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20.04.2026 | 04:48

Kosten, Kosten, Kosten! Der hohe Ölpreis macht dynaCERT zum Gewinner!

  • dynaCERT
  • Diesel
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  • Krieg
  • Hormuz
Bildquelle: AI

Die hohen Energiepreise in Folge des US-Angriffskriegs am Persischen Golf schieben die Transportkosten vieler Unternehmen massiv an. Vor allem Logistiker wie Spediteure leiden unter dem hohen Dieselpreis. Wenn der Konflikt noch viel länger dauert, könnte es bald auch in Europa zu Engpässen kommen. dynaCERTs Technologie kann schnell Abhilfe für Logistiker schaffen und die Kosten reduzieren. Die Aktie haben noch wenige Anleger auf dem Schirm. Aber dauerhaft hohe Energiepreise dürften bald den Fokus auf das innovative Tech-Unternehmen lenken.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Tarik Dede
ISIN: DYNACERT INC. | CA26780A1084

Inhaltsverzeichnis:


    Wenn an der Autobahn mehr als 2,50 Euro je Liter Diesel zu bezahlen sind, stöhnt nicht nur der Osterurlauber auf dem Weg an die Nordsee, sondern auch der Trucker, der gerade Maschinen, Lebensmittel oder Pakete quer durchs Land oder gar durch Europa fährt. Der durchschnittliche Dieselpreis ist in Deutschland seit Kriegsbeginn Ende Februar 2026 von rund 1,72 Euro bis 1,75 Euro je Liter auf bis zu 2,30 Euro gestiegen, meldet der ADAC. An den Autobahnen waren es dann oft noch einmal 20 Cent mehr. Das entspricht einem Anstieg von zeitweise über 30 %. Da die Straße von Hormuz nach nur einem offenen Tag am Sonnabend von den Iranern wieder geschlossen wurde, müssen Logistik-Unternehmer wohl noch längere Zeit mit höheren Spritpreisen rechnen. Nach dem wenige Tage währenden Waffenstillstand scheint wieder vieles auf Bomben hinzudeuten.

    dynaCERT: Clever Sprit sparen!

    Die kanadische Firma dynaCERT hat eine Lösung entwickelt, mit der man den Verbrauch eines Lkw und schwerer Diesel-Fahrzeuge unmittelbar reduzieren kann. Die patentierte HydraGEN-Technologie funktioniert folgendermaßen: Stellt man sich den Dieselmotor wie ein Lagerfeuer vor, verbrennt das Holz (der Diesel) nie ganz sauber: es entstehen Ruß, dicker Qualm und unverbrannte Reste. Genau hier setzt die Technologie nun an: Das Herzstück ist dabei ein kleiner Kasten, so groß wie ein Reisekoffer. Dieser Kasten nutzt den Strom des Fahrzeugs, um ganz normales, destilliertes Wasser in seine Bestandteile zu zerlegen: Wasserstoff und Sauerstoff. Das passiert während der Fahrt, weshalb große Wasserstoff-Tanks nicht nötig sind. Der frische Wasserstoff wird direkt in den Motor geleitet, wo er sich mit dem Diesel vermischt. Wasserstoff brennt extrem schnell und heiß. Er wirkt in unserem Lagerfeuer-Bild wie ein Turbo-Blasebalg: Der Diesel verbrennt viel schneller, gleichmäßiger und vollständiger. Es ergeben sich dadurch drei große Vorteile: Es sinkt der Ausstoß von Ruß und Schadstoffen massiv. Untersuchungen vom TÜV Nord und der PIT Group zeigen, dass beispielsweise der Ausstoß von Stickoxiden um bis zu 88 % reduziert wird, bei Feinstaub sind es 55 % bis 75 %. Doch auch der Kraftstoff-Verbrauch sinkt. Das Unternehmen kalkuliert je nach Fahrzeug mit 6 % bis 19 % Ersparnis an Diesel. In der Praxis rechnen Spediteure mit etwa 10 %. Langfristig sorgt die gleichmäßigere Verbrennung im Motor zudem für eine längere Lebenszeit.

