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04.02.2026 | 04:15

Die Bombe ist geplatzt! Gold von 5.600 auf 4.600 USD und jetzt wieder zurück? Verrückte Zeiten mit Barrick Mining, DRC Gold und Strategy

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Bildquelle: pixabay.com

RUMS! So schnell konnten Anleger gar nicht reagieren, wie am Freitag die Kurse für Gold und Silber in den Abgrund fielen. Erklärungen für diesen Abverkauf gab es viele: Da waren die Derivate-Positionen von Großbanken, die bei dem steilen Aufwärtstrend der letzten Wochen richtig schmerzten. Und dann kamen noch einige Spekulanten auf den Plan, denn auch sie wollten etwas abhaben vom Kuchen. Und schließlich auch ein Quäntchen Panik. Silber kollabierte um ganze 40 % von 122 auf 72 USD, während Gold um etwa 1.000 USD oder 20 % auf 4.600 USD korrigierte. Zu Anfang der Woche zeigt sich nun eine zarte Stabilisierung, aber die Volatilität bleibt. Das Umfeld bleibt aber fragil. Ein Lied davon singen können die Goldtitel Barrick Mining und DRC Gold. Blickt man über den Tellerrand auf den Bitcoin, dann rückt ein Verlierer in das Blickfeld: Strategy, das BTC-Asset-Management-Unternehmen von Michael Saylor. Wie geht der Schlamassel weiter?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: DRC GOLD CORP. | CA23347H1064 , BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 , STRATEGY INC | US5949724083

Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Mining – Der Riese bleibt unbeeindruckt

    Das waren ganz schöne Schockminuten und umsatzstarke Stunden. Fast schon panisch warfen Investoren am Freitag ihre mehr als 100 % gestiegenen Papiere von Barrick Mining auf den Markt. Was als Derivate-Ereignis begann, setzte sich am Ende des Tages als Ausverkauf der Minenwerte fort. So sank Barrick Mining an diesem Tag um ganze 20 % von 44 auf unter 36 EUR. Wer sich von diesem Abschwung verunsichern ließ, ist bestimmt bei den Q4-Zahlen, die für morgen den 5. Februar erwartet werden nicht mehr an Bord. Das wird aber durchaus spannend: Denn Analysten müssen die enormen Quartalsanstiege der Goldförderer in eine komplette Jahresperspektive verarbeiten. So werden für Q4-2025e aktuell 1,2152 CAD als Gewinn je Aktie erwartet, in 2026 soll das ganze rasant über 1,33 bis 1,40 CAD pro Aktie nach oben gehen. Kein Wunder, denn das Unternehmen operiert derzeit mit einem All-In-Produktionspreis (AISC) von 1.460 bis 1.560 USD je Unze. Je nach Spotpreis und verkaufter Unze verdienen die Kanadier derzeit ca. 2.700 bis 3.900 USD je Unze geschürftem Gold. Bei einer erwarteten Jahresproduktion von ca. 4,15 Mio. Unzen, ergäbe das einen Cashflow von mindestens 13,2 Mrd. USD. Nimmt man die Bewertung von 77 Mrd. USD als Maßstab, dann notiert Barrick Mining bei 5,8 Cashflows, falls man den Goldpreis auf diesen Höhen fortschreiben darf. Das ist in keinem Fall teuer, zumal auch das KGV 2026e in den letzten zwei Quartalen von 17 auf 12,5 gefallen ist! Die Gewinne aus der Förderung von Gold und Kupfer steigen also schneller als der Aktienkurs. Eine Zusatzfantasie liefert die geplante Abspaltung der Nordamerika-Assets! Die Aktie könnte sich u. E. in diesem Umfeld bis Jahresende noch einmal verdoppeln.

    DRC Gold – Neuer Name, klare Ausrichtung auf Gold

    Wer etwas sucht, stößt auch im weitgelaufenen Umfeld der Edelmetallwerte auf Perlen! DRC Gold, vormals AJN Resources, hat zu Beginn des Jahres wesentliche strukturelle und strategische Schritte umgesetzt, um die nächste Wachstumsphase einzuleiten. Durch eine erfolgreich platzierte Finanzierung zu 0,15 CAD je Einheit flossen rund 0,55 Mio. CAD brutto zu, welche nun gezielt für Due-Diligence-Arbeiten sowie für die Weiterentwicklung der Kernprojekte eingesetzt werden. Der begleitende Namenswechsel unterstreicht die klare Fokussierung auf Gold und soll die Wahrnehmung am Kapitalmarkt schärfen, ohne die zugrunde liegende Strategie zu verändern. Im Mittelpunkt steht weiterhin Afrika, ein Kontinent mit hoher geologischer Attraktivität, aber vergleichsweise geringer Konkurrenz um aussichtsreiche Projekte.

