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03.02.2026 | 05:00

Hier ist die Gold-Korrektur irrelevant: Warum Desert Gold das fehlende Puzzlestück für B2Gold und Allied Gold ist

  • Gold
  • Mali
  • SMSZ
  • Übernahme
Bildquelle: KI

Der Goldmarkt befindet sich in einer Phase, die Analysten mittlerweile als Superzyklus bezeichnen. Mit Preisen, die historische Rekorde brechen, richtet sich der Blick des smarten Kapitals auf die produktivsten Regionen der Welt – selbst nach der jüngsten Korrektur bei Edelmetallen. Westafrika, und spezifisch die Senegal-Mali-Shear-Zone (SMSZ), gilt dabei als das geologische Herzstück. Hier liegen einige der größten und reichhaltigsten Minen des Planeten. Doch das Business folgt einer unerbittlichen Logik: Auch die größten Minen leeren sich, und die Verarbeitungsanlagen wollen ausgelastet sein. Das gilt im Süden der Zone für den kanadischen Riesen B2Gold mit seiner Weltklasse-Mine Fekola und im Norden für Allied Gold, das das historische Asset Sadiola revitalisiert. Als potenzieller Unterstützer beider Unternehmen gilt Desert Gold. Das Unternehmen kontrolliert das größte nicht-produzierende Landpaket der gesamten Region genau zwischen den beiden Giganten. Für Anleger ist Desert Gold damit überaus interessant.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , B2GOLD CORP. | CA11777Q2099 , ALLIED GOLD CORPORATION | CA01921D1050

Inhaltsverzeichnis:


    Die Nachbarn: Hunger nach Oxid-Erz bei B2Gold und Allied

    Um den Wert von Desert Gold zu verstehen, muss man die Nöte der Nachbarn kennen. Die Verarbeitung von Golderz ist teuer, besonders wenn es sich um hartes Gestein aus tiefen Lagen handelt. Die Betreiber der großen Mühlen, wie B2Gold auf der Fekola-Mine oder Allied Gold auf dem Sadiola-Komplex, suchen daher permanent nach sogenannten Oxid-Erzen. Diese liegen nahe an der Oberfläche, sind weich und lassen sich extrem kostengünstig verarbeiten. Sie sind für jeden Minenbetrieb der Turbo und daher besonders gefragt.

    Wie Branchenanalysen zeigen, sind die Transportwege in der Region entscheidend. Allied Gold investiert massiv in die Expansion von Sadiola, doch jede Unze, die sie nicht erst teuer explorieren müssen, sondern von einem direkten Nachbarn per LKW zur Mühle fahren können, steigert die Marge. Desert Gold befindet sich mit seinem SMSZ-Projekt in direkter Schlagdistanz. Die Logik ist simpel: Warum selbst bohren, wenn der Nachbar das Erz schon definiert hat?

    Desert Gold: Der Herr über 440 Quadratkilometer

    Das Kern-Asset von Desert Gold Ventures ist gigantisch. Das SMSZ-Projekt umfasst rund 440 km² und ist damit eines der größten Explorationsgebiete in Westafrika. Doch Größe allein reicht nicht, es zählt die Qualität. Das Unternehmen hat auf diesem Areal bereits mehrere Lagerstätten definiert, darunter Barani East und Gourbassi West.

    Ein kürzlich veröffentlichtes Update zur vorläufigen ökonomischen Machbarkeit (PEA) unterstreicht die Rentabilität des Projekts: Selbst bei einem konservativ angesetzten Goldpreis von 2.850 USD je Unze – und damit weit unter den aktuellen Marktpreisen – weist das Projekt einen internen Zinsfuß (IRR) von 57 % auf. Der Kapitalwert (NPV 10%) nach Steuern liegt laut Unternehmensangaben bei über 61 Millionen USD. Diese Zahlen belegen, dass Desert Gold nicht nur eine geologische Hoffnung ist, sondern ein wirtschaftlich robustes Projekt besitzt, das jederzeit in Produktion gehen könnte.

    Strategische Option: Standalone oder Übernahme?

    Das Management von Desert Gold fährt eine duale Strategie, die den Druck auf potenzielle Käufer erhöht. Einerseits treibt das Unternehmen die Entwicklung zur eigenen Produktion voran. Das Ziel ist eine sogenannte Haufenlaugung, die schnell und mit geringem Kapitalaufwand Cashflow generiert. Die PEA zeigt, dass dies hochprofitabel wäre.

    Andererseits ist die strategische Lage so offensichtlich, dass eine Übernahme oder Partnerschaft für viele aus der Branche in der Luft liegt. Das Landpaket von Desert Gold grenzt direkt an die Liegenschaften von Allied Gold. Geologische Strukturen machen nicht an Lizenzgrenzen halt - die goldführenden Zonen von Allied setzen sich auf dem Grund von Desert Gold fort. Wer die langfristige Versorgung von Sadiola oder Fekola sichern will, kommt an Desert Gold kaum vorbei. Desert kontrolliert also nahezu die gesamten künftigen Reserven der Region.

    Diversifikation in die Elfenbeinküste: Das Tiegba-Projekt

    Dass Desert Gold nicht alles auf eine Karte setzt, zeigt die Entwicklung der vergangenen Monate. Das Unternehmen hat sich mit dem Tiegba-Projekt in der Elfenbeinküste eine weitere Option in einer Top-Jurisdiktion gesichert. Die Elfenbeinküste gilt politisch als äußerst stabil und bergbaufreundlich. Dieser Zukauf diversifiziert das Länderrisiko Malis und zeigt, dass das Management in der Lage ist, vielversprechende Assets frühzeitig zu identifizieren. Auch hier folgt man der Strategie, Projekte mit historischer Datenbasis zu erwerben, um Explorationsrisiken klein zu halten. Tiegba bietet ähnliches Potenzial wie die Projekte in Mali, steht aber noch am Anfang seiner Entwicklung.

    Aktie von Desert Gold aus mehreren Gründen spannend

    Desert Gold Ventures bietet eine seltene Konstellation im Minensektor. Die Bewertung des Unternehmens spiegelt derzeit kaum den strategischen Wert des riesigen Landpakets in Mali wider, geschweige denn das Potenzial der PEA. Während B2Gold und Allied Gold Milliarden wert sind, handelt Desert Gold zu einem Bruchteil, obwohl es eine entscheidende Rolle in der Zukunft der gesamten Region spielen kann.

    Gold-Aktie mit Nachholpotenzial? Desert Gold sollten sich Anleger vormerken.

    Zwar bleibt das geopolitische Risiko in Westafrika ein Faktor, doch produzieren Minen in dieser Gegend seit Jahrzehnten zuverlässig, unabhängig von der politischen Wetterlage, da sie für die Staatshaushalte essenziell sind. Für spekulativ denkende Investoren, die auf eine Übernahmewelle im Sektor setzen, ist Desert Gold der logische Kandidat. Entweder das Unternehmen wird zum Produzenten und generiert eigenen Cashflow oder es wird zur Beute eines der hungrigen Nachbarn. In beiden Szenarien dürfte der aktuelle Kurs viel Luft nach oben haben.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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