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03.02.2026 | 05:45

BYD Absatzzahlen brechen ein! Power Metallic Mines als Rohstoff-König und Volkswagen auf Transformationskurs

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Bildquelle: pixabay.com

Der Elektromobilitätsboom trifft auf seine härteste Realität: den Kampf um Lithium, Kupfer, Nickel, Kobalt und Seltene Erden. Während die Nachfrage explodiert, entscheidet der Zugang zu diesen Rohstoffen über Gewinner und Verlierer der neuen Ära. Diese kritische Versorgungslage stellt drei Schlüsselplayer vor grundverschiedene Herausforderungen. Den chinesischen Giganten BYD im angespannten Heimatmarkt, den aufstrebenden Versorger Power Metallic Mines mit einer riesigen Rohstoffquelle und den traditionsreichen Automobilhersteller Volkswagen, der sich mitten in einer Transformation befindet. Wir sehen uns deren aktuelle Situation an.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039

Inhaltsverzeichnis:


    BYD - setzt auf globale Expansion

    Dem Elektroauto-Pionier BYD machen aktuell die Verkaufszahlen zu schaffen. Im Januar setzte sich der schleppende Absatz fort. Es wurden nur noch 210.051 Fahrzeuge abgesetzt, das entspricht einem Minus von über 30 % gegenüber dem Vorjahr. Das ist bereits der fünfte Monat in Folge, in dem die Zahlen zurückgehen. Hinter dieser Serie stecken vor allem zwei Faktoren: der heftige Wettbewerb in der Branche und eine spürbar nachlassende Nachfrage im chinesischen Heimatmarkt. Insbesondere im wichtigen Segment der Plug-in-Hybride, dem historischen Zugpferd, büßte BYD spürbar ein. Neue Modelle mit verbesserten Akkus sollen hier nun gegen aufstrebende Rivalen wie Geely und Leapmotor antreten.

    Der Gegenpol zur Heimatflaute bleibt der Export. Mit über 100.000 ausgelieferten Fahrzeugen allein im Januar bleibt das Auslandsgeschäft der Wachstumsmotor. Das Unternehmen peilt für dieses Jahr den Verkauf von 1,3 Mio. Einheiten außerhalb Chinas an, ein ambitioniertes Plus von 24 %. Dieser internationale Schub war entscheidend dafür, dass BYD im vergangenen Jahr Tesla als weltweit größten E-Auto-Verkäufer ablösen konnte. Analysten erwarten jedoch, dass der chinesische Markt insgesamt stagnieren wird, nicht zuletzt aufgrund gekürzter staatlicher Kaufanreize.

    Um die Abhängigkeit vom Heimatmarkt weiter zu verringern und die internationale Präsenz auszubauen, treibt BYD seine globale Produktionsoffensive voran. Neue Fertigungsstätten in Ungarn, Brasilien und Thailand sollen in Kürze den Betrieb aufnehmen, ergänzt durch Montagewerke in Ländern wie Indonesien und der Türkei. Parallel dazu wächst das Vertriebsnetz in Europa rasant. Mit einer breiten Modellpalette, die von kompakten Stadtautos bis hin zur großen Familien-Limousine reicht, zielt BYD darauf ab, bis zu 85 % der europäischen Nachfragesegmente abzudecken. Die kommenden Quartale werden zeigen, ob dieser globale Drive die anhaltende Schwäche in China überkompensieren kann. Die Aktie notiert aktuell bei 9,936 EUR.

    Power Metallic Mines - Explorer mit klarem Doppelkurs

    In einer Branche, die oft von Einzelprojekten lebt, verfolgt ein kanadischer Explorer einen bemerkenswerten Doppelkurs. Das Management fährt nicht nur sein Flaggschiffprojekt NISK zielstrebig in Richtung Produktionsreife, sondern treibt parallel eine der aggressivsten Explorationskampagnen im Explorer-Sektor voran. Diese Strategie kombiniert die Absicherung eines bekannten Werts mit der systematischen Suche nach dem nächsten großen Fund. Ein kürzlich abgeschlossener, massiver Zukauf von Claims hat die Explorationsbasis hierfür auf 313 qkm entscheidend vergrößert. Es ist der Versuch, das klassische Explorationsrisiko durch eine zweigleisige Herangehensweise auf einem breiteren Spielfeld zu mindern.