    Zentraler Werttreiber ist die geplante Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung von 55 % am Giro-Goldprojekt in der Demokratischen Republik Kongo, das im renommierten Kilo-Moto-Grünsteingürtel liegt. Die unmittelbare Nähe zur Kibali-Mine, einer der produktivsten Goldminen Afrikas, spricht für ein erhebliches regionales Upside-Potenzial. Historische Ressourcen auf den Lagerstätten Kebigada und Douze Match deuten bereits auf ein Goldvorkommen im Millionen-Unzen-Bereich hin, das durch zukünftige Bohrprogramme weiter abgesichert werden soll. Ergänzend verfolgt DRC Gold in Äthiopien eine zweite strategische Achse mit Mehrheitsbeteiligungen an den Projekten Dabel und Okote. Insbesondere Okote ist durch umfangreiche historische Bohrungen, attraktive Goldgehalte und klar definierte Scherzonen bereits weit fortgeschritten. Laufende Kartierungen, Probenahmen und die Vorbereitung eines neuen Bohrprogramms zielen darauf ab, das geologische Modell weiter zu verfeinern und zusätzliche Ressourcenpotenziale nachzuweisen. Die geologischen Strukturen zeigen dabei eine für orogene Goldlagerstätten typische Kontinuität, was die Erfolgsaussichten weiterer Exploration erhöht.

    Mit dem erfahrenen Geologen Klaus Eckhof an der Spitze profitiert das Unternehmen von einer tiefgreifenden Afrika-Expertise und einem belastbaren Netzwerk in Politik und Rohstoffsektor. Der deutliche Kursanstieg seit dem Tief Anfang 2025 signalisiert wachsendes Vertrauen des Marktes, auch vor dem Hintergrund eines stark gestiegenen Goldpreises. Gemessen an der aktuellen Marktkapitalisierung von ca. 33 Mio. CAD erscheint DRC Gold sehr moderat bewertet, wenn man das Projektportfolio und die regionale Diversifikation berücksichtigt. Zukaufen!

    Strategy – Das Konzept geht wohl nicht auf

    Wer sich im Kryptomarkt bewegt, folgt einem Bitcoin-Kurs, der seit seinem Oktober-Hoch bei rund 122.000 USD einen scharfen Rückwärtsgang eingelegt hat. Am wenigsten gefallen dürfte das CEO und Gründer Michael Saylor, Chef von Strategy vormals MicroStrategy. Der schillernde Visionär hat über seine Firmenholding bis Ende Januar 2026 rund 713.000 Bitcoin akkumuliert; der rechnerische Einstandskurs liegt nach den letzten Käufen bei etwa 76.000 USD je Bitcoin. Wie knapp ist das denn? Im gestrigen Vormittagshandel wurde diese Marke mehrmals getestet, bis sich eine kleine Erholung auf 77.700 USD verzeichnen ließ. Die Krux: Die gesamte Fremdverschuldung des Strategy-Konzerns besteht im Wesentlichen aus mehreren unbesicherten, wandelbaren Anleihen mit einem kumulierten Nominalvolumen von etwa 8,2 Mrd. USD mit Laufzeit bis 2028/30. Diese Notes wurden schwerpunktmäßig zur Finanzierung der BTC‑Käufe eingesetzt, zusätzlich zu wiederkehrenden Aktienplatzierungen über ATM‑Programme. Spannend dürfte nun werden, wie das Unternehmen agiert, wenn es nochmal deutlich schwächer wird um den Bitcoin. Chartisten sehen Kurse bis 50.000 USD für möglich, freilich gibt es auch Dauer-Visionäre die eine Zielzone von 150.000 bis 250.000 USD formulieren. Spannend wie das weitergeht! Wegen großer Bedenken der Investoren notiert Strategy bei 65 % Jahresverlust sogar jetzt mit 10 % Abgeld zu seinen Bitcoinbeständen. Ein Ritt auf dem Vulkan!

    Das war ein temporärer Schock für Gold- und Silberwerte. 30 % Verlust und mehr in nur 24 Stunden. Stabil und goldgerändert sehen aber die 3-Monats-Charts von DRC Gold und Barrick Mining aus. Verlierer auf ganzer Linie bleibt Strategy. Quelle: LSEG vom 03.02.2026

    Die Börse ist gnadenlos. Zuerst stürmt Silber und Gold mit dreistelligen Renditezahlen nach oben, dann ein knallharter Ausverkauf und die Gewinne eines Quartals geraten in Gefahr. Glücklicherweise könnten die Ausverkäufer gebremst werden und Silber erholte sich von 72 auf immerhin 88 USD. Auch Gold bekommt im Bereich 4.900 USD eine Stabilisierung hin. Ob der Bitcoin-Guru Michael Saylor den Sturm „überlebt“ – spannend! Hier steht wohl Vieles in den Sternen. Anleger merken schnell, Streuung und Stoppkurse sind die Wächter der Porzellankiste!


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Das hätten sich Anleger seit Oktober 2025 anders gewünscht! Während Rohstoff-Titel historische Bestmarken erklommen, kam es bei den Publikumslieblingen im Bereich Rüstung und Defense zu den ersten größeren Gewinnmitnahmen. So stürzte Rheinmetall von 2.005 auf 1.450 EUR, Renk verabschiedete sich von 95 auf unter 50 EUR und Hensoldt sogar von 117 auf 65 EUR. Zwar konnten die Titel in der Folgezeit wieder einige Prozentpunkte gut machen, neue Höchststände blieben aber aus. Ganz anders lief es im Bereich kritischer Metalle, also der Lieferketten-Unternehmen für den Defense-Sektor. Hier wurde schon seit Herbst klar: Das Material geht aus! Denn das Wachstum der neu geliebten Rüstungs-Industrie erfordert riesige Mengen an Metall. Und weil in allen Systemen Hightech verbaut ist steht vor allem Kupfer auf der Liste, zunehmend auch Seltene Erden und Wolfram. Die jüngste Explosion der Kupferpreise auf über 13.500 USD spricht Bände. Anleger sollten über eine Neuallokation ihrer Portfolios nachdenken, denn hohe Metallpreise führen gerade in der Rüstung zu eher sinkenden Margen für die Zukunft. Hier ein paar Ideen.

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    Runtergefallen und erst mal liegengeblieben! Das gilt für den Silberpreis, der in den letzten 3 Monaten wie eine Rakete von 50 auf 122 USD emporschoss, um dann an einem Tag auf 72 USD zu fallen. Ein 40 % Einbruch mit über 500 Mio. Unzen gehandeltem Derivate-Gegenwert. Zur Erinnerung: Die jährliche Förderleistung beträgt seit einigen Jahren rund 800 Mio. Unzen Silber, kurzfristige Steigerungen sind noch nicht zu erwarten. Nun rückt jedoch der März-Lieferzeitpunkt immer näher, wo ca. 1,5 Mrd. Unzen an physischer Ware geliefert werden müssen. Nur wer verfügt über diese Mengen? Die Lager der Terminbörsen wurden durch die Ausübungen von ETFs, Weiterverarbeiter und Investoren in den letzten Monaten stark dezimiert, neue Ware an den Weltmärkten wird akribisch von den HighTech-Produzenten vom Markt absorbiert. Sehr spannend, wie und mit welchen Maßnahmen die Börsen ihre Lieferverpflichtung umschiffen werden. Wir beleuchten in diesem Zusammenhang das aufstrebende Silber-Unternehmen Silver Viper sowie zwei Vertreter der deutschen DAX-HighTech-Riege SAP und Deutsche Telekom. In einem hochvolatilen Markt eine willkommene Portfolio-Diversifikation.

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    Antimony Resources: Größtes nordamerikanisches Projekt mit kritischen Rohstoffen weckt Begehrlichkeiten – wann klopft Trump an?

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    Geopolitik wird zum entscheidenden Faktor bei der Bewertung von Rohstoffprojekten und Rohstoffgesellschaften. Zu diesen Ergebnissen kommen renommierte Beratungshäuser. Versorgungssicherheit bestimmt die strategische Logik. Staaten und Regierungen werden sich in Zukunft zu dem wichtigsten Investorenkreis der Branche entwickeln, so das Fazit vieler Experten. Als Profiteur wird zunehmend auch die Aktie von Antimony Resources gehandelt. Die Kanadier besitzen das größte Antimon-Vorkommen in Nordamerika. Der Markt wird derzeit massiv von China, Russland und Tadschikistan dominiert. Antimon ist insbesondere in militärischen und sicherheitsrelevanten Bereichen unersetzlich. Die Aktie ist schon deutlich angesprungen, aber korrigiert momentan auf hohem Niveau. Anleger sollten das Papier unbedingt auf dem Radar haben.

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