14.08.2026 | 04:15
Das ist der Turnaround - Software nun das neue Gold? SAP, ServiceNow, Lahontan Gold und Oracle im Rampenlicht
Und es geht einfach noch ein Stück höher! Der globale Aktienmarkt vollzieht still und heimlich eine der fundamentalsten Kehrtwenden der jüngeren Wirtschaftsgeschichte. Nach einer monatelangen Phase, in der etablierte Software-Titel durch disruptive Ängste und makroökonomischen Gegenwind regelrecht abgestraft wurden, ist der Sektoren-Malus nun schlagartig verflogen. Anleger lassen die reine Experimentierphase mit künstlicher Intelligenz hinter sich und fordern von den Unternehmen jetzt eine knallharte, skalierbare Profitabilität. Diese monumentale Branchenrotation spült massives Kapital aus heiß gelaufenen Hardware-Werten direkt zurück in die Kassen der führenden Software-Schmieden. SAP, ServiceNow und Oracle – seit Jahresanfang mit 30 bis 50 % im Minus, stehen nun wieder auf den Kauflisten. Wer nebenbei noch einen Blick auf die Edelmetalle wirft, landet in Nevada. Hier kommt der vielversprechende Explorer und Developer Lahontan Gold ins Spiel, der mit seinen hochgradigen Bohrergebnissen auf dem Santa Fe-Projekt einen realen Substanz-Anker liefert. Es lohnt sich ein genauer Blick!
Lesezeit: ca. 6 Min.
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Autor:
André Will-Laudien
ISIN:
LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF , SAP SE O.N. | DE0007164600 , SERVICENOW INC. DL-_001 | US81762P1021 , ORACLE CORP. DL-_01 | US68389X1054
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
André Will-Laudien
Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.
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SAP und ServiceNow – Wie Phönix aus der Asche
In diesem neu entfachten Super-Zyklus rückt der Walldorfer Cloud-Gigant SAP ins absolute Rampenlicht, da seine KI-gestützten ERP-Systeme zur unverzichtbaren Steuerungszentrale der globalen Wirtschaft avancieren. Das Unternehmen hat sich eindrucksvoll aus dem Würgegriff des Sektoren-Malus befreit, indem es beweist, dass tief verankerte Unternehmenssoftware der wahre Nutznießer der KI-Welle ist. In den jüngsten Quartalsergebnissen glänzte der Konzern mit einer starken bereinigten operativen Marge von 27,8 %, was die hohe Ertragskraft des transformierten Cloud-Geschäfts untermauert. Das traditionelle CAPEX-Problem, bei dem teure Hardware-Infrastrukturen die Liquidität auffressen, umgeht SAP elegant, indem das Unternehmen weitgehend auf Partnerschaften mit externen Hyperscalern setzt, anstatt eigene Rechenzentren im großen Stil hochzuziehen. Der jüngste Turnaround glückt hier par excellence, weil Anleger den Fokus weg von reiner KI-Phantasie hin zu dieser messbaren, vertraglich zugesicherten Umsatzqualität verschoben haben. Analysten auf der Plattform LSEG sehen ein 12-Monats-Potenzial bis knapp 187 EUR. Das ist sehr eng bemessen!
Ebenso fegt der US-Workflow-Spezialist ServiceNow jegliche Zweifel mit beeindruckenden Wachstumszahlen vom Tisch und pulverisiert repetitive Büroarbeit im Rekordtempo. Man brilliert mit einer angehobenen Umsatzprognose im laufenden Jahr und steigert noch dazu unaufhaltsam die Profitabilität. Das Softwarehaus erzielte eine herausragende operative Marge von 29,5 % und suggeriert gar 31,5 % im Ausblick. Die beschleunigte KI-Adoption führt zu steigenden Infrastrukturkosten, wodurch die bereinigte Abonnement-Bruttomarge zuletzt leicht um 250 Basispunkte auf 80,5 % nachgeben musste. Trotzdem zeigte die Aktie einen blitzsauberen Turnaround an den Tiefs bei rund 85 USD und notiert jetzt wieder rund 50 % höher bei 124 USD. Der Markt honoriert offenbar, dass Kunden bereits echtes Geld für die produktive Ausführung von KI-Workflows bezahlen, anstatt nur Lizenzen zu horten. Spannend!