    Umsätze steigen kräftig

    dynaCert befindet sich aktuell bereits auf einem Wachstumskurs. 2025 dürften rund 12 Mio. CAD an Umsatz durch die Bücher gegangen sein. Die Analysten von GBC Research gehen davon aus, dass die Einnahmen in diesem Jahr auf rund 21 Mio. CAD und damit um rund 75 % steigen werden. Der Gewinn soll sich auf 0,01 CAD je Aktie erhöhen. Damit läge das KGV bei unter 13. Allerdings wurde die letzte GBC-Studie im Herbst veröffentlicht und somit lange vor dem Kriegsbeginn und zu Zeiten niedriger Kraftstoffpreise. Diese Faktoren bieten also durchaus Upside-Potenzial.

    Stabil auf mehreren Beinen

    Die Kanadier haben dabei mehrere Umsatz- bzw. Gewinnhebel im Visier. So wird einerseits die Hardware, also der „Reisekoffer“ direkt verkauft. Der Absatz dieser Elektrolyse-Einheiten an Spediteure ist das Basisgeschäft. Neben den klassischen Logistikern gehören auch Bergbaukonzerne (Muldenkipper), die Öl- und Gasindustrie sowie Betreiber von stationären Diesel-Generatoren zur Zielgruppe. Bei einem Standard-Lkw können sich die Investitionskosten von 8.000 bis 10.000 CAD in einem Jahr oder schneller amortisieren. Daneben hat dynaCERT aber zwei Asse im Ärmel. Zum einen werden Daten über den Kraftstoffverbrauch und die Emissionswerte in Echtzeit ermittelt. dynaCERT plant deshalb eine Abonnement-Modell (SaaS – Software as a Service). Kunden würden also für die präzise Auswertung ihrer Einsparungen und die Überwachung ihrer Flotte zahlen.
    Zum anderen wartet der riesige Markt für Emissionszertifikate auf das Unternehmen. Das könnte das potenziell lukrativste Standbein des Unternehmens werden. Durch die sogenannten HydraLytica-Daten wird genau dokumentiert, wie viel Tonnen ein Lkw eingespart hat. Diese Einsparung kann dynaCERT bündeln und als CO2-Zertifikate am internationalen Markt an Unternehmen verkaufen, die ihre eigenen Emissionen ausgleichen müssen. Hier ist Stand heute ein Splitting-Modell geplant, wodurch nicht nur dynaCERT, sondern auch der Kunde profitieren würde. Das wiederum würde die Wasserstoff-Einheiten noch attraktiver machen.

    Analysten sehen hohes Kurspotenzial

    Sukzessive sollte die Aktie von dynaCERT von den hohen Energiekosten und den Vorteilen seines Produkts profitieren. Im Juli 2024 wurde das Papier zeitweise zu 0,25 CAD gehandelt. Aktuell liegt der Kurs bei 0,11 CAD, was einem Börsenwert von umgerechnet etwa 36 Mio. Euro entspricht. Analyst Cosmin Filker von GBC Research stufte die Aktie im September 2025 mit „Kaufen“ ein und gab ein Kursziel von 0,75 CAD (ca. 0,48 Euro) aus. Das entspräche etwa dem Siebenfachen des aktuellen Kurses. Als maßgebliche Treiber sieht Filker die Expansion nach Texas und Mexiko durch einen Großauftrag von Hydrofuel Technologies.


    Fazit: Anleger setzen mit dynaCERT auf ein kleines, aber smartes Unternehmen, das substanziell zur Kostenreduktion von Logistikern beim Dieselverbrauch beitragen kann. Die hohen Energiepreise, die laut Analysten selbst bei einem sofortigen Waffenstillstand am Golf längere Zeiten auf höherem Niveau bleiben werden, verschaffen dynaCERT einen weiteren Wettbewerbsvorteil, der schon kurzfristig den Aktienkurs anschieben könnte.


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    Der Autor

    Tarik Dede

    Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.

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