    Das Fundament für die Bewertung als künftiger Produzent wurde kürzlich durch exzellente metallurgische Testergebnisse gelegt. Analysen eines unabhängigen Labors zeigen metallische Ausbeuten von bis zu 99 % für Kupfer und über 93 % für wertvolle Begleitmetalle. Das übertrifft branchenübliche Annahmen deutlich. Für Anleger bedeutet dies einen entscheidenden wirtschaftlichen Hebel. Aus demselben Gestein wird deutlich mehr verkaufbares Metall gewonnen. Neben Kupfer, Nickel, Platin, Palladium, Gold und Silber gibt es sogar Kobalt. Diese Daten transformieren das Projekt von einer theoretischen Ressource in eine hochgradige und technisch gut verarbeitbare Lagerstätte.

    Während die Wirtschaftlichkeit des Kernprojekts untermauert wird, läuft eine breit angelegte Bohrkampagne. Das Unternehmen hat sein Landpaket strategisch massiv ausgedehnt und kontrolliert nun einen durchgehenden, großen Trend. Auf dieser erweiterten Fläche werden nicht nur bekannte Zonen erweitert, sondern mehrere neu identifizierte, hochrangige Ziele gleichzeitig anvisiert. Das geologische Modell, das zur ursprünglichen Entdeckung führte, dient als Roadmap für diese „Multi-Shot“-Offensive. Dieser Ansatz bietet Aktionären mehrere konkrete Hebel für wertsteigernde Nachrichten und streut das Entdeckungsrisiko in den kommenden Monaten über ein ganzes Bündel von Möglichkeiten. Derzeit ist die Aktie für 1,34 CAD zu haben.

    Volkswagen - zwischen finanzieller Atempause und strukturellem Wandel

    Die aktuellen Zahlen des Wolfsburger Konzerns bieten ein paradoxes Bild. Während die operative Rentabilität deutlich unter Druck steht sorgt eine unerwartet starke Cashflow-Entwicklung für Aufmerksamkeit. Diese Disziplin beim Working Capital und bei den Investitionen schuf eine finanzielle Pufferzone. Für Investoren ist diese Liquidität ein entscheidender Faktor, der dem Management Handlungsfähigkeit in einer Phase sichert, die von tiefgreifenden strategischen Weichenstellungen geprägt ist. Dieser Spielraum muss nun genutzt werden, um die Profitabilität fundamental zu verbessern.

    Drei fundamentale Baustellen bestimmen diese Transformation. In China, dem einstigen Wachstumsmotor, setzt der Konzern nun voll auf lokal entwickelte Modelle und Architekturen, um Kosten zu senken und schneller zu reagieren. Parallel soll eine große Technologiepartnerschaft im Software-Bereich die Wettbewerbsfähigkeit in westlichen Märkten stärken. Im Heimatmarkt untermauert ein rigoroser Sparkurs, inklusive Gehaltsstopps, den Willen zur notwendigen Kostenkonsolidierung. Die lokal entwickelten Plattformen in China sind dabei ein echter Stresstest für die oft kritisierte Agilität des Konzerns.

    Die Aussichten hängen nun von der Umsetzung ab. Die für dieses Jahr angekündigte Familie erschwinglicher Elektromodelle zielt darauf ab, Volumen und Marktanteile in Europa zu stabilisieren. Die eigentliche Bewährungsprobe liegt jedoch darin, die finanzielle Stabilität in eine nachhaltige operative Erholung zu überführen. Der Fokus liegt auf der Profitabilität in China, dem Fortschritt der Software-Allianz und der konsequenten Realisierung von Effizienzzielen. Gelingt diese Gratwanderung, könnte der Grundstein für eine stabilere Zukunft gelegt sein. Die erfolgreiche Einführung der neuen E-Kompaktwagen wird ein früher, greifbarer Indikator für die Marktakzeptanz dieser Neuausrichtung sein. Momentan kostet die Aktie 102,45 EUR.

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    Die Elektromobilitätswelle trennt die Strategien der Player deutlich. BYD kämpft mit heimischer Nachfrageschwäche und setzt alles auf eine globale Expansionsoffensive. Power Metallic Mines festigt seine Position als künftiger Rohstofflieferant durch exzellente Metallurgie und aggressive Exploration auf einem riesigen Landpaket. Volkswagen nutzt eine geschaffene finanzielle Atempause für einen tiefgreifenden, aber risikobehafteten Transformationskurs, der die Probleme in China, bei der Software und den Kosten in den Griff bekommen muss. Der Kampf um die Vorherrschaft wird nicht nur an Absatzzahlen, sondern zunehmend an Rohstoffsicherung und Profitabilität entschieden.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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