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03.02.2026 | 04:00

Uuups - was für ein Ausverkauf? Vola nutzen, mit Qualität eindecken! SAP, D-Wave und Aspermont im Fokus!

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  • Quanten-Computing
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  • Kritische Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

In diesen Tagen herrscht wieder ordentlich Bewegung an den Märkten. Aufschwung hier, harter Rücksetzer dort! Die Volatilität ist zurück, angetrieben von politischen Statements und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten. Während der plötzliche 30 % Silber-Crash die Rohstoffanleger zu Tode erschreckt und die SAP-Aktie eine deutliche Korrektur hinnehmen muss, flüchten viele Investoren in defensive Sektoren und physische Werte. Die Krypto-Märkte bleiben weiter im Abwärtssog und das Dauerthema KI wird immer selektiver wahrgenommen. Der australische Medien- und Rohstoffexperte Aspermont gilt als erfahrener Informationsspezialist, das Unternehmen nutzt sein über Jahrzehnte aufgebautes Netzwerk, um mit Hilfe von KI jetzt durchzustarten. Parallel ist zu prüfen, ob es nach dem Ausverkauf bei SAP und D-Wave noch Hoffnung auf höhere Bewertungen gibt. Zeit für die Lupe alla Sherlock Holmes.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: ASPERMONT LTD | AU000000ASP3 , SAP SE O.N. | DE0007164600 , D-WAVE QUANTUM INC | US26740W1099

Inhaltsverzeichnis:


    SAP – Tolle Zahlen, aber Enttäuschung im Cloud-Wachstum

    Die Zahlen von SAP wurden in der letzten Woche bereits breit diskutiert, nach wenigen Schocksekunden war das Ausverkaufs-Kursniveau von 162 EUR dann auch schnell wieder Geschichte. Hauptargument für die enttäuschten Analysten war der deutlich geringere Auftragsbestand im Cloud-Bereich. An der Bilanz hat man wenig Ansatzpunkte für einen Absturz finden können, denn die Erlöse erhöhten sich in Q4 um 3 %, während das Betriebsergebnis sogar um 27 % beschleunigte. Gemäkelt wurde allerdings an der nachlassenden Wachstumsdynamik im Cloudgeschäft, die man als Grundlage für die Neubewertung der SAP-Aktie zwischen 2022 und 2025 herangezogen hatte. Ganze 285 EUR oder rund 320 Mrd. EUR war die Höchstbewertung der Walldorfer an der Tafel. Nun blicken Anleger mit Argusaugen auf die neuen Einstufungen der Analysten, Berenberg und Deutsche Bank haben schon mal ihre neuen Taxen in den Raum geworfen: Die Hamburger erwarten zwar in 12 Monaten nur noch 250 statt 280 EUR, wiederholen aber die Einstufung „Buy“. In Frankfurt bleibt man auch bei einem Kauf-Rating, hier sehen die Experten aber aufgrund einer Verschlechterung der Perspektiven nurmehr 220 EUR als plausibel an. Mal sehen, was in den nächsten Tagen nachkommt. Immerhin schaffen die ersten zwei Indikationen schon mal ein Misch-Potenzial von 35 %. Mutige steigen ein oder kaufen nach!

    Aspermont Ltd. – Vom Fachverlag zum Daten-Intelligenz-Pionier

    Aspermont Ltd. hat in den vergangenen Jahren einen tiefgreifenden Wandel vollzogen. Die Reise ging vom Verlagshaus mit langer Historie hin zu einem datengetriebenen Technologieanbieter, der heute skalierbare digitale Lösungen für globale Industrien liefert. Das Unternehmen nutzt seine umfassende Erfahrung aus mehr als zwei Jahrhunderten Fachpublikationen, um Wissen, Marktanalysen und Big-Data-Services für den Rohstoff-, Energie- und Agrarsektor bereitzustellen. Kern des Erfolgs ist ein einzigartiges Datenarchiv, das zu einer modernen KI-basierten Entscheidungsplattform transformiert wurde. Mit „Mining-IQ“, eingeführt im Jahr 2025, hat Aspermont ein Werkzeug geschaffen, das Marktakteuren präzise Einblicke in Projektentwicklungen, ESG-Risiken und Investitionsströme ermöglicht. Der 550.000 AUD-Vertrag über 6 Monate mit Rio Tinto zeigt deutlich, wie hoch der Markt den strategischen Wert dieser Lösung einstuft. Die Integration historischer Daten mit aktuellen Projektdaten verwandelt die Branchenanalyse in ein präzises Steuerungsinstrument. Dieses Geschäftsmodell erhöht nicht nur die Margen, sondern auch die Planbarkeit der Einnahmen durch wiederkehrende Abonnements und Lizenzierungen.