Der Datenbankspezialist Oracle vollzieht den wohl radikalsten und schmerzhaftesten Wandel, da er sich zu einer kapitalintensiven KI-Infrastruktur-Schmiede transformiert. Zwar kletterte die operative Marge im abgelaufenen Geschäftsjahr dank massiver operativer Einsparungen und Entlassungen auf starke 33 %, doch an der Basis brodelt es gewaltig. Um den Chip- und Rechenzentrumshunger von Großkunden wie OpenAI zu stillen, explodierten die Investitionsausgaben auf über 55 Mrd. USD und steuern im neuen Fiskaljahr auf atemberaubende 95 Mrd. USD zu. Das drückt den freien Cashflow mit über 23 Mrd. USD tief in die roten Zahlen und zwang die Ratingagentur S&P Global zu einer Herabstufung des Kreditratings auf die niedrigste Investmentgrade-Stufe BBB-. Dass Oracle dennoch den Turnaround schafft und die Aktie nach heftigen Rückschlägen wieder gesucht ist, liegt an den prall gefüllten Auftragsbüchern in Höhe von 638 Mrd. USD. Schneller, höher, weiter geht der KI-Wahnsinn! Man sollte aus der Distanz beobachten, wie CEO Larry Ellison seinen Supertanker weiter steuert.
Gold – Raus aus dem US-Dollar, rein in Edelmetall
Abseits der KI- und Software-Welt gerät die globale Finanzordnung ordentlich in Bewegung. Denn nach allen außenpolitischen Verwerfungen seitens der USA schwindet die internationale Dominanz des US-Dollars immer spürbarer. Angeführt von den BRICS-Staaten entstehen in rasantem Tempo alternative Handels- und Zahlungssysteme, die unabhängiger vom Greenback funktionieren sollen. Als Reaktion auf Sanktionsrisiken und die schleichende Entwertung von FIAT-Währungen verlagern immer mehr Anleger Kapital in knappe, reale Vermögenswerte. Gold erlebt dabei ein kraftvolles Comeback – nicht als Relikt, sondern als strategischer Anker in einer neu geordneten Welt. Wie tief dieser Wandel reicht, zeigt der Central Bank Gold Reserves Survey 2026 des World Gold Council: 89 % der befragten Notenbanken wollen ihre Goldreserven ausbauen, während 74 % mit einem sinkenden USD-Anteil an den globalen Reserven rechnen. Zentralbanken diversifizieren damit langfristig ihre Devisenbestände, während private Großanleger nach einem belastbaren Schutz vor Inflation und Kaufkraftverlust suchen. Der Goldpreis, der bereits in 2026 bis auf 5.400 USD gestiegen ist, spiegelt diese Flucht aus dem ungedeckten Schuldgeldsystem wider und eröffnet Chancen für physische Investments ebenso wie für erstklassige Produzenten. Denn wer diesen Währungstrend früh erkennt, kann Gold als strategische Kernposition nutzen und seinem Portfolio in der kommenden monetären Neuordnung ein solides Fundament geben.
Lahontan Gold - Die Nevada-Goldstory nimmt jetzt richtig Fahrt auf
Die Nevada-Story von Lahontan läuft sogar noch besser als die Erholungs-Rally der Software-Titel. So entwickelt sich das Santa-Fe-Projekt zunehmend von einer klassischen Explorationsstory zu einer Mine-Development-Story mit mehreren Triggern gleichzeitig. Der jüngste Bohrerfolg in Calvada East zeigt eindrucksvoll, dass selbst Bohrungen, die ursprünglich für die Genehmigungsplanung konzipiert wurden, neue wirtschaftlich interessante Mineralisierung liefern können. Besonders das Bohrloch CAL26-12R durchteufte 12,2 Meter mit 1,26 g/t Goldäquivalent im Oxidbereich und damit nahe der Basis des bestehenden Tagebau-Modells, wobei einzelne Proben bis 3,29 g/t Gold erreichten. Noch spannender ist CAL26-11R, denn 13,7 Meter mit 1,10 g/t Goldäquivalent in tertiären Vulkaniten markieren den ersten signifikanten Goldtreffer in diesem Gesteinstyp und eröffnen entlang der Summit Fault ein völlig neues Explorationsziel.
IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk geht den Fakten in Nevada auf den Grund und interviewt CEO und Gründerin Kimberly Ann.
Damit wächst die Story nicht nur quantitativ, sondern auch geologisch, weil die bisherige Ressourcenabgrenzung offenbar nicht das gesamte Mineralisierungssystem erfasst. Parallel verdichtet sich Slab West zu einem ernstzunehmenden Wachstumskandidaten, nachdem dort weitere flache Oxidabschnitte von 35,1 Metern mit 0,21 g/t sowie 18,3 Metern mit 0,22 g/t Goldäquivalent identifiziert wurden und die Zone weiterhin in mehrere Richtungen offen ist. Hier liegt ein wichtiger Bewertungshebel: Jede zusätzliche Ressource kann auf einem bereits erschlossenen Brownfield-Projekt potenziell effizienter in einen späteren Minenplan integriert werden als bei einer völlig neuen Lagerstätte. Interessant wird dies vor dem Hintergrund einer aktuellen Analyse des World Gold Council, wonach die weltweite Minenproduktion trotz hoher Goldpreise nur langsam reagiert und zwischen einem steigenden Goldpreis und tatsächlich höherer Produktion typischerweise mehrere Jahre liegen. Diese strukturelle Verzögerung macht bestehende oder wiederbelebte Projekte strategisch wertvoller, weil neue Minen nicht kurzfristig aus dem Boden gestampft werden können.
Santa Fe besitzt dabei einen entscheidenden Startvorteil: Zwischen 1988 und 1995 wurden bereits mehr als 359.000 Unzen Gold und 702.000 Unzen Silber im Tagebau gewonnen, während die heutige Ressource rund 1,95 Mio. Unzen Goldäquivalent umfasst. Noch mehr Fantasie entsteht durch die historischen Heap-Leach-Flächen und Stockpiles, denn die ersten Sonic-Bohrungen lieferten dort mit 9,9 Metern bei 2,40 g/t Gold und 50,7 g/t Silber deutlich stärkere Werte als ursprünglich erwartet. Der Clou liegt in der möglichen Kostenstruktur, weil bereits abgebautes und auf Halden gelagertes Material perspektivisch ohne den Aufwand eines klassischen Tagebaus erneut aufbereitet werden könnte und die ersten Untersuchungen zudem eine grundsätzliche Eignung für konventionelle Heap-Leach-Verfahren nahelegen. Aktuell arbeitet Lahontan an der nächsten Bewertungsstufe mit einer aktualisierten Ressourcenschätzung, einer neuen PEA und der weiteren Vorbereitung des Genehmigungsverfahrens, während der geplante Baubeginn 2027 näher rückt. Mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von knapp 160 Mio. CAD - vom Feinsten, wie 999er Gold selbst!

Was für eine Tech-Rally, die jedem Anleger den Atem raubt! Trotz aller Hausse: Die Parallele zum Edelmetallmarkt geht in diesem Zyklus noch weitaus tiefer als die reine Begriffsmetapher. Kluge Investoren erkennen, dass digitale Plattformen mit ihren exklusiven Kundendaten und wiederkehrenden Umsätzen denselben unzerstörbaren Inflationsschutz bieten wie echte Sachwerte. Wer sein Depot in dieser volatilen Übergangsphase maximal krisenfest aufstellen möchte, kombiniert die Cashflows der Software-Elite strategisch mit physischen Rohstoff-Raketen. Am Ende dieser epochalen Wende triumphiert eine perfekt ausbalancierte Portfolio-Strategie.
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