindung erfordert. Anstatt Milliarden in den Bau eigener Minen zu stecken, will RZOLV seine Technologie an Produzenten lizenzieren. Diese Perspektive macht das Unternehmen zu einer der spannendsten Wetten im aktuellen Gold-Superzyklus. RZOLV agiert weitab vom operativen Risiko einer einzelnen Mine, ist aber zu vielen Unternehmen aus der Branche anschlussfähig.
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