    Im Kapitalmarkt wird derzeit spekuliert, dass das Unternehmen eine 250:1-Zusammenlegung seiner Aktien vorbereiten könnte. Ein solcher Schritt würde den optischen Eindruck des Kurses deutlich verändern und damit die Zugänglichkeit für professionelle Anleger spürbar verbessern. Viele institutionelle Investoren meiden Titel im Cent-Bereich, weil sie als schwer handelbar und volatil gelten. Eine optisch höhere Notierung könnte daher neue Investorengruppen ansprechen, die Liquidität verbessern und die Kursschwankungen verringern. Der neue Kurs nach dem Split könnte rein rechnerisch bei etwa 2,00 AUD erwartet werden, die Marktkapitalisierung von ca. 24 Mio. AUD verändert sich durch diese technische Maßnahme zunächst nicht.

    Überaus interessant ist aber auch die symbolische Komponente dieser Maßnahme. Sie wäre ein sichtbares Signal für den Reifeprozess des Unternehmens. Denn eine Abkehr vom Penny-Image untermauert den Anspruch, als etablierter Informations- und Technologieanbieter wahrgenommen zu werden und stärkt zugleich das Vertrauen der bestehenden Aktionäre. Die geplante Veröffentlichung der Geschäftszahlen für 2025 dürfte diesen Prozess stützen und erstmals zeigen, welches Potenzial im vollständig digitalisierten Geschäftsmodell steckt. Für Anleger, die auf den strategischen Wandel vom Verlag zur Data-Intelligence-Firma setzen, eröffnet sich ein außergewöhnlich spannendes Chancenprofil. Denn nur mit wenigen Blockbuster-Aufträgen, ähnlich wie der von Rio Tinto, ist die Skalierung geschafft. Höchst spannend!

    IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk hat den Unternehmensgründer und CEO Alex Kent zu den Zukunftsperspektiven befragt.

    https://youtu.be/w98Z4lf1dJ0

    D-Wave – Wette auf den Durchbruch der nächsten Rechnergeneration

    Völlig unter die Räder geraten ist der Quanten-Computing-Spezialist D-Wave Quantum. Zu Beginn des neuen Jahres noch bei Kursen um 33 USD zu finden, notierte das Papier gestern nur noch bei 21,50 USD. D-Wave gilt als Vorreiter eines Technologiepfads, der die Berechnungswelt in Sachen komplexer Mathematik und Kombinatorik fundamental verändern könnte. Das Unternehmen zählt zu den wenigen Akteuren, welche funktionierende Systeme nicht nur im Labor, sondern auch in realen Anwendungsszenarien einsetzen können. Grundlage bildet die selbst entwickelte Quanten-Annealing-Technologie, die über die eigene Cloud-Plattform „Leap“ zugänglich ist. Damit lassen sich komplexe Optimierungsaufgaben für Industrie, Finanzwesen oder staatliche Auftraggeber bereits heute praktisch erproben. Langfristig birgt diese Technologie enorme Sprengkraft, insbesondere für IT-Sicherheit und Kryptografie. Denn leistungsfähige Quantenrechner könnten eines Tages bestehende Verschlüsselungsprotokolle mit speziellen Algorithmen knacken, was ganze Sicherheitsarchitekturen infrage stellen würde. Interessant ist D-Waves Positionierung zwischen Quantenphysik, Hochleistungs-Datenverarbeitung und Blockchain-Technologien. Alles technologische Sektoren, die in den nächsten Jahren florieren werden. Ob damit schon Kurs-Umsatz-Verhältnisse 2026e von 180 gerechtfertigt sind? Eine philosophische Frage.

    In den letzten 6 Monaten konnten sich D-Wave und Aspermont zwischen 33 und 42 % nach oben schwingen. Ganz im Gegensatz dazu lief SAP mit über 30 % Abschlag ins Jahr. Investoren erkennen, wie stark Timing auf den Anlageerfolg durchschlägt. Aspermont könnte aus seiner technischen Seitwärtsrange nun dynamisch ausbrechen! Quelle: LSEG vom 02.02.2026

