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02.11.2026 | 05:21

NSJ Antimony, Rheinmetall, Infineon: Wer die Engpässe beherrscht, der wird zu den Gewinnern gehören!

  • Antimon
  • Kritische Rohstoffe
  • Verteidigung
  • Geopolitik
  • Lieferketten
  • KI
  • Chipindustrie
Bildquelle: Pixabay

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von NSJ Antimony Corp.

Moderne Streitkräfte brauchen Munition, Rechenzentren eine leistungsfähige Stromversorgung. Branchenübergreifend nimmt die Bedeutung verlässlicher industrieller Lieferketten zu. Damit rücken Unternehmen ins Blickfeld, die kritische Rohstoffe erschließen oder wichtige Produktionskapazitäten aufbauen. Mit frischem Kapital ausgestattet, bringt NSJ Antimony in Kanada sein Antimony Projekt voran. Das kritische Metall ist unter anderem für Flammschutzmittel, die Rüstungsindustrie, Munition, Elektronik und bestimmte Energiespeicher unverzichtbar. Beim Verteidigungsriesen Rheinmetall stehen wichtige News mit Quartalszahlen und einer aktualisierten Mittelfristprognose in diesem Monat an. Der Halbleiterhersteller investiert massiv in Kapazitäten für die Stromversorgung der KI-Ära. Welche Aktie hat die Nase vorn?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: NSJ Antimony Corp. | CA6293911039 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , INFINEON TECH.AG NA | DE0006231004

Inhaltsverzeichnis:


    NSJ Antimony: Frisches Kapital für den nächsten Schritt

    Zuletzt meldete NSJ Antimony den Abschluss einer Kapitalerhöhung über gut 0,90 Mio. CAD. Dazu wurden in Kanada 1,4 Mio. Anteilsscheine zu je 0,66 CAD im Rahmen einer sogenannten Flow-Through-Finanzierung ausgegeben. Die neuen Mittel sollen die Exploration des Projekts Antimony 2.0 in der kanadischen Provinz New Brunswick voranbringen.

    Das Projekt liegt nur 15 km von der historischen Lake-George-Mine entfernt, die zwischen 1970 und 1992 zeitweise bis zu 4 % des weltweiten Antimonbedarfs deckte und als einziger reiner Antimonproduzent Nordamerikas galt. Ende September vergrößerte NSJ das Projektgebiet durch zusätzliche Claims um 22 auf nunmehr 57 km². Bedeutsam ist dabei, dass die neuen Flächen vergleichbare geologische Strukturen wie die benachbarte Lake-George-Lagerstätte aufweisen.

    Erste Explorationsergebnisse liefern bereits vielversprechende Hinweise, es wurden drei ausgeprägte Antimon-Anomalien identifiziert. Im August schlossen die Kanadier eine hochauflösende magnetische Flugmessung über 258 Linienkilometer ab. Zusammen mit Induzierter-Polarisations-Messungen bildeten diese Daten die Grundlage für das im September gestartete, insgesamt 3.000 m umfassende Bohrprogramm. Die Kampagne soll die drei Bereiche mit erhöhten Antimonwerten untersuchen, woraus sich ein richtungsweisender Newsflow entwickeln könnte.

    Die Bedeutung des kritischen Rohstoffs Antimon für Versorgungssicherheit, Verteidigungsfähigkeit und moderne Technologien steigt unaufhaltsam. Das seltene Halbmetall wird aufgrund seiner besonderen Eigenschaften in zahlreichen Schlüsselindustrien eingesetzt. Es ist unter anderem für Flammschutzmittel, die Rüstungsindustrie, Munition, Elektronik und bestimmte Energiespeicher unverzichtbar.

    Überzeugende Ergebnisse des laufenden Bohrprogramms auf dem vielversprechenden Explorationsgebiet nahe der historischen Weltklasse-Mine könnten das Projekt erheblich aufwerten und potenzielle Partner interessieren. Dafür zählen neben dem Metallgehalt die Mächtigkeit und Kontinuität der mineralisierten Zonen. Anleger sollten gespannt den Newsflow verfolgen.

    Rheinmetall: Der November könnte Bewegung bringen

    Jüngst meldete der Konzern weitere Schakal-Aufträge für Deutschland und die Niederlande. Weitere 69 Radschützenpanzer wurden bestellt mit einem Wert im mittleren dreistelligen Mio.-EUR-Bereich. Die geplanten Auslieferungen 2032 und 2033 verdeutlichen den Unterschied zwischen der nicht unerheblichen Zeitspanne zwischen Auftragseingang auf der einen und Abarbeitung bzw. Umsatzrealisierung auf der anderen Seite.

    Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 39 % auf 5,23 Mrd. EUR, das operative Ergebnis erreichte 786 Mio. EUR. Gleichzeitig lag der operative freie Cashflow bei minus 1,62 Mrd. EUR. Kapazitätsausbau, Vorräte und verschobene Anzahlungen banden Kapital. Nach der Einstellung des F126-Fregattenprogramms wurde die Guidance auf eine Umsatzbandbreite von 13,7 bis 14,2 Mrd. EUR zurückgenommen, bei rund 19 % operativer Marge.

    Beim aktuellen Kurs von 1.038 EUR ist der Verteidigungskonzern mit 48,4 Mrd. EUR und damit mit 3,5-fachen bzw. 2,6-fachen des 2026er bzw. 2027er Umsatzes bewertet. Analysten haben in der Masse bereits ihre Kursziele zurückgenommen. Durchschnittlich liegt die Zielmarke nun bei rund 1.550 EUR. Daraus errechnet sich ein attraktives Aufwärtspotenzial innerhalb der kommenden 12 Monate von 50 %.

    Der nächste Prüfstein folgt mit den Quartalszahlen am 5. November. Entscheidend ist, wie überzeugend Rheinmetall seine Aufträge in Ergebnisse und Cashflows übersetzen kann. Der Kapitalmarkttag am 26. und 27. November könnte für Anleger besonders interessant werden, weil der Konzern dort normalerweise seine mittelfristige Strategie, Wachstumsziele, Umsatzplanung und Margenerwartungen vorstellt.

    Infineon: KI vor nächstem Wachstumsschub?

    Infineon adressiert einen anderen Engpass. Rechenzentren benötigen immer leistungsfähigere Stromversorgung. Der Konzern liefert Leistungshalbleiter, die elektrische Energie effizient schalten und umwandeln. Zu seinen Absatzmärkten zählen außerdem Fahrzeuge und Industrieanlagen. Laut den aktuellsten Unternehmensmeldungen baut der Konzern seine Position im Zukunftsmarkt der Leistungshalbleiter massiv aus und investiert bis 2034 rund 1,1 Mrd. EUR in eine neue Galliumnitrid (GaN)-Großserienfertigung in Villach, deren Produktion Ende 2027 starten soll.

    Galliumnitrid ermöglicht schnelle Schaltvorgänge mit geringen Verlusten, größere Fertigungsscheiben sollen zudem die Produktionskosten verbessern. Durch die erweiterte Zusammenarbeit mit Nvidia bei 800-Volt-Stromarchitekturen für KI-Rechenzentren profitiert Infineon vom enorm steigenden Strombedarf und der massiven Nachfrage nach effizienteren Chips.

    Mit den Jahreszahlen am 10. November wird vor allem der neue Ausblick zeigen, ob das KI-Geschäft die hohen Erwartungen weiter trägt. Der Hebel liegt in steigender Nachfrage nach Leistungshalbleitern für KI-Rechenzentren, verbunden mit einer gewissen Preissetzungsmacht. Die Anteilsscheine haben seit Jahresbeginn um 34 % auf aktuell 51 EUR zugelegt. Analysten bescheinigen dem Papier ein durchschnittliches Kursziel von 87 EUR, was noch reichlich Luft nach oben lässt.

    Fazit

    Mit frischem Kapital kann NSJ Antimony sein chancenreiches kanadisches Antimon-Projekt weiter vorantreiben. Neue Bohrergebnisse könnten weitere Impulse liefern. Rheinmetall muss seine Expansion mit besseren Zahlen und verlässlichen neuen Mittelfristzielen unterfüttern. Infineon verbindet technologische Stärke mit dem Wachstum der KI-Infrastruktur, sieht sich jedoch einer hohen Erwartungshaltung gegenüber.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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