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03.07.2026 | 04:00

Rebound und gleich wieder steil aufwärts! Rheinmetall, Renk, Antimony Resources, TKMS und Hensoldt

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Bildquelle: Pixabay

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.

Das Börsenkarussell dreht sich weiter. Waren die Rüstungstitel noch in den letzten 5 Monaten auf der Abschussliste, so gelingt nun ein eindrucksvoller Rebound. Einen regelrechten Sellout erlebte Rheinmetall, nachdem ein Fregatten-Großauftrag an TKMS vergeben wurde. Branchenweit hatten die Titel bis zu 50 % Abschlag zu verkraften, nachdem sie zu den Hype-Titeln in den Jahren 2024 bis 2025 avanciert waren. Ein weiterer Titel machte gestern Furore: Antimony Resources! Nach einer 90-tägigen Konsolidierung um fast 70 % gab es neue Bohrergebnisse. Und siehe da: Nicht nur Antimon schlummert im Boden, sondern auch jede Menge Gold. Gut wer hier in den letzten Wochen zugegriffen hat. Alle vier Titel auf unserer Liste haben noch einiges an Aufholpotenzial in der Tasche, wir analysieren warum.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 | CSE: ATMY , OTCQB: ATMYF , RENK AG O.N. | DE000RENK730 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005 , TKMS AG & CO KGAA | DE000TKMS001

Inhaltsverzeichnis:


    Rheinmetall – Der Fregattenauftrag der Bundesmarine geht an TKMS

    Mit dem jüngsten Niedergang der Rheinmetall-Aktie fühlen wir uns mit der laufenden Berichterstattung ziemlich wohl. Als Dauermahner zur offensichtlichen Überbewertung brauchte es einfach nur noch eine schlechte fundamentalen Meldung. Diese wurde dann Ende Juni in Gestalt einer gestrichenen Fregattenbestellung des Typs F126 im Gegenwert von 12 Mrd. EUR geliefert. Damit erreichte der Düsseldorfer Konzern am 25. Juni mit 902 EUR einen um 50 % tieferen Stand als noch im Januar. Rheinmetall hätte in der Großbestellung als wichtiger Zulieferer fungiert, nun vergab die Bundesmarine einen wesentlich niedrigeren Alternativauftrag über kleinere und günstigere Fregatten an die thyssenkrupp-Tochter TKMS.

    Mit der scharfen Abwärtsbewegung und einem 20 % Tages-Selloff unterschätzte der Markt in der ersten Reaktion jedoch den gigantischen Auftragsbestand und die strukturelle Sonderkonjunktur bei Landfahrzeugen und Munition. Führende Banken stuften die Aktie nach der jüngsten Branchenmesse Eurosatory weiterhin als klaren Kauf ein. Insbesondere David Perry von JPMorgan bestätigte sein langfristiges Kursziel von 1.500 EUR mit dem Argument, dass Deutschland in den kommenden fünf Jahren erhebliche Summen für den Ersatz und die Modernisierung seiner Heeresbestände aufwenden muss. Auch Warburg Research untermauert das gleiche Kursziel und sieht das operative Fundament von Rheinmetall durch die Neuausrichtung der Bundeswehr auf kleinere MEKO-Fregatten keineswegs gefährdet. Der Konsens auf der Plattform LSEG liegt mit einem gewissen Time-Lag noch bei 1.753 EUR. Wir denken, dass in der Gesamtbetrachtung ein 30 % Rebound auf 1.250 bis 1.300 EUR durchaus gerechtfertigt ist. Technisch waren die Indikatoren sehr stark überverkauft, das führt nun zu größeren Rückkäufen. Für Trader und Langfristanleger ist Rheinmetall nun durchaus wieder interessant. Kursziel von über 2.000 EUR wie noch zu Jahresanfang sind aber unrealistisch.

    Renk – Analysten drehen auf positiv

    Ein ähnliches Muster zeigt sich bei der Aktie des Getriebespezialisten Renk. Von über 90 EUR ging es bis auf 40 EUR nach unten, dann war Schluss. Der Börsenneuling aus 2024 überzeugt fundamental mit einer dem höchsten Auftragseingang der Unternehmensgeschichte, was die Sorgen vor einem dauerhaften Nachfrageeinbruch entkräftet. Analysten wie Holger Schmidt von der DZ Bank betonen das enorme langfristige Potenzial des Konzerns im Bereich von Antriebssystemen für Panzer und autonome Militärfahrzeuge. Die DZ Bank votiert folgerichtig mit einem Kursziel von 64 EUR, Jefferies kann sich sogar für 70 EUR stark machen. Wichtig an der Renk-Aktie bleibt, dass die Antriebskomponenten in über 70 % der Militärfahrzeuge Gebrauch finden, damit ist Renk ein quasi-monopolistischer Zulieferer für Kettenfahrzeuge im westlichen Bündnis. Da die weltweiten Rüstungsprogramme weiterhin öffentlich im Rampenlicht stehen, dürfte die fundamentale Dynamik hier noch keinesfalls stoppen. Auf der Plattform LSEG votieren folgerichtig 16 von 17 Analysten mit einem Kaufvotum und einem 12-Monats-Mischkursziel von 67,88 EUR. Auch in Augsburg hat die Aufholjagd begonnen, gestern ging es schon wieder über die Marke von 47 EUR.

    Hensoldt – Mit modernster Sensortechnik hoch im Kurs

    Der Elektronik- und Radarspezialist Hensoldt komplettiert das Trio der großen deutschen Rüstungswerte und zeigt derzeit eine besondere technische Gegenreaktion. Als Sensorlieferant wäre Hensoldt ebenfalls am F126-Projekt beteiligt gewesen, kompensiert dieses Risiko jedoch durch eine anhaltend starke Nachfrage nach Luftverteidigungs- und Aufklärungssystemen. Ein wesentlicher Treiber für das Drehen der Hensoldt-Aktie von 64 auf erstaunliche 77 EUR in nur 4 Handelstagen ist wohl auch das zurückgekehrte Vertrauen der Unternehmensführung: Signifikante Insiderkäufe durch das eigene Management in persona Oliver Dörre und Inka Tews setzten ein klares Signal an den Markt, dass der Kurssturz fundamental nicht gerechtfertigt war. Analysten auf der Plattform LSEG erwarten im Schnitt 89,37 EUR. Das ist aus gestriger Sicht bei 77,50 EUR gar nicht mehr so viel. Dass der Bedarf an digitaler Kampfführung und Sensorik unabhängig von einzelnen Marineprojekten ungebrochen hoch bleibt, darf man mittelfristig unterstellen. Für die Münchener spricht, dass man beim ballistischen Raketen-Abwehrsystem „FREYJA“ mit dem ukrainischen Unternehmen Fire Point an Bord ist. Damit können moderne Systeme einem sofortigen Live-Test unterzogen werden und lange Entwicklungszyklen beschleunigen sich deutlich. Interessant!

    Antimony Resources – Und plötzlich befindet sich Gold im Bohrkern

    Ein sich verschärfender Wettbewerb um kritische Rohstoffe verändert die Spielregeln an den globalen Kapitalmärkten. Während Künstliche Intelligenz, Rüstungsindustrie und moderne Energietechnologien immer größere Mengen strategischer Metalle benötigen, geraten Explorationsgesellschaften mit hochwertigen Lagerstätten zunehmend in den Fokus langfristig orientierter Investoren. Antimony Resources, ein Partner-Unternehmen der Globex Mining, verfolgt das Ziel, eine westliche Versorgungskette für Antimon aufzubauen und gleichzeitig den Wert seiner Projekte durch konsequente Exploration stetig zu steigern. Das kanadische Unternehmen konzentriert sich dabei auf aussichtsreiche Vorkommen in New Brunswick und profitiert von einem Markt, in dem China weiterhin den Großteil der weltweiten Antimonproduktion kontrolliert. Was den Markt unter Druck setzt ist ein vehementer Preisanstieg innerhalb weniger Jahre von rund 15.000 USD auf inzwischen deutlich über 60.000 USD je Tonne.

    Im Mittelpunkt steht das Bald-Hill-Projekt, das sich Schritt für Schritt zu einem strategisch bedeutsamen Rohstoffprojekt entwickelt. Frühere geologische Modelle deuten bereits auf rund 2,7 Mio. Tonnen mineralisiertes Gestein mit durchschnittlichen Antimongehalten zwischen 3 und 4 % hin, doch die jüngsten Explorationsergebnisse zeichnen inzwischen ein noch deutlich attraktiveres Bild. In mehreren Bereichen wurden außergewöhnlich hochgradige Stibnit-Vererzungen nachgewiesen, wobei Spitzenwerte von bis zu 36,0 % Antimon in Bohrungen sowie sogar 44,2 % in Oberflächenproben registriert wurden. Die eigentliche Überraschung der aktuellen Kampagne ist jedoch ein zusätzlicher Goldfund, der dem Projekt eine völlig neue wirtschaftliche Dimension verleiht. Bohrkernanalysen lieferten Goldgehalte von bis zu 1,88 g/t über einen Abschnitt von 4,85 m und zeigen, dass Bald Hill nicht ausschließlich auf Antimonprojekt beschränkt sein könnte. Sollte sich diese Edelmetall-Mineralisierung im weiteren Bohrverlauf bestätigen und räumlich ausdehnen, könnte dies die zukünftige Wirtschaftlichkeit erheblich verbessern und zusätzliche Erlösquellen erschließen.

    CEO James R. Atkinson im Interview mit IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk zu den strategischen Vorhaben. Hier geht´s zum Video…

    https://youtu.be/AcaRJnRlx_8

    Mit dem überraschenden Goldfund ist die Aktie gestern im Wert um 20 % gestiegen, die Marktkapitalisierung liegt jetzt wieder bei rund 72 Mio. CAD. In den letzten 90 Tagen haben sich viele Großinvestoren aus dem Bereich Wolfram und Antimon verabschiedet, weil sich in den internationalen Krisenherden eine kleine Entspannung zeigte. Das spekulative Kapital verließ also das Deck, zurück an Bord kommen jetzt aber überzeugte Langfristinvestoren, die das enorme Potenzial der Liegenschaft als langfristige Superchance verstehen. Dementsprechend die hohen Umsätze mit fast 1 Mio. Stück über den Tagesverlauf. Wer auf den Chart blickt erkennt einen klaren Richtungswechsel!

    Der Chart seit Jahresanfang zeigt, wie die Rüstungstitel Hand in Hand nach unten gegangen sind. Parallel erwischte es auch wichtige Zulieferer und Rohstofftitel, die den wachsenden Verteidigungs-Sektor mit wichtigen Metallen versorgen. Antimony ist dennoch im Plus geblieben und kann jetzt beim ersten Rebound richtig Muskeln zeigen. Quelle: LSEG Refinitiv vom 02.07.2026

    Die Kapitalmärkte sind von Geopolitik, hoher Inflation und extrem guten Prognosen für den ganzen Bereich KI-HighTech und Rechenzentren getrieben. So dürfte das Jahr 2026 als des „Chip-Megahype“ in die Geschichte eingehen. Für den Verteidigungs-Sektor lief es deutlich schlechter als die Jahre zuvor. Doch jetzt zur Jahresmitte beginnt der Sektor wieder zu drehen, parallel machen sich auch die kritischen Metalle wieder auf den Weg.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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