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28.10.2025 | 06:10

Nicht verpassen! Almonty Industries – Kurskorrektur als Gelegenheit, Gerresheimer und das Damoklesschwert BaFin, TKMS unterschätzt!

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Bildquelle: pixabay.com

Es gibt bekanntlich keine allgemeingültige Regel für den Börsenerfolg. Erfolgreiche Investoren haben Ihre ganz eigenen Rezepte, die im Kern sehr simpel klingen. Rohstoff-Legende Jim Rogers brachte es auf eine einfache Formel. Anleger sollten sich schlichtweg über das Angebot und die Nachfrage im Klaren sein. Aktuell bedeutet das, dass Papiere wie Almonty Industries aufgrund der allgemeinen Rahmenbedingungen zu den Favoriten gehören. Gleiches gilt für Rüstungswerte. Aber es bieten sich auch Chancen im Stock Picking – hier lohnt ein Blick auf die abgestrafte Gerresheimer.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , GERRESHEIMER AG | DE000A0LD6E6 , TKMS AG & CO KGAA | DE000TKMS001

Inhaltsverzeichnis:


    Almonty Industries: Strategischer Wolfram-Player

    Die Kanadier stehen kurz davor, die Wolframproduktion der Sangdong-Mine in Südkorea zu starten. Damit wird das Unternehmen bald zum größten Wolframproduzenten außerhalb Chinas aufsteigen. Unter Timing-Aspekten sind die Anteilscheine angesichts der jüngsten Kurskorrektur nochmals attraktiv geworden. Die Aktie, welche ebenfalls an der NASDAQ notiert, wird momentan mit Kursen um 9 CAD gehandelt. Das 2027er-KGV liegt damit bei rund 15, was angesichts der prognostizierten dynamischen Gewinnentwicklung nicht hoch ist.
    Wolfram wird wegen seiner großen Bedeutung für eine Vielzahl von Branchen und seiner eingeschränkten Verfügbarkeit als sogenannter kritischer Rohstoff kategorisiert. Das Metall ist wegen seiner einzigartigen Eigenschaften – Härte, Hitzebeständigkeit und Verschleißfestigkeit – in Hochtechnologie, Industrie und Verteidigung unverzichtbar. Insbesondere in Zeiten geopolitischer Spannungen und angesichts der Exportbeschränkungen Chinas sitzt Almonty auf einem Schatz.
    Bereits heute kann Almonty auf viel wertvolles Know-how zurückgreifen. Die Gesellschaft verfügt über langjährige Erfahrung im Bau und Betrieb von Wolframminen, unter anderem aus Projekten in Portugal. Neben Wolfram bietet die Sangdong-Liegenschaft auch Molybdänvorkommen, für die Almonty die Definition einer wirtschaftlichen Ressource anstrebt.
    Strategisch clever wird Almonty den Unternehmenssitz in die USA verlegen. Damit wird Almonty zum einzigen bedeutenden US-ansässigen Wolfram-Produzenten – ohne die eigentliche Produktion zu verlagern, aber mit klarer politischer und wirtschaftlicher Anbindung. Die Vereinigten Staaten und Rüstungssunternehmen gewinnen so einen verlässlichen Partner für kritische Rohstoffe. Bereits heute kann die Gesellschaft zahlreiche langfristige Abnahmeverträge vorweisen, die Mindestpreise für die Wolfram-Produktion garantieren.
    Ein weiterer wichtiger Impulsgeber für die Aktie - und ein neues Kapitel in Sachen Wachstumsdynamik - könnten Akquisitionen von Projekten sein, die in den USA lokalisiert sind. Darüber denkt das Unternehmen laut nach. Die Kombination aus einzigartigem Bergbauprojekt, steigender Nachfrage nach kritischen Rohstoffen und weitsichtiger strategischer Positionierung macht Almonty Industries zu einem spannenden Investment in einem geopolitisch und wirtschaftlich zunehmend relevanten Segment.

    Gerresheimer – Erfolgreiche Bodenbildung

    Die Aktien der stark durchgeschüttelten Gerresheimer haben offensichtlich im Bereich von 26 EUR erfolgreich eine Bodenbildung vollzogen. Nach zahlreichen Gewinnwarnungen und einer Untersuchung der Finanzaufsichtsbehörde BaFin ist nun offensichtlich der negative Newsflow im Kurs der Deutschen eingepreist. Bei aktuellen Kursen um die 30 EUR, ist die Gesellschaft lediglich mit 1 Mrd. EUR, der Hälfte des Umsatzes, bewertet. Zuletzt stufte Jefferies den Titel mit einem Kursziel von 34,10 EUR ein.
    Aber Skepsis ist ein guter Nährboden für steigende Kurse. Denn die jüngste Meldung besitzt durchaus das Potenzial, dem Titel eine längere Aufwärtsbewegung zu verleihen. Die BaFin-Prüfung ergab, dass der Konzern rund 3 Mio. EUR falsch verbucht hatte. Dies betraf eine besondere Form der Umsatzrealisierung im Rechnungswesen. Bei dem sogenannten „Bill-and-Hold“ wird eine Verkaufsvereinbarung mit einem Kunden schon heute verbucht, obwohl die Ware noch nicht ausgeliefert wurde. Konkret: Gerresheimer hat lediglich 1,5 % des Konzernumsatzes falsch verbucht, was als eher undramatisch einzustufen ist. Mussten Anleger noch zu Beginn des Jahres 70 EUR und mehr für einen Anteilschein bezahlen, erscheint das aktuelle Niveau attraktiv.

    TKMS – Experten zögern

    Jüngst vollzog die Marine-Schiffsbautochter TKMS des thyssenkrupp-Konzerns ihr Börsendebüt. Schon direkt am ersten Handelstag verbuchten die Papiere intraday, ausgehend von einem Preis von 60 EUR, einen Anstieg auf 107 EUR. Mehrere Analysten bewerten die Titel momentan als Halteposition, wenngleich die guten Zukunftsaussichten von TKMS betont werden. Auch die aktionärsfreundliche Ausschüttungspolitik zur Zahlung von 30 bis 50 % der Unternehmensgewinne als Dividende gilt als Pluspunkt. Führt man sich vor Augen, welch dominante Marktposition TKMS besitzt und welcher Auftragsboom anstehen könnte, sollten Anleger nicht zu lange an der Seitenlinie stehen.


    Fazit

    Almonty Industries gehört zu den spannendsten Werten im Rohstoffsektor, nochmals mehr angesichts der aktuellen Kurskorrektur. Das Wolframprojekt ist erstklassig und verspricht hohe Gewinne. Bei Gerresheimer ist das Damoklesschwert der BaFin nun Geschichte. Die moderate Bewertung sollte sukzessive zu steigenden Kursen führen. TKMS profitiert von einer dominanten Marktposition. Neue Aufträge sollten sich schon bald positiv auf den Aktienkurs auswirken.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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