    Die Aktienmärkte befinden sich aktuell in einem von erhöhter Schwankungsintensität geprägten Umfeld, gleichwohl sorgen sektorale Trends und thematische Anlagestorys für Aufmerksamkeit. Aspermont erscheint derzeit perfekt positioniert, bei D-Wave Quantum bleibt die Bewertung trotz der jüngsten Korrektur klar zukunftsorientiert. SAP verfügt nach den Rücksetzern über ein deutlich verbessertes Chancen-Risiko-Profil, da viel Negatives im aktuellen Kursniveau bereits eingepreist ist.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Weitere Kommentare zum Thema:

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    Ausgepowert? Chaos um strategische Metalle treibt Preise - Power Metallic in der Gunst von BYD und Volkswagen

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    Mit 14.090 USD erreichte der Kupferpreis im Mai einen neuen Allzeit-Höchststand. Das noch zu Jahresanfang vermutete Nachfrageloch hat sich wohl in Luft aufgelöst. Dafür überschlagen sich die internationalen Rohstoff-Institute in den Prognosen für eine vermutete Unterdeckung in den nächsten 5 Jahren. Die diskutierte Kupferknappheit entsteht vor allem durch die strukturell steigende Nachfrage aus Elektrifizierung, Netzausbau und Rechenzentren, während neue Minenprojekte nur verzögert und mit sinkenden Erzgehalten „nachwachsen“. Institute wie die International Energy Agency (IEA), S&P Global und CRU Group rechnen in ihren Szenarien durchgängig mit wachsenden Angebotsdefiziten im kommenden Jahrzehnt. Besonders die IEA sieht in ihren „Critical Minerals“-Analysen potenzielle Deckungslücken von mehreren Millionen Tonnen bis 2035, abhängig vom Geschwindigkeitspfad der Energiewende. Die Krux liegt darin, dass selbst bei hohen Preisen die Minenentwicklung 10 bis 15 Jahre Vorlauf benötigt und gleichzeitig bestehende Lagerstätten qualitativ abnehmen. Für den Markt und Investoren eine Herausforderung!

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    Die Weltwirtschaft befindet sich mitten in einem neuen Infrastruktur-Superzyklus, in dem die neue Quelle der Produktivität in der umfangreichen Nutzung von Digitalisierung und KI gesucht wird. Die physischen Grundlagen einer extensiven Nutzung von KI erzeugen bei Systemkomponenten für die Energie-Erzeugung und Speicherung für einen ungeahnten Nachfragesog. Strom, Netze, Kühlung und Rohstoffe – der Bedarf scheint unendlich. Dabei hatte man sich noch vor einigen Jahren mit Klimazielen beschäftigt. Mit dem explosionsartig wachsenden Bedarf von Rechenzentren geraten nicht nur Energiequellen wie Kernkraft in den Vordergrund, sondern auch kritische Metalle für Turbinen, Leitungen, Speicher- und Chipsysteme. Goldman Sachs erwartet, dass sich der Strombedarf von Rechenzentren bis zum Ende des Jahrzehnts mehr als verdoppelt – ein Szenario, das CO2-freie Grundlast zur strategischen Überlebensfrage macht. In der EU teils erfolgreich wegdiskutiert, rücken Atomkraftwerke als verlässliche Stromlieferanten unter Trump wieder ins Zentrum der Debatte und werden für Tech-Konzerne zum ernsthaften Partner. Ein tieferer Einstieg lohnt.

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    Kommentar von André Will-Laudien vom 21.05.2026 | 04:00

    Die Börse greift zu! Starke Aufwertung bei Infineon, AMD und Antimony Resources

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    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.

    Trotz großer internationaler Fragezeichen erlebt der Technologiesektor wieder eine neue Dynamik. Denn während Anleger bei Tech-Titeln wie Infineon Technologies und Advanced Micro Devices erneut beherzt zugreifen, zeigt sich in anderen Bereichen vermehrt Zurückhaltung. Kein Wunder, denn die Zinsen steigen und machen Aktien-Investments per se teurer. Der Boom bei KI, Rechenzentren und Leistungselektronik ist dennoch ungebrochen, damit rücken gerade kritische Rohstoffe immer stärker in den Fokus der Strategen. Ob moderne Halbleiter, Hochleistungs-Prozessoren und Energiechips, sie alle benötigen eine stabile Versorgung mit strategischen Metallen wie Antimon, Kupfer oder Seltene Erden. Geopolitische Spannungen, gesperrte Handelsrouten und Exportrestriktionen schaffen zunehmend Engpässe, die die Nervosität unter den Produzenten erhöht. Davon profitieren können Explorations- und Rohstoffunternehmen wie Antimony Resources, welche sich auf Metalle mit hoher sicherheitspolitischer Bedeutung konzentrieren. Ein tieferer Blick lohnt sich!

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