19.01.2026 | 05:00
Panzerstahl trifft auf Schwarmintelligenz: Warum Rheinmetall und Hensoldt umrüsten müssen und NEO Battery Materials der heimliche Gewinner des Drohnenkriegs ist
Der Krieg in der Ukraine hat militärische Doktrinen, die über Jahrzehnte in den Generalstäben der NATO als unumstößlich galten, innerhalb weniger Monate pulverisiert. Die schockierende Erkenntnis: Selbst der modernste Kampfpanzer ist ohne Schutz ein leichtes Ziel für eine Drohne, die weniger kostet als eine Tankfüllung des Kolosses. Wir erleben eine tektonische Verschiebung der Kriegsführung weg von klassischen Waffen wie Panzern und Haubitzen hin zu asymmetrischen Bedrohungen, die durch Software, Sensorik und vor allem durch Reichweite entschieden werden. In diesem neuen Umfeld müssen sich etablierte Rüstungsgiganten wie Rheinmetall und Hensoldt neu erfinden, um nicht zum alten Eisen zu gehören. Doch während diese Konzerne ihre Tanker nur langsam wenden können, positioniert sich mit NEO Battery Materials ein agiler Player genau an der kritischen Schnittstelle der modernen Kriegsführung: den Batterien für Drohnenschwärme, unabhängig von chinesischen Lieferketten.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Nico Popp
ISIN:
RHEINMETALL AG | DE0007030009 , HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005 , NEO BATTERY MATERIALS LTD | CA62908A1003
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Nico Popp
In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys
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Rheinmetall und Hensoldt: Der Schild gegen den Schwarm
Rheinmetall, lange Zeit primär als „Waffenschmiede“ für schweren Stahl wahrgenommen, hat die Zeichen der Zeit erkannt. CEO Armin Papperger treibt den Umbau zum integrierten Technologiekonzern voran. Doch wie Analysten betonen, bleibt das Kerngeschäft von Rheinmetall physisch schwer und logistisch aufwendig. Der Konzern liefert die Plattformen, doch diese Plattformen benötigen Augen und Ohren, um im Drohnenhagel zu überleben.
Hier kommt Hensoldt ins Spiel. Das Unternehmen ist das sensorische Nervensystem der westlichen Verteidigung. Moderne Radarsysteme und elektronische Kriegsführung sind die einzige Antwort auf Drohnenangriffe, da sie die Bedrohung erkennen, bevor der Einschlag erfolgt. Hensoldt liefert die Technologie, um den „Nebel des Krieges“ zu lichten. Doch sowohl Rheinmetall als auch Hensoldt stehen vor einem fundamentalen Problem, das in den Chefetagen für Unruhe sorgt: Die Abhängigkeit von kritischen Komponenten und Rohstoffen, die oft noch immer aus geopolitisch unsicheren Regionen stammen. Die Fragilität der NATO, die sich exemplarisch am Wettlauf um die Rohstoffe Grönlands zeigt, offenbart die Achillesferse der High-Tech-Rüstung.
Das Energie-Dilemma: Chinas Griff an der Kehle
Der eigentliche Engpass der modernen Kriegsführung ist jedoch die Batterie. Eine Drohne ist nur so effektiv wie ihre Reichweite und Nutzlast. Bisher dominierte China diesen Markt fast völlig. Die jüngsten Exportbeschränkungen Pekings für Drohnenkomponenten und Batterietechnologie haben dem Westen schmerzhaft vor Augen geführt, dass man sich in eine gefährliche Abhängigkeit begeben hat. Ein moderner Drohnenkrieg lässt sich nicht gewinnen, wenn der Gegner den Zugriff auf die leistungsfähigsten Energiespeicher kontrolliert.
Die NATO sucht händeringend nach „Friend-Shoring-Lösungen“ – also Lieferketten, die in sicheren Jurisdiktionen liegen und technologisch überlegen sind. Es geht nicht mehr nur um Preis, sondern um physikalische Verfügbarkeit und technologische Überlegenheit. Genau in dieses Vakuum stößt NEO Battery Materials mit einer Aggressivität, die den aktuellen Zeitgeist perfekt trifft.
NEO Battery Materials: Der Treibstoff für die nächste Generation
NEO Battery Materials adressiert mit seiner proprietären Silizium-Anoden-Technologie genau die Schwachstelle westlicher Drohnensysteme: Energiedichte und Gewicht. Wie Canadian Defence Review berichtet, ermöglicht die Technologie von NEO signifikant längere Flugzeiten und höhere Nutzlasten – im militärischen Kontext ist das entscheidend und kann Leben retten. Durch die Partnerschaft mit Nascent Materials zielt NEO direkt auf die Entwicklung spezialisierter Batterien für Verteidigungsdrohnen ab. Das Unternehmen liefert damit nicht nur Material, sondern positioniert sich als strategischer Systemlieferant.

Der entscheidende Vorteil für Investoren und Militärplaner ist jedoch die Geopolitik. NEO operiert mit seiner Produktionsbasis in Nordamerika und Südkorea weitgehend unabhängig von China. In einer Zeit, in der die Versorgungssicherheit über allem steht, wird diese Unabhängigkeit mit einem massiven Aufschlag bewertet. Dass das Unternehmen kürzlich hochrangige Militärs, darunter einen Admiral und einen Generalmajor a. D. aus Südkorea als Berater gewinnen konnte, unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Ambitionen im Verteidigungssektor.
Die Aktie von NEO Battery Materials beginnt bereits, diese Neubewertung widerzuspiegeln. Während der breite Markt noch über Zinsen diskutiert, kauft das „Smart Money“ die Ausrüster der Zukunft. NEO ist dabei die Wette auf die Erkenntnis, dass der nächste Krieg nicht durch den stärksten Panzer, sondern durch die ausdauerndste Drohne entschieden wird. In einem Umfeld, in dem die NATO ihre Lieferketten von Grönland bis Südkorea neu ordnen muss, ist NEO Battery Materials einer der wenigen Player, der die technologische Antwort auf die chinesische Dominanz bereits marktreif in der Hand hält. Zuletzt feierte das Unternehmen Monat für Monat neue operative Erfolge und befindet sich in der Hochlauf-Phase. Das Timing könnte kaum besser sein: Auch die Aktie befindet sich auf dem Niveau der Mehr-Monats-Hochs und schickt sich an, in neue Bereiche vorzustoßen. Während Rheinmetall und Hensoldt an Kapazitätsgrenzen stoßen und sich erst langsam auf die neuen Kriege einstellen, trifft NEO Battery Materials exakt den Zeitgeist